In der heutigen Sitzung geht es um das Thema Musik. Eingangs unterhaltet ihr euch bitte darüber, welche Musik ihr gerne hört und welche ihr nicht so sehr mögt.
Die Teilnehmenden sollen sich erzählen, welche Musik sie gerne/ungerne hören. Dazu dienen gegensätzliche Adjektive als Hilfestellung. Zum besseren Verständnis der Adjektive sollen sie diese zunächst mit passenden Bildern verbinden. Anschließend sollen sie ihre Meinung unter Anwendung der Subjunktion „weil“ begründen. Die Satzstruktur und ein Beispielsatz sind gegeben.
Im Anschluss werdet ihr euch über verschiedene Musikrichtungen austauschen können.
Die Teilnehmenden sammeln in einer Mind-Map Musikrichtungen, die sie kennen und beschreiben sie anschließend mithilfe von Adjektiven und Instrumenten.
Danach könnt ihr über typische Musik in den Tandem-Ländern sprechen und erzählen, welche bekannten Lieder es dort gibt.
Die Teilnehmenden sprechen über typische Musik in ihren Tandem-Ländern. Dazu lesen sie zunächst eine Definition von landestypischer Musik. Hinterher beschreiben sie den Klang, die Instrumente und die Themen der typischen Lieder in ihren Ländern. Es wird überlegt, ob es hierbei regionale Unterschiede gibt. Anschließend erzählen sie sich von bekannten Kinderliedern in ihren Ländern. Dazu wird der deutsche Liedtext von dem Kinderlied „Bruder Jakob“ gemeinsam gelesen. Falls es das Lied auch in den anderen Tandem-Sprachen gibt, wird es den anderen vorgetragen.
Ihr beendet die Sitzung, indem ihr über den Zusammenhang zwischen Musik und Identität sprecht. Die Teilnehmenden überlegen, was Musik für sie bedeutet, wann sie Musik hören und weshalb. Dies wird anschließend in einer einfachen Szene visuell umgesetzt und präsentiert. Fortgeschrittene lesen einen Artikel zum Thema Musik und Lebensstil. Daraufhin diskutieren sie den Zusammenhang zwischen Musik und Identität.
Am Ende hören wir uns gemeinsam das Lied Bruder Jakob auf verschiedenen Sprachen an.
Inhaltsverzeichnis
Konzeption einer Tandemsitzung zum Thema Musik
1. Anleitungstext: Zusammenstellung des Themas und Aufgaben
2. Einführungsblatt (Aufwärmzettel – 1. Kontakt mit dem Thema)
3. Blätter zur Aufarbeitung des Themas
4. Abschlussaufgabe
5. Zusammenfassung: Begründung des Themas, Lernzielerwartung, Sprachniveau
Literatur- und Quellenverzeichnis
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit dient der Entwicklung einer strukturierten Tandemsitzung zum Thema Musik, um Sprachlernende zur interkulturellen Kommunikation und zum Spracherwerb zu motivieren. Ziel ist es, durch musikalische Themen sowohl den Wortschatz als auch das Ausdrucksvermögen in Bezug auf persönliche Meinungen und kulturelle Identität zu fördern.
- Erwerb von fachspezifischem Wortschatz (Adjektive, Musikrichtungen, Instrumente)
- Strukturierte Begründung von Meinungen unter Verwendung der Subjunktion "weil"
- Vergleich von traditioneller und populärer Volksmusik in verschiedenen Kulturen
- Reflexion über die Bedeutung von Musik für die persönliche und gruppenbezogene Identität
Auszug aus dem Buch
Musik und Identität
Ein Ratespiel: Vor einem Tisch stehen zwei Männer. Der eine ist Mitte Fünfzig, trägt einen Anzug, teure Schuhe, einen sportlichen Haarschnitt. Der andere (circa fünfundzwanzig) trägt Jeans, ein schwarzes T-Shirt, Turnschuhe. Wo der erste glatt rasiert ist, punktet der zweite mit einem Bart bis zum Bauchnabel. Seine Haare sind hüftlang und zugegebenermaßen leicht fettig. Auf dem Tisch liegen zwei CDs: Die eine ist von Megadeth, die andere von Vivaldi. Wer hört welche Musik? Die Zuordnung fällt uns sehr leicht. Klassik passt zu älteren Herren, die tagsüber ihrem langweiligen Bürojob nachgehen und zum Abendessen Rotwein mit Mozart servieren. Für Metalmusik braucht man zwar nicht unbedingt ein bestimmtes Alter, aber zumindest eine ordentliche Mähne, damit beim Headbangen auch was geboten werden kann. Aber wir verknüpfen Musik nicht nur mit dem Aussehen von Personen, sondern auch mit ihrem Verhalten, ihrem Umfeld und insgesamt mit ihrem Lebensstil.
Musik scheint also fast immer einen Beitrag zur Identifikation eines Menschen mit einer bestimmten Personengruppe zu machen. Genauso scheinen wir uns über den Musikgeschmack hinaus auch ein weitreichenderes Bild von unserem Gegenüber zu machen, je nachdem, welche Musikrichtung er bevorzugt. Wir extrapolieren ausgehend von seinen musikalischen Neigungen weitere Vorlieben, Charaktereigenschaften, sogar ganze Lebensstile.
Zusammenfassung der Kapitel
Konzeption einer Tandemsitzung zum Thema Musik: Einleitung in die organisatorischen Rahmenbedingungen der Seminarkonzeption.
1. Anleitungstext: Zusammenstellung des Themas und Aufgaben: Beschreibung des geplanten Ablaufs der Tandemsitzung, von der Eingangsdiskussion bis hin zur kreativen Umsetzung.
2. Einführungsblatt (Aufwärmzettel – 1. Kontakt mit dem Thema): Konkrete Übungen zum Einstieg, um über Lieblingsmusik zu sprechen und grammatikalische Strukturen zur Begründung zu festigen.
3. Blätter zur Aufarbeitung des Themas: Arbeitsmaterialien zur Kategorisierung von Musikrichtungen und zur differenzierten Beschreibung mittels Adjektiven und Instrumenten.
4. Abschlussaufgabe: Übungen zur Reflexion über den Zusammenhang von Musik und Identität sowie spezifische Materialien für fortgeschrittene Sprachniveaus.
5. Zusammenfassung: Begründung des Themas, Lernzielerwartung, Sprachniveau: Wissenschaftliche Reflexion der Themenwahl und Darlegung der pädagogischen Ziele für unterschiedliche Sprachlevel.
Literatur- und Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Sekundärliteratur und Bildquellen.
Schlüsselwörter
Tandemsitzung, Musik, Volksmusik, Spracherwerb, Interkulturelles Tandem, Identität, Wortschatz, Grammatik, Musikrichtungen, Sprachniveau, Konzeption, Kommunikation, Liedtexte, Kultur, Didaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption einer interkulturellen Tandemsitzung für Sprachlernende mit dem Fokus auf das Thema Musik.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören der Spracherwerb durch Musik, die Unterscheidung zwischen traditioneller und populärer Volksmusik sowie der Zusammenhang zwischen Musikgeschmack und Identität.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, eine didaktisch sinnvolle Struktur zu entwickeln, die es Tandempartnern ermöglicht, sich über Musik auszutauschen, Sprachkenntnisse zu erweitern und kulturelle Parallelen zu entdecken.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine didaktische Konzeption erstellt, die auf linguistischen Grundlagen der Sprachvermittlung und interkulturellen Ansätzen basiert, ergänzt durch die Analyse von Quellen zu Musik und Identität.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in konkrete Arbeitsblätter und Anleitungen für eine Tandemsitzung, von der Vorstellung der Musikpräferenzen bis hin zur vertiefenden Diskussion über Musik und Lebensstile.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie "Tandemsitzung", "interkultureller Austausch", "Musiksoziologie" und "Sprachdidaktik" beschreiben.
Warum wurde Musik als zentrales Thema gewählt?
Musik wurde gewählt, da sie ein universelles Freizeitinteresse darstellt, das sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene eignet und leicht als Brücke zu kulturellen Identitätsthemen genutzt werden kann.
Wie unterscheidet sich die Abschlussaufgabe für Anfänger und Fortgeschrittene?
Während Anfänger Musik und Identität primär durch visuelle Szenen und Ausdrucksmittel darstellen, arbeiten Fortgeschrittene mit Fachtexten, um den Zusammenhang zwischen Musikgeschmack und Lebensstil in einer Diskussion kritisch zu hinterfragen.
- Quote paper
- Melanie Bayo (Author), 2016, Konzeption einer Tandemsitzung zum Thema Musik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/413180