Universitäten definieren Internationalisierung stärker als je zuvor als einen wesentlichen Faktor, um den Aufgaben und Ansprüchen einer sich stetig verändernden globalen Welt mit interdisziplinärer Forschung in nationalen und internationalen Kooperationen und konkreten Internationalisierungsbemühungen begegnen zu können. Da sich die Einrichtungen mittlerweile nicht mehr nur an Studierendenzahlen, eingeworbenen Drittmitteln oder der Zahl erfolgreich abgeschlossener Qualifikationsarbeiten messen lassen müssen, sondern es im nationalen Vergleich immer mehr darum geht, die eigene Universität mittels erfolgreicher Teilnahme an internationalen Forschungsverbänden oder der Mitarbeit in weltweit agierenden Hochschulnetzwerken erfolgreich und sichtbar auf der globalen Forschungslandkarte zu positionieren, kommt dem Prozess der hochschuleigenen Internationalisierung eine elementare Bedeutung zu.
Diese Arbeit will herausfinden, inwiefern sich der individuelle Grad der Internationalisierung bzw. die Internationalisierungsbemühungen einer Universität messen lassen. Hierzu wurden exemplarisch drei niedersächsische Universitäten ausgewählt, die nicht nur bereits erfolgreich am HRK-Audit teilgenommen haben, sondern auch eine verabschiedete Internationalisierungsstrategie besitzen, um sie anhand möglicher Instrumente zur Messbarkeit von Internationalisierung zu analysieren.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 MESSBARKEIT VON INTERNATIONALISIERUNG AN NIEDERSÄCHSISCHEN UNIVERSITÄTEN - EINE BESTANDSAUFNAHME
2.1. Instrumente und Formen der Messbarkeit von Internationalisierung
2.2. Audits
2.2.1. Universität Oldenburg
2.2.2. Universität Göttingen
2.2.3. Universität Osnabrück
2.3. Leitbilder zur Internationalisierung
2.3.1. Universität Oldenburg
2.3.2. Universität Göttingen
2.3.3. Universität Osnabrück
2.4. Kennzahlen und Indikatoren zur Internationalisierung
2.5. Zwischenfazit
3 EXPERTENINTERVIEWS
3.1. Methodisches Vorgehen und Aufbau des Fragebogens
3.2. Universität Oldenburg
3.3. Universität Osnabrück
3.4. Universität Göttingen
4 FAZIT UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Messbarkeit von Internationalisierung an niedersächsischen Universitäten, indem sie Strategien, Instrumente wie Audits sowie quantitative und qualitative Kennzahlen analysiert, um den Internationalisierungsgrad von Hochschulen fundierter erfassen zu können.
- Internationalisierungsstrategien als strategisches Steuerungselement
- Bedeutung von HRK-Audits für die Profilbildung von Hochschulen
- Identifikation und Anwendung quantitativer sowie qualitativer Kennzahlen
- Rolle des akademischen Controllings bei Internationalisierungsprozessen
- Experteninterviews zur subjektiven Wahrnehmung von Internationalisierung
Auszug aus dem Buch
2.1. Instrumente und Formen der Messbarkeit von Internationalisierung
Es existieren mehrere Möglichkeiten zur Messbarkeit von Internationalisierung. Neben Kennzahlen und Indikatoren zur Internationalisierung oder den Internationalisierungspapieren der Einrichtungen, kann als ein sinnvolles Instrument zur Messbarkeit von Internationalisierung auch ein Audit angesehen werden. Diese in der Regel von externen Gutachtern durchgeführte Untersuchung unterstützt Hochschulen darin, Internationalisierung strategisch auszurichten und innerhalb der eigenen Institution dauerhaft zu verankern. Als ein nennenswertes Beispiel fungiert an dieser Stelle das 2009 von der deutschen Hochschulrektorenkonferenz (HRK) initiierte Projekt „Audit Internationalisierung der Hochschulen“.
Im Rahmen dieses Audits erfolgt eine unabhängige und systematische Internationalisierungsberatung, die dazu beiträgt, den untersuchten Hochschulen ihr eigenes, spezifisches internationales Profil zu verleihen oder auch zu schärfen. Das Audit nimmt dabei alle für die Internationalisierung Akteure, Strukturen und Prozesse an der Hochschule in den Blick. Es untersucht Internationalisierung als Dimension in allen Bereichen: in Lehre und Studium, in der Forschung, der Verwaltung und im Hochschulmanagement. Aufbauend auf der Analyse des gegenwärtigen Internationalisierungsstandards, werden schließlich spezifische Empfehlungen für die weitere Internationalisierung der Hochschule in allen relevanten Handlungsfeldern entwickelt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Relevanz der Internationalisierung für niedersächsische Universitäten ein und skizziert die Fragestellung nach deren Messbarkeit sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 MESSBARKEIT VON INTERNATIONALISIERUNG AN NIEDERSÄCHSISCHEN UNIVERSITÄTEN - EINE BESTANDSAUFNAHME: Dieses Kapitel analysiert Instrumente wie Audits, Leitbilder sowie Kennzahlen und Indikatoren, um Internationalisierungsbestrebungen an drei ausgewählten Hochschulen transparent und messbar zu machen.
3 EXPERTENINTERVIEWS: Im Hauptteil werden explorative Experteninterviews mit Akteuren aus Hochschulmanagement und International Offices ausgewertet, um die theoretischen Erkenntnisse durch praktische Erfahrungen und Einschätzungen zu untermauern.
4 FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Notwendigkeit, Internationalisierung nicht nur durch Kennzahlen, sondern auch als sichtbares Konzept zu vermitteln, und bietet einen Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
Internationalisierung, Hochschulen, Messbarkeit, Kennzahlen, Indikatoren, HRK-Audit, Internationalisierungsstrategie, akademisches Controlling, Studierendenmobilität, Hochschulmanagement, International Office, Forschungskooperationen, Internationalität, Qualitätsmanagement, Experteninterviews
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, Internationalisierung an niedersächsischen Universitäten durch geeignete Instrumente und Kennzahlen messbar zu machen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit beleuchtet Internationalisierungsstrategien, externe Audits (wie das HRK-Audit) sowie die Verwendung von qualitativen und quantitativen Indikatoren im akademischen Controlling.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es zu identifizieren, wie der Internationalisierungsgrad einer Universität definiert und durch Kennzahlen sowie andere Instrumente effektiv gemessen werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zu Internationalisierungskonzepten mit einer Untersuchung von Strategiepapieren sowie explorativen Experteninterviews.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Strategien und Maßnahmen der Universitäten Oldenburg, Göttingen und Osnabrück und wertet Experteninterviews zur subjektiven Wahrnehmung der Internationalisierung aus.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Internationalisierung, Messbarkeit, Kennzahlen, HRK-Audit, Strategieentwicklung und akademisches Controlling.
Welche Rolle spielen die untersuchten Beispieluniversitäten?
Die Universitäten Oldenburg, Göttingen und Osnabrück dienen als Fallbeispiele, um unterschiedliche Ansätze zur Umsetzung und Evaluation von Internationalisierungsstrategien zu vergleichen.
Welche zentrale Erkenntnis lässt sich aus den Interviews ableiten?
Die Befragten betonen, dass Kennzahlen allein nicht ausreichen; Internationalisierung müsse vielmehr als gelebtes, sichtbares Konzept auf dem Campus verankert sein.
- Arbeit zitieren
- M.A. Roman Behrens (Autor:in), 2016, Wie können deutsche Universitäten internationaler werden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/413646