Die zu testende Person besitzt einen Ruhepuls von 69 Schlägen/Minute, welcher sich im Normbereich zwischen 60 und 80 Schlägen/Minute ansiedelt. Auch der Blutdruckwert von 122/79 mmHg wird nach der American Heart Association im Bereich der Normotonie als normal klassifiziert. Person A besitzt keine gesundheitlichen Probleme, welche auf ein Beweglichkeitstraining Einfluss haben könnten. Er wird dementsprechend als voll belastbar und trainierbar eingestuft.
Inhaltsverzeichnis
1 PERSONENDATEN
1.1 Datensammlung
1.2 Bewertung allgemeiner Daten auf Belastbarkeit bzw. Trainierbarkeit
2 BEWEGLICHKEITSTESTUNG
2.1 Testung der Brustmuskulatur ( M. pectoralis major)
2.2 Testung der Hüftbeugemuskulatur (M. iliopsoas)
2.3 Testung der Kniestreckmuskulatur (M. rectus femoris)
2.4 Testung der Kniebeugemuskulatur ( Mm. ischiocrurales)
2.5 Testung der Wadenmuskulatur (M. triceps suare)
2.6 Bewertung der Testergebnisse
3 TRAININGSPLANUNG BEWEGLICHKEITSTRAINING
3.1 Dehnübungen
3.1.1 Dehnübungen im FIVE
3.1.2 Dehnübungen für Daheim oder im Beruf
3.2 Begründung Beweglichkeitstraining
4 TRAININGSPLANUNG KOORDINATIONSTRAINING
4.1 Koordinationsübungen
4.2 Begründung Koordinationstraining
5 LITERATURRECHERCHE
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein individuelles Trainingsprogramm zur Verbesserung der Beweglichkeit und Koordination für eine männliche Testperson zu erstellen und wissenschaftlich zu begründen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich dabei auf die Ableitung geeigneter Dehn- und Koordinationsmethoden aus den Ergebnissen einer vorangegangenen Beweglichkeitsdiagnostik sowie die Berücksichtigung des beruflichen Alltags und der sportlichen Voraussetzungen des Probanden.
- Durchführung einer systematischen Beweglichkeitsdiagnostik
- Erstellung eines zielgerichteten Beweglichkeitstrainingsplans unter Nutzung des FIVE-Konzepts
- Konzeption eines individuellen Koordinationstrainings zur Steigerung der motorischen Kontrolle
- Wissenschaftliche Fundierung der Dehnmethoden und Belastungsparameter
- Analyse aktueller sportwissenschaftlicher Studien zur Effektivität von Dehnungsintensitäten
Auszug aus dem Buch
3.2 Begründung Beweglichkeitstraining
Für Person A wurde sich ein Split-Beweglichkeitsprogramm ausgedacht. Aufgrund des zeitlichen Verfügungsrahmens des Probanden von 1 – 1,5 wurde das Programm mit einer Einheit direkt nach dem Krafttraining und einer weiteren Einheit entweder auf der Arbeit oder Daheim aufgeteilt. Es wurde sich für jeweils 5 Übungen entschieden um den vorgegebenen zeitlichen Verfügungsrahmen des Kunden nicht zu überschreiten. Für das Beweglichkeitstraining nach den Krafttrainingseinheiten wurden 5 Übungen aus dem FIVE-Rücken- und Beweglichkeitskonzept gewählt. Dieses ist direkt im Studio vorhanden und kann von Kunden genutzt werden.
Die Übungen mit dem FIVE-Konzept wurden ausgewählt um den Körper des Kunden gegen seine Gewohnheiten (Sitzen) zu strecken und zu trainieren. FIVE trainiert alle Bewegungsabläufe des biologischen Systems. Es werden nicht nur einzelne Muskeln aufgedehnt, sondern gleich ganze Muskelketten. Als übergeordnete Dehnmethode wurde die „statische“ Dehnmethode gewählt, da es sich bei dem getesteten Kunden um einen Anfänger und die kontrollierte Ausführung des statischen Dehnens eine geringere Verletzungsgefahr mit sich bringt. Durch das langsame Weiterdehnen während der statischen Dehnung wird die Aktivierung der Muskelspindel umgangen (Töpper&Vogt, 2007, S.69) und somit die Empfindlichkeit der Dehnrezeptoren (Muskelspindeln) positiv beeinflusst (Grosser, Starischka & Zimmermann, 1998, S.171).
Zusammenfassung der Kapitel
1 PERSONENDATEN: In diesem Kapitel werden die allgemeinen Informationen, die gesundheitliche Verfassung sowie die sportliche Ausgangslage des Probanden dokumentiert und auf seine allgemeine Belastbarkeit hin bewertet.
2 BEWEGLICHKEITSTESTUNG: Hier werden verschiedene diagnostische Tests zur Überprüfung der Muskellänge spezifischer Muskelgruppen durchgeführt und deren Ergebnisse kritisch analysiert.
3 TRAININGSPLANUNG BEWEGLICHKEITSTRAINING: Dieses Kapitel beinhaltet die Erstellung eines konkreten Dehnprogramms, unterteilt in gerätegestützte Übungen und Übungen für den Alltag, ergänzt um eine theoretische Begründung der Methodik.
4 TRAININGSPLANUNG KOORDINATIONSTRAINING: Fokus dieses Abschnitts ist die Auswahl und methodische Einordnung von Koordinationsübungen zur Verbesserung der motorischen Steuerung des Probanden.
5 LITERATURRECHERCHE: Hier werden wissenschaftliche Studien zu den Effekten von Dehnungsintensitäten und Dehnmethoden auf die Bewegungsreichweite recherchiert und in Bezug auf die Arbeit ausgewertet.
Schlüsselwörter
Beweglichkeitstraining, Koordinationstraining, Dehnmethoden, FIVE-Konzept, Beweglichkeitsdiagnostik, Muskelfunktion, Sportwissenschaft, Trainingsplanung, Belastungsgefüge, motorische Kontrolle, statisches Dehnen, dynamisches Dehnen, Muskelspindeln, Prävention, Trainingslehre.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst die Erstellung eines maßgeschneiderten Trainingsplans zur Steigerung der Beweglichkeit und Koordination eines sportlich aktiven Büroangestellten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der sportmedizinischen Diagnose, der Beweglichkeits- und Koordinationsschulung sowie der wissenschaftlichen Begründung der gewählten Trainingsmethoden.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es, durch gezieltes Training muskuläre Defizite, die durch sitzende Tätigkeiten entstanden sind, auszugleichen und die allgemeine Leistungsfähigkeit des Probanden zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf der Kombination einer semi-objektiven Beweglichkeitsdiagnostik nach Janda sowie einer evidenzbasierten Literaturanalyse zur Effektivität verschiedener Dehnintensitäten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl die Testergebnisse der Beweglichkeitstestung detailliert dargestellt als auch die daraus abgeleiteten Trainingspläne für das Beweglichkeits- und Koordinationstraining ausführlich erläutert.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Beweglichkeitstraining, Koordinationsschulung, Trainingsplanung und präventive Sportwissenschaft aus.
Warum wird das FIVE-Konzept für das Beweglichkeitstraining genutzt?
Das FIVE-Konzept ermöglicht ein gezieltes Training ganzer Muskelketten und bietet eine kontrollierte Durchführung, die besonders für Anfänger sicher und effektiv ist.
Welchen Einfluss hat die berufliche Tätigkeit des Probanden auf das Training?
Aufgrund der monotonen, sitzenden Tätigkeit im Büro wurde ein spezielles Dehnprogramm entwickelt, das gezielt den Verkürzungen in den Hüftbeugern und der Brustmuskulatur entgegenwirkt.
Welche Bedeutung kommt der Dehnungsintensität zu?
Laut der in Kapitel 5 zitierten Studien führt sowohl submaximales als auch maximales Dehnen kurzfristig zu Zuwächsen, wobei die Wahl der Intensität pädagogisch sinnvoll an den Anfängerstatus des Probanden angepasst wurde.
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- Alessa Jaumann (Autor), 2015, Trainingsplanung zur Koordinations- und Beweglichkeitsverbesserung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414003