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Naturerfahrungen in Amerika - Joachim Ritter zur Funktion des Ästhetischen in der Modernen Gesellschaft

Title: Naturerfahrungen in Amerika - Joachim Ritter zur Funktion des Ästhetischen in der Modernen Gesellschaft

Seminar Paper , 2001 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Kathrin Haubold (Author)

American Studies - Culture and Applied Geography
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Joachim Ritter lebte 1903 - 1974. Er war Professor für Philosophie in Kiel und Münster.
Ritter arbeitete auf den Gebieten der griechischen Philosophie, der Geschichtsphilosophie und praktischen Philosophie, der Ästhetik und der Begriffsgeschichte.
Einige veröffentlichte Werke von ihm waren unter anderem: Docta ignorantia. Die Theorie des Nichtwissens bei N. Cusanus, 1927; Über den Sinn und die Grenze der Lehre von Menschen, 1933; Mundus intelligibilis. Eine Untersuchung zur Aufnahme und Umwandlung der Neuplatonischen Ontologie bei Augustinus, 1937; Die Lehre vom Ursprung und Sinn der Theorie bei Aristoteles, 1953. Zum Problem der Existenzphilosophie, 1954; Hegel und die französische Revolution, 1957; "Naturrecht" bei Aristoteles. Zum Problem einer Erneuerung des Naturrechts, 1961; Die Aufgaben der Geisteswissenschaft in der modernen Gesellschaft, 1963; Studien zu Aristoteles und Hegel, 1969; Subjektivität, 1974.
Außerdem war Joachim Ritter einer der Begründer und Herausgeber des "Historischen Wörterbuches Der Philosophie" , 1971 - 1977.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1) Zum Autor

II. Kapitel I.

1) Petrarcas Besteigung des Mont Ventoux

2) Der Naturbegriff in der klassischen Philosophie

3) Die Naturbegriff in der Modernen Gesellschaft

III. Kapitel II.

1) Philosophische Ansätze zur Naturbetrachtung

IV. Kapitel III.

1) Die Betrachtung der Landschaft nach Schiller

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wandlung des Natur- und Landschaftsbegriffs im Spiegel der Philosophie. Das primäre Ziel ist es, den Übergang von einem rein nutzorientierten Naturbegriff zu einem ästhetischen Landschaftsverständnis, wie es beispielhaft durch Petrarcas Bergbesteigung eingeleitet wurde, in der modernen Gesellschaft zu analysieren und philosophisch einzuordnen.

  • Die historische Genese des Naturbegriffs von der Antike bis zur Moderne.
  • Petrarcas Besteigung des Mont Ventoux als Wendepunkt der Naturwahrnehmung.
  • Die Gegenüberstellung von klassischem Nutzenaspekt ("uti") und genießender Betrachtung ("frui").
  • Die Reflexion über Natur und Landschaft bei Philosophen wie Humboldt, Kant und Schiller.
  • Die Rolle der schönen Künste als Medium zur Bewahrung des Natürlichen in der modernen Gesellschaft.

Auszug aus dem Buch

Petrarcas Besteigung des Mont Ventoux

Joachim Ritter beschreibt im ersten Kapitel seines Textes die Erfahrungen des italienischen Dichters und Humanisten Francesco Petrarca, der 1304 – 1374 in der Nähe von Avinon lebte.

Petrarcas Leben war sehr bewegt. Er lebte in recht verschiedenen Milieus, hielt sich in Frankreich und Italien auf. Seine Kindheit verbrachte er in Carpentas. In Montpellier und Bologna studierte er gemäß dem Wunsch des Vaters anfangs Jura. Kurz vor Ende brach er das Studium allerdings ab und kehrte später nach Avinon zurück um sich den Wissenschaften und der Dichtung widmen zu können.

Seine Humanistische Wirksamkeit begann mit der Entdeckung von Augustinus und Cicero, die ihn zu einem lebendigen Träger der neuen geistigen Epoche machten. In seinen moralphilosophischen Schriften ist eine Synthese von griechisch-römischen Sittlichkeitsidealen und humanistischen Zielsetzungen vollzogen, die dem europäischen Geistesleben für Jahrhunderte zur Substanz der eigenen Entwicklung wurden.

Petrarca war ein Anhänger der Lehren des Aurelius Augustinus, einem Philosoph und Kirchenvater um 400, der das geistige Leben auf die schauende Begegnung mit Gott gründete. Augustinus prägte die Richtung des mittelalterlichen und neuzeitlichen Denkens.

Im Sinne die Natur als eines mit sich selbst und Gott zu erleben, nimmt Petrarca eine beschwerliche Bergbesteigung vor. Die Bergbesteigung fand angeblich am 26. April 1336 statt, als Petrarca genauso alt war wie Augustinus nach seiner Bekehrung. Angeregt von einem antiken Beispiel – Philipp V. von Mazedonien auf den Mons Haemus in Thessalien – machte sich Petrarca mit seinem Bruder Gerardo auf die Wanderschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung stellt Joachim Ritter als Philosophen vor und gibt einen Überblick über sein Werk sowie seine Bedeutung für die Ästhetik und Begriffsgeschichte.

II. Kapitel I.: In diesem Kapitel wird Petrarcas Bergbesteigung als historischer Wendepunkt analysiert, der den Wandel vom zweckgebundenen Naturbegriff hin zur ästhetischen Landschaftswahrnehmung markiert.

III. Kapitel II.: Hier werden verschiedene philosophische Positionen, darunter Humboldt, Rilke, Baumgarten, Kant und Carus, hinsichtlich ihrer Betrachtungsweisen von Natur und Ästhetik gegenübergestellt.

IV. Kapitel III.: Dieses Kapitel beleuchtet Schillers Sicht auf das Verhältnis von Stadt- und Landleben sowie die Rolle der Künste in der modernen Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Natur, Landschaft, Ästhetik, Joachim Ritter, Francesco Petrarca, Naturbegriff, Philosophie, Moderne Gesellschaft, Genuss, Betrachtung, Schiller, Landschaftserlebnis, Kunst, Vernunft, Wissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die funktionale Wandlung des Ästhetischen in der modernen Gesellschaft anhand des Natur- und Landschaftsbegriffs, wie er von Joachim Ritter beschrieben wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die historische Entwicklung der Naturbetrachtung, der Wandel von der Nutzenorientierung zum ästhetischen Genuss und die philosophische Einordnung von Landschaftserfahrungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie sich das menschliche Verhältnis zur Natur durch Epochen hinweg von einer rein instrumentellen Nutzung zu einer ästhetisch-kontemplativen Wahrnehmung gewandelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Analyse, die primär auf der Auswertung philosophischer Texte und historischer Quellen basiert, um Begriffsverständnisse zu dekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Petrarcas Bergbesteigung, die Gegenüberstellung klassischer und moderner Naturbegriffe sowie die Betrachtung verschiedener Philosophen und deren Theorien zur Landschaftswahrnehmung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist maßgeblich geprägt durch die Begriffe Ästhetik, Natur, Landschaft, Philosophie und den Wandel der gesellschaftlichen Perspektive.

Welche Rolle spielt Petrarca im Kontext der modernen Naturwahrnehmung?

Petrarca wird als Pionier dargestellt, der durch seine Besteigung des Mont Ventoux die Natur erstmals aus ästhetischen Gründen um ihrer selbst willen aufsuchte und damit den modernen Naturbegriff mitprägte.

Wie unterscheidet sich laut Schiller das Leben auf dem Land vom Stadtleben?

Schiller sieht auf dem Land eine naturverbundene Existenz mit bescheidenen Wünschen, während in der Stadt durch den Verlust der direkten Naturabhängigkeit ein Raum für neue Freiheit und Vielfalt entsteht, der die Kunst notwendig macht.

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Details

Title
Naturerfahrungen in Amerika - Joachim Ritter zur Funktion des Ästhetischen in der Modernen Gesellschaft
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut für England- und Amerikastudien)
Grade
1,7
Author
Kathrin Haubold (Author)
Publication Year
2001
Pages
13
Catalog Number
V4134
ISBN (eBook)
9783638125611
ISBN (Book)
9783640856268
Language
German
Tags
Naturerfahrungen Amerika Joachim Ritter Funktion Modernen Gesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathrin Haubold (Author), 2001, Naturerfahrungen in Amerika - Joachim Ritter zur Funktion des Ästhetischen in der Modernen Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4134
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