Diese musikwissenschaftliche Forschungsarbeit soll einen kurzen Einblick in den Film, „Gladiator“ von Ridley Scott, geben. Wie der Titel der Arbeit schon verrät, handelt es sich dabei nicht um den ganzen Film, sondern nur um einen Teil. Das Hauptaugenmerk der Analyse liegt bei der Filmmusik von Hans Zimmer sowie bei Grundparametern der Filmwissenschaft. Eine Behandlung des ganzen Filmes, aus filmtechnischer und musikwissenschaftlicher Perspektive, wäre viel zu Komplex und zu Umfangreich; deshalb beschränkt sich die Arbeit auf Filmmusik und Filmtechniken der Schlacht Szenen zu Beginn des Filmes.
Ein kurzer Einblick in das Leben von Hans Zimmer, sowie die wichtigsten Fakten über den Film sollen aber jedoch auch nicht fehlen.
Diese Arbeit soll keine Literaturarbeit sein, in der ein Zitat an das andere gereiht wird, sondern es soll eine Forschungs- und Untersuchungsarbeit sein.
Inhaltsverzeichnis
1. Inhaltsübersicht
2. Vorwort
3. The composer
4. The Music Score
5. The Motion Picture
5.1 The Plot of „Gladiator“
6. Analyse: „The Battle“
7. Reflexion
8. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die filmwissenschaftlichen und musikalischen Aspekte der Eröffnungssequenz des Films "Gladiator" von Ridley Scott. Das primäre Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse der Filmmusik von Hans Zimmer sowie der filmtechnischen Umsetzung der Schlachtszene aufzuzeigen, wie durch den gezielten Wechsel zwischen objektiven und subjektiven Elementen die Identifikation des Publikums gesteuert wird.
- Analyse der Filmmusik von Hans Zimmer
- Einsatz von Filmmischungstechniken in Schlachtsequenzen
- Wechselwirkung zwischen filmischer Inszenierung und musikalischem Kontrapunkt
- Harmonische und rhythmische Analyse des Walzermotivs
- Diskussion von filmtheoretischen Begriffen wie „Blockbuster“ und „High Concept“
Auszug aus dem Buch
6. Analyse: „The Battle“
Wie ich bereits im Vorwort dieser Arbeit angeführt habe, wäre es viel zu umfassend, den ganzen Film musikwissenschaftlich, bzw. filmwissenschaftlich zu analysieren. Aus diesem Grund beschränke ich mich auf die Schlachtszene zu Beginn des Filmes.
Der folgende Artikel soll jedoch etwas genauer den Schluss der Schlacht, zu dem der „berühmte“ Walzer erklingt, erläutern. (Abb.1)
Der Walzer beginnt mit dem Time – Code 11:27 min. – 12:55 min., hat also eine Spiellänge von 1:28min. Im Vergleich dazu die Dauer der gesamten Schlachtszene zu Beginn des Filmes: 2:34min. – 12:55 min. (Abb.2)
Die Filmszene, in welcher der Walzer erklingt, hat also eine Gesamtspiellänge von 1:28 min. (sh. Abb.1). Die ganze Schlachtszene zu Beginn des Filmes hat eine Spiellänge von 10:21 min. (sh. Abb.2).
Für die Verfilmung dieser Szene wurden unterschiedliche Filmmischungstechniken verwendet. Beim Beginn, also ab 2:34 min. entspricht die Filmmischung als auch der Score, der Objektivität, d.h. alle Geräusche und Ereignisse entsprechen der Realität.
Die Musik ist Action geladen, stellenweise sogar hymnisch, bzw. heroisch. Sie soll die Macht und die Kraft des römischen Heeres verdeutlichen, auf der anderen Seite ist die Musik aber auch chaotisch und nur schwer verständlich; dies nimmt natürlich auch auf die Schlacht bezug. Die Musik ist allen Schlachtgeräuschen und dem Schlachtlärm untergeordnet; manchmal kann nicht zwischen Lärm und Musik unterschieden werden.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Der Autor erläutert die Eingrenzung der Analyse auf die Eröffnungssequenz des Films "Gladiator" und die methodische Herangehensweise unter Nutzung von Internetquellen und grundlegenden filmwissenschaftlichen Ansätzen.
The composer: Dieses Kapitel bietet einen biografischen Überblick über Hans Zimmer, seine Karriere, seine Arbeitsweise als Synthesizer-Pionier und seine Bedeutung für die moderne Filmmusik in Hollywood.
The Music Score: Hier werden Details zum Soundtrack von "Gladiator" dargelegt, die beteiligten Komponisten genannt und die Struktur des Scores in 17 Tracks aufgezeigt.
The Motion Picture: Dieser Abschnitt fasst die wichtigsten Produktionsdaten und die Handlung des Films "Gladiator" zusammen und beleuchtet die ästhetischen Ziele von Regisseur Ridley Scott.
The Plot of „Gladiator“: Der Autor analysiert die filmische Inszenierung der ersten Minuten, insbesondere den Wechsel zwischen diegetischem und nicht-diegetischem Sound sowie die eingesetzten Kameraeinstellungen.
Analyse: „The Battle“: Eine detaillierte Untersuchung des Schlusses der Schlachtsequenz, wobei insbesondere der unerwartete Einsatz eines Walzers und dessen Wirkung als musikalischer Kontrapunkt zur gewalttätigen Handlung analysiert wird.
Reflexion: Der Autor interpretiert die Wirkung der untersuchten Sequenz auf den Zuschauer und reflektiert über Aspekte der Narrativen Transivität sowie die Rolle der Frau im Kontext des Films.
Schlüsselwörter
Gladiator, Hans Zimmer, Filmmusik, Ridley Scott, Schlachtszene, Filmanalyse, Walzer, Filmmischung, Objektivität, Subjektivität, Kameraeinstellungen, Blockbuster, High Concept, Narrative Transivität, Filmmethodik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die filmtechnische und musikalische Gestaltung der Eröffnungssequenz des Historien-Epos "Gladiator" unter besonderer Berücksichtigung der Kompositionen von Hans Zimmer.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Filmmusik-Analyse, der Wirkung von Kameraeinstellungen in Actionszenen sowie der filmtheoretischen Einordnung des Werks als Blockbuster.
Welches Ziel verfolgt der Autor?
Das primäre Ziel ist es, den bewussten Einsatz filmischer Mittel zu demonstrieren, die dazu dienen, das Publikum emotional stärker an die Handlung und den Protagonisten zu binden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine filmwissenschaftliche und musikwissenschaftliche Analyse angewandt, die durch grafische Darstellungen des harmonischen Verlaufs und die Auswertung von Zeitcodes (Time-Codes) unterstützt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung des Sound-Designs und der Kameraführung in der Schlachtsequenz sowie einer ausführlichen harmonischen Analyse des Walzer-Themas am Ende dieser Szene.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Filmmusik, Kontrapunkt, Subjektivität/Objektivität, Blockbuster-Ästhetik und rhythmische Analyse.
Warum verwendet Hans Zimmer einen Walzer in einer blutigen Schlacht?
Der Walzer fungiert als bewusstes, kontrapunktierendes Element. Er steht im starken Gegensatz zum gezeigten Gemetzel und soll den Zuschauer emotional irritieren, um die Unbegreiflichkeit des Geschehens zu unterstreichen.
Was ist das Ergebnis der Analyse der Filmmischung?
Der Autor stellt fest, dass zu Beginn der Schlacht eine realistische, objektive Filmmischung dominiert, während im weiteren Verlauf ein Wechsel hin zu einer subjektiven Ebene erfolgt, die durch das Verstummen der Schlachtgeräusche zugunsten der Musik gekennzeichnet ist.
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- Mag. Herbert Bahl (Author), 2004, Analyse einer Sequenz aus „Gladiator“: "The Battle", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41263