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Feste und Feiertage im Judentum - Schulpraktische Übungen

Title: Feste und Feiertage im Judentum - Schulpraktische Übungen

Internship Report , 2004 , 11 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tina Kretzschmar (Author)

Ethics
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In der Klassenstufe 6 ist es am Gymnasium so, dass im Fach Ethik vier Lernbereiche behandelt werden. Drei Lernbereiche davon sind verbindlich, beim vierten ist es möglich ihn an verschiedenen Stellen zu verändern oder ihn teilweise sogar wegzulassen.
Weiterhin ist es nicht verpflichtend die obligatorischen Lernbereiche „Entscheiden und Handeln“, „Menschenbild und ethische Forderungen des Judentums“, „Der Mensch und seine Verantwortung für den Mitmenschen“ sowie den zusätzlichen Lernbereich „Glück und Leid“ in der im Lehrplan dargestellten Reihenfolge zu behandeln, sondern dem Lehrer es ist möglich einer selbst gewählten Abfolge nachzugehen.
Die von mir im Rahmen der schulpraktischen Übungen gehaltene Stunde ist dem Lernbereich II „Menschenbild und ethische Forderungen des Judentums“ zuzuordnen. Dieser verbindliche Lernbereich sollte einen Mindestumfang von 8 Stunden haben und möglichst 14 Stunden umfassen. Die Schüler sollen über jüdische Traditionen, Symbole, Feste, Gebote und das jüdische Menschenbild unterrichtet werden. Weiterhin ist es bei der Behandlung des Judentums wichtig, einen Bezug zu unserem Kulturkreis herzustellen, d.h. jüdische Traditionen möglichst mit christlichen zu vergleichen, um so Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen beiden Religionen herauszuarbeiten.
In unserer SPÜ-Gruppe haben wir uns gemeinsam dazu entschlossen in unserer ersten Stunde zum Themenbereich des Judentums eine Einführungsstunde zum allgemeinen Thema der Religion an sich, zum Gottesbegriff und der Heiligkeit durchzuführen. Die Schüler sollten in dieser Stunde zunächst auf das Thema eingestimmt werden.
Die auf die Einführung folgende Unterrichtsstunde zur Synagoge sollte den Sechstklässlern das Gotteshaus der Juden näher bringen und sie bereits mit wenigen Traditionen des jüdischen Lebens vertraut machen. Die dritte Stunde dieser Unterrichtseinheit hatte die Feste und Feiertage des Judentums zum Inhalt. Dies war die von mir gehaltene Stunde, welche ich anschließend noch näher beschreiben werde.
Auf die Stunde zu den Festtagen im Judentum folgte die zum jüdischen Menschenbild und anschließend die zum jüdischen Volk und seinen Relationen zu Gott. In der sechsten Stunde wurden die ethischen Forderungen des Judentums behandelt und religiöse Regeln und Gebote näher beschrieben. Gleichzeitig wurden in dieser Stunde entstandene Schülerfragen aufgegriffen, welche in der nachfolgenden Stunde ihre Beantwortung in einer selbstständigen Ausarbeitung finden sollten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Sachanalyse und Einordnung des Stundenthemas in den Lernbereich

2. Schilderung der Stunde nach Phrasen mit methodischem Kommentar

3. Didaktische und methodische Einordnung der Stunde

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel der Arbeit besteht in der didaktischen Aufarbeitung und methodischen Reflexion einer Unterrichtsstunde zum Thema "Feste und Feiertage im Judentum" für die sechste Klasse am Gymnasium. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie jüdische Traditionen unter Einbeziehung eines Vergleichs zum christlichen Kulturkreis vermittelt werden können und inwieweit ein philosophisches Unterrichtsgespräch zur Bedeutung eines Ruhetages als methodisches Element der ethischen Bildung fungiert.

  • Sachanalyse des jüdischen Festkalenders
  • Methodik der schülerorientierten Wissenserarbeitung
  • Vergleichende Religionsdidaktik (Judentum/Christentum)
  • Reflexion über die Zeitplanung und Dynamik im Unterricht
  • Förderung ethischer Urteilsbildung durch philosophische Diskursformen

Auszug aus dem Buch

Schilderung der Stunde nach Phrasen mit methodischem Kommentar

Nachdem ich mich der Klasse 6/3 kurz vorstellte gestaltete ich den Einstieg in meine Stunde über die Feste und Feiertage im Judentum so, dass ich den Schülern nur teilweise das Thema nannte, um welches es in unserer gemeinsamen Stunde gehen sollte und gleichzeitig „Feste und Feiertage“ an die Tafel schrieb. Dass es um Feste und Feiertage im Judentum gehen sollte gab ich bis dahin noch nicht preis, um die Schüler langsam zum Stundenthema hinführen zu können. Die anschließende Einstiegsfrage lautete nämlich, welche Feste und Feiertage wir denn feiern. Wie zu erwarten nannten die Kinder Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Nikolaus, Sylvester, Neujahr aber auch Geburtstag und Valentinstag.

Danach stellte ich die Frage, warum wir diese Feste denn feiern und nach kurzem Zögern der Schüler fiel auch schon der Name Jesus Christus. So konnte ich gut zum Christentum überleiten und die Kinder fragen, ob sie sich denn vorstellen können, dass manche Menschen kein Weihnachten feiern und dafür andere Feste haben. Auch hier wussten viele Schüler überraschender Weise schon sehr gut Bescheid, sodass es keine schwierige Aufgabe für sie war, mir die Religionen zu nennen, welche Weihnachten vermutlich nicht feiern würden. Hier war nun auch schon der Begriff des Judentums gefallen und es war mir möglich die Verbindung zu den vergangenen zwei Ethikstunden wieder herzustellen und die Überschrift an der Tafel „Feste und Feiertage“ durch „im Judentum“ zu ergänzen. Bis hierhin benötigte ich die Zeit von sieben Minuten, welche ich dafür auch vorgesehen hatte.

Anschließend stellte ich die Frage danach, ob bereits jemand ein jüdisches Fest kennt, um so eine Ahnung davon zu erhalten, wie viel den Sechstklässlern zu dieser Religion bereits bekannt ist. Als Antwort bekam ich von einer Schülerin das Sabbatfest, die anderen waren bei dieser Frage recht zurückhaltend.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sachanalyse und Einordnung des Stundenthemas in den Lernbereich: Dieses Kapitel erläutert die curriculare Verankerung des Themas Judentum im Ethikunterricht der sechsten Klasse und stellt die Bedeutung des interreligiösen Vergleichs heraus.

2. Schilderung der Stunde nach Phrasen mit methodischem Kommentar: Hier wird der chronologische Ablauf der Unterrichtsstunde detailliert geschildert und durch methodische Reflexionen der Autorin ergänzt.

3. Didaktische und methodische Einordnung der Stunde: Dieses Kapitel wertet die gewählten Lehrmethoden aus und reflektiert die Zielsetzung des Unterrichts im Hinblick auf den Lernerfolg und die Gesprächsführung.

4. Literaturverzeichnis: Auflistung der für die Vorbereitung und Sachanalyse herangezogenen Fachliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Ethikunterricht, Judentum, Feste und Feiertage, Schulpraktische Übungen, Religionsdidaktik, Sechstklässler, Interreligiöser Vergleich, Sabbat, Jom Kippur, Unterrichtsmethodik, Sachanalyse, Philosophisches Unterrichtsgespräch, Ruhetag, Bildungsstandards, Lernbereich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert und reflektiert eine schulpraktische Unterrichtseinheit zum Thema jüdische Feste und Feiertage für eine sechste Klasse im Fach Ethik.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der jüdische Festkalender, der interkulturelle Vergleich zum Christentum und die Bedeutung von Ruhe- und Feiertagen.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?

Das Ziel ist die Vermittlung eines Überblicks über jüdische Feste sowie die Förderung des Verständnisses durch Vergleiche mit bekannten christlichen Traditionen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine didaktische Reflexion angewandt, die auf einer Sachanalyse des Lehrplans sowie der phasenweisen Auswertung des tatsächlichen Unterrichtsgeschehens basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse, eine detaillierte Schilderung der Unterrichtsstunde mit methodischen Kommentaren sowie eine didaktische Einordnung der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Ethikunterricht, Judentum, Unterrichtsmethodik, interreligiöser Vergleich und didaktische Reflexion.

Warum wird im Unterricht ein Vergleich zum Christentum gezogen?

Der Vergleich dient dazu, den abstrakten Lernstoff für die Schüler greifbar zu machen und einen Bezug zu ihrem persönlichen Alltag herzustellen.

Wie bewertet die Autorin die Zeitplanung der Stunde?

Die Autorin stellt fest, dass durch den hohen Lernstoffanteil die Zeit für die abschließende philosophische Diskussion über den Ruhetag knapper ausfiel als ursprünglich geplant.

Was wurde durch den Einsatz von Bildern in der Stunde erreicht?

Bilder, wie das der Laubhütte oder des Chanukkaleuchters, dienten der Veranschaulichung der jüdischen Traditionen und der Aufrechterhaltung des Schülerinteresses.

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Details

Title
Feste und Feiertage im Judentum - Schulpraktische Übungen
College
Dresden Technical University  (Institut für Philosophie)
Course
Schulpraktische Übungen Ethik
Grade
1,7
Author
Tina Kretzschmar (Author)
Publication Year
2004
Pages
11
Catalog Number
V41362
ISBN (eBook)
9783638396394
Language
German
Tags
Feste Feiertage Judentum Schulpraktische Ethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tina Kretzschmar (Author), 2004, Feste und Feiertage im Judentum - Schulpraktische Übungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41362
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