Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Ratgeber - Schule, Bildung, Pädagogik

Bildungs- und Lerngeschichten. Welche Bedeutung hat der dialogische Austausch in dem Verfahren für alle Beteiligten?

Titel: Bildungs- und Lerngeschichten. Welche Bedeutung hat der dialogische Austausch in dem Verfahren für alle Beteiligten?

Hausarbeit , 2016 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Ratgeber - Schule, Bildung, Pädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Kinder erforschen und erleben ihre Umgebung ganzheitlich, mit allen Sinnen, und im Austausch mit anderen, konstruktiv, und erschließen sich so ihre Welt. Schon ab der Geburt beginnen Kinder ihre Umgebung selbst zu entdecken und dabei viele Erfahrungen zu machen, auf die sie immer wieder zurückgreifen und mit neuen verknüpfen können. Hierbei handelt es sich um Lern-und Selbstbildungsprozesse der Kinder. Diese helfen ihnen sich in ihrer Welt zurechtzufinden und in dieser handlungsfähig zu werden, sodass sie irgendwann selbstständig am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und aktiv sein können.

Im Rahmen der nach der Pisa-Studie aufgekommenen Bildungsdebatte in Deutschland sind die Bundesländer verstärkt dazu übergegangen, eine Verbesserung der frühkindlichen Bildung anzustreben und schon im Elementarbereich anzusetzen. Aus diesem Grund wird nunmehr in den Curricula die Beobachtung und Dokumentation der Lern- und Bildungsprozesse jedes einzelnen Kindes als Grundlage des Handelns der pädagogischen Fachkräfte gesehen. Durch eine kontinuierliche und zielgerichtete Beobachtung und Dokumentation sollen die Entwicklung des Kindes, der Verlauf des Bildungsprozesses sowie die Umsetzung der pädagogischen Angebote erfasst werden. Die konkrete Umsetzung der Vorgaben verbleibt jedoch im Entscheidungsbereich der Einrichtungen.

Zur Realisierung des Bildungsauftrages ist es notwendig, dass die erforderlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dazu gehört die Umgebung der Kinder in den Kindertageseinrichtungen. Diese sollte so gestaltet sein, dass sie möglichst viele Lern- und Bildungsprozesse machen, um sich viel Wissen aneignen und ihren Interessen nachgehen zu können. Dabei sollte jedes einzelne Kind möglichst optimal durch die pädagogische Fachkraft unterstützt, angeregt und gefördert werden. Sie sollte in der Lage sein, die kindlichen Aktivitäten bewusst wahrzunehmen, auf die Ideen und Interessen der Kinder einzugehen und diese auch in die Entwicklung von Bildungsangeboten mit einzubeziehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Beobachtungsformen

1.1 Teilnehmende und nicht teilnehmende Beobachtung

1.2 Offene und verdeckte Beobachtung

1.3 Beobachtung mit gerichteter und ungerichteter Aufmerksamkeit

2 Beobachtungsverfahren

2.1 Verfahren zur Kontrolle des Entwicklungsstandes des Kindes

2.2 Verfahren zur Kontrolle des Kompetenzerwerbs des Kindes nach Alter und Lernzielen

2.3 Verfahren zur Entwicklung einer kindzentrierten Perspektive

3 Beschreibung der „learning stories“ nach Margaret Carr

4 Entwicklung der Bildungs-und Lerngeschichten nach dem Konzept der „learning stories“

4.1 Die Bedeutung der fünf Lerndispositionen

4.2 Die Beschreibung der fünf Lerndispositionen nach Margaret Carr

4.2.1 Interessiert sein

4.2.2 Engagiert sein

4.2.3 Standhalten bei Herausforderungen und Schwierigkeiten

4.2.4 Sich ausdrücken und mitteilen

4.2.5 An einer Lerngemeinschaft mitwirken und Verantwortung übernehmen

5 Voraussetzungen für die Anwendung der Bildungs-und Lerngeschichten

5.1 Strukturelle Bedingungen

5.2 Personelle Bedingungen

6 Umsetzung der Bildungs-und Lerngeschichten

6.1 Beobachtung

6.2 Analyse der Beobachtung nach Lerndispositionen

6.3 Kollegialer Austausch

6.4 Die Lerngeschichte

6.5 Dokumentation zum Beispiel in Portfolios

7 Erfahrungen in der Praxis

8 Bedeutung des dialogischen Austauschs

8.1 für das Kind

8.2 für die pädagogische Fachkraft

8.3 für die Eltern

9 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des dialogischen Austauschs innerhalb des Verfahrens der Bildungs- und Lerngeschichten. Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch diesen Austausch die Entwicklung des Kindes gefördert, die pädagogische Arbeit reflektiert und die Zusammenarbeit mit den Eltern intensiviert werden kann.

  • Ressourcenorientierter Blick auf die Entwicklung des Kindes
  • Analyse von Bildungsprozessen anhand der fünf Lerndispositionen nach Margaret Carr
  • Strukturelle und personelle Voraussetzungen für eine nachhaltige Implementierung
  • Bedeutung von Beobachtung und Dokumentation in Kindertageseinrichtungen
  • Dialog als zentrales Element zur Förderung und Kooperation

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Beschreibung der fünf Lerndispositionen nach Margaret Carr

Im Folgenden werden die von Margaret Carr aufgezeigten fünf Lerndispositionen kurz beschrieben.

4.2.1 Interessiert sein

Die Lerndisposition „Interessiert sein“ beschreibt das Interesse des Kindes, sich aufmerksam mit Personen oder Gegenständen zu beschäftigen und auf diese Weise Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben. Dabei sind nicht nur der Bereich des kognitiven Verstehens, sondern auch körperliche, künstlerische und soziale Aktivitäten umfasst. Anhand dieser Lerndisposition bringt das Kind zum Ausdruck, inwieweit es eine Situation bzw. Person als interessant empfindet. (vgl. Leu u.a., 2015, S.51)

4.2.2 Engagiert sein

Durch das Engagement zeigt das Kind die Bereitschaft, sich auf eine Situation einzulassen und sich ihr einige Zeit zu widmen. Es befasst sich sehr aufmerksam mit einem Sachgebiet und kann sich damit auch überwiegend identifizieren. Diese Lerndisposition setzt voraus, dass dem Kind auch der Raum und die Zeit gegeben werden, sich vertiefend mit einer Thematik auseinander setzen zu können. (ebd., S.52)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die kindliche Neugier als Basis für Bildungsprozesse und betont die Notwendigkeit zielgerichteter Beobachtung und Dokumentation in der Frühpädagogik.

1 Beobachtungsformen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Beobachtungsarten wie teilnehmende/nicht teilnehmende oder offene/verdeckte Beobachtungen.

2 Beobachtungsverfahren: Es werden verschiedene Verfahren zur Erfassung von Entwicklungsständen und Kompetenzerwerb sowie Ansätze zur kindzentrierten Perspektive vorgestellt.

3 Beschreibung der „learning stories“ nach Margaret Carr: Dieses Kapitel erläutert den Ursprung des Verfahrens im neuseeländischen Curriculum und den Wandel von defizitorientierter zu ressourcenorientierter Sichtweise.

4 Entwicklung der Bildungs-und Lerngeschichten nach dem Konzept der „learning stories“: Hier wird die Adaption des Konzepts für deutsche Kitas und die Bedeutung der fünf Lerndispositionen detailliert dargelegt.

5 Voraussetzungen für die Anwendung der Bildungs-und Lerngeschichten: Es werden die strukturellen und personellen Anforderungen beleuchtet, die für eine erfolgreiche und nachhaltige Anwendung notwendig sind.

6 Umsetzung der Bildungs-und Lerngeschichten: Das Kapitel beschreibt die praktischen Arbeitsschritte, von der Beobachtung über die Analyse bis hin zur Dokumentation in Portfolios.

7 Erfahrungen in der Praxis: Hier werden Ergebnisse aus Modelleinrichtungen diskutiert, wobei sowohl Hindernisse als auch positive Bereicherungen im Alltag aufgezeigt werden.

8 Bedeutung des dialogischen Austauschs: Das zentrale Kapitel erläutert den Mehrwert des Austauschs für die beteiligten Gruppen: Kinder, pädagogische Fachkräfte und Eltern.

9 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Eignung des Verfahrens zur Förderung frühkindlicher Bildungsprozesse und benennt notwendige politische Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter

Bildungs- und Lerngeschichten, pädagogische Fachkraft, Beobachtung, Dokumentation, Lerndispositionen, kindzentrierte Perspektive, Margaret Carr, dialogischer Austausch, frühkindliche Bildung, Ressourcenorientierung, Portfolio, Bildungsauftrag, Kooperation, Lernprozesse, Teilhabe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Verfahren der Bildungs- und Lerngeschichten und dessen Bedeutung für die frühkindliche Pädagogik, insbesondere im Hinblick auf den dialogischen Austausch.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die ressourcenorientierte Beobachtung und Dokumentation, das Konzept der Lerndispositionen nach Margaret Carr sowie die Kooperation zwischen Fachkräften, Eltern und Kindern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Bedeutung des dialogischen Austauschs als wesentliche Grundlage für die Entwicklung der Lerngeschichten des Kindes und die Planung pädagogischer Schritte aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte und Praxisberichte, insbesondere des Deutschen Jugendinstituts und von Margaret Carr.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Beobachtungsformen, die detaillierte Beschreibung der Lerndispositionen, die praktischen Umsetzungsschritte und die Analyse der Bedeutung des Austauschs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bildungs- und Lerngeschichten, Lerndispositionen, Ressourcenorientierung, dialogischer Austausch und frühkindliche Bildung beschreiben.

Welche Rolle spielen die "Lerndispositionen" in diesem Modell?

Die fünf Lerndispositionen dienen als Analyseinstrument, um Lernmotivation und die Fähigkeit von Kindern zur Auseinandersetzung mit neuen Herausforderungen jenseits rein defizitorientierter Entwicklungsnormen zu erfassen.

Warum ist der "dialogische Austausch" so entscheidend für den Erfolg?

Er vermeidet Fehlinterpretationen, stärkt das Selbstwertgefühl des Kindes durch Wertschätzung und intensiviert die Beziehung sowie Kooperation zwischen pädagogischem Personal und Eltern.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bildungs- und Lerngeschichten. Welche Bedeutung hat der dialogische Austausch in dem Verfahren für alle Beteiligten?
Hochschule
Hochschule Neubrandenburg
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
22
Katalognummer
V414011
ISBN (eBook)
9783668649156
ISBN (Buch)
9783668649163
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bildungs- lerngeschichten welche bedeutung austausch verfahren beteiligten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2016, Bildungs- und Lerngeschichten. Welche Bedeutung hat der dialogische Austausch in dem Verfahren für alle Beteiligten?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414011
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  22  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum