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Die Verwendung des Apostrophs bei Präposition-Artikel-Klitika

Zu'm Apostroph bei'm Verschmelzen

Title: Die Verwendung des Apostrophs bei Präposition-Artikel-Klitika

Term Paper (Advanced seminar) , 2015 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Teresa Wolf (Author)

German Studies - Linguistics
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Schon seit Jahrhunderten wird über den Verfall der deutschen Sprache geklagt. Besonders die Verwendung von Apostrophen steht seit jeher in der Kritik der Sprachverfallsdebatte. Am populärsten ist hierbei der berüchtigte ‚Deppenapostroph‘ bei Genitiv- und Plural-s. Es gibt allerdings noch viele weitere Beispiele von zweifelhaften Apostrophverwendungen.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Apostrophgebrauch bei Präposition-Artikel-Klitika. Dies umfasst Beispiele wie bei'm, zu'm, auf'm, aus'm, hinter'm, i'm, über'm, vor'm, in's, an's, auf's, für's, um's, über's, unter's, durch's. Viele dieser Verschmelzungsformen sind hoch frequent und somit bereits standardisiert - ein Apostrophgebrauch ist deshalb normwidrig. Aus diesem Grund wird den Fragen nachgegangen, weshalb es dennoch zum Auftreten solch zweifelhafter Apostrophe kommt und ob ihre Existenz ein reiner Fehler oder doch linguistisch erklärbar und vielleicht sogar angemessen ist.

Es werden zunächst die Funktion(en) des Apostrophs (Kapitel 2) und die Klitisierung von Präposition und Artikel (Kapitel 3) erläutert. Daraufhin wird anhand der oben genannten Fälle der Apostrophgebrauch bei ebensolchen Klitika beschrieben und diskutiert (Kapitel 4).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Apostroph und seine Funktion(en)

2.1 Apostrophe als Auslassungszeichen

2.2 Apostrophe als Stammform-Markierer

3. Die Klitisierung von Präposition und Artikel

4. Der Apostrophgebrauch bei Präposition-Artikel-Klitika

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Verwendung von Apostrophen bei Präposition-Artikel-Klitika im Deutschen, wie etwa in Fällen wie „bei´m“ oder „zu´m“. Ziel der Untersuchung ist es, die Gründe für das normwidrige Auftreten dieser Schreibweisen zu analysieren und zu klären, ob es sich dabei lediglich um Fehler handelt oder ob sie linguistisch erklärbar bzw. funktional motiviert sind.

  • Grammatikalische Analyse der Klitisierung von Präposition und Artikel
  • Differenzierung zwischen speziellen und einfachen Klitika
  • Untersuchung der Funktionen des Apostrophs (Auslassung vs. Stammformmarkierung)
  • Einfluss der Werbesprache und der Unsicherheit der Schreiber auf die Rechtschreibung
  • Analyse der Akzeptabilität normabweichender Schreibweisen

Auszug aus dem Buch

4. Der Apostrophgebrauch bei Präposition-Artikel-Klitika

Im Folgenden gehe ich nun den Fragen nach, wann die amtliche Regelung den Apostrophgebrauch bei Verschmelzungsformen von Präposition und Artikel zulässt, aus welchen Gründen zweifelhafte Apostrophe bei diesen Formen auftreten und in welchem Grade dieser Gebrauch als angemessen zu erachten ist.

Der ‚Zweifelsfälle-Duden‘ (Duden 2011: 94) äußert sich über die Verwendung von Apostrophen wie folgt:

Der Apostroph steht im Allgemeinen nicht, wenn es sich um allgemein übliche Verschmelzungen aus Präposition und Artikel handelt: ans, aufs, durchs, fürs, hinters, ins, übers, ums, unters, vors; am, beim, hinterm, im, überm, unterm, vorm, zum; hintern, übern, vorn.

Darüber hinaus erweitert er an dieser Stelle § 97 der amtlichen Regelung (s. Kapitel 2.1) insofern, dass ein Apostroph bei Verschriftlichung der Umgangssprache bzw. von Dialekten gesetzt werden soll, da es hier häufig „zu Konsonatenverbindungen [kommt], die im Deutschen nicht allgemein üblich sind und einer Präposition eine Silbe hinzufügen […] an´n (an den), an´r (an der), auf´m (auf dem) […]“ (Duden 2011: 95, 745).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die verbreitete Kritik am Sprachverfall und führt in die Problematik des Apostrophgebrauchs bei Präposition-Artikel-Klitika ein.

2. Der Apostroph und seine Funktion(en): Dieses Kapitel beleuchtet die verschiedenen Funktionen des Apostrophs, insbesondere als Auslassungszeichen und als Mittel zur Stammformmarkierung.

3. Die Klitisierung von Präposition und Artikel: Hier werden die linguistischen Grundlagen der Verschmelzung von Präposition und Artikel sowie die Faktoren erläutert, die diesen Prozess beeinflussen.

4. Der Apostrophgebrauch bei Präposition-Artikel-Klitika: Dieses Kapitel analysiert die konkreten Fundstücke und diskutiert die Angemessenheit und Gründe für normwidrige Apostrophsetzungen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und führt Unsicherheit bei Schreibern sowie aufmerksamkeitsheischende Funktionen in der Werbung als Hauptgründe für die untersuchten Schreibweisen an.

Schlüsselwörter

Apostroph, Präposition-Artikel-Klitika, Klitisierung, Grammatikalisierung, Rechtschreibung, Sprachnorm, Auslassungszeichen, Stammformmarkierung, Umgangssprache, Werbesprache, Sprachverfall, Orthographie, linguistische Analyse, Sprachintuition, Normabweichung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Verwendung des Apostrophs bei Verschmelzungen von Präpositionen und Artikeln, wie sie im Deutschen vorkommen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die linguistischen Funktionen des Apostrophs, die grammatikalischen Bedingungen der Klitisierung und die Frage nach der Normgerechtigkeit im Kontext der aktuellen Sprachverwendung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, weshalb trotz klarer Rechtschreibregeln häufig „zweifelhafte“ Apostrophe bei Klitika verwendet werden und ob diese Schreibweisen linguistisch erklärbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Forschungsliteratur zur Interpunktion und Grammatikalisierung, ergänzt durch eine empirische Analyse von Fundstücken aus dem Internet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Apostrophs und der Klitisierung, gefolgt von der konkreten Analyse der Apostrophsetzung bei Präposition-Artikel-Klitika.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Apostroph, Klitisierung, Grammatikalisierung, Orthographie und Sprachnorm.

Warum wird in der Werbesprache häufig ein Apostroph verwendet?

Der Apostroph dient hier oft der visuellen Stilisierung, um Aufmerksamkeit zu erregen, oder um eine Nähe zur gesprochenen Umgangssprache zu erzeugen.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen speziellen und einfachen Klitika?

Spezielle Klitika wie „im“ oder „zum“ sind so stark grammatikalisiert, dass ihre Bedeutung von der Vollform abweicht, während bei einfachen Klitika das „Variantenverhältnis“ zur Vollform erhalten bleibt.

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Details

Title
Die Verwendung des Apostrophs bei Präposition-Artikel-Klitika
Subtitle
Zu'm Apostroph bei'm Verschmelzen
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
2,0
Author
Teresa Wolf (Author)
Publication Year
2015
Pages
15
Catalog Number
V412575
ISBN (eBook)
9783668636613
ISBN (Book)
9783668636620
Language
German
Tags
verwendung apostrophs präposition-artikel-klitika apostroph verschmelzen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Teresa Wolf (Author), 2015, Die Verwendung des Apostrophs bei Präposition-Artikel-Klitika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412575
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