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Faktoren und Auswirkungen des zweiten niederdeutschen Schreibsprachenwechsels im Generellen mit einem Blick auf Lübeck

Título: Faktoren und Auswirkungen des zweiten niederdeutschen Schreibsprachenwechsels im Generellen mit einem Blick auf Lübeck

Trabajo Escrito , 2017 , 18 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Christian Schmidt (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval
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Ziel dieser Hausarbeit ist es den zweiten Schreibsprachenwechsel vom mittelniederdeutschen zur neuhochdeutschen Schriftlichkeit in einem allgemeinen Überblick über die komplette „Niederdeutsche“ Region zu beleuchten. Eine detaillierte Analyse verschiedener Faktoren und Ursachen findet außerdem an ausgewählten Beispielen der Region Lübeck statt. Lübeck ist hierbei für eine genauere Analyse besonders prädestiniert, da die Stadt das Handelszentrum der Hanse war und die Vereinheitlichung der mittelniederdeutschen Schriftsprache, welche auch lübische Norm genannt wird, in eben dieser Stadt vorangetrieben wurde. Entscheidend ist nun, inwiefern die Schwächung der Hanse mit dem zweiten Schreibsprachenwechsel in Lübeck zusammenhängt.
Fundament ist jedoch ein genereller Überblick über den zweiten Schreibsprachenwechsel des Niederdeutschen, welcher im 16. und 17. Jahrhundert stattfand. Hierbei handelt es sich um eine der bedeutendsten sprachlichen Veränderungen im deutschen Sprachraum, welche in zahlreichen Fachliteraturen Erwähnung fand. Als Grundlage dieser Hausarbeit dient insbesondere der Text Die Veränderung der mittelniederdeutschen durch die neuhochdeutsche Schriftsprache von Artur Gabrielsson.
Als Einstieg dient hierbei eine kurze Einführung in das Mittelniederdeutsche und die Entstehung der lübischen Norm. Darauf aufbauend werden die Faktoren des zweiten Schreibsprachenwechsels und dessen Ablauf genauer betrachtet. Im Anschluss wird dann die spezielle Situation in Lübeck begutachtet und es werden verschiedene Faktoren herausgearbeitet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Mittelniederdeutsche

3. Der zweite deutsche Schreibsprachenwechsel

3.1 Generelle Faktoren

3.2 Entwicklung des zweiten Schreibsprachenwechsels

3.2.1 Schreibsprachenwechsel bei den Fürsten

3.2.2 Schreibsprachenwechsel bei der Bevölkerung

3.2.3 Die drei Phasen des zweiten deutschen Schreibsprachenwechsels

3.2.4 Die Rolle Lübecks

3.3 Auswirkungen des Schreibsprachenwechsels

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Faktoren und Auswirkungen des zweiten niederdeutschen Schreibsprachenwechsels vom Mittelniederdeutschen zum Neuhochdeutschen im 16. und 17. Jahrhundert, wobei die spezifische Rolle der Stadt Lübeck als ehemaliges Handelszentrum der Hanse detailliert analysiert wird.

  • Historische Entwicklung des Mittelniederdeutschen als Verkehrssprache
  • Einflussfaktoren des Schreibsprachenwechsels (Nationalstaaten, Hanse-Niedergang, Kanzleiwesen)
  • Die dreiphasige Transformation zur neuhochdeutschen Schriftlichkeit
  • Soziolinguistische Auswirkungen auf Bevölkerung und Bildung
  • Regionale Fallstudie: Die Verzögerung und der Wandel der lübischen Norm

Auszug aus dem Buch

3.2.3 Die drei Phasen des zweiten deutschen Schreibsprachenwechsels

Grundsätzlich ist es möglich, den Schreibsprachenwechsel in einem Dreiphasen- oder in einem Vierphasenmodell zu erklären. Zur linguistischen Beschreibung eignet sich das Dreiphasenmodell von Gabrielsson (1983). Diese drei Phasen sind jedoch stufenspezifisch zu betrachten und lassen sich auf jede Klasse der Gesellschaft anwenden.

Die erste Phase wird dadurch charakterisiert, dass der Grundcharakter der schon bestehenden Sprache, also des Niederdeutschen, bestehen bleibt. Trotzdem sind schon in dieser Phase eindeutige Einflüsse des Hochdeutschen zu erkennen, welche vom Schreiber aufgrund „de[s] Bestreben[s] des niederdeutschen Schreibers, sich der neuen Mode anzupassen“ (Gabrielsson, 1983: 126) in ihren Schreibgebrauch benutzt und eingeführt werden. Als Beispiel ist hier der Gebrauch von Präpositionen (von, nach, bei) und Pronomina (ich, mich) zu nennen. Auch Einzelwörter, in der Mehrzahl Titel und Anrede, wurden vom Hochdeutschen übernommen. Die Neuschreibungen wurden in dieser Phase jedoch noch nicht übernommen und die Pronomina und Präpositionen wurden nicht durchgehend konsequent angewandt. Es handelte sich lediglich um gelegentlich auftretende Erscheinungen.

Die zweite Phase wird auch als eigentliche Übergangszeit bezeichnet. In dieser wurden weitere hochdeutsche Wörter in das Niederdeutsche übernommen. Zusätzlich zu dieser Entwicklung wurde versucht, niederdeutsche „Sprachformen nach bereits bekannten Gleichungen zu verhochdeutschen“ (Gabrielsson, 1983: 128). Das eigentliche Einhalten der neuen Schriftlichkeit gelingt nur wenigen Schreibern des Niederdeutschen. Vielmehr werden die Regeln der hochdeutschen Grammatik bei zu vielen niederdeutschen Wörtern überkorrekt angewendet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die sprachhistorische Relevanz des Schreibsprachenwechsels und Definition der Forschungsfrage unter Einbeziehung der Rolle Lübecks.

2. Das Mittelniederdeutsche: Erläuterung der sprachlichen Ausgangssituation und der Funktion der lübischen Varietät als überregionale Verkehrssprache der Hanse.

3. Der zweite deutsche Schreibsprachenwechsel: Analyse der Ursachen, des phasenweisen Verlaufs und der Auswirkungen auf verschiedene gesellschaftliche Schichten und Kanzleien.

4. Zusammenfassung: Synthese der Untersuchungsergebnisse und Einordnung der Bedeutung des Sprachwechsels für die Entstehung der gesamtdeutschen Schriftsprache.

Schlüsselwörter

Niederdeutsch, Mittelniederdeutsch, Neuhochdeutsch, Schreibsprachenwechsel, Lübeck, Hanse, Sprachgeschichte, Sprachwandel, Kanzleisprache, lübische Norm, Varietätenwandel, Missingsch, Humanismus, Reformation, Schriftsprache.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den historischen Übergang vom Mittelniederdeutschen zum Neuhochdeutschen in Norddeutschland während des 16. und 17. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die sprachlichen Faktoren, der Einfluss der Hanse, die Rolle der Verwaltung (Kanzleien) und die soziokulturellen Auswirkungen des Sprachwechsels auf die Bevölkerung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche Faktoren den Schreibsprachenwechsel ausgelöst haben und inwiefern die spezifische Situation in Lübeck als Handelszentrum diesen Prozess beeinflusst hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche und sprachhistorische Analyse, basierend auf Fachliteratur wie dem Werk von Artur Gabrielsson.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die generellen Faktoren für den Niedergang des Niederdeutschen, die Phasen des Wechsels und die spezifische, konservative Entwicklung der lübischen Sprachnorm.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Mittelniederdeutsch, Schreibsprachenwechsel, Hanse, Lübeck, lübische Norm und Varietätenwandel.

Wie unterscheidet sich die Rolle der Fürsten von der der allgemeinen Bevölkerung?

Die Fürsten waren aktive Befürworter des Hochdeutschen in den Kanzleien, während die Bevölkerung aufgrund fehlender schulischer Ausbildung noch lange am Niederdeutschen festhielt.

Was ist das "Missingsch"?

Das Missingsch beschreibt eine historische Mischsprache, die durch die Unsicherheit der Sprecher während der Übergangsphase zum Hochdeutschen entstand.

Warum war Lübeck in Bezug auf den Sprachwechsel besonders?

Lübeck agierte als Zentrum der Hanse besonders konservativ und hielt aufgrund seiner wirtschaftlichen und rechtlichen Vormachtstellung länger als andere Regionen am Mittelniederdeutschen fest.

Welche Auswirkung hatte das römische Recht auf die Sprache?

Die Einführung des römischen Rechts erforderte eine neue, anerkannte Kanzleisprache, was den Druck zur Umstellung auf das Hochdeutsche im amtlichen Schriftverkehr massiv erhöhte.

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Detalles

Título
Faktoren und Auswirkungen des zweiten niederdeutschen Schreibsprachenwechsels im Generellen mit einem Blick auf Lübeck
Universidad
University of Flensburg
Calificación
2,0
Autor
Christian Schmidt (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
18
No. de catálogo
V412993
ISBN (Ebook)
9783668643536
ISBN (Libro)
9783668643543
Idioma
Alemán
Etiqueta
faktoren auswirkungen schreibsprachenwechsels generellen blick lübeck
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Schmidt (Autor), 2017, Faktoren und Auswirkungen des zweiten niederdeutschen Schreibsprachenwechsels im Generellen mit einem Blick auf Lübeck, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412993
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