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Das Programm: Qualifizierte Entgiftungs- und Motivationstherapie für alkoholkranke Menschen - Wirkungsanalyse bezüglich der PatientInnenmotivation

Title: Das Programm: Qualifizierte Entgiftungs- und Motivationstherapie für alkoholkranke Menschen - Wirkungsanalyse bezüglich der PatientInnenmotivation

Diploma Thesis , 2005 , 108 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sylvia Gründig (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit soll den Einfluss des Gruppenprogramms „Qualifizierte Entgiftungsund Motivationstherapie für alkoholkranke Menschen“ auf die
PatientInnenmotivation und die Erreichung von Zielen erfassen. Am Beginn des 1. Kapitels „Einleitung“ stand die Darstellung der eigenen Motivation zur Auseinandersetzung mit dieser Problematik. Es folgt die Beschreibung des Inhalts und des Ziels der Diplomarbeit. Im Weiteren werden Hypothesen aufgestellt, die die Ergebnisse der Untersuchung betreffen. Zu den Ergebnissen sollen, neben Literatur- und Internetrecherche, ein Erhebungsinstrument „Fragebogen“ und dessen Analyse führen. Außerdem werden in diesem Kapitel Eingrenzungen der gesamten Diplomarbeit begründet. Das 2. Kapitel „PatientInnenmotivation im Therapieprozess“ beinhaltet die Auseinandersetzung mit dem Konstrukt Motivation im Allgemeinen, sowie im Zusammenhang mit der Therapie alkoholabhängiger Menschen. Obwohl durch die Fragebogenerhebung nicht alle Ebenen von Motivation untersucht werden können, sollen in diesem Kapitel mögliche Sichtweisen umfassend dargestellt werden. Im 3. Kapitel „Das Programm: Qualifizierte Entgiftungs- und Motivationstherapie für alkoholkranke Menschen“ wird detailliert das Therapieprogramm vorgestellt. Inhaltlicher Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld der verschiedenen Einflüsse auf die Festlegung suchtspezifischer Therapieziele. Im 4. Kapitel „Die Untersuchung: Wirkungsanalyse des Programms bezüglich der PatientInnenmotivation“ wird die Entstehung der Idee, PatientInnenmotivation in Verbindung mit Therapiezielen zu untersuchen, beschrieben. Das Design und der Verlauf der Untersuchung, von der Entwicklung der Fragebögen bis zur Dateninterpretation, werden dargestellt. Die Ergebnisse der Befragung werden analysiert und mit den im ersten Kapitel aufgestellten Hypothesen in Beziehung gesetzt. Schwerpunkt des 5. Kapitels „Zusammenfassung und Schluss“ ist die Praxisrelevanz der Diplomarbeit. Aus den Ergebnissen der Untersuchung sollen Handlungsnotwendigkeiten für den individuellen professionellen Umgang mit alkoholabhängigen Menschen abgeleitet werden, aber auch Erfordernisse, die zur Optimierung der Therapiekonzeption führen können. Die gesamte Arbeit soll kritisiert und bewertet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Eigene Motivation für diese Arbeit

1.2. Inhalt und Ziel der Arbeit

1.3. Hypothesen

1.4. Erhebungsmethode

1.5. Begrenzungen

2. PatientInnenmotivation im Therapieprozess

2.1. Einführung in das Kapitel

2.2. Motivation – allgemein

2.2.1. Definitionen

2.2.2. Phasen von Veränderung oder Motivation als Prozess

2.3. Motivation in der Therapie alkoholabhängiger Menschen

2.3.1. Aspekte von Motivation

2.3.2. Das Konstrukt Behandlungsmotivation

2.3.2.1. Behandlungsdisposition

2.3.2.2. Behandlungsbereitschaft

2.3.2.3. Behandlungsaktivität

2.3.3. Änderungsmotivation

2.3.4. Abstinenzmotivation

2.3.5. Selbstheilung

2.3.6. Rückfälle und Behandlungsabbrüche

2.3.7. Motivation der BehandlerInnen, der Institution, der Kostenträger

2.4. Zusammenfassung des Kapitels

3. Das Programm: „Qualifizierte Entgiftungs- und Motivationstherapie für alkoholkranke Menschen“

3.1. Einführung in das Kapitel

3.2. Begriffsklärung

3.3. Ziele in der Arbeit mit Alkoholkranken

3.3.1. Definitionen „Ziel“

3.3.2. Entwicklung und Bedeutung der Zielformulierung „Abstinenz“

3.3.3. Bedeutung von Zielen

3.3.4. Gesellschaftlicher Auftrag, Leistungsträger- und Leistungserbringerziele

3.3.5. Integration aller Interessen – Zielabklärungsprozess

3.3.6. Inhalt und Ziele des Therapieprogramms

3.4. Therapeutische Methoden und Strategien

3.5. Rahmen

3.6. PatientInnen

3.7. Geschichte des Programms

3.8. Einordnung in der Suchthilfelandschaft

3.9. Chancen und Grenzen

3.10. Zusammenfassung des Kapitels

4. Die Untersuchung: Wirkungsanalyse des Programms bezüglich der PatientInnenmotivation

4.1. Einführung in das Kapitel

4.2. Darstellung der Erhebungsmethode

4.2.1. Vorüberlegungen

4.2.2. Die Entwicklung der Fragebögen

4.2.3. Zeitraster

4.2.4. Pretests – Rückmeldungen der PatientInnen

4.2.5. Durchführung

4.2.6. Auswertung

4.2.7. Organisatorische Schwierigkeiten

4.3. Ergebnisse der Untersuchung

4.3.1. Spezifizierung der Stichprobe

4.3.2. Auswertung der Daten

4.3.2.1. Allgemeines

4.3.2.2. Zielerreichung (Fragekomplex a)

4.3.2.3. Zielpriorisierung (Fragekomplex b)

4.3.2.4. Zielerreichung (FK a) und Zielpriorisierung (FK b), Korrelationen

4.3.3. Bewertung der Untersuchungsergebnisse

4.3.3.1. Bestätigung oder Widerlegung der Hypothesen

4.3.3.2. Weitere Ergebnisse

4.4. Zusammenfassung des Kapitels

5. Zusammenfassung und Schluss

5.1. Praxisrelevanz

5.1.1. Allgemeine Auswirkungen auf professionelle Arbeit

5.1.2. Konzeptionelle Auswirkungen

5.2. Kritik

5.2.1. Fragebogenerhebung

5.2.2. Gesamtinhalt der Arbeit

5.3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, den Einfluss des Gruppenprogramms „Qualifizierte Entgiftungs- und Motivationstherapie für alkoholkranke Menschen“ auf die PatientInnenmotivation sowie die Erreichung therapeutischer Ziele empirisch zu erfassen und zu analysieren.

  • Grundlagen der PatientInnenmotivation im suchtspezifischen Kontext
  • Struktur und Zielsetzungen des spezifischen Therapieprogramms
  • Einflussfaktoren bei der therapeutischen Zielformulierung
  • Methodische Durchführung und Auswertung einer Fragebogenerhebung zur Wirkungsanalyse
  • Praxisrelevante Schlussfolgerungen zur Optimierung der Therapiekonzeption

Auszug aus dem Buch

3.4. Therapeutische Methoden und Strategien

„Die therapeutische Arbeit mit Alkoholabhängigen verlangt neben spezifischen Techniken vor allem die Einhaltung bestimmter Grundhaltungen, denn die Behandlung ist über weite Strecken eine Gratwanderung zwischen massiver Konfrontation, die häufig den Abbruch der therapeutischen Beziehung zur Folge hat, und zu starker Akzeptanz der Aussagen des Alkoholikers, die dazu führt, dass notwendige Veränderungen kaum erreicht werden. Daher ist die Schaffung eines konstruktiven Arbeitsbündnisses von großer Bedeutung“ (Wetterling und Veltrup 1997, S. 79). Grundzug aller Programme ist nicht die Bevormundung der PatientInnen, sondern die Akzeptanz der PatientInnen in ihrer Lebensgeschichte und mit ihren individuellen Entscheidungen.

Als allgemeingültig haben sich, neben der vorausgesetzten spezifischen Fachkompetenz, therapeutische Basisvariablen etabliert: Empathie, Akzeptanz, Kongruenz und Konstanz. Studien zur Wirksamkeit von Psychotherapien haben gezeigt, dass diese Grundhaltungen von TherapeutInnen entscheidend für Therapieerfolge sind (vgl. Grawe 1995, zit. n. Wetterling und Veltrup 1997, S. 97). Die therapeutischen Basisvariablen werden im Umgang mit Suchtkranken ergänzt durch die Technik der „Motivierenden Gesprächsführung“. Das implementiert zusätzlich die Notwendigkeit der Vermittlung von Empfehlungen (vgl. Miller und Rollnick 1999, zit. n. Veltrup 2002, S. 365 f.) .

In das psycho- und sozialtherapeutische Therapieprogramm werden drei verschiedene Ansätze mit unterschiedlichen Schwerpunkten integriert. Es handelt sich um ein psychoedukatives Programm (1), um ein Programm zur kognitiven Umstrukturierung (2) und um ein, vom sozialkognitiven Rückfallmodell abgeleitetes, auf Rückfallprävention ausgerichtetes, Therapieprogramm (3) (vgl. Petry 1993b, S. 151). Der Schwerpunkt der Umsetzung dieser drei Ansätze liegt auf dem Aspekt des sozialen Lernens in Gruppen und ist somit in erster Linie Domäne der Sozialpädagogik (vgl. Gildemeister u. Robert 2001, zit. n. Otto u. Thiersch 2001, S. 1903 – 1905).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der persönlichen Motivation der Autorin, Definition des Untersuchungsziels, Aufstellung von Hypothesen zur Wirksamkeit der Therapie sowie Erläuterung der gewählten Erhebungsmethode.

2. PatientInnenmotivation im Therapieprozess: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Motivationsbegriff sowie spezifischen Ebenen der Behandlungsmotivation bei alkoholabhängigen Menschen im Kontext verschiedener Veränderungsphasen.

3. Das Programm: „Qualifizierte Entgiftungs- und Motivationstherapie für alkoholkranke Menschen“: Detaillierte Vorstellung des Therapieprogramms, der Zielhierarchien sowie der methodischen Ansätze, unter Einbeziehung des Spannungsfeldes zwischen institutionellen Anforderungen und Patientenzielen.

4. Die Untersuchung: Wirkungsanalyse des Programms bezüglich der PatientInnenmotivation: Dokumentation der empirischen Untersuchung, Darstellung des Fragebogendesigns, der Stichprobe sowie Analyse der Ergebnisse zur Zielerreichung und Zielpriorisierung.

5. Zusammenfassung und Schluss: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Ableitung von praxisrelevanten Handlungsempfehlungen für die professionelle Suchttherapie sowie ein Fazit zur Bedeutung der Motivationsarbeit.

Schlüsselwörter

Alkoholabhängigkeit, Motivationstherapie, Patientenmotivation, Therapieziele, Behandlungsmotivation, Suchttherapie, Fragebogenerhebung, Zielerreichung, Rückfallprävention, Psychoedukation, kognitive Umstrukturierung, Abstinenzmotivation, Sozialpädagogik, Suchthilfelandschaft, Wirkungsanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Effektivität des Programms „Qualifizierte Entgiftungs- und Motivationstherapie“ bei alkoholabhängigen Menschen, insbesondere im Hinblick auf deren Motivation und die Erreichung definierter Therapieziele.

Was sind die zentralen Themenfelder der Diplomarbeit?

Die Themenfelder umfassen die psychologischen Grundlagen der Motivation bei Suchterkrankungen, die praktische Ausgestaltung eines gruppentherapeutischen Programms in der Suchthilfe sowie die empirische Analyse der Patientenwahrnehmung bezüglich ihres Behandlungserfolgs.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, den durch das Therapieprogramm erzielten Grad an Patientenmotivation zu messen und herauszufinden, wie sich Patienten mit den therapeutischen Zielen identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde eine quantitative Einpunkterhebung mittels eines strukturierten Patientenfragebogens durchgeführt, um subjektive Einschätzungen zur Zielerreichung und zur individuellen Priorisierung der Therapieziele zu erfassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt zunächst die theoretische Herleitung der Motivationskonstrukte, gefolgt von einer detaillierten Programmvorstellung und der anschließenden Wirkungsanalyse auf Basis der erhobenen Daten.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Zentral sind die Begriffe „Behandlungsmotivation“, „Zielhierarchie“, „Rückfallprävention“ und die „Patientenidentifikation“ mit den therapeutischen Angeboten.

Welche Rolle spielt die Abstinenz in dieser Untersuchung?

Die Arbeit beleuchtet das Spannungsfeld zwischen dem medizinisch vorgegebenen Abstinenzparadigma und den individuellen Zielen der Patienten, die oft eine bloße Reduktion oder allgemeine Verbesserung ihrer Lebensqualität anstreben.

Welche Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Patienten werden aufgezeigt?

Die Untersuchung deutet auf Unterschiede in der Identifikation mit Therapiezielen hin, wobei weibliche Probandinnen tendenziell eine höhere Identifikation und positivere Einschätzung der Therapieergebnisse zeigten.

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Details

Title
Das Programm: Qualifizierte Entgiftungs- und Motivationstherapie für alkoholkranke Menschen - Wirkungsanalyse bezüglich der PatientInnenmotivation
College
University of Applied Sciences Mittweida
Grade
1,0
Author
Sylvia Gründig (Author)
Publication Year
2005
Pages
108
Catalog Number
V41285
ISBN (eBook)
9783638395779
Language
German
Tags
Programm Qualifizierte Entgiftungs- Motivationstherapie Menschen Wirkungsanalyse PatientInnenmotivation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sylvia Gründig (Author), 2005, Das Programm: Qualifizierte Entgiftungs- und Motivationstherapie für alkoholkranke Menschen - Wirkungsanalyse bezüglich der PatientInnenmotivation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41285
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