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Die Analyse der ökonomischen Grundlagen des Imperialismus in Rosa Luxemburgs "Die Akkumulation des Kapitals"

Title: Die Analyse der ökonomischen Grundlagen des Imperialismus in Rosa Luxemburgs "Die Akkumulation des Kapitals"

Essay , 2016 , 10 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kevin-Michael Neimeier (Author)

Economics - History
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Die Auseinandersetzung mit dem Kapitalismus ergibt sich nicht nur für die Sozialwissenschaft als eine Aufgabe von herausragender Wichtigkeit, sondern es kommt ihr im Allgemeinen ein hohes Maß an Bedeutung zu, als das wirtschaftliche wie auch gesellschaftliche System in welchem wir leben.
In dieser kurzen wissenschaftlichen Ausarbeitung soll das Werk "Die Akkumulation des Kapitals. Ein Beitrag zur ökonomischen Erklärung des Imperialismus" von Rosa Luxemburg betrachtet werden. Der Fokus liegt hierbei auf ihrer Analyse der ökonomischen Grundlagen des Imperialismus sowie ihrer Einordnung von diesem als eine dem kapitalistischen System immanente Komponente.

Der Ausgangspunkt des Werks von Luxemburg ist die differenziertere theoretische Durchdringung der kapitalistischen Produktionsweise sowie der bürgerlichen Gesellschaft. Mittels ihres wirtschafts-historischen Ansatzes erfolgt eine Betrachtung des sich fortwährend verändernden kapitalistischen Systems, welche in einer Verfeinerung der marxschen Theorie mündet. Die Analyse der Akkumulation setzt bei ihren ökonomischen Bedingungen sowie ihren historischen Begebenheiten bei deren Genese an und endet beim Imperialismus, welcher als vorerst letzte Phase der Kapitalakkumulation charakterisiert wird. Insbesondere werden neuere Aspekte des Kapitalismus, welche sich erst in seinem voranschreitenden geschichtlichen Prozess entwickelt haben und aufgrund dessen bei Marx selbst noch nicht umfassend behandelt worden sind, eingeordnet und analysiert: der Welthandel, die internationalen Anleihen, die internationalen Finanzmärkte und schlussendlich der Imperialismus.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Grundlagen der Akkumulation

III. Phasen der Kapitalakkumulation

IV. Imperialismus als Ausdruck der Kapitalakkumulation

V. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Werk „Die Akkumulation des Kapitals“ von Rosa Luxemburg, um deren Analyse der ökonomischen Grundlagen des Imperialismus sowie dessen Einordnung als immanente Komponente des kapitalistischen Systems darzulegen.

  • Die theoretische Durchdringung der kapitalistischen Produktionsweise bei Rosa Luxemburg.
  • Die Abhängigkeit des Kapitalismus von nichtkapitalistischen Milieus zur Realisierung des Mehrwerts.
  • Die dreiphasige historische Entwicklung der Kapitalakkumulation.
  • Die Rolle des Militarismus und internationaler Anleihen als Instrumente der Kapitalexpansion.
  • Das Spannungsfeld zwischen theoretischer Prognose und der historischen Anpassungsfähigkeit des Kapitalismus.

Auszug aus dem Buch

Die Akkumulation des Kapitals. Ein Beitrag zur ökonomischen Erklärung des Imperialismus

So ist von beiden Standpunkten: der Realisierung des Mehrwerts, wie der Beschaffung der Elemente des konstanten Kapitals, von vornherein der Weltverkehr eine historische Existenzbedingung des Kapitalismus, Weltverkehr der in den gegebenen konkreten Verhältnissen wesentlich ein Austausch zwischen der kapitalistischen und den nichtkapitalistischen Produktionsformen ist. (Luxemburg 1913, S. 330f)

Die Analyse der Akkumulation beginnt bei der Anschauung ihrer grundsätzlichen Bedingungen, das marxsche Schema der erweiterten Reproduktion wird hierbei untersucht und eine Einordnung bezüglich deren Anwendbarkeit vorgenommen. In der Darstellung wird augenscheinlich, dass ein Widerspruch zwischen dem theoretischen Schema der Akkumulation und der historischen Entwicklung des Akkumulationsprozesses vorliegt. So ist die beschränkte Konsumtionsfähigkeit der Gesellschaft im Schema kein Hindernis für eine unumschränkte Ausdehnungsfähigkeit der Produktion.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Fragestellung ein und erläutert den Fokus der Arbeit auf Rosa Luxemburgs Analyse der ökonomischen Grundlagen des Imperialismus.

II. Grundlagen der Akkumulation: Hier wird das marxsche Reproduktionsschema untersucht und die Notwendigkeit des Austauschs mit nichtkapitalistischen Milieus zur Realisierung des Mehrwerts dargelegt.

III. Phasen der Kapitalakkumulation: Das Kapitel gliedert den Prozess der Kapitalakkumulation in drei Phasen: den Kampf mit der Naturalwirtschaft, der Warenwirtschaft und den Konkurrenzkampf auf der Weltbühne.

IV. Imperialismus als Ausdruck der Kapitalakkumulation: Diese Sektion behandelt den Imperialismus als politisches und ökonomisches Instrument zur Erschließung neuer Märkte, unter anderem durch Militarismus und Staatsanleihen.

V. Fazit und Ausblick: Abschließend wird die Aktualität von Luxemburgs Theorie bewertet und das Spannungsverhältnis zwischen der systemimmanenten Untergangsprognose und der realen Anpassungsfähigkeit des Kapitalismus diskutiert.

Schlüsselwörter

Kapitalakkumulation, Rosa Luxemburg, Imperialismus, Mehrwert, Naturalwirtschaft, Warenwirtschaft, Reproduktionsschema, Weltverkehr, Militarismus, Kapitalismus, Expansion, Nichtkapitalistisches Milieu, Sozialismus, Produktionsweise, Wirtschaftstheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer wissenschaftlichen Untersuchung des Werks „Die Akkumulation des Kapitals“ von Rosa Luxemburg und deren ökonomischer Herleitung des Imperialismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Bedingungen der Kapitalakkumulation, die Bedeutung nichtkapitalistischer Märkte für den Kapitalismus und die historische sowie politische Funktion des Imperialismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Luxemburgs Analyse zur Einordnung des Imperialismus als eine dem kapitalistischen System inhärente Notwendigkeit darzustellen und zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit verwendet einen wirtschafts-historischen Ansatz, der die marxsche Theorie kritisch aufgreift, weiterentwickelt und an historische Gegebenheiten anpasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert den Akkumulationsprozess historisch, analysiert das Verhältnis von Kapital zu nichtkapitalistischen Gesellschaften und beleuchtet die Rolle des Militarismus als Akkumulationsinstrument.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit ist maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Kapitalakkumulation, Imperialismus, Mehrwertrealisierung und das nichtkapitalistische Milieu.

Wie definiert Luxemburg die Rolle des Staates im Akkumulationsprozess?

Der Staat wird als eigenständiger Akteur betrachtet, der durch indirekte Besteuerung und Kriegsmittelproduktion die Kapitalakkumulation aktiv unterstützt.

Warum hält Luxemburg den Untergang des Kapitalismus für unausweichlich?

Aufgrund der Abhängigkeit des Kapitals von nichtkapitalistischen Milieus, die jedoch durch die Expansion des Systems gleichzeitig zerstört werden, entzieht sich der Kapitalismus langfristig seine eigene Existenzgrundlage.

Wie begegnet die Arbeit der Tatsache, dass der Kapitalismus trotz Luxemburgs Prognose weiter besteht?

Die Arbeit weist auf die außergewöhnliche Anpassungsfähigkeit des kapitalistischen Systems hin, die Luxemburgs ursprüngliche Annahmen in der historischen Realität bisher überdauert hat.

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Details

Title
Die Analyse der ökonomischen Grundlagen des Imperialismus in Rosa Luxemburgs "Die Akkumulation des Kapitals"
College
University of Heidelberg  (Philosophisches Seminar)
Grade
1,3
Author
Kevin-Michael Neimeier (Author)
Publication Year
2016
Pages
10
Catalog Number
V412766
ISBN (eBook)
9783668639072
ISBN (Book)
9783668639089
Language
German
Tags
Rosa Luxemburg Die Akkumulation des Kapitals Kapitalismus Imperialismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kevin-Michael Neimeier (Author), 2016, Die Analyse der ökonomischen Grundlagen des Imperialismus in Rosa Luxemburgs "Die Akkumulation des Kapitals", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412766
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