"Brückenschlag" von Annette Biemer. Eine Untersuchung des Regionalkrimis anhand einer Umfrage


Seminararbeit, 2005
20 Seiten, Note: keine Benotung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Erstellung des Fragebogens

2. Auswertung der Umfrage

3. Kurze Schlussbemerkung

4. Literaturverzeichnis

5. Anhang

1. Erstellung des Fragebogens

Das Ziel unserer Umfrage soll eine Beschreibung und Bewertung des gelesenen Regionalkrimis sein und zu einem Meinungsbild des Seminars führen. Außerdem soll der Fragebogen Möglichkeit zur kritischen Äußerung geben.

Bei der Erstellung der Umfrage haben wir zunächst ein Brainstorming vorgenommen. Zunächst haben wir uns überlegt, was wir überhaupt wissen wollen und warum wir bestimmte Fragen stellen sollten. Nachdem viele Stichpunkte gesammelt waren, haben wir gezielte Fragen daraus formuliert. Um die Auswertung zu vereinfachen haben wir zunächst standardisierte Frage gewählt. Nach einer von uns selbst durchgeführten Testphase, mussten wir jedoch erkennen, dass eine solche Befragung zu einem Kriminalroman wenig Sinn macht, denn das Ergebnis wäre lediglich eine Aufzählung von Summen als Antwort auf eine Frage. Um nun weitere Unterschiede vornehmen zu können haben wir die standardisierten Fragen geöffnet und den Befragten so die Möglichkeit gegeben, eigene Meinungen und Begründungen aufzuzeigen. Dieses unterstreicht und begründet die vorformulierten Antworten, so dass eine Auswertung nicht zu umfangreich wird, und zudem ein Grund genannt werden kann, der sich auf die zuvor abgegebene Antwort bezieht.

Als nächstes galt es, die Fragen zu sortieren. In den ersten Fragen sollen allgemeine Themen zum vorliegenden Krimi beantwortet werden. Es sind Fragen, die das eventuell vorhandene Spannungsverhältnis zwischen dem Beantwortenden und dem Fragenden abbauen sollen. Dem Befragten muss an dieser Stelle klar werden, dass seine Meinung gefragt ist, und deshalb eine ehrliche Antwort von Bedeutung ist. Es darf nicht der Eindruck erweckt werden, dass es sich um eine Abfrage von Wissen handelt.

Anschließend gehen unsere Fragen intensiver auf den gelesenen Kriminalroman ein. Fragen bezüglich der Identifikation mit handelnden Personen oder Spekulationen auf den Täter sollen eine Erkenntnis darüber geben, ob es dem Autor gelungen ist die Charaktere darzustellen oder ob der Handlungsverlauf so leicht zu durchschauen ist, dass eine Romanfigur bereits sehr früh unter Verdacht steht.

Letztlich erscheint es uns als wichtig, das Ende des Krimis zu betrachten. Fragen zur Konstruktion der Auflösung der kriminalistischen Geschichte sollen zeigen, wie dem Leser das Ende gefallen hat.

Auswertung des Umfrage

Der Fragebogen lässt sich also in drei Schwerpunkte einteilen. Nachdem allgemeine Fragen zum vorliegenden Regionalkrimi „Brückenschlag“ von Annette Biemer beantwortet werden sollen, sind inhaltliche Angaben und Bewertungen unumgänglich. Weiterhin ist es interessant die Meinung des Seminars in Bezug auf die Auflösung des Krimis zu betrachten.

Vorweg möchte ich kurz erwähnen, dass ich die Umfrageauswertung in Prozentzahlen erfasst habe. Bei der Auslegung und Interpretation dieser, werde ich nicht auf alle Antwortmöglichkeiten eingehen. Ich konzentriere mich eher auf die entstandenen Schwerpunkte. Den Prozentsatz, der die nicht beantworteten Fragen betrifft, werde ich nicht weiter berücksichtigen, es sei denn er fällt ungewöhnlich groß aus.

Als Einstieg erscheint es uns sinnvoll eine grundsätzliche Stimmung erkennen zu können. Der Hälfte der Seminarteilnehmer, die an der Befragung teilgenommen haben, hat der Krimi grundsätzlich gut gefallen (vgl. Abb. 1). Starke Schwankungen in den sehr guten bis sehr schlechten Bereich sind dabei nicht festzustellen. Nur wenigen gefiel der Krimi gar nicht. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass mit der ersten Frage die persönlichen Vorlieben eine wichtige Rolle spielen und diese somit einen großen Einfluss auf die Antwort haben. Personen, denen der Krimi gar nicht zugesagt hat, begründeten dies häufig mit dem Mangel an Spannung, verbunden mit der Anzahl der Leichen („zu viel“[1] ) und der Anzahl der möglichen Verdächtigen („zu wenig“[2] ). Gründe die zu einem guten bis sehr guten Urteil führen, betreffen meistens die Mordstrategie, die gute Schriftsprache der Autorin, aber auch die Spannung führt zu einem guten Urteil. Die oben genannte Einflussgröße des persönlichen Geschmacks wirkt sich also stark auf das Antwortverhalten aus.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Auswertung der Frage 1

Im Seminar wurde mehrmals über die Definition von Kriminalroman, Detektivroman und Schauerroman bzw. kriminalistischer Abenteuerroman diskutiert. Während der Ausarbeitung des Fragebogens stellte sich uns die Frage, welche Form von Roman in diesem Fall vorliegt.

Kriminalroman ist das Hyperonym zu Detektivroman und Schauerroman. Es handelt sich dabei um eine Bezeichnung für eine Prosagattung, in der es ein Verbrechen gibt. Diese Aussage lässt sich folglich sowohl auf den Detektivroman als auch auf den Thriller übertragen. In beiden Formen liegt ein Verbrechen vor. Der Detektivroman ist weiter eine Bezeichnung für eine Prosagattung, in der es ein Verbrechen gibt, wobei das besondere Augenmerk auf der Aufklärung des Verbrechens liegt. Beim Schauerroman hingegen steht das Verbrechen selbst im Vordergrund.

Die Auswertung der Befragung (vgl. Abb. 2) zu dieser Einordnung hat ergeben, dass ca. 50% den vorliegenden Roman der Gattung der Detektivromane zuordnen. Gründe für diese Antwort sind vor allem die Tatsache, dass die Aufklärung der Morde im Vordergrund steht. Weiterhin wird häufig genannt, dass ein Detektiv an der Ermittlung beteiligt ist bzw. diese selbst führt und dass Mordmotive vorhanden sind. Kritik an diesen Argumenten geben Personen an, die den Krimi „Brückenschlag“ nicht eindeutig als Detektivroman einordnen. Die Antwort belegende Gründe beziehen sich ebenfalls auf die Ermittlung. Einige Befragte empfinden die Ermittlung als zu schwammig´ und lassen sich durch die vielen Morde scheinbar verwirren, so dass ihrer Meinung nach der `Tätergang nicht richtig aufgeklärt wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Auswertung der Frage 2

Weiterhin ist das Leseverhalten für uns interessant. Der Kriminalroman „Brückenschlag“ umfasst ca. 160 Seiten. Mehr als zwei Drittel der Befragten befasste sich bis zu 10 Stunden mit dem Lesen des Regionalkrimis. Der Durchschnitt liegt bei ungefähr 6 Stunden Lesezeit. Nur wenige benötigten mehr Zeit oder waren bis zum Zeitpunkt der Umfrage noch nicht fertig (vgl. Abb. 3).

[...]


[1] Zitat aus der Umfrage

[2] Zitat aus der Umfrage

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
"Brückenschlag" von Annette Biemer. Eine Untersuchung des Regionalkrimis anhand einer Umfrage
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Veranstaltung
Tatort Deutschland
Note
keine Benotung
Autor
Jahr
2005
Seiten
20
Katalognummer
V41280
ISBN (eBook)
9783638395724
ISBN (Buch)
9783638761406
Dateigröße
448 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Brückenschlag, Annette, Biemer, Eine, Untersuchung, Regionalkrimis, Umfrage, Tatort, Deutschland
Arbeit zitieren
Lydia Plagge (Autor), 2005, "Brückenschlag" von Annette Biemer. Eine Untersuchung des Regionalkrimis anhand einer Umfrage, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41280

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