Lieferantenmanagement. Produktions- und Materialmanagement

Aufbau eines Lieferantensystems, neue Trends


Essay, 2016

12 Seiten, Note: 3,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition des Lieferantenmanagements

3. Ziele des Lieferantenmanagements

4. Aufbau des Lieferantenmanagements
4.1 Lieferantenmanagementprozess
4.1.1 Lieferantenidentifikation-, bewertung
4.1.2 Klassifizierung der Lieferanten
4.1.3 Lieferantenentwicklung
4.1.4 Lieferantenauswahl
4.1.5 Lieferantenintegration

5. Verschiedene Lieferantentypen

6. Anpassung der Lieferantentypen

7. Schluss

8. Literaturverzeichnis

Produktions- und Materialmanagement - LPM

1. Einleitung

Heutzutage ist das Lieferantenmanagement sehr wichtig für Unternehmen, weil gute Lieferanten mit fehlerfreien Produkten nicht nur die Qualität der eigenen Produkte im Markt unterstützen, sondern auch finanzielle Schäden und Imageverlust verhindern. Ich möchte in dieser Arbeit beweisen, dass qualitatives Lieferantenmanagement systematische Beziehungen zwischen dem Unternehmen und dem Abnehmer steuert, deswegen muss es professionell und effektiv gestaltet werden. Und darauf setze ich besondere Akzente.

Das Ziel der Arbeit ist, das Lieferantenmanagement als einen wichtigen Bestandteil des Beschaffungsmanagements vorzustellen, den grundsätzlichen Aufbau eines Lieferantensystems zu beschreiben, neue Trends in diesem Bereich vorzustellen und die Frage zu beantworten, welche Ziele das Lieferantenmanagement verfolgt. Die Arbeit erläutert auch, aus welchen Prozessstufen es besteht, wie alle Lieferanten klassifiziert und aneinander angepasst werden. In dieser Arbeit soll auch erörtert werden, wie ein konsequentes und gut geführtes Lieferantenmanagement dem Erfolg des Unternehmens dient.

2. Definition des Lieferantenmanagements

„Das Lieferantenmanagement umfasst die Gestaltung, Lenkung und Entwicklung von Lieferantenportfolios und -beziehungen.“1 Das Lieferantenmanagement ist ein geschlossener Geschäftsprozess, der einen Aufgabenschwerpunkt in der Beschaffung bildet und die traditionellen Beschaffungsbeziehungen Zulieferer-Abnehmer weiter entwickelt mit dem Vorhaben, einen Mehrwert für beide Partner zu schaffen.

So wie das Personalmanagement um die Optimierung, Entwicklung und Integration der Mitarbeiter bemüht ist, versorgt der leistungsfähige Lieferant das Unternehmen mit Wissen, Materialien und Leistungen in der richtigen Qualität und Quantität.2

Die Bedeutung des Lieferantenmanagements hat sich in den letzten Jahren durch die Wirtschaftskrise, Globalisierung, dynamische Märkte und erhöhte Anforderungen an Unternehmen im steigenden Wettbewerb stark verändert. Viele Unternehmen haben diese Bedeutung für die gesamte Wertschöpfungskette rechtzeitig erkannt und führen zurzeit konsequente Lieferantenmaßnahmen durch, welche nicht nur der Kostenoptimierung, sondern auch dem gesamten Erfolg des Unternehmens dienen, seine Wettbewerbsfähigkeit steigern und den Kundenwert maximieren.3

Gleichzeitig werden Lieferantendefizite früh genug identifiziert und passende Gegenmaßnahmen initiiert. Es ist auch sehr wichtig, die Ursachen solcher Lieferantendefizite schnellstens zu beheben und sie in Zukunft zu vermeiden. Das bringt neue Chancen und gleichzeitig Herausforderungen mit sich.4

3. Ziele des Lieferantenmanagements

Bei dem Lieferantenmanagement werden 2 folgende Zieldimensionen unterschieden:

1. Die operativen Ziele beziehen sich darauf, die Leistung der Lieferanten vergleichbar zu machen, die Optimierungspotentiale aufzudecken, die Beschaffungskosten zu senken und die Leistung zu steigern. Im Mittelpunkt steht die Funktion und alle mit ihr verbundenen operativen Prozesse.

2. Die strategischen Ziele des Lieferantenmanagements streben eine mittel- bis langfristige Nutzung von Potenzialen der Lieferantenbasis des Unternehmens an. Durch eine Verbesserung der Kooperation zwischen Unternehmen und Lieferanten und das Einsetzen des Know-Hows können Versorgungsrisiken verringert werden. Die rechtzeitige und gründliche Beschaffungsmarktforschung ermöglicht auch die Erhöhung der Beschaffungseffizienz.

Diese 2 Ziele können nicht getrennt betrachtet werden und wenn man sie ständig vor Augen hat, helfen sie jedem Unternehmen, neue innovative Lieferanten als Partner zu gewinnen und alte Zulieferer, die sich als zuverlässig erwiesen haben, zu behalten.5

4. Aufbau des Lieferantenmanagements

Ein in sechs Phasen gegliederter Lieferanten-Management-Prozess, der konsequent angewendet und umgesetzt wird, kann beachtliche Profitabilitätserfolge für die Unternehmen schaffen.6

4.1. Lieferantenmanagementprozess

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1

4.1.1 Lieferantenidentifikation, -bewertung

Der Einsatz sinnvoller IT-Tools gehört zu den neuen Beschaffungsquellen der möglichen leistungsfähigen Lieferanten. Es wird eine hierarchische Strukturierung aller potentiellen sowie bereits im Lieferantenportfolio involvierten Lieferanten erstellt. Dieses bildet die Grundlage für die Entscheidungsfindung über einen Lieferanten nach strategischen und operativen Kriterien, wie z.B. Organisation, Entwicklung, Ort der Leistungserbringung, Preis, Qualität, Kommunikation, Logistik und andere, die zuerst bewertet werden.7

Zur Bewertung eines neuen Lieferanten soll das Leistungsprofil des bisherigen Zulieferers als Maßstab herangezogen werden, um den Mindeststandard für den Lieferantenwechsel festzulegen.

Anna Movsovic

Nachdem die Lieferantenzahl eingeschränkt wird, beginnt die Lieferantenanalyse, die sich als notwendige Bedingung der Lieferantenbewertung anschließt.8

Basierend auf der Qualität und der Zusammenarbeit der Firmen, werden 4 verschiedene Lieferantentypen klassifiziert.

4.1.2 Klassifizierung der Lieferanten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2

Wenn ein Lieferant als Standardlieferant bezeichnet wird, hat er den Vorteil, dass bei der nächsten Bestellung automatisch auf den hinterlegten Lieferanten zugegriffen wird, der sich als ein zuverlässiger Partner erwiesen hat. Er liefert Handelsware nach Vertragsvereinbarungen, seine Risiken sind minimal.

Der Lieferant mit Mehrwert positioniert sich als unentbehrlicher Teil der Wertschöpfungskette und als langfristiger Partner. Er beeinflusst betriebliche Effizienz und verbessert seine Leistungsfähigkeiten durch neue Vorschläge.

Der bevorzugte Lieferant hat einen besonderen Status bei den Kunden, er wird bei der Auftragsvergabe besonders berücksichtigt. Er ist offen für einen Dialog, bietet bedeutende Bonusoptionen und Planungen eines Unternehmens an.

Der strategische Lieferant ist einerseits an den Kunden fest und langfristig gebunden, andererseits versorgt er ihn mit unikaten Produkten, welche durch andere Anbieter nur schwer zu imitieren sind. Ein strategischer Lieferant ist daher nicht einfach ein vom Volumen her großer Lieferant, sondern einer, der zum strategischen Wettbewerbsvorteil des Herstellers beiträgt.9

[...]


1 Wagner, S.M. (2002b), S.22

2 Vgl. Hildebrandt, H. (2006), S. 15

3 Vgl. Wagner, S. M. (2002b), S. 173-174

4 Vgl. Wagner, S.M. (2002b), S. 179

5 Vgl. Vahrenkamp, R. (2007), S. 110-111

6 Vgl. Wagner, S.M. (2002b), S. 83

7 Vgl. Stadelhofer, T. (2011), S. 15

8 Vgl. Stadelhofer, T. (2011), S. 21-23

9 Vgl. Vahrenkamp, R. (2007), S. 117-118

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Lieferantenmanagement. Produktions- und Materialmanagement
Untertitel
Aufbau eines Lieferantensystems, neue Trends
Note
3,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
12
Katalognummer
V413371
ISBN (eBook)
9783668645219
ISBN (Buch)
9783668645226
Dateigröße
622 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lieferanten, Lieferantenmanagement, Management, Produktion, Produktionsmanagement, Material, Materialmanagement, Lieferantentypen
Arbeit zitieren
Anna Movsovic (Autor), 2016, Lieferantenmanagement. Produktions- und Materialmanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/413371

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