Ottilies Tod als Mittelpunkt in Goethes Wahlverwandtschaften


Hausarbeit, 2004

15 Seiten, Note: 2,7


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitende Bemerkungen

2. Inhalt und Grundaufbau von Goethes „Wahlverwandtschaften“

3. Die Frauenfigur Ottilie und ihr Entwicklungsgang

4. Ottilies Tod
4.1. Die Innerlichkeit Ottilies
4.2. Ottilies Schönheit und die Verbindung ihres Todes mit dem Göttlichen
4.3. Die Nachwirkung Ottilies Todes

5. Zusammenfassende Gedanken

6. Bibliographie

Ottilies Tod als Mittelpunkt in Goethes Wahlverwandtschaften

1. Einleitende Bemerkungen

Mit dem Thema dieser Hausarbeit habe ich es mir zur Aufgabe gemacht die Frauenfigur der Ottilie aus Goethes „Wahlverwandtschaften“ näher zu betrachten.

Dabei möchte ich sowohl Ottilie als Person ausführlich charakterisieren, als sie auch im Verhältnis zu den sie umgebenden Menschen darstellen.

Besonders werde ich mich auf die Beziehung zwischen Eduard und Ottilie, als auch auf das Verhältnis von Ottilie und Charlotte beziehen. Auf andere Figurenkonstellationen in den „Wahlverwandtschaften“ werde ich in dieser Arbeit nur am Rande eingehen.

Das Hauptaugenmerk dieser Erörterung ist allerdings nicht auf die Figurenverhältnisse an sich gerichtet, sondern darauf, wie diese zu Ottilies Tod führten.

Im ersten Teil der Arbeit werde ich mich zunächst dem Grundaufbau und dem Inhalt der „Wahlverwandtschaften“, sowie den Konstellationen der Personen untereinander widmen.

Im Folgenden möchte ich Ottilies Persönlichkeit beschreiben, als auch berücksichtigen, wie Goethe sie in den Roman einführt.

Der dritte und umfassendste Teil behandelt den Tod Ottilies. Diesbezüglich werde ich zunächst die Umstände beschreiben, welche Ottilies Tod herbeiführten. Weiterhin werde ich darauf eingehen, wie dieser Tod in Verbindung zum Göttlichen steht und welche Reaktionen Ottilies Tod folgten.

2. Inhalt und Grundaufbau von Goethes „Wahlverwandtschaften“

Im Jahre 1809 schließt Goethe die Arbeit am entstandenen Roman zu den „Wahlverwandtschaften“ ab. Ursprünglich hatte Goethe aber vorgesehen den Stoff der Wahlverwandtschaften lediglich in Form einer Novelle als Fortsetzung von „Wilhelm Meisters Lehrjahren“ zu gestalten.[1]

Der zweiteilige Roman schildert die Begebenheiten zwischen den vier Hauptpersonen Charlotte, Eduard, Ottilie und dem Hauptmann über einen Zeitraum von etwa anderthalb Jahren.

Im ersten Teil erfährt der Leser von Eduard und seiner Frau Charlotte, beide sind zufrieden in ihrer Zweisamkeit. Als Eduard aber von seinem Freund Otto erfährt, dass dieser ohne Anstellung ist, bittet er Charlotte, den Hauptmann im Schloss aufnehmen zu dürfen. Diese willigt unter der Bedingung ein, dass sie im Gegenzug Ottilie, die Tochter einer verstorbenen Freundin zu sich nehmen darf.

Schon nach kurzer Zeit entwickelt sich zwischen Eduard und Ottilie eine tiefe Leidenschaft und gleichzeitig sind sich Charlotte und der Hauptmann recht zugetan.

Der Unterschied zwischen den beiden neuen Paaren besteht allerdings darin, dass nur Eduard und Ottilie ihrer Liebe auch nachgeben, der Hauptmann und Charlotte sich aber aus Vernunftgründen gegen die Praktizierung ihrer Liebe aussprechen.

Charlotte aber unternimmt einen Versuch ihre Ehe zu retten. Sie will Ottilie vom Schloss entfernen und sie in die Pension zurückgeben. Eduard lässt das nicht zu und reist selbst ab. Erst nach einiger Zeit kehrt er dann wieder zurück. Der Hauptmann war bereits einen Tag zuvor abgereist, um eine neue Stelle anzunehmen.

Nach Eduards Weggang erfährt Charlotte, dass sie ein Kind erwartet, das Kind Eduards.

Charlottes Tochter aus erster Ehe, Luciane, bestimmt ihren Auftritt am Schloss mit höchster Aktivität. Ottilie gegenüber tritt sie besonders überheblich auf.

Die Gegengeschichte zur Ankunft Lucianes erzählen die Tagebucheintragungen Ottilies, welche immer wieder in den Handlungsverlauf eingebunden werden.

Die Geburt Charlottes Sohn verrät die Schuld aller Beteiligten. Das Kind aus der Verbindung Eduards und Charlottes gleicht sowohl dem Hauptmann als auch Ottilie.

Bei einer Kahnfahrt auf welcher sich Ottilie mit dem Kind befindet ertrinkt der Junge.

Ottilie fühlt sich mehrfach schuldig und auch als Charlotte der Scheidung einwilligen möchte, lehnt Ottilie dies ab. Eine Verbindung mit Eduard scheint ihr unmöglich und mit zu großer Schuld beladen.

Auch als Ottilie in ein Gasthaus flieht begegnet ihr dort der sie über alles liebende Eduard. Beide begeben sich zurück zum Schloss, wobei Ottilie wortlos beide Ehegatten bittet sich nicht voneinander abzuwenden.

Ottilie, sich schuldig fühlend, lehnt unterdessen Speis und Trank ab, woraufhin sie an einem Schwächeanfall stirbt.

Auch Eduard ist der tiefe Schmerz anzusehen, sodass er unlängst später ebenfalls verendet und neben Ottilie begraben wird.

3. Die Frauenfigur Ottilie und ihr Entwicklungsgang

Neben den beiden männlichen Hauptfiguren Eduard und dem Hauptmann werden Goethes „Wahlverwandtschaften“ vor allem durch die Frauenfiguren Charlotte und Ottilie geprägt.

Charlotte, als reife Frau, ist Ottilie, dem heranwachsenden Mädchen, charakteristisch entgegengesetzt.

[...]


[1] Vgl. B. Jeßing 1995, S.140.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Ottilies Tod als Mittelpunkt in Goethes Wahlverwandtschaften
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Klassik & Geschlecht
Note
2,7
Autor
Jahr
2004
Seiten
15
Katalognummer
V41349
ISBN (eBook)
9783638396295
Dateigröße
448 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ottilies, Mittelpunkt, Goethes, Wahlverwandtschaften, Klassik, Geschlecht
Arbeit zitieren
Tina Kretzschmar (Autor), 2004, Ottilies Tod als Mittelpunkt in Goethes Wahlverwandtschaften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41349

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