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Katharina die Große und ihre Ansiedlungspolitik. Ein Märchen mit Happy End?

Titel: Katharina die Große und ihre Ansiedlungspolitik. Ein Märchen mit Happy End?

Hausarbeit , 2016 , 12 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema dieser Arbeit stellt für viele Menschen in Deutschland einen wichtigen Teil ihrer familiären und kulturellen Geschichte dar – die Russlanddeutschen. Wer sind diese Menschen, von denen im Jahr 2011 etwa 3,2 Millionen angaben im Zuge der Aussiedler- bzw. Spätaussiedlerpolitik der CDU unter Helmut Kohl in ihre Heimat zurückgekehrt zu sein?

In dieser Arbeit wird näher auf die historische Grundlage eingegangen, welche Katharina die Große legte und mithilfe derer sich die sogenannten „deutschen Volkszugehörigen“ überhaupt in Russland, bzw. auf damaligem russischen Gebiet, ansiedeln durften. Es wird auf Katharinas Inspirationen bezüglich dieser besonderen Politik eingegangen, die von ihr geschaffene rechtliche Grundlage, ihre Ziele. Dabei sollen auch die Gründe und Probleme der Auswanderer beachtet und ein besonderes Augenmerk auf die Diskrepanz zwischen Imagination und Realität beider Seiten gelegt werden um schlussendlich ein Fazit über den Unterschied zwischen Traum und Realität ziehen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Katharina die Große

2. Wieso Ansiedlungspolitik?

3. Anregungen

4. I. Manifest 1762

5. II. Manifest 1763

6. Ziele der Ansiedlungspolitik

7. Wer siedelte aus? Gründe für die Auswanderung

8. Probleme der Auswanderung

8.1 Bedingungen für die Einwanderung

8.2 Werber

8.3 Auswanderungsverbote

8.4 Siedlungsgebiete

9. Ziele erreicht?

10. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Ansiedlungspolitik unter Katharina der Großen und analysiert, inwieweit die damaligen Versprechungen der russischen Manifeste mit der realen Lebenssituation der deutschen Auswanderer korrespondierten. Dabei wird insbesondere die Diskrepanz zwischen den staatlichen Zielen und den praktischen Herausforderungen sowie das Scheitern beider Seiten an einer realistischen Erwartungshaltung beleuchtet.

  • Historische Grundlagen der Ansiedlungspolitik (Peuplierungspolitik)
  • Analyse der Manifeste von 1762 und 1763
  • Beweggründe für die Auswanderung aus Deutschland (Pauperismus)
  • Herausforderungen in den Siedlungsgebieten und das Kolonistengesetz
  • Kritische Reflexion der Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität

Auszug aus dem Buch

Ziele der Ansiedlungspolitik

Solch eine Politik mit solch großen Vorteilen für Ansiedler wurde natürlich nicht nur aus reiner Nächstenliebe betrieben. Ein Land, das solch eine Bevölkerungspolitik anstrebt, sieht auch stets ihre Vorteile darin. Bücher sprechen hier von der „Vermehrung des Wohlstands“ und einer „Wiederherstellung des Friedens“18, welche Katharina im Sinn gehabt haben soll. Historisch gesehen gibt es verschiedene Beweggründe:

• Militärisch: Die neu gewonnene Bevölkerung dient in den unbebauten Gebieten wie ein Schutzwall, der vor Eindringlingen schützt, die das Land durchqueren oder erobern wollen. Potentiell können sie als Streitmacht dienen und die jeweiligen Gebiete verteidigen.

• Wirtschaftlich: Eine Nutzung von unbebauten Flächen im Sinne von Landwirtschaft kann durch die Ansiedler betrieben werden. Sie können behilflich sein bei der Förderung von Bodenschätzen.

• Verkehrstechnisch: Für den Betrieb und die Wartung von Herbergen und Eisenbahnen werden Menschen gebraucht. Die Ansiedler können diese Funktionen in dünn besiedelten Gebieten übernehmen.

• Bevölkerungspolitisch: Durch Umsiedlung von Menschen in weniger besiedelte Gebiete kann einer Überpopulation und damit Spannungen innerhalb der Bevölkerung entgegen gekommen werden.

Da oftmals Gebiete in kriegerischen Handlungen dazu gewonnen wurden, neue Territorien entdeckt und erschlossen wurden oder Krankheiten ganze Städte auslöschten, war die Ansiedlung von Ausländern oder die Umsiedlung der eigenen Bevölkerung eine wichtige Strategie vieler Regierungen. Die Geschichte zeigt: nicht nur die Gründe, bzw. Ziele, unterscheiden sich, sondern auch die Umsetzung wird unterschiedlich angegangen. So kann solch eine Ansiedlung oder Umsiedlung entweder durch Zwang und unter Strafe geschehen oder durch Einräumung gewisser Rechte und

Zusammenfassung der Kapitel

Katharina die Große: Das Kapitel beleuchtet die historische Bedeutung Katharinas und ihren anhaltenden Einfluss auf das russische Selbstverständnis.

Wieso Ansiedlungspolitik?: Die Autorin legt dar, warum das Thema für die Identität der Russlanddeutschen von zentraler Bedeutung ist und welche historischen Wurzeln dabei untersucht werden.

Anregungen: Hier werden ökonomische Theorien wie der Merkantilismus und Ansätze zur Bevölkerungsförderung erläutert, die als theoretische Basis dienten.

I. Manifest 1762: Dieses Kapitel behandelt den ersten, kurz gefassten Aufruf zur Ansiedlung und dessen geringe Resonanz.

II. Manifest 1763: Detaillierte Darstellung der weitreichenden Privilegien und Bedingungen, die den Einwanderern im zweiten Manifest zugesichert wurden.

Ziele der Ansiedlungspolitik: Analyse der militärischen, wirtschaftlichen und bevölkerungspolitischen Motive hinter der gezielten Anwerbung von Siedlern.

Wer siedelte aus? Gründe für die Auswanderung: Untersuchung der sozioökonomischen Faktoren wie Erbrecht und Armut, die Menschen zum Verlassen ihrer Heimat bewegten.

Probleme der Auswanderung: Erörterung der Schwierigkeiten, die mit der Organisation der Einwanderung sowie den restriktiven Bedingungen und Verboten verbunden waren.

Ziele erreicht?: Evaluation des langfristigen Erfolgs der Ansiedlungspolitik und des Umgangs der russischen Regierung mit den wirtschaftlichen Herausforderungen.

Fazit: Abschließende Betrachtung der Diskrepanz zwischen den Versprechungen der Manifeste und der tatsächlichen harten Lebenswirklichkeit der Siedler.

Schlüsselwörter

Ansiedlungspolitik, Katharina die Große, Russlanddeutsche, Manifeste, Merkantilismus, Auswanderung, Peuplierung, Kolonisten, Freyjahre, Pauperismus, Siedlungswesen, Zarin, Russland, Migration, Integrationspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Ansiedlungspolitik Katharinas der Großen im 18. Jahrhundert und deren Auswirkungen auf deutsche Auswanderer.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Anwerbung von Siedlern durch russische Manifeste, die Gründe für die Auswanderung aus Europa sowie die sozioökonomischen Realitäten in den russischen Kolonien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen den staatlichen Versprechungen und der tatsächlich vorgefundenen Lebensrealität der deutschen Siedler in Russland kritisch zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Literatur- und Quellenanalyse, wobei schwerpunktmäßig Internetquellen zur Geschichte der Russlanddeutschen ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der beiden Manifeste, die Untersuchung der Auswanderungsgründe, die Bedingungen der Einwanderung sowie die Bewertung der erreichten Ziele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Ansiedlungspolitik, Russlanddeutsche, Katharina die Große, Manifeste, Migration, Pauperismus und die historische Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität.

Was unterscheidet das Manifest von 1762 vom Manifest von 1763?

Das Manifest von 1762 war ein kurzer Aufruf, während das von 1763 deutlich umfangreicher war und konkrete Rechte, Freiheiten und finanzielle Hilfen für die Ansiedler festlegte.

Welche Rolle spielten die sogenannten "Freyjahre"?

Die "Freyjahre" bezeichneten eine steuerfreie Zeit für die Siedler, in der sie sich etablieren konnten, bevor sie reguläre Abgaben an den russischen Staat leisten mussten.

Warum war die Ansiedlungspolitik aus militärischer Sicht für Russland wichtig?

Die Siedler sollten als eine Art Schutzwall in unbesiedelten oder neu erschlossenen Gebieten dienen, um das Territorium gegen Eindringlinge zu sichern und zu verteidigen.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Katharina die Große und ihre Ansiedlungspolitik. Ein Märchen mit Happy End?
Hochschule
Universität Potsdam  (Slavistik)
Veranstaltung
Der Mann, den man „Katharina“ nennt: Katharina II. und ihre Epoche
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
12
Katalognummer
V413396
ISBN (eBook)
9783668643734
ISBN (Buch)
9783668643741
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Katharina die Große Russistik Slavistik russische Geschichte Zarin Zarin Katharina Russland Sophie von Anhalt-Zerbst Kaiserin Katharina Kaiserin von Russland Kaiserin Geschichte Russlanddeutsche Russen in Deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2016, Katharina die Große und ihre Ansiedlungspolitik. Ein Märchen mit Happy End?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/413396
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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