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Tiergestützte Arbeit für Menschen mit Sehschädigung

Wie können Esel und Meerschweinchen bei blinden oder sehbeeinträchtigten Menschen zielgerichtet zum Einsatz kommen?

Titel: Tiergestützte Arbeit für Menschen mit Sehschädigung

Hausarbeit , 2017 , 55 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Diplom Pädagogin Lisa Hartmann (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Auf die Frage, wie Tiere in der pädagogischen Arbeit mit blinden und sehbehinderten Menschen sinnvoll eingesetzt werden können, versucht diese Facharbeit eine Antwort zu geben.
Zum Einstieg soll in Kapitel 2. ein Überblick über das Störungsbild der Sehschädigung, mit ihren Ursachen und Symptomen sowie den daraus resultierenden Förderzielen, geschaffen werden. In Kapitel 3. werden Beispiele vorgestellt, in welchen verdeutlicht wird, wie die spezifischen Förderziele bei Sehschädigung in der Arbeit mit Tieren aufgefangen und umgesetzt werden können. Kapitel 4. stellt zwei konkrete tiergestützte Interventionsideen vor, welche zielführend bei Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung umgesetzt werden können. Hierfür wurden zwei besonders geeignete Tierarten ausgewählt: Meerschweinchen und Esel. Im Fazit wird eine Zusammenfassung der Ergebnisse dargelegt und ein Ausblick auf weitere Fragen der tiergestützten Arbeit gegeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Menschen mit Sehschädigungen

2.1 Verbreitung und Differenzierung von Sehschädigungen

2.2 Mögliche Ursachen von Sehschädigungen

2.3 Symptomatik von Sehschädigungen

2.4 Förderziele bei Sehschädigungen

3. Beispiele tiergestützter Arbeit für Menschen mit Sehschädigung

3.1 Tierbesuchsdienste in Blindeneinrichtungen

3.1.1 Das Angebot der Blindeninstitutsstiftung

3.1.2 Das Angebot des Landesbildungszentrums für Blinde

3.2 Die Eselwanderung für Blinde der „Asinella Eselfarm“

4. Eigene Interventionsidee

4.1 Meerschweinchen

4.1.1 Besondere Eignung für Sehgeschädigte

4.1.2 Interventionsidee: „Auditive Meerschweinchenbeobachtung“

4.2 Esel

4.2.1 Besondere Eignung für Sehgeschädigte

4.2.2 Interventionsidee: „Esel-Entdeckungsreise“

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Tiere in der pädagogischen Arbeit mit blinden und sehbeeinträchtigten Menschen zielgerichtet eingesetzt werden können, um deren Entwicklung zu fördern und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu unterstützen. Dabei liegt der Fokus darauf, wie spezifische Förderbedarfe durch den Kontakt mit Tieren adressiert werden können.

  • Pädagogische Orientierungsprinzipien in der Arbeit mit sehgeschädigten Menschen
  • Analyse von bestehenden tiergestützten Angeboten in Blindeneinrichtungen
  • Theoretische Grundlagen und praktische Methoden der tiergestützten Pädagogik
  • Konzeption zielführender Interventionsideen mit Meerschweinchen und Eseln
  • Bedeutung von Ressourcen- und Bedürfnisorientierung in der Therapie

Auszug aus dem Buch

3.1 Tierbesuchsdienste in Blindeneinrichtungen

Ein in der Literatur und Praxis häufig zu findendes tiergestütztes Angebot für Menschen mit Sehschädigung stellen Tierbesuchsdienste dar. In Blindeneinrichtungen sind Tierbesuchsdienste sehr gefragt. Da Einzelsettings in diesen stationären Einrichtungen aufgrund des Betreuungsschlüssels und der eingeschränkten Mobilität der Sehgeschädigten schwer umzusetzen sind, werden die Teilnehmer in ihrer Einrichtung besucht. So kann die Versorgung und Betreuung der Teilnehmer gewährleistet werden und ein großer Teil der Gruppe kann an dem Erlebnis teilhaben. Im Folgenden sollen gelungene und etablierte Tierbesuchsdienste vorgestellt werden.

3.1.1 Das Angebot der Blindeninstitutsstiftung

An dieser Stelle soll näher auf ein Vorreiterprojekt „Hundebesuch“ eingegangen werden. Dieses Projekt findet seit Herbst 2000 als Kooperationsprojekt der „Blindeninstitutsstiftung Würzburg“ und dem Verein „Tiere helfen Menschen e.V.“ einmal wöchentlich statt. Wie diese Besuche ablaufen soll nun näher erläutert werden. Die zwei Hunde die in der Einrichtung eingesetzt wurden, kamen als Hundehalter-Hunde-Team und waren tierbesuchsdiensterfahren, sie wiesen ein ruhiges Wesen und einen stabilen Körperbau auf. „Für einen artgerechten Kontakt zu den Hunden trugen die tierbesuchsdiensterfahrenen Hundehalter Sorge“ (Brehmer, 2003, S. 281). Der Kontakt fand in einem extra dafür reservierten Raum statt. Bei den Klienten handelte es sich um Kinder und Jugendliche bei denen neben einer Sehschädigung ebenso eine Mehrfach- oder Schwerstbehinderung vorlag. Zu Beginn des Projektes durften 8 Menschen teilnehmen. Da die Klienten nicht nur visuell, sondern auch mobil eingeschränkt waren, wurden in dem dafür vorgesehenen Raum, Matten und Polster auf dem Boden ausgelegt. So wurde gewährleistet, dass die Kinder und Jugendlichen auf einer Höhe mit den Hunden liegen konnten und es wurde eine angenehme Atmosphäre geschaffen. Die Betreuung der Kinder und Jugendlichen fand durch Einzelbetreuung/Eins-zu-eins-Betreuung durch ihren bekannten Pädagogen und Therapeuten statt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Sehsinns ein und erläutert die pädagogischen Handlungsprinzipien sowie die Relevanz der tiergestützten Pädagogik für sehgeschädigte Menschen.

2. Menschen mit Sehschädigungen: Dieses Kapitel beschreibt das Störungsbild der Sehschädigung, differenziert verschiedene Grade, beleuchtet Ursachen sowie Symptomatiken und definiert daraus resultierende Förderziele.

3. Beispiele tiergestützter Arbeit für Menschen mit Sehschädigung: Es werden existierende Praxisbeispiele vorgestellt, um zu verdeutlichen, wie Förderziele und Orientierungsprinzipien in der tiergestützten Arbeit mit Sehgeschädigten umgesetzt werden können.

4. Eigene Interventionsidee: In diesem Kapitel werden zwei spezifische, neue Interventionskonzepte mit Meerschweinchen und Eseln entwickelt, die auf den Ressourcen von Sehgeschädigten aufbauen.

5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und reflektiert die theoretischen sowie praktischen Erkenntnisse über den sinnvollen Einsatz von Tieren in der Arbeit mit dieser Zielgruppe.

Schlüsselwörter

Sehschädigung, Blindheit, tiergestützte Pädagogik, Förderziele, Ressourcenorientierung, Bedürfnisorientierung, Autonomieorientierung, Meerschweinchen, Esel, auditive Wahrnehmung, taktile Wahrnehmung, Selbstwirksamkeit, Blindeninstitutsstiftung, tiergestützte Intervention, Inklusion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Tiere in der pädagogischen Arbeit mit blinden und sehbeeinträchtigten Menschen eingesetzt werden können, um diese in ihrer Entwicklung zu fördern und ihre soziale Teilhabe zu stärken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die pädagogischen Handlungsprinzipien (Bedürfnis-, Ressourcen-, Entwicklungs- und Autonomieorientierung), die spezifische Symptomatik von Sehschädigungen und die praktische Umsetzung tiergestützter Interventionen.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch tiergestützte Arbeit die Selbstständigkeit, Lebensqualität und emotionale Stabilität von sehgeschädigten Menschen verbessert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine theoretische Aufarbeitung auf Basis von Fachliteratur sowie eine Analyse bestehender Praxisbeispiele, um darauf basierend eigene Interventionsideen zu konzipieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Darstellung der Sehschädigung, die Analyse von Praxisbeispielen wie Hundebesuchsdiensten und Eselwanderungen sowie die Entwicklung eigener Interventionskonzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sehschädigung, tiergestützte Pädagogik, Ressourcenorientierung, Selbstwirksamkeit, Meerschweinchen und Esel charakterisiert.

Warum werden gerade Meerschweinchen für die Interventionsidee ausgewählt?

Meerschweinchen sind aufgrund ihrer geringen Größe für Sehgeschädigte taktil gut erfassbar, kommunikationsfreudig und bieten durch ihre verschiedenen Laute wertvolle auditive Reize.

Welche Rolle spielt das "Rollenverständnis" bei der Esel-Entdeckungsreise?

Durch die Verantwortung für das Tier schlüpft der Klient in eine Versorgerrolle, was seiner eigenen Hilfebedürftigkeit im Alltag entgegenwirkt und so das Selbstwertgefühl signifikant steigert.

Warum ist eine Begleitung durch eine vertraute Person bei den Interventionen wichtig?

Da Sehgeschädigte Situationen oft nicht aus der Distanz erfassen können, dient die Begleitperson als neutrale Beschreiberin des Geschehens, um Sicherheit zu gewährleisten und Missverständnisse zu vermeiden.

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Details

Titel
Tiergestützte Arbeit für Menschen mit Sehschädigung
Untertitel
Wie können Esel und Meerschweinchen bei blinden oder sehbeeinträchtigten Menschen zielgerichtet zum Einsatz kommen?
Veranstaltung
Weiterbildung zur Fachkraft für tiergestützte Therapie, Pädagogik und Förderung
Note
1,0
Autor
Diplom Pädagogin Lisa Hartmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
55
Katalognummer
V412963
ISBN (eBook)
9783668643512
ISBN (Buch)
9783668643529
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tiergestützt Asinotherapie Sehgeschädigte Blinde Sehstörung Interventionsidee Tiere Meerschweinchen Intervention Stundenplanung Störungsbild Eselwanderung Tierwanderung Hundebesuchsdienst Hundegestützt Tierbesuchsdienst Förderschule Blindenbegleithund Wanderung Bedürfnisorientiert Selbstständigkeit Autonomie Selbstwirksamkeit Selbstbewusstsein Animal-Assisted-Therapy AAT AAA AAE Animal-Assisted-Education Animal-Assisted-Activities Mensch-Tier-Beziehung Kinder Judendliche Erwachsene Symptome Therapiebegleithund Blindenführhund Empathie Helferrolle Entwicklung Ressourcenorientiert Ressourcen Artgerecht Sehbehindert Sehen Sinne Wahrnehmung Lernprozesse Hund Tier Esel Asinowanderung
Produktsicherheit
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Arbeit zitieren
Diplom Pädagogin Lisa Hartmann (Autor:in), 2017, Tiergestützte Arbeit für Menschen mit Sehschädigung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412963
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Leseprobe aus  55  Seiten
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