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Karl Kraus' Protest gegen die Belanglosigkeit Jung-Wiens

Titel: Karl Kraus' Protest gegen die Belanglosigkeit Jung-Wiens

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 20 Seiten , Note: 1.7

Autor:in: Gulara Heydarova (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Für die Untersuchung der Thematik "Karl Kraus' Protest gegen die Belanglosigkeit Jung-Wiens" wird zunächst ein Überblick über den historischen Hintergrund gegeben. In diesem Zusammenhang ist eine Erläuterung der Begrifflichkeit der "Café Haus Literatur" zu definieren (Kapitel 2). Das dritte Kapitel befasst sich mit der Literatengruppe "Jung-Wien", zu deren Kern Hugo von Hofmannstahl, Arthur Schnitzler, Richard Beer-Hofmann und Felix Salten gehörten. Im vierten Kapitel werden die satirisch-polemischen Mittel, deren Karl Kraus sich bedient, analysiert. Im fünften Kapitel geht es um die Auseinandersetzungen und Konflikte zwischen Jung-Wien und Karl Kraus.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erklärung der Begrifflichkeit der Kaffeehausliteratur

2.1. Kramersche Kaffeehaus

2.2. Das Neunersche Kaffeehaus

2.3. Café Griensteidl von 1847 – 1897

3. Jung – Wien

4. Wie wurden die Polemik und die Satire bei Karl Kraus dargestellt?

5. Die Motivation Karl Kraus gegen Jung-Wien zu polemisieren

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Pamphlet „die demolirte Literatur“ von Karl Kraus und analysiert dessen satirisch-polemische Auseinandersetzung mit der Wiener Literatengruppe „Jung-Wien“, wobei die historische Bedeutung des Kaffeehauses als intellektueller Rückzugsort als zentraler Rahmen dient.

  • Historische Rolle und Funktion des Wiener Kaffeehauses als literarischer Lebensraum.
  • Strukturanalyse der Literatengruppe „Jung-Wien“ und ihrer zeitgenössischen Wahrnehmung.
  • Untersuchung der spezifischen satirischen und polemischen Stilmittel von Karl Kraus.
  • Motivation und Hintergründe für den persönlichen und literarischen Protest von Kraus gegen Jung-Wien.

Auszug aus dem Buch

Wie wurden die Polemik und die Satire bei Karl Kraus dargestellt?

Karl Kraus beschreibt in seiner sprachkritischen Skizze eine Realität, welche durch ihre Erklärungen und Ausdrucksformen ihrer selbst diffamiert. Dabei behilft sich der Verfasser satirisch-polemischer Mitteln. Es bedarf einer Definition des Begriffes der „Polemik“, wobei diese literarische Form seit der Zeit der Gebrüder Grimm keine große Beachtung in der Germanistik bekam. In literaturwissenschaftlichen Wörterbüchern fehlt jede Erwähnung der Polemik. Auf den Begriff der „Poetik“ folgt zumeist die „Politik“.

Der Unterschied zwischen Satire und Polemik besteht darin, dass die Satire die Diskrepanz zwischen der wahren Wirklichkeit und dem aktuellen Zustand der menschlichen Dinge behandelt. Sie beschränkt sich nicht auf einzelne Tatbestände und prangert den Zeitgeist der Literatur. Die Polemik hingegen wählt einen bestimmten Gegner, der zu einem Gegenpart wird. Das Ziel der Polemik ist begrenzt, eindeutig und klar. Die Polemik ist an ihr Objekt gebunden. Satire ist allgemein; bei ihr geht es nicht um den Einzelfall, sondern um das Allgemeine. So wird in der „demolierten Literatur“ mit der Bezeichnung des Kellners ein Typus gemeint, der ein repräsentativ belustigendes Bild seines Berufes darstellt. Es herrscht in der Literatur so eine Meinung, dass jede Zeit ihren eigenen Satiriker verdient. In der Person von Kraus sehen wir die Bestätigung dieser Meinung. Der Zustand von einer Zeit stellt die Satire und Satiriker her.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Pamphlet „die demolirte Literatur“ ein und definiert die Fragestellung bezüglich Karl Kraus' Protest gegen die Belanglosigkeit von Jung-Wien.

2. Erklärung der Begrifflichkeit der Kaffeehausliteratur: Dieses Kapitel erläutert die historische und gesellschaftliche Bedeutung des Kaffeehauses als Ort der literarischen Produktion und Kommunikation.

2.1. Kramersche Kaffeehaus: Kurze Vorstellung des 1719 gegründeten ersten literarischen Kaffeehauses.

2.2. Das Neunersche Kaffeehaus: Beschreibung des als „Silbernes Kaffeehaus“ bekannten Treffpunkts für Dichter und Komponisten im 19. Jahrhundert.

2.3. Café Griensteidl von 1847 – 1897: Analyse des Cafés Griensteidl als zentraler literarischer Ort und dessen enge Verknüpfung mit der Gruppe „Jung-Wien“.

3. Jung – Wien: Vorstellung der Gruppe „Jung-Wien“, ihrer Entstehung sowie der Spannungen und internen Hierarchien unter den Literaten.

4. Wie wurden die Polemik und die Satire bei Karl Kraus dargestellt?: Untersuchung der rhetorischen Mittel von Kraus und Differenzierung zwischen satirischen und polemischen Ansätzen.

5. Die Motivation Karl Kraus gegen Jung-Wien zu polemisieren: Analyse der persönlichen Beweggründe von Kraus sowie seiner inhaltlichen Kritik an den ästhetischen Konzepten der Gruppe.

6. Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse und Bewertung der langfristigen literarischen Bedeutung der satirischen Arbeit von Karl Kraus.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Karl Kraus, Jung-Wien, die demolirte Literatur, Kaffeehausliteratur, Satire, Polemik, Wiener Moderne, Café Griensteidl, Literaturkritik, Sprachmoral, Wiener Dekadenz, Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler, Felix Salten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Pamphlet „die demolirte Literatur“ von Karl Kraus aus dem Jahr 1897 und dessen scharfe Kritik an der Literatengruppe „Jung-Wien“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die historische Bedeutung der Wiener Kaffeehäuser als literarische Zentren, das Wirken der Gruppe „Jung-Wien“ und die spezifische Ausprägung der Satire und Polemik bei Karl Kraus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, Karl Kraus' Protest gegen die aus seiner Sicht empfundene Belanglosigkeit von „Jung-Wien“ zu untersuchen und die methodische Anwendung seiner satirisch-polemischen Mittel aufzudecken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Analyse von Primärtexten (dem Pamphlet von Kraus) sowie auf die Auswertung einschlägiger Sekundärliteratur zur Wiener Moderne.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der Kaffeehausliteratur, die Charakterisierung der Gruppe „Jung-Wien“, die theoretische Abgrenzung von Satire und Polemik sowie eine Untersuchung der Motive für Kraus' vehemente Angriffe auf die damaligen Autoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Karl Kraus, Wiener Moderne, Kaffeehausliteratur, Satire, Polemik und Jung-Wien definiert.

Warum war das Café Griensteidl für die Literaten so bedeutend?

Es diente als zentraler Treffpunkt für den intellektuellen Austausch und als Rückzugsort, der es den Autoren ermöglichte, ihre Werke abseits der Hektik des Alltags zu verfassen und in Literatenrunden zu besprechen.

Wie unterschied Kraus laut der Arbeit zwischen Satire und Polemik?

Während die Satire bei Kraus allgemein auf gesellschaftliche Missstände und den Zeitgeist zielt, ist die Polemik spezifisch an ein persönliches Objekt oder einen Gegner gebunden, um diesen gezielt zu attackieren.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Karl Kraus' Protest gegen die Belanglosigkeit Jung-Wiens
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Germanistisches Institut)
Note
1.7
Autor
Gulara Heydarova (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
20
Katalognummer
V412856
ISBN (eBook)
9783668639348
ISBN (Buch)
9783668639355
Sprache
Deutsch
Schlagworte
karl kraus protest belanglosigkeit jung-wiens Wiener Moderne
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Gulara Heydarova (Autor:in), 2017, Karl Kraus' Protest gegen die Belanglosigkeit Jung-Wiens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412856
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Leseprobe aus  20  Seiten
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