Transferreport Betriebswirtschaft am Beispiel des Lahn-Dill-Kreises


Projektarbeit, 2014

11 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Eigenschaften und Entstehung von allgemeinen Unternehmenszielen

3 Ziele und Leitbild des Lahn-Dill-Kreis

4 Definition von Zielen im Projekt

5 Fazit

6 Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Im Anschluss an das Seminar ‚Betriebswirtschaft‘ ist ein Transfer-Dokumentations-Report zu erstellen. Der Report soll aufzeigen, wie der Studierende das Thema Betriebswirtschaft auf das eigene Unternehmen sowie das eigens erwählte Projekt umsetzen kann.

Im ersten Teil wird ein kurzer Einblick in die allgemeinen Unternehmensziele, ihre Messbarkeit und die Beziehungen zwischen den Zielen gegeben.

Im folgenden Kapitel wird erläutert, welche Ziele der Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreis verfolgt und wie diese Ziele definiert werden. Zudem wird genauer auf die Funktion eines Leitbildes im Allgemeinen und dessen Umsetzung beim Lahn-Dill-Kreis eingegangen.

Im Anschluss daran werden die Projektziele des Projektes ‚Reorganisation des Aktenplanes der Abteilung Gesundheit des Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreis‘ definiert und dargestellt.

Abschließend werden im Fazit die Kernaussagen dieses Transfer-Dokumentations-Reports zusammengefasst und in Bezug auf die Zielstellung der Arbeit reflektiert. Letztendlich wird ein Ausblick auf die noch zu erledigenden Aufgaben im Projekt gegeben.

2 Eigenschaften und Entstehung von allgemeinen Unternehmenszielen

In diesem Kapitel wird ein kurzer Einblick in die allgemeinen Unternehmensziele, ihre Messbarkeit und die Beziehungen zwischen den Zielen gegeben.

„Bedürfnisse sind der Ausgangspunkt jeglichen Wirtschaftens“[1]. Anhand der sich permanent entwickelnden Bedürfnisse des Menschen und der Knappheit der Rohstoffe zur Güterherstellung werden die Betriebe und Unternehmen zur Zielerreichung gezwungen, effektiv und effizient zu Handeln[2]. Die Führung eines Unternehmens ist somit von seinen Zielsetzungen abhängig, um die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen. Ziele ermöglichen den Unternehmen die Planung des Unternehmensgeschehens und dienen als Orientierungsgrundlage für alle unternehmerischen Entscheidungen[3] [4]. Ziele spiegeln die erwünschten Zustände in der Zukunft wider und können in Formalziele, Sachziele und Sozialziele unterschieden werden. Auf diese soll an dieser Stelle nicht näher eingegangen werden.

Um Ziele genau zu einer Absicht oder einem Wunsch abzugrenzen muss eine aussagekräftige Zielformulierung vier Bestandsteile enthalten: den Zielinhalt, das Zielausmaß sowie einen zeitlichen und einen sachlichen Geltungsbereich. Erst dann kann von einem Ziel gesprochen werden. Zudem muss bei der Zielformulierung beachtet werden, dass das Ziel oder die Ziele klar und realisierbar sind. Es sind konkrete Zielvorgaben zu machen die kontrollierbar (qualitativ und quantitativ), also messbar, sein müssen. Kennziffern zur Erfolgsmessung können für ein Unternehmen der Umsatz, der Gewinn, die Kosten, die Lieferzeiten, die Ausschussquote oder auch der Krankenstand der Mitarbeiter sein.

Ein Unternehmen verfolgt üblicherweise nicht nur ein Ziel sondern mehrere Ziele. Ist dies der Fall, sind die Beziehung zwischen den Zielen zu identifizieren und zu gewichten, denn Ziele können einander harmonisch fördern, sich gegenseitig behindern oder auch neutral sein. Allgemein erfolgt hier eine Unterscheidung der verschiedenen Zielbegriffe nach sachlichen, zeitlichen und persönlichen Zielbeziehungen. Damit Zielkonflikte bei den Zielbeziehungen und den in einem Konflikt zueinander stehenden Zielen vermieden werden können, muss eine bewusste Prioritätensetzung erfolgen. Mit Hilfe der Prioritätensetzung werden durch Gewichtungen Rangfolgen bestimmt[5] [6]. „Prioritäten messen einzelnen Zielen mehr Gewicht zu, sodass Zielkonflikte entschärft werden“[7].

3 Ziele und Leitbild des Lahn-Dill-Kreis

Im vorangegangenen Kapitel ist verdeutlich worden, wodurch die allgemeinen Unternehmensziele entstehen, wie diese Ziele gemessen werden können und wodurch sich Beziehungen zwischen den Zielen ergeben. Folglich wird in diesem Kapitel erläutert, welche Ziele der Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreis verfolgt und wie diese Ziele definiert werden. Auch die Funktion eines Leitbildes und dessen Umsetzung wird genauer beleuchtet.

Der Lahn-Dill-Kreis ist eine öffentlich-rechtliche Gebietskörperschaft, deren Handeln durch die Organe Kreistag und Kreisausschuss bestimmt wird. Der Kreistag ist das oberste Organ. Er trifft alle wichtigen Entscheidungen und überwacht die gesamte Verwaltung. In dieser Rubrik wird die Arbeit des Kreistages dokumentiert.

Der Kreisausschuss als weiteres Hauptorgan hat die Aufgabe die laufenden Geschäfte der Verwaltung zu erledigen. Die Kreisverwaltung des Lahn-Dill-Kreises gliedert sich in 4 Fachbereiche. Jedem Fachbereich sind eine oder mehrere Abteilungen zugeordnet. Die Abteilungen wiederum gliedern sich in Fachdienste.

Die Betriebsart (-typologie) des Lahn-Dill-Kreis ist anhand dieser Information ein Sachleistungs-/ Dienstleistungsbetrieb der dem tertiären Wirtschaftssektor (Dienstleistungen) zugeordnet wird. Dieser Sektor ist sehr personalintensiv[8].

An die Fragen, welche Ziele der Lahn-Dill-Kreis hat und wie diese Ziele definiert werden, kann man zur Beantwortung dieser Fragen von zwei Seiten herangehen. Zum einen definieren sich die Ziele (Aufgaben) von der gesetzlichen Seite aus und zum anderen von der politischen Seite.

Die gesetzlichen Ziele (Aufgaben) ergeben sich insbesondere aus der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) beziehungsweise der Hessischen Landkreisordnung (HKO).

„Die HGO ist die Gemeindeverfassung, sie regelt den Aufbau und Geschäftsgang, Zuständigkeit, Rechte und Pflichten der kommunalen Organe wie Verwaltung, Gemeindevertretung (Stadtverordnetenversammlung), Gemeindevorstand (Magistrat), Bürgermeister (Oberbürgermeister), Ortsbeirat, Ausländerbeirat usw. Sie ist gleichzeitig die Basis der kommunalen Finanzwirtschaft und regelt die staatliche Aufsicht über die Gemeinden“[9].

Die Hessische Landkreisordnung „ist ein Landesgesetz, das die Rechtsstellung der Landkreise, ihre innere Organisation und die staatliche Aufsicht (Rechtsaufsicht bzw. Fachaufsicht) über sie regelt[10].

In Betracht gezogen werden aus diesen beiden Gesetzen zur Zieldefinition hauptsächlich folgende Paragraphen:

- § 1 HGO: Wesen und Rechtsstellung der Gemeinde
- § 19 HGO: Öffentliche Einrichtungen, Anschluss- und Benutzungszwang
- § 2 HKO: Wirkungsbereich
- § 4c HKO: Weisungsaufgaben, Auftragsangelegenheiten
- § 9 HKO: Vermögen und Einkünfte
- § 16 HKO: Öffentliche Einrichtungen
- § 20 HKO: Zusammenarbeit[11] [12]

Aus den genannten Paragraphen und der Hessischen Gemeinde- und Landkreisordnung im Allgemeinen ergeben sich folgende Ziele und Aufgaben:

- Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch XXI gewähren
- öffentlichen Personennahverkehr organisieren
- Einrichtung von Natur- und Landschaftsschutzgebiete einrichten und pflegen
- Abfallbeseitigung
- Rettungswesen, Brand- und Katastrophenschutz sowie das Gesundheitswesen und die Lebensmittelüberwachung organisieren
- Regelung der Tierseuchenbekämpfung und des Tierschutzes
- Organisation des Führerscheinwesens, der Kraftfahrzeug-Zulassung sowie der Bau und die Unterhaltung der Kreisstraßen
- Träger der berufsbildenden Schulen und Sonderschulen
- Betreibung der kommunalen Familienpolitik und Führung der Bauaufsicht

Die politischen Ziele (Aufgaben) finden sich in der Koalitionsvereinbarung zwischen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FWG 2011-2016 und dem Leitbild des Lahn-Dill-Kreis wieder. Aus der Koalitionsvereinbarung ergeben sich folgende konkrete Ziele für den Lahn-Dill-Kreis:

- Vertrauensvolle, berechenbare und bürgernahe Zusammenarbeit im Interesse der Menschen im Lahn-Dill-Kreis.
- Konstruktive und faire Zusammenarbeit mit allen Akteuren innerhalb und außerhalb der Gremien und der Verwaltung des Kreises.
- Den Lahn-Dill-Kreis gemeinsam mit den Städten und Gemeinden als einen familienfreundlichen, attraktiven Lebens-, Wirtschafts- und Bildungsstandort zu erhalten und weiterzuentwickeln.
- Energie regional vor Ort gewinnen (zentrales Ziel). Energieeffizienz, Energieeinsparung und den Ausbau erneuerbarer Energien fördern[13].

Das Leitbild des Lahn-Dill-Kreis stellt ebenso die politischen Ziele Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreis heraus. Allgemein lässt sich sagen, das ein Leitbild die schriftliche Formulierung der Unternehmensphilosophie und somit Grundlage und Ausdruck der Unternehmenspolitik ist. Diese Unternehmensgrundsätze sind für jedermann zugänglich und werden veröffentlicht.

In einem Unternehmensleitbild werden langfristige Ziele sowie die Strategien eines Unternehmens und deren Konsequenzen für das Umfeld (Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Wettbewerber, usw.) transparent gemacht. Das Unternehmen und das zukünftige Verhalten werden in diesem kurz und prägnant charakterisiert. Die Ausformulierung der Unternehmenskultur lässt sich im Hinblick auf folgende Funktionen darstellen:

- Orientierungsfunktion
- Integrationsfunktion
- Entscheidungsfunktion
- Koordinierungsfunktion

Leitbilder sollen intern eine Orientierungsfunktion für das Handeln des Managements und der Mitarbeiter schaffen und extern für Koalitionspartner einen Ausdruck verlässlicher Werte, Normen und Regeln darstellen. Durch die Orientierungsfunktion erhöht sich die Motivation der Mitarbeiter. Die Gesamtheit von Leitbildern und schriftlichen Grundsätze schafft die Integrationsfunktion eines Leitbildes. Hierunter fallen auch Führungsleitlinien und Anforderungen an Mitarbeiter und wird als Corporate Identity (CI) bezeichnet. Dadurch wird ein „Wir-Gefühl“ geschaffen. Unter dem Begriff ‚Entscheidungsfunktion‘ versteht man die Ausformulierung von bestimmten Regeln wie zum Beispiel Regeln für das Krisenmanagement oder Festlegung von Entscheidungsspielräumen. Zudem schafft ein Unternehmensleitbild eine Koordinierungsfunktion für Mitarbeiter, Führungskräfte sowie für die Öffentlichkeitsarbeit[14] [15].

[...]


[1] Schneck, Ottmar (2011): Betriebswirtschaft. 1.Auflage. Stuttgart: Steinbeis-Edition. S. 16.

[2] Vgl. Powerpoint-Präsentation. Betriebswirtschaft. Herr Stefan Oberhansl am 31. Januar und 1. Februar 2014. Folie 29.

[3] Vgl. Internet: http://www.economics.phil.uni-erlangen.de/lehre/bwl-archiv/exist_gr/uziele.pdf (Stand: 14.02.2014).

[4] Vgl. Internet: http://unternehmensziele.beratungallgemein.de/unternehmensziele/unternehmensziele.html (Stand: 16.02.2014).

[5] Vgl. Schneck, Ottmar (2011): S. 18f.

[6] Vgl. Powerpoint-Präsentation. Betriebswirtschaft. Herr Stefan Oberhansl am 31. Januar und 1. Februar 2014. Folie 29 und 30.

[7] Schneck, Ottmar (2011): S. 19.

[8] Vgl. Powerpoint-Präsentation. Betriebswirtschaft. Herr Stefan Oberhansl am 31. Januar und 1. Februar 2014. Folie 21 und 22.

[9] Internet: http://www.juraforum.de/lexikon/hessische-gemeindeordnung (Stand: 17.02.2014).

[10] Vgl. Internet: http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreisordnung (Stand: 17.02.2014).

[11] Hessische Landkreisordnung (HKO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. März 2005.

[12] Hessische Gemeindeordnung (HGO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. März 2005.

[13] Vgl. Intranet: http://intranet/cms/media/intranet/kreisrecht/verwaltungsvorstand/koalitionsvereinbarung_zwischen_spd__buendnis90diegruenen_und_fwg/01_Koalitionsvereinbarung_2011_-_2016_07-05-11.pdf (Stand: 17.02.2014).

[14] Vgl. Internet: http://www.gemeinschaftsklinikum.de/bilder/pdf/Informationen_zum_Thema_Leitbild.pdf (Stand: 17.02.2014).

[15] Vgl. Powerpoint-Präsentation. Betriebswirtschaft. Herr Stefan Oberhansl am 31. Januar und 1. Februar 2014. Folie 38.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Transferreport Betriebswirtschaft am Beispiel des Lahn-Dill-Kreises
Hochschule
Steinbeis-Hochschule Berlin  (Steinbeis Business Academy)
Note
2,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
11
Katalognummer
V413313
ISBN (eBook)
9783668643710
ISBN (Buch)
9783668643727
Dateigröße
441 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Betriebswirtschaft
Arbeit zitieren
Christina Bischoff-Moos (Autor:in), 2014, Transferreport Betriebswirtschaft am Beispiel des Lahn-Dill-Kreises, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/413313

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