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"Mythen des Alltags" als (die) Sprache eines Bedeutungssystems

Titel: "Mythen des Alltags" als (die) Sprache eines Bedeutungssystems

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 14 Seiten , Note: 1

Autor:in: Edyta Wolska (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Seminararbeit wird es sich lediglich um bestimmte Berührungspunkte im Barthes´ Werk MYTHEN DES ALLTAGS handeln. Den Kern der Betrachtung bildet das Interesse für das Verständnis des Begriffs Mythos nach Barthes und seines Gebrauches.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Der Autor und sein Buch – eine Vorstellung

2. Der Mythos nach Barthes

2.1. Mythos als ein semiologisches System

2.2. Mythos als Sprache und Bedeutung

3. Das Philosophisch-Literarische am Mythos

4. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Werk von Roland Barthes, insbesondere sein Konzept des Mythos als semiologisches System. Ziel ist es, zu analysieren, wie Barthes alltägliche Phänomene durch eine strukturalistische Brille dechiffriert und wie Sprache sowie literarische Formen genutzt werden, um gesellschaftliche Strukturen und Ideologien sichtbar zu machen.

  • Strukturalistische Analyse von Alltagsphänomenen
  • Die semiotische Struktur des Mythos (Signifikant, Signifikat, Zeichen)
  • Mythos als Metasprache und Instrument der Gesellschaftskritik
  • Die Funktion der Schreibweise und des "Nullpunkts" bei Barthes
  • Philosophisch-literarische Dimensionen der Mythenbildung

Auszug aus dem Buch

2.1. Mythos als ein semiologisches System

Der Mythos ist zumal eine Rede. Barthes versucht dabei Dinge, und nicht Worte, zu definieren. Demzufolge ist der Mythos eine Rede, in dem Gegenstände in einen Diskurs eingehen. Er ist ein Kommunikationssystem und eine Botschaft. Diese mythische Rede ist eine Botschaft, die einem mündlichen, schriftlichen oder darstellenden Diskurs unterliegt. Sofern wichtig ist zu wissen, nicht was der Gegenstand der Botschaft im Mythos ist, sondern wie er diese äußert. Der Mythos ist eine Form und eine Weise des Bedeutens. Dadurch, dass der Form historische Umgrenzungen angegeben sind, hat der Mythos formale und keine substanziellen Grenzen. Die menschliche Geschichte allein entscheidet darüber, ob und inwiefern Gegenstände in den Zustand der mythischen Rede übergehen und wie die mythische Sprache zu handhaben ist.

Rede, Sprache und Diskurs sind laut Barthes eine bedeutungshaltige Einheit. Wenn die Objekte an Bedeutung gewinnen, können sie selbst Rede werden. Der Mythos ist jedoch nicht durch seine Objekte zu definieren. Er ist darüber hinaus als die zu vermittelnde Bedeutung beziehungsweise ein Bedeutungssystem mit bestimmter Intention zu verstehen. Die generalisierte Auffassung von Sprache hat ihre immerwährende historische Züge, und wird sodann zu einer regulären Rede. Dies kann man sowohl in der Zeit vor der Erfindung unseres Alphabets sehen, etwa Quipus der Inka, als auch im Sport oder Werbung, - der Träger der mythischen Rede. Somit nimmt Barthes Bezug auf die Semiologie (Semiotik), eine wissenschaftliche Disziplin, die die Formen und Bedeutungen (auch Werte) erforscht, und nicht die Inhalte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Autor und sein Buch – eine Vorstellung: Dieses Kapitel bietet einen biografischen Überblick zu Roland Barthes und führt in sein bekanntes Werk "Mythen des Alltags" ein.

2. Der Mythos nach Barthes: Hier wird das semiologische System von Barthes theoretisch hergeleitet und anhand von Beispielen verdeutlicht, wie Mythen als Bedeutungssysteme funktionieren.

2.1. Mythos als ein semiologisches System: Fokus auf der Analyse des Mythos als sekundäres semiotisches System, das auf der Sprache aufbaut.

2.2. Mythos als Sprache und Bedeutung: Erörterung der Bedingungen mythischer Sprache und deren Abgrenzung zur allgemeinen Sprache sowie deren ideologische Dimension.

3. Das Philosophisch-Literarische am Mythos: Analyse der Essayform bei Barthes und die Einordnung seiner Mythenkritik in den philosophischen Kontext sowie die literarische Bedeutung.

4. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Roland Barthes, Mythos, Semiologie, Semiotik, Signifikant, Signifikat, Mythenkritik, Strukturalismus, Gesellschaft, Ideologie, Metasprache, Literatur, Schreibweise, Nullpunkt, Bedeutungssystem

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der semiotischen Analyse der "Mythen des Alltags" von Roland Barthes und untersucht, wie alltägliche Phänomene als Bedeutungssysteme konzipiert sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Semiotik, die Mythenkritik, der Strukturalismus sowie das Verhältnis zwischen Sprache, Gesellschaft und Ideologie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Verständnis des Begriffs "Mythos" bei Barthes und dessen Anwendung zur Dekodierung sozialer Phänomene wissenschaftlich aufzuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine strukturalistisch-semiotische Methode zur Analyse von Barthes' Texten sowie eine philosophisch-literaturwissenschaftliche Kontextualisierung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des semiotischen Mythos-Begriffs und die Betrachtung der philosophisch-literarischen Dimension von Barthes' Essays.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Besonders prägend sind die Begriffe Signifikant, Signifikat, Mythenkritik, Metasprache und die "Schreibweise im Nullzustand".

Wie unterscheidet Barthes den Sinn von der Bedeutung im Mythos?

Im Barthesschen Modell ist der "Sinn" der primäre linguistische Inhalt, während die "Bedeutung" die mythische Dimension ist, die sich über den primären Inhalt legt und diesen neu interpretiert.

Was bedeutet die "Naturalisierung" bei Barthes?

Unter Naturalisierung versteht Barthes den Prozess, durch den ein historisch gewordener, künstlicher Mythos als natürlich, selbstverständlich oder gottgegeben wahrgenommen wird.

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Details

Titel
"Mythen des Alltags" als (die) Sprache eines Bedeutungssystems
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz  (Philosophie)
Veranstaltung
Philosophie via Literatur
Note
1
Autor
Edyta Wolska (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
14
Katalognummer
V412743
ISBN (eBook)
9783668639287
ISBN (Buch)
9783668639294
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mythen; Semiotik; Sprache
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Edyta Wolska (Autor:in), 2018, "Mythen des Alltags" als (die) Sprache eines Bedeutungssystems, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412743
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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