Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Auseinandersetzung mit der Thematik des Stadtmarketing. Das Thema Stadtmarketing haben wir deshalb gewählt, da wir uns die Frage stellten, wie die uns geläufigen Marketingansätze in die Kommune integriert werden.
Dazu bedarf es zunächst im 2. Kapitel der Erarbeitung der Grundlagen von Marketing und Kommune. Im Anschluss daran erfolgt die Beschreibung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Privat- und Staatswirtschaft. Um den Einblick in das Themenfeld zu vertiefen, setzen wir uns danach mit der historischen Entwicklung und den verschiedenen Stufen des Stadtmarketing auseinander. Anschließend wird auf die in der Literatur geläufigen Definitionen des Stadtmarketings eingegangen. Darauf folgen mögliche Gründe und Ziele sowie der Ablauf eines Stadtmarketingprozesses. Ausgehend von den gewonnenen Erkenntnissen stellen wir eine Hypothese zum Ablauf eines Stadtmarketingsprozesses auf. Im achten Kapitel wollen wir ein Beispiel für den praktischen Aufbau des Stadtmarketings anhand der Stadt Essen widerspiegeln. Die Arbeit schließt mit einem Fazit und der Erörterung unserer Hypothese.
An dieser Stelle soll angemerkt werden, dass im Verlauf der Hausarbeit die Begriffe Kommunalmarketing und Stadtmarketing synonym verwendet werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
2. Grundlagen
2.1 Erläuterung des Begriffs Marketing
2.2 Erläuterung des Begriffs Kommune
2.3 Historische Einleitung in die Kommune
3. Unternehmen vs. Kommune
3.1 Unternehmens- vs. Kommunalmarketing
3.1.1 Subjektebene (Stadt als Unternehmen)
3.1.2 Objektebene (Stadt als Produkt)
3.1.3 Definitionen des Kommunalmarketing
4. Entwicklung des Kommunalmarketing
4.1 Historische Entwicklung
4.2 Entwicklungsstufen des Stadtmarketing
5. Gründe und Ziele des Kommunalmarketing
5.1 Die Stadt im Spannungsfeld
5.2 Stadtspezifischer Wettbewerb
5.3 Bedeutung von Standortfaktoren
5.4 Partizipation der Bürger
5.5 Mangelnde Identität
6. Stadtmarketingprozess
6.1 Initialisierung
6.2 Situationsanalyse
6.3 Philosophie – und Zielbestimmung
6.4 Strategie und Maßnahmenplanung
6.5 Umsetzung und Erfolgskontrolle
7. Hypothese
8. Praxisbeispiel: Stadtmarketing in Essen
8.1 Standort Essen
8.2 Stadtmarketing Essen - Die Essen Marketing GmbH
8.2.1 Aufbau
8.2.2 Geschäftsführung
8.2.3 Essen Marketing Service e.V.
8.3 Geschäftsfelder
8.3.1 Stadtwerbung und Kommunikation
8.3.2 Tourismus
8.3.3 Citymanagement
8.3.4 Umweltmarketing
8.3.5 Stadtteilmarketing
8.3.6 Presse
8.3.7 Stadtmarketingforum
9. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Integration betriebswirtschaftlicher Marketingansätze in die kommunale Verwaltung. Das Hauptziel besteht darin, die Besonderheiten des Stadtmarketings im Vergleich zur Privatwirtschaft zu identifizieren, den Prozess der strategischen Stadtentwicklung zu erläutern und diese Erkenntnisse anhand des Praxisbeispiels der Stadt Essen zu validieren.
- Grundlagen des Marketings und der kommunalen Strukturen
- Vergleich von privatwirtschaftlichen Unternehmen und staatlichen Kommunen
- Historische Entwicklung und Stufen des Stadtmarketings
- Der Stadtmarketingprozess: Von der Analyse zur Erfolgskontrolle
- Praxisanalyse: Organisation und Geschäftsfelder der Essen Marketing GmbH
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Subjektebene (Stadt als Unternehmen)
Zentrales Unterscheidungskriterium zum Marketing für Unternehmen und damit die Grundlage für einen eigenständigen Forschungsansatz ist die stadtspezifische Komplexität, die darauf zurückzuführen ist, dass eine Stadt gleichermaßen Subjekt („Stadt als Unternehmen“) und Objekt („Stadt als Produkt“) des Stadtmarketing darstellt
Diese Komplexität soll durch die folgende Erläuterung und Auflistung beschrieben werden. Die erste Komplexitätsstufe ist die Subjektebene bzw. die der Stadt als Unternehmen.
Die einzelnen Ziel- und Anspruchsgruppen können divergierende Zielgruppen für das Stadtmarketing vertreten. So kann ein Akteur zugleich Bürger einer Stadt sein und ein ansässiges Unternehmen führen. Diese Interdependenzen führen dazu, dass es im Kommunalmarketing kein festgelegtes Oberziel gibt. Die Koordination der beteiligten Akteure und der dahinter stehenden Interessen stellen somit ein zentrales Aufgabenfeld des Kommunalmarketing dar.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung des Stadtmarketings aufgrund des zunehmenden interkommunalen Wettbewerbs.
2. Grundlagen: Definition grundlegender Marketingbegriffe und Einordnung der Kommune als spezielle Gebietskörperschaft.
3. Unternehmen vs. Kommune: Analyse der Unterschiede zwischen privatwirtschaftlichem und kommunalem Marketing, insbesondere hinsichtlich Zielgruppen und Zielsetzungen.
4. Entwicklung des Kommunalmarketing: Betrachtung der historischen Entwicklung und der verschiedenen Reifegrade von der reinen Stadtwerbung zum ganzheitlichen Führungskonzept.
5. Gründe und Ziele des Kommunalmarketing: Erörterung der Spannungsfelder, in denen sich Städte bewegen, sowie der Notwendigkeit von Wettbewerbsfähigkeit und Bürgerpartizipation.
6. Stadtmarketingprozess: Detaillierte Darstellung der Phasen von der Initialisierung über die Situationsanalyse bis hin zur Erfolgskontrolle.
7. Hypothese: Kritische Auseinandersetzung mit der These, dass eine hohe Akteursbeteiligung die Konsensfindung erschwert.
8. Praxisbeispiel: Stadtmarketing in Essen: Untersuchung der Organisationsstruktur und der operativen Geschäftsfelder der Essen Marketing GmbH.
9. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der Hypothese vor dem Hintergrund der Erkenntnisse.
Schlüsselwörter
Stadtmarketing, Kommunalmarketing, Stadtentwicklung, Wettbewerb, Standortfaktoren, Essen Marketing GmbH, Öffentlichkeitsarbeit, Bürgerbeteiligung, Corporate Identity, Stadtvision, Kommunalverwaltung, Konsensfindung, Stadtmanagement, Zielgruppenanalyse, Public Private Partnership
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz betriebswirtschaftlicher Marketingstrategien innerhalb der öffentlichen Verwaltung und der daraus resultierenden Anwendung im Rahmen des Stadtmarketings.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zu den Kernpunkten zählen die theoretischen Grundlagen des Marketings, der Vergleich zwischen Privat- und Staatswirtschaft sowie die praktische Umsetzung städtischer Marketingprozesse anhand der Stadt Essen.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit primär?
Ziel ist es, die spezifische Komplexität städtischen Marketings herauszuarbeiten und zu untersuchen, wie durch Koordination und konsensuale Zielbildungen effiziente Stadtmarketingstrukturen geschaffen werden können.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur in Kombination mit einer empirischen Fallstudie (Essen Marketing GmbH), um die Hypothese zum Prozess der Konsensfindung zu überprüfen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Kommunalmarketings, die Analyse des Marketingprozesses sowie die detaillierte Vorstellung der Geschäftsfelder der Essen Marketing GmbH.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Stadtmarketing, Standortwettbewerb, interdisziplinäre Konsensfindung, Kommunalverwaltung und Public-Private-Partnership.
Wie ist die Essen Marketing GmbH organisatorisch aufgestellt?
Die EMG ist als GmbH organisiert, an der sowohl die Stadt Essen als auch der EMS e.V. beteiligt sind, um eine Mischung aus städtischer Repräsentation und wirtschaftlichem Sachverstand zu gewährleisten.
Welches Fazit ziehen die Autoren bezüglich ihrer Hypothese?
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass mehr Akteure zwar die Komplexität der Konsensfindung erhöhen, jedoch die Kooperationsfähigkeit und die organisatorische Form maßgeblich für den Erfolg des Marketings sind.
- Arbeit zitieren
- Carlo Schlichterle (Autor:in), Dominik Krause (Autor:in), Sebastian Ristau (Autor:in), 2009, Kommunalmarketing. Gründe, Ziele, Entwicklung und Geschäftsfelder, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412724