Gruppentraining und die Planung einer Wirbelsäulengymnastik-Einheit

Die Erstellung einer eigenen Kurseinheit


Einsendeaufgabe, 2014

19 Seiten, Note: 1,4


Leseprobe

Inhalt

Aufgabe 1)
a) Phasenverlauf im Gruppentraining
b) Trainerverhalten im besuchten kraftorientierten Kurs
1. Funktion des Lehrers
2. Funktion des Dienstleisters
3. Funktion des Animateur
4. Funktion des Vorbilds

Aufgabe 2)

Literaturverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Aufgabe 1)

a) Phasenverlauf im Gruppentraining

„Als Gruppentraining werden alle fitnessorientierten Kurse bezeichnet, die in der Gruppe (i.d.R. unter Musikbegleitung) ausgeführt und von einem speziell ausgebildeten Gruppentrainer geleitet werden.“ (vgl. Reiß/Fikenzer,2013, S.8)

In Punkt 1 soll im Rahmen der Ausbildung, des dualen Studiums an einem kraftorientierten Kurs innerhalb des Ausbildungsbetriebes teilgenommen werden. Im Ausbildungsbetrieb der Autorin werde keine Kurse angeboten, deshalb wird das Fitnessstudio aufgesucht, in welchem auch privat trainiert wird.

Das Kursangebot in diesem Fitnessstudio bietet einen Shape-Kurs an. Darunter versteht sich ein gezieltes figurformendes Workout, bei dem Bauch, Beine, Po, Dekolleté und Oberarme im Trainingsmittelpunkt stehen. Effektive Übungen ohne Schrittfolgen und der Einsatz von verschiedenen Kurstrainingsgeräten erhöhen den Trainingseffekt.

An diesem Kurs wurde teilgenommen. Der Kurs wird eher den fortgeschrittenen, trainierten Personen empfohlen. Der Kurs beginnt um 18.30 Uhr und endet um 19.15 Uhr, die Kursdauer beläuft sich also auf 45 Minuten. Die Teilnehmeranzahl kann variieren, an dem besuchten Kurs haben 16 Frauen teilgenommen.

Um erfolgreich im Bereich des Gruppentrainings zu agieren, ist die Gestaltung und der Aufbau einer Kurseinheit entscheidend. Um einen langfristigen Trainingserfolg der Kunden zu garantieren, reicht eine planlose Aneinanderreihung von Schritten und Choreografien nicht aus (vgl. Reiß/Fikenzer, 2013, S.52).

Bei der Planung einer Kurseinheit im Bereich des Gruppentrainings gibt es daher ein grundlegendes Prinzip: Die Drei-Phaseneinteilung. Bei dieser unterscheidet man zwischen Einleitung, Hauptteil und Schlussteil.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Aufbau einer Trainingseinheit (vgl. Reiß/Fikenzer,2013, S.53)

Abbildung 1 zeigt die Einteilung in Einleitung, Hauptteil und Schlussteil noch einmal genau auf. Es ist wichtig, alle drei Phasen gleichmäßig zu beachten und keine auszulassen oder zu verkürzen. Der Trainingserfolg könnte durch Auslassung oder Verkürzung einer Phase vermindert werden. Zudem steigt das Verletzungsrisiko oder die Gefahr der Überforderung der Teilnehmer (vgl. Reiß/Fikenzer, 2013, S.53).

Die erste Phase, die Einleitung, wird aus einer Begrüßung, einem allgemeinen Warm-up und einem speziellen Warm-up gebildet. Jede Stunde sollte mit einer freundlichen Begrüßung und gegebenenfalls mit einer kurzen persönlichen Vorstellung der Gruppentrainers beginnen. Zudem sollten sowohl allgemeine Hinweise zum Ablauf und Verlauf des Kurses, als auch technische Hinweise zur Ausführung einzelner Übungen angesprochen werden. Die Einweisung von Neukunden durch den Gruppentrainer sollte keineswegs ausgelassen werden.

Die Trainingseinheit beginnt nach den einführenden Worten mit einer allgemeinen Erwärmung. Diese ist besonders wichtig um den Teilnehmern einen Übergang vom Alltag zum Training zu verschaffen und sie somit mental auf das Training einzustimmen. Außerdem wird durch diese allgemeine Erwärmung die psychovegetative Leistungsbereitschaft erhöht und unser Herz-Kreislauf-System wird optimal auf die nachfolgende Beanspruchung vorbereitet.

Verbesserte Blutzirkulation und somit eine verbesserte Sauerstoffversorgung, ein angeregter Stoffwechsel und demnach eine erhöhte Produktion von Gelenkflüssigkeit zur Vorbeugung von Verletzungen und eine erhöhte Körpertemperatur, gehören ebenfalls zu den Zielen bzw. den Auswirkungen der allgemeinen Erwärmung.

Aus der allgemeinen Erwärmung geht die spezielle Erwärmung optimaler Weise flüssig über. Die spezielle Erwärmung orientiert sich demnach schon direkt am Thema des nachfolgenden Hauptteils. In die spezielle Erwärmung werden schon kleine Schrittkombinationen oder vereinfachte Übungen integriert, die den Teilnehmern helfen sollen, spätere Anforderungen besser zu erfüllen. Die im Hauptteil geforderten Muskelgruppen und Bewegungsabläufe werden bei der speziellen Erwärmung verstärkt vorbereitet. Zudem soll eine Gewöhnung an das im Hauptteil verwendete Kleingerät stattfinden (vgl. Reiß/Fikenzer, 2013, S.54). Es ist auch hierbei wichtig auf eine langsame aber stetige Belastungssteigerung zu achten um optimal auf den Hauptteil vorzubereiten und das Verletzungsrisiko zu mindern.

Nach der Begrüßung, der allgemeinen und der speziellen Erwärmung folgt der Hauptteil. In diesem wird das eigentliche Ziel, in diesem Fall kraftorientiert, umgesetzt und die Trainingsintensität ist in diesem am höchsten. Der Schwerpunkt in kraftorientierten Kursen liegt auf dem Training der Kraftausdauer, der Erhöhung des Kalorienverbrauchs und der Haltungsverbesserung (vgl. Reiß/Fikenzer, 2013, S.59). Bei der Auswahl der Inhalte bzw der Übungen sollte der Trainer darauf achten, dass die Reihenfolge vom Leichten zum Schweren, vom Einfachen zum Komplexen und vom Bekannten zum Unbekannten eingehalten wird.

Neben den genannten didaktischen Prinzipien vom Leichten zum Schweren, vom Einfachen zum Komplexen und vom Bekannten zum Unbekannten gilt es zwei allgemeinen Trainingsprinzipien zu berücksichtigen.

1. Prinzip der progressiven Belastungssteigerung
2. Prinzip der Variation

Unter dem Prinzip der progressiven Belastungssteigerung versteht man das erhöhen der Widerstande mit der im Verlaufe des Trainings zunehmenden Kraftfähigkeit (vgl. Reiß/Fikenzer, 2013, S.60).

Besitzt die zu trainierende Gruppe ein gewissen Leistungsniveau d.h den Teilnehmern sind die Grundübungen bekannt und diese werden technisch korrekt und sauber ausgeführt, so kann der Trainer mit der Belastung variieren, indem er die Bewegungsgeschwindigkeit oder Wiederholungszahl verändert, Kleingeräte einsetzt oder die Trainingsform wechsel (z.b Mattentraining, Zirkeltraining).

Im folgenden wird der optimale Phasenverlauf mit dem Verlauf des getesteten Kurses verglichen und analysiert.

Wie in Abbildung 1 ersichtlich wird der Schlussteil aus dem Cool Down 1 und/oder Cool Down 2 und der Verabschiedung gebildet.

Nach dem kraftorientierten Hauptteil gilt es nun wieder die Herz-Kreislauf-Tätigkeit in ihren Ausgangszustand zurückzubringen, die Körpertemperatur und auch den Puls zu senken, die Muskulatur zu dehnen, zu lockern und zu entspannen und zudem die Teilnehmer mental zu beruhigen. Dieses Ziele gilt es mit dem abschließenden Cool Down zu erreichen. Man unterscheidet zwischen Cool Down 1 und 2, wobei das Cool Down 1 hauptsächlich den Schlussteil bei ausdauerorientierten Gruppenkursen einleitet. Der Puls wird im Cool Down 1 durch immer kleiner werdende Bewegungen gesenkt (<120 Schläge pro Minute), außerdem werden alle Bewegungen langsamer und mit niedriger Intensität durchgeführt (vgl. Reiß/Fikenzer, 2013, S.61)

Zum Abschluss der Stunde findet der Cool Down 2 statt, welcher Lockerungs-, Dehnungs- und Entspannungsübungen beinhalten und gegebenenfalls einen flüssigen Übergang zum Stand schaffen soll. Die letzten Übungen finden im Stand statt und der Gruppentrainer besitzt auch hier, ähnlich wie in der Einleitung, die Möglichkeit abschließend noch ein paar Worte zum Stundenverlauf loszuwerden, den Teilnehmern ein Feedback zu geben oder sich Anregungen einzuholen.

Im folgenden soll nun der optimale Verlauf einer Kurseinheit mit dem Verlauf des getesteten kraftorientierten Kurs analysiert und verglichen werden.

Tab.1: Vergleich optimaler Phasenverlauf der Einleitung mit Einleitung im getestetem Kurs

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab.3: Vergleich optimaler Phasenverlauf des Schlussteil mit dem Schlussteil im getestetem Kurs

[...]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Gruppentraining und die Planung einer Wirbelsäulengymnastik-Einheit
Untertitel
Die Erstellung einer eigenen Kurseinheit
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,4
Autor
Jahr
2014
Seiten
19
Katalognummer
V413996
ISBN (eBook)
9783668646230
ISBN (Buch)
9783668646247
Dateigröße
1108 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gruppentraining, planung, wirbelsäulengymnastik-einheit, erstellung, kurseinheit
Arbeit zitieren
Alessa Jaumann (Autor:in), 2014, Gruppentraining und die Planung einer Wirbelsäulengymnastik-Einheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/413996

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