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Die Billigkeitshaftung nach § 829 BGB. Eine kurze Betrachtung der vier Tatbestandsmerkmale

Titel: Die Billigkeitshaftung nach § 829 BGB. Eine kurze Betrachtung der vier Tatbestandsmerkmale

Hausarbeit , 2017 , 18 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Niklas Hurtig (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Folgenden sollen die vier Tatbestandsmerkmale genauer erläutert werden und unteranderem anhand von Fällen des Bundesgerichtshofs die Problematik der Auslegung der Norm näher beleuchtet werden. Dieses beinhaltet außerdem, dass die Rechtsprechung sich nicht immer einig ist, in wieweit ein bestehender Haftpflichtversicherungsschutz des Handelnden unter dem Tatbestandsmerkmal der Billigkeit zu berücksichtigen ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

II. Ausschluss der Haftung gemäß §§ 827, 828

a) Unter 7 Jahren

b) Zwischen 7 und 10 Jahren

c) Über 7 (im motorisierten Straßenverkehr über 10) und unter 18 Jahren

III. Keine Ersatzpflicht eines Dritten ( § 832 )

IV. Billigkeit

C. Regelung der Beweislast

D. Rechtsfolgen

E. Verjährung

F. Überleitung

G. Streitgegenstand des § 829

I. Der Fall Lokführer

II. Analyse

1. Einleitende Rahmenbedingungen des Falls

2. Rechtliche Einordnung und Problemstellung

3. Entscheidungen des Bundesgerichtshofes

a) Verhältnisse der Beteiligten

b) Einbeziehung einer Haftpflichtversicherung

aa) Trennungsprinzip in der Haftpflichtversicherung

c) Zwischenfazit: Verhältnisse der Beteiligten und Einbeziehung einer Haftpflichtversicherung

III. Fallabschluss

H. Fazit und Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der dogmatischen Einordnung und den Voraussetzungen der Billigkeitshaftung gemäß § 829 BGB. Ziel ist es, die Tatbestandsmerkmale dieser Ausnahmevorschrift zu analysieren und insbesondere zu klären, unter welchen Bedingungen das wirtschaftliche Gefälle zwischen den Parteien und die Existenz einer Haftpflichtversicherung eine Schadensersatzpflicht begründen können.

  • Grundlagen der Deliktsfähigkeit und Haftungsausschlüsse gemäß §§ 827, 828 BGB
  • Dogmatische Herleitung und Auslegung des Billigkeitsbegriffs
  • Bedeutung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und des "Millionärsparagraphen"
  • Differenzierung zwischen Pflicht- und freiwilliger Haftpflichtversicherung in der Rechtsprechung

Auszug aus dem Buch

IV. Billigkeit

Bei der Billigkeit handelt es sich um die letzte Tatbestandsvor rausetzung, die aufgrund der Formulierung des § 829 am meis ten (Auslegungs-)Spielraum bietet.

Billigkeit heißt im Allgemeinen so viel, wie „Gerechtigkeit“ oder „Rechtmäßigkeit“, d.h. es soll je nach Einzelfall ent schieden werden, was angemessen ist. Bei einem verursachten Schaden muss schließlich die Billigkeit die Schadloshaltung geradezu fordern. Daraus ergibt sich schon, dass für die Billig keit als relevante Umstände die Verhältnisse zwischen den Be teiligten zu nennen sind. Ein nicht unerhebliches wirtschaft liches Gefälle zwischen den beteiligten Parteien ist oft ausschlaggebend, ob und in wieweit der Schädiger Schadens ersatz leisten muss, weshalb der § 829 auch oft als „Millio närsparagraph“ bezeichnet wird. Es sind jedoch weiterhin die gesamten Umstände des Falles zu beachten, insbesondere auch die Besonderheiten der die Schadensersatzpflicht auslösenden Handlung. Weiterhin ist sich die Rechtsprechung im Rahmen des § 829 nicht einig, inwieweit eine Haftpflichtversicherung des Schädigers Einfluss auf die Entscheidung und den Rahmen des Schadensersatzes haben darf, was unteranderem im weite ren Verlauf dieser Arbeit detaillierter diskutiert werden soll.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Einführung in die Problematik der Billigkeitshaftung als Ausnahme von den Verschuldensgrundsätzen und Darstellung der grundlegenden Anspruchsvoraussetzungen.

C. Regelung der Beweislast: Erläuterung der Verteilung der Darlegungs- und Beweislast hinsichtlich der Haftungsvoraussetzungen und der wirtschaftlichen Verhältnisse der Parteien.

D. Rechtsfolgen: Untersuchung der Rechtsfolge der Billigkeitshaftung, insbesondere unter Berücksichtigung immaterieller Schäden wie Schmerzensgeld.

E. Verjährung: Darstellung der verjährungsrechtlichen Bestimmungen im Kontext der Billigkeitshaftung gemäß BGB.

F. Überleitung: Hinführung zur Auslegungsproblematik und der Bedeutung von Haftpflichtversicherungen in der aktuellen Rechtsprechung.

G. Streitgegenstand des § 829: Detaillierte Analyse eines Fallbeispiels (Lokführer) zur Anwendung des § 829 BGB unter Einbeziehung des Trennungsprinzips in der Haftpflichtversicherung.

H. Fazit und Zusammenfassung: Abschließende Synthese der Ergebnisse zur Bedeutung des Billigkeitsbegriffs und der hohen Anforderungen an eine Haftungsbegründung bei fehlender Deliktsfähigkeit.

Schlüsselwörter

Billigkeitshaftung, § 829 BGB, Ersatzpflicht, Verschuldensunfähigkeit, Deliktsrecht, Deliktsfähigkeit, Millionärsparagraph, Haftpflichtversicherung, Trennungsprinzip, wirtschaftliches Gefälle, Schadensersatz, unerlaubte Handlung, Rechtsprechung, Schmerzensgeld, Billigkeitsentscheidung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Billigkeitshaftung gemäß § 829 BGB, eine Ausnahmeregelung, die es unter bestimmten Umständen ermöglicht, den Schädiger trotz fehlender Deliktsfähigkeit zum Schadensersatz zu verpflichten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Voraussetzungen für einen Anspruch aus § 829 BGB, insbesondere auf die Deliktsunfähigkeit des Schädigers, das Fehlen einer Ersatzpflicht durch Dritte und das Kriterium der Billigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der Billigkeit zu konkretisieren und die Rolle wirtschaftlicher Faktoren bei der Haftungsentscheidung zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die klassische juristische Gutachtenmethode, ergänzt durch die Analyse aktueller Rechtsprechung und Literatur zum Schuldrecht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Tatbestandsmerkmale, die Beweislastverteilung, die Rechtsfolgen und insbesondere die Auswirkungen von Haftpflichtversicherungen auf die Billigkeitsentscheidung anhand eines konkreten Fallbeispiels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Billigkeitshaftung, Deliktsfähigkeit, § 829 BGB, Trennungsprinzip, wirtschaftliches Gefälle und Haftpflichtversicherung.

Wie wirkt sich die Psychose des Schädigers auf die Haftung aus?

Aufgrund einer psychischen Erkrankung, die die freie Willensbestimmung ausschließt, ist der Schädiger nach § 827 BGB verschuldensunfähig, was erst den Anwendungsbereich des § 829 BGB als billigkeitsrechtliche Korrektur eröffnet.

Warum ist das "Trennungsprinzip" der Versicherung für den Fall wichtig?

Das Trennungsprinzip besagt, dass die bloße Existenz einer Haftpflichtversicherung allein keine Haftung begründen darf. Dies ist entscheidend, um zu verhindern, dass die Versicherungspflicht des Dritten (hier die Mutter des Schädigers) das Risiko des Schädigers unangemessen verlagert.

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Details

Titel
Die Billigkeitshaftung nach § 829 BGB. Eine kurze Betrachtung der vier Tatbestandsmerkmale
Hochschule
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Note
2,0
Autor
Niklas Hurtig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
18
Katalognummer
V412492
ISBN (eBook)
9783668640207
ISBN (Buch)
9783668640214
Sprache
Deutsch
Schlagworte
BGB Recht Billigkeit Billigkeitshaftung 829 Ersatzpflicht Deliktsrecht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Niklas Hurtig (Autor:in), 2017, Die Billigkeitshaftung nach § 829 BGB. Eine kurze Betrachtung der vier Tatbestandsmerkmale, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412492
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