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Bürgerschaftliches Engagement

Title: Bürgerschaftliches Engagement

Intermediate Diploma Thesis , 2005 , 19 Pages , Grade: 2

Autor:in: Jacqueline Hofmann (Author)

Social Work
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Die Debatte um bürgerschaftliches Engagement ist zur Zeit in aller Munde. Nicht zuletzt durch die Einrichtung der Enquete-Kommission – Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements. Mit ihrem Bericht versucht die Enquete-Kommission, zahlreiche Akteure wie Bürger, Organisationen und staatliche Institutionen zu erreichen und für das bürgerschaftliche Engagement zu öffnen. Vor allem in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf ist ohne die aktive Mitwirkung der Bürger und Bürgerinnen und örtlichen Akteuren die Verbesserung der Lebensbedingungen kaum möglich. Bürgerschaftliches Engagement ist heute zu einer wertvollen Ressource geworden und ist aus der sozialen Arbeit nicht mehr wegzudenken. Engagierte entlasten hauptamtlich Tätige und leisten so einen aktiven Beitrag. Nicht selten werden qualifizierte Aufgaben der sozialen Arbeit von engagierten Menschen übernommen.

Diese Arbeit soll eine kurze Einführung in das Thema bürgerschaftliches Engagement geben. Zuerst werde ich auf die Begriffe Partizipation und bürgerschaftliches Engagement eingehen und diese näher erläutern. Nach einem kurzen historischen Abriss werde ich die Formen und Bereiche des bürgerschaftlichen Engagements näher beschreiben. Die Motivation und Erwartungen der Engagierten, die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Verbesserung der Rahmenbedingungen sollen ebenfalls Inhalt dieser Arbeit sein. Des weiteren möchte ich auf ausgewählte Methoden eingehen. Hier werden die Freiwilligenagenturen und das Service Learning erläutert. Zum Abschluss möchte ich bürgerschaftliches Engagement und soziale Benachteiligung diskutieren.

Diese Arbeit soll keineswegs eine vollständige Abhandlung des Themas bürgerschaftlichen Engagements mit all seinen komplexen Gebieten sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsklärung bürgerschaftliches Engagement und Partizipation

3 Historischer Hintergrund des bürgerschaftlichen Engagements

4 Engagementpotenziale in Deutschland

5 Formen und Bereiche des bürgerschaftlichen Engagements

6 Motivation und Erwartungen des Engagierten

7 Rechtliche Rahmenbedingungen des bürgerschaftlichen Engagements

7.1 Haftung bei ehrenamtlicher Tätigkeit

7.2 Aufwandsentschädigung

8 Verbesserung der Rahmenbedingungen bürgerschaftlichen Engagements

9 Freiwilligenagenturen

10 Service Learning

11 Bürgerschaftliches Engagement und soziale Benachteiligung

12 Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit bietet eine strukturierte Einführung in das Thema bürgerschaftliches Engagement, untersucht dessen historische Entwicklung, rechtliche Rahmenbedingungen sowie aktuelle Methoden zur Förderung und Integration in den gesellschaftlichen Alltag.

  • Grundlagen und Abgrenzung von Engagement und Partizipation
  • Historische Wurzeln und Entwicklung der Wohlfahrtskultur
  • Analyse der Engagementpotenziale in der deutschen Bevölkerung
  • Rechtliche Aspekte wie Haftung und Aufwandsentschädigung
  • Methodische Ansätze wie Freiwilligenagenturen und Service Learning
  • Soziale Dimensionen und Herausforderungen für benachteiligte Gruppen

Auszug aus dem Buch

3 Historischer Hintergrund des bürgerschaftlichen Engagements

Ehrenamt und freiwilliges Engagement haben eine lange Tradition. Die Formen und Funktionen haben sich in dieser langen Geschichte jedoch mehrfach gewandelt. Im folgenden möchte ich einen kurzen Abriss der Entwicklungen zum Verständnis bearbeiten.

Eine der Wurzeln des freiwilligen Engagements ist sicherlich das christliche Weltbild mit seinen Aspekten von Wohltätigkeit und Hilfe, welche im deutschen Mittelalter immer wieder sichtbar wurden. Diesen privaten Initiativen stand am Ende des Mittelalters ein autoritäres Staatsverhältnis, dass gegenüber seinen Bürgern einen allumfassenden Kontroll- und Versorgungsanspruch formulierte, gegenüber.

Die preußische Städteverordnung vom November 1808 schafft für die Kommunen die erste kommunale Selbstverwaltung. In §191 wurde festgelegt, dass der Bürger zur Übernahme „öffentlicher Stadtämter“ verpflichtet war, ohne dafür ein Entgelt beanspruchen zu können. Hier liegt der Ursprung des bürgerlichen Ehrenamtes (vgl. Sachße 2000, S. 76).

1853 wurde dann das soziale Ehrenamt durch das „Elberfelder System“ geschaffen, welches die Durchführung der öffentlichen Armenpflege zur ehrenamtlichen Aufgabe der Bürger machte (vgl. ebd. 200, S. 77).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Relevanz des Themas bürgerschaftliches Engagement und Darlegung der inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeit.

2 Begriffsklärung bürgerschaftliches Engagement und Partizipation: Differenzierung zwischen politischer Partizipation und dem selbstbestimmten bürgerschaftlichen Engagement.

3 Historischer Hintergrund des bürgerschaftlichen Engagements: Darstellung der historischen Entwicklungslinien vom Mittelalter über die preußische Städteverordnung bis zur Moderne.

4 Engagementpotenziale in Deutschland: Analyse der Bevölkerungsgruppen, die für freiwilliges Engagement offen sind, unterteilt in Expansive, Ehemalige und Neue.

5 Formen und Bereiche des bürgerschaftlichen Engagements: Kategorisierung verschiedener Tätigkeitsfelder, von politischen Mandaten bis hin zur Selbsthilfe.

6 Motivation und Erwartungen des Engagierten: Untersuchung der Beweggründe hinter freiwilliger Tätigkeit, einschließlich altruistischer Motive und dem Wunsch nach persönlicher Weiterentwicklung.

7 Rechtliche Rahmenbedingungen des bürgerschaftlichen Engagements: Erläuterung der Haftungssituationen und der steuerlichen Aspekte bei Aufwandsentschädigungen.

8 Verbesserung der Rahmenbedingungen bürgerschaftlichen Engagements: Diskussion über notwendige Ressourcen, fachliche Unterstützung und Anerkennung für Engagierte.

9 Freiwilligenagenturen: Vorstellung der Rolle von Agenturen als Vermittlungsinstanzen und Unterstützer für bürgerschaftliches Engagement.

10 Service Learning: Erläuterung des pädagogischen Ansatzes, der bürgerschaftliches Engagement mit schulischen Lerninhalten verknüpft.

11 Bürgerschaftliches Engagement und soziale Benachteiligung: Analyse der Hürden und Potenziale von Engagement bei sozial benachteiligten Menschen.

12 Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Zukunftsperspektiven und der Bedeutung des Prinzips "Geben und Nehmen".

Schlüsselwörter

Bürgerschaftliches Engagement, Ehrenamt, Partizipation, Freiwilligenagenturen, Service Learning, Gemeinwohl, soziale Benachteiligung, Wohlfahrtsverbände, Eigeninitiative, Aufwandsentschädigung, Haftungsrecht, Zivilgesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept des bürgerschaftlichen Engagements, seiner historischen Einbettung, den rechtlichen Rahmenbedingungen und der praktischen Umsetzung in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition des Engagements, die Motivation Freiwilliger, die rechtliche Absicherung, moderne Förderansätze wie Freiwilligenagenturen und die Relevanz des Engagements bei sozialer Benachteiligung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die Komplexität bürgerschaftlichen Engagements zu geben und aufzuzeigen, wie dieses durch institutionelle Unterstützung und methodische Ansätze gestärkt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien, Berichte der Enquete-Kommission sowie einschlägiger Quellen zur Sozialarbeit und zum Freiwilligenwesen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Entwicklungen, die Engagementpotenziale der Bevölkerung, rechtliche Aspekte (Haftung/Entschädigung) sowie spezifische Methoden wie Service Learning und Freiwilligenagenturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Bürgerschaftliches Engagement, Ehrenamt, Partizipation, Zivilgesellschaft, Service Learning, Freiwilligenagenturen und soziale Teilhabe.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Partizipation und Engagement wichtig?

Die Arbeit betont, dass Partizipation meist zielgerichtetes politisches Handeln beschreibt, während bürgerschaftliches Engagement breiter gefasst ist und selbstbestimmte, nachhaltige Verbesserungen im Gemeinwesen in den Fokus stellt.

Welche Rolle spielt die "Aufwandsentschädigung" laut der Autorin?

Die Autorin stellt klar, dass diese nicht als Gehalt missverstanden werden darf, sondern als steuerlich relevanter Ausgleich für die bei der Ausübung des Ehrenamts entstehenden Kosten dient.

Wie kann Service Learning zur Förderung beitragen?

Service Learning verknüpft den Dienst am Gemeinwohl mit dem Kompetenzerwerb, was es zu einem wertvollen Lehrkonzept für Schulen und Hochschulen macht, um Verantwortungsbewusstsein frühzeitig zu fördern.

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Details

Title
Bürgerschaftliches Engagement
College
University of Applied Sciences Mittweida
Grade
2
Author
Jacqueline Hofmann (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V41391
ISBN (eBook)
9783638396622
Language
German
Tags
Bürgerschaftliches Engagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jacqueline Hofmann (Author), 2005, Bürgerschaftliches Engagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41391
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