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Absicht. Grundlegende Gedanken und Distinktion vom Wollen

Titel: Absicht. Grundlegende Gedanken und Distinktion vom Wollen

Essay , 2017 , 8 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Marco Hauptmann (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Der Begriff der Absicht ist einer jener Begriffe, denen der sonderbare Fall zu eigen ist, dass, darauf angesprochen, die Mehrheit behaupten würde zu wissen, was damit gemeint sei oder zumindest nicht deren Existenz abspräche. Und doch ist Absicht nicht fassbar, nicht direkt beobachtbar, allenfalls – und das nicht einmal mit Gewissheit – aus Handlungen ableitbar, was letztlich immer noch die Frage aufwirft, was man denn nun abgeleitet hat? Die Suche nach einer Definition oder gar eines Verständnisses eines solchen Begriffs ist nicht selten ein hoffnungsloses Sprachspiel, doch es spricht nichts dagegen ein Sprachspiel zu finden, das von den meisten akzeptiert wird. Und daran soll dieser Essay ansetzen, indem die beiden Fragen angegangen werden: Was sind die Grundzüge der Absicht? Und wie steht Absicht im Verhältnis zum Wollen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fundamente der Absicht

3. Rolle der Absicht

4. Nachteil der Warum-Frage

5. Zustandekommen der Absicht

6. Wollen und Absicht

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die philosophischen und psychologischen Grundlagen des Begriffs "Absicht", beleuchtet dessen Verhältnis zum Wollen und kritisiert gängige Methoden zur Identifikation von Absichten, wie etwa die retrospektive Warum-Frage.

  • Grundlegende Definition und Voraussetzung von Absicht
  • Die funktionale Rolle der Absicht als Puffer zwischen Reiz und Reaktion
  • Kritische Analyse der Warum-Frage und der Selbsterkenntnis
  • Zusammenspiel von Absicht, Wollen und Handlungsmöglichkeiten
  • Distinktion zwischen Wollen und Absicht in einer komplexen Welt

Auszug aus dem Buch

Die Rolle der Absicht

Die Rolle der Absicht ist damit die eines Puffers. Absicht verhindert, dass Reiz und Reaktion unmittelbar zusammenfallen, dies würde die Frage nach dem Wie des Eingreifens nämlich erübrigen. Absicht im Wechselspiel mit dem Wollen, wie im Verlaufe dieses Essays noch aufgezeigt wird, entkoppelt Reiz und Reaktion, isoliert einen Teil des Subjekts kurzzeitig von der Welt, um eine Handlung mit dem Nutzen aufzuschieben, dass in der abgekoppelten Phase zwischen Reiz und Reaktion zum einen neue Reize auftreten können, welche eine bessere Reaktion zur Folge haben können und zum anderen, je nach kognitiver Leistung des Organismus, alte Reize in Form von Erinnerungen, Bauchgefühl etc. oder bei entsprechender Systematisierung dieser Erinnerungen, in Form von Argumenten, Gründen, Glauben etc. herangezogen werden können, um die Reaktion weiter zu optimieren. In der Absicht transzendiert sich das Subjekt, aber auch die Handlung selbst, da diese durch die Absicht über sich hinaus verweist. Handlung findet nicht um der Handlung willen statt, sondern um den Willen des Subjekts.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Fassbarkeit des Begriffs der Absicht und Ankündigung der zentralen Fragestellungen des Essays.

2. Fundamente der Absicht: Erörterung der notwendigen Voraussetzungen für Absicht, insbesondere der Überzeugung eines Organismus, durch eigenes Handeln kausale Veränderungen in der Welt bewirken zu können.

3. Rolle der Absicht: Analyse der Absicht als Puffer zwischen Reiz und Reaktion, der eine kurzfristige Abkopplung des Subjekts von der Welt ermöglicht, um Handlungen zu optimieren.

4. Nachteil der Warum-Frage: Kritische Untersuchung von Anscombes Warum-Frage, die als nachträgliches Instrument oft nur Rechtfertigungen statt der tatsächlichen ursprünglichen Absicht liefert.

5. Zustandekommen der Absicht: Untersuchung, wie Absichten in Abhängigkeit von den situativen Rahmenbedingungen und den physischen sowie biologischen Konstitutionen des Subjekts entstehen.

6. Wollen und Absicht: Erläuterung des fundamentalen Unterschieds und der wechselseitigen Abhängigkeit von Wollen und Absicht bei der Strukturierung von Handlungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Absicht, Wollen, Handlung, Kausalität, Reflex, Warum-Frage, Subjekt, Affordanzen, Reiz, Reaktion, Bewusstsein, Motivation, Handlungsspielraum, Selbsterkenntnis, Kognition

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer begriffsanalytischen Untersuchung der "Absicht" und wie diese sich von Begriffen wie dem Wollen abgrenzen lässt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themenfelder umfassen die Philosophie des Geistes, die Handlungstheorie sowie grundlegende psychologische Mechanismen der Entscheidungsfindung und Selbstreflexion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Grundzüge der Absicht zu definieren und zu klären, in welchem Verhältnis sie zum menschlichen Wollen steht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine essayistische, philosophische Argumentation, die sich auf theoretische Ansätze stützt und diese anhand von Beispielen kritisch reflektiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entkoppelung von Reiz und Reaktion durch Absichten, kritisiert die Validität retrospektiver Warum-Fragen und beschreibt die Abhängigkeit der Absicht vom Wollen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Absicht, Wollen, Handlung, Kausalität sowie die methodische Abgrenzung durch die Warum-Frage.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen "Wollen" und "Absicht" eine Rolle?

Weil das Wollen oft intuitiv oder triebgesteuert ist, während die Absicht als ein Puffer fungiert, der ein reflektiertes Eingreifen in die Welt erst ermöglicht.

Welche Bedeutung hat das Experiment mit den Hunden für die Argumentation?

Es verdeutlicht, dass die Überzeugung über die eigene Kausalität die notwendige Voraussetzung für das Vorhandensein von Absichten ist.

Was kritisiert der Autor an der "Warum-Frage"?

Der Autor argumentiert, dass diese Frage oft nur eine nachträgliche Rechtfertigung provoziert, die nicht mit der tatsächlichen, ursprünglichen Absicht der Handlung übereinstimmen muss.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Absicht. Grundlegende Gedanken und Distinktion vom Wollen
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
1,3
Autor
Marco Hauptmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
8
Katalognummer
V412443
ISBN (eBook)
9783668638204
ISBN (Buch)
9783668638211
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Absicht Wollen Philosophie Wille
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marco Hauptmann (Autor:in), 2017, Absicht. Grundlegende Gedanken und Distinktion vom Wollen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412443
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