Christliche Auferstehungstheorien mit Bezug zur Popularkultur


Referat (Ausarbeitung), 2017

11 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Auferstehung Jesu Christi
a. Bedeutung für das Christentum
b. Auferstehungsgeschichten in der Bibel
c. Kritik

3. Auferstehungssymbolik in der Popularkultur

Literaturverzeichnis

Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

In dieser Ausarbeitung zu dem Referatsthema „Christliche

Auferstehungstheorien“ wird in Bezug auf das Referat eine weitere Ausführung der Themen erläutert. Wie bereits im Referat angedeutet, spielt die Auferstehung auch heute immer wieder eine Bedeutung. Und damit ist nicht nur der Kirchenbesuch zu Ostern gemeint oder die gezeigten Nachrichten und Filme über Jesus im Fernsehen. Nein, auch in aktuellen Romanen wie Herr der Ringe oder Harry Potter wird das Thema Auferstehung behandelt.

Doch der Reihe nach. Diese Ausarbeitung ist folgendermaßen aufgebaut: Zuerst wird die Wichtigkeit der Auferstehung für das Christentum dargestellt, da der ganze Glaube auf diesem Ereignis basiert. Anschließend werden drei Bücher der Bibel, die Evangelien Markus, Matthäus und Lukas gegenübergestellt und auf die wichtigsten Aussagen reduziert und verglichen. Auf diese Aussagen der drei Evangelien folgen einige Kritikpunkte, welche den Glauben an Christi Auferstehung und somit am gesamten Christentum in Frage stellen.

Der letzte Punkt dieser Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung von Auferstehungs-/ Wiedergeburts- oder Reinkarnationssymbolen in modernen Filmen, der Popularkultur. Es soll geschaut werden, wie und womit

Ich glaube an Gott, den Vater,

den Allmächtigen,

den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn,

unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und

begraben,

hinabgestiegen in das Reich des

Todes,

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes,

des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und

die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige christliche Kirche,

Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten

und das ewige Leben. Amen.

dieses Wiederauftreten eines Charakters ermöglicht wird und was die bisherigen Ergebnisse dieser Arbeit daraus schließen können.

Eine perfekte Überleitung zum Abschluss dieser Arbeit bietet der eben erläuterte Punkt, da ein kurzes Resümee sowohl über die Auferstehungsgeschichten, der Kritik daran, aber auch dem wiederauftauchen in modernen Medien sich gut zusammenfassen lässt.

2. Auferstehung Jesu Christi

a. Bedeutung für das Christentum

Der Begriff der Auferstehung ist jeden Sonntag in der Kirche zu hören. Mit dem Glaubensbekenntnis sprechen die Christen ihren Glauben an Gott und der damit verbundenen Geschichte aus „[…] hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel. […] ich glaube an […] Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen“.1

Der Glaube an die Auferstehung Jesu von den Toten ist der Grundstein für den Glauben an das Christentum. Der erste Brief an die Korinther von Paulus lässt daran keine Zweifel: „Wenn es aber keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferweckt; wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist also auch unsere Predigt inhaltslos, inhaltslos aber auch euer Glaube“ (1Kor15,13-152 ). Nach der Auferweckung Jesu haben sich die ersten Gläubigen zusammengefunden um dieses Wunder zu verkünden und wurden somit zu einer Gemeinde.3 Jesu, welcher durch diesen heiligen Akt der Auferweckung zu Christus wurde, gab den Menschen wieder neue Hoffnung. Diese Geschehnisse, welche zur heutigen Osterzeit stattfanden, gelten als theologischer Ursprung des Christentums.4

b. Auferstehungsgeschichten in der Bibel

Das meist verkaufte Buch der Welt, die Bibel5, enthält unteranderem auch die Entstehungsgeschichte des Christentums und damit die Erzählungen über die Auferstehung Jesu. Allerdings gibt es unterschiedliche Auffassungen, welche sich zum Teil minimal, andererseits allerdings gravierend unterscheiden. In dieser Arbeit soll lediglich auf die Erzählungen von Matthäus, Markus und Lukas eingegangen werden. Wie schon in unserem Referat, sollen diese drei Evangelien mit einander verglichen werden. Um die Arbeit jedoch nicht zu weit ausschweifen zu lassen, sind hier lediglich vier Merkmale aufgezählt.

Die Untersuchungsmerkmale liegen hierbei auf den Zeugen, welche Worte in dem Grab gewechselt wurden, wer sich in dem Grab aufhielt und was mit der Grababdeckung geschehen war. Durchleuchtet werden die Evangelien von Markus 16,1-6, Matthäus 28,1-6 und Lukas 24,1-10, welche wir in einer Tabelle eigenständig aufgelistet haben:

Markus6 Matthäus7 Lukas8

16,1-6 28,1-6 24,1-10

Maria von

Magdala, Maria

Zeugen Mutter des

Jakobus und Salome

Maria von Magdala,

Maria aus Magdala Maria Mutter des

und andere Maria Jakobus und Johanna

und die andern

Was passiert mit Der Stein war

dem Grabstein? weggerollt

Der Stein wird von einem Engel

weggerollt

Der Stein war weggerollt

Wen treffen sie? Nur den Jüngling Wache und Engel

Zwei Männer mit glänzenden Kleidern

Worte an die Zeugen

„Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von

Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier.“

„Fürchtet euch nicht! Ich weiß,

dass ihr Jesus, den Gekreuzigten,

sucht. Er ist nicht hier; er ist

auferstanden, wie er gesagt hat.“

„Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier sondern er ist auferstanden.“

Zeugen für die Auferstehung

Der Jüngling Der Engel Die zwei Männer

Angefangen mit den Zeugen sind hier bei allen drei Evangelien die beiden Marias genannt, welche zuerst an dem Grab antreffen. Laut Markus und Lukas war der Stein vor den Grab bereits weggerollt und das Grab somit offen, während bei Matthäus ein Engel gerade dabei war den Stein wegzurollen. Als die Zeugen dann in das Grab hineingehen unterscheiden sich die Erzählungen. Markus spricht von einem Jüngling, Matthäus von dem Grabwächter und einem Engel und Lukas von zwei Männern in glitzernden Gewänden. Alle drei verschiedenen Zeugen berichten (wenn auch in unterschiedlichen Wortlauten), dass der Tote nicht hier sei, da er auferstanden ist.

Nach diesen Ereignissen in dem Grab wurde zu den Zeugen gesagt, dass sie in die Stadt gehen sollen, da der auferstandene Jesus dort sei. In den drei Evangelien wird anschließend das Treffen mit Jesus beschrieben. Im Matthäusevangelium (28,9-10) fassen die Jünger ihm an die Füße, im Markusevangelium (16,9-12) erscheint er erst Maria Magdalena und anschließend zwei weiteren während im Lukasevangelium (24,15-17) die Zeugen ihn nicht erkennen konnten.

c. Kritik

Doch wie kann es sein, dass jemand der gestorben ist wieder aufersteht? Die Übereinstimmungen in den Evangelien und in der Bibel selbst sind nicht zu beanstanden. Dennoch gibt es einige Kritiker, die diese Erzählungen mit psychischen und physischen Störungen erklären. Einer dieser Kritiker war Joachim G. Piepke SVD.

Piepke sieht eine Auferstehung als „nicht denkbar, ja unsinnig“9 an, allerdings kann auch er es nicht beweisen. Piepke greift auf den Theologen David Friedrich Strauß zurück, welcher in zwei Bänden10 die Theorie aufstellte, dass die Jünger Jesu innere Visionen auslösten um mit dem Verlust ihres Anführers besser weiter leben zu können.11. Einen anderen Gedanken findet Piepke bei Willi Marxsen, welcher mit seinem Buch „Die Auferstehung Jesu als historisches und als theologisches Problem“ aus der Auferstehungstheorie eine Interpretationssache macht12. Demnach sollen die Jünger bei ihren Verkündungen des „Reiches Gottes“ von „Jesus lebt“ gesprochen haben. Diese Aussage wurde nach Marxsen bislang falsch interpretiert und meinte im Ursprung, dass die „Sache Jesu“13 weiter lebt und nicht Jesu selbst.

3. Auferstehungssymbolik in der Popularkultur

Der Begriff Popularkultur entstand in den 1970er Jahren in Deutschland und wird fortan erforscht. Er soll ausdrücken, wie die Leute „sich in Filmen, Fernsehen, Videoclips, Werbung, aber auch Literatur“ verhalten.14

Wie in der Einleitung bereits beschrieben, gibt es seit geraumer Zeit verschiedenste Filme, in denen die Auferstehung als eine Art Wiederkehr eines Charakters symbolisiert wird. In unserem Beispiel haben wir uns mit dem „Herr der Ringe“ beschäftigt. Doch nicht nur in dem Meisterwerk von J.R.R. Tolkien kommt es zu einer Auferstehung. Auch in J. K. Rowlings „Harry Potter“ hat sich der Held kurz vor Schluss geopfert um für seine Freunde zu sterben und ist kurze Zeit später (mit etwas magischer Hilfe) wieder auferweckt worden. Das letzte Beispiel stammt von C. S. Lewis und nennt sich „Die Chroniken von Narnia“. Auch hier opfert sich ein wichtiger Charakter, um für die Sünde eines anderen einzustehen und wird wenig später auferstehen.

Um diese Ausarbeitung im Rahmen zu halten wird auch hier nur auf den „Herr der Ringe“ vergleich eingegangen, da dieses Thema eine eigene Arbeit verdient hätte.

Gandalf der Graue gilt als Anführer der neun „Gefährten“, welche aus zwei Menschen, vier Hobbits, einem Elb und einem Zwerg besteht.15.Uwe Böhm vergleicht ihn schon hier mit Jesus, der seine Jünger anführt.16 Weiter stellt Gandalf sich einem Balrog17 um seinen Gefährten den Weg zu frei zu halten und um sie zu beschützen. Nachdem Gandalf den Balrog besiegen konnte und dieser zurück in die Dunkelheit fiel, riss er Gandalf mit in den Tod. Böhm sieht auch hier Parallelen zwischen Gandalf und Jesus, welche beide auf sich alleine gestellt sind. Die Gefährten können Gandalf nicht helfen, genauso wenig wie die Frauen, die bei Jesus am Kreuz standen18. Die Wiederkehr Jesu wurde in Kapitel 2.b bereits erläutert, ähnlich verhielt es sich mit Gandalf. Maria Magdalena und die Jünger mussten nur drei Tage warten, bis Jesus auferstanden war. Bei dem „Herr der Ringe“ mussten die Leser und Zuschauer auf das nächste Buch, beziehungsweise auf den nächsten Film warten, bis Gandalf in neuer Pracht zu den Gefährten stoß.

[...]


1 vgl. Glaubensbekenntnis (http://www.katholisch.de/glaube/unsere-gebete/das-glaubensbekenntnis) (letzter Zugriff: 29.09.2017)

2 https://www.bibleserver.com/text/ELB/1.Korinther15 (letzter Zugriff: 29.09.2017)

3 vgl. Schäfer, Phillip, Einführung in das Glaubensbekenntnis, Mainz 1979, 64.

4 vgl. Schäfer, Einführung in das Glaubensbekenntnis, 64.

5 http://www.literaturtipps.de/topthema/thema/best-of-bestseller-die-meistgelesenen-buecher.html (letzter Zugriff: 29.09.2017)

6 https://www.bibleserver.com/text/LUT84/Markus16 (letzter Zugriff: 29.09.2017)

7 https://www.bibleserver.com/text/LUT84/Matth%C3%A4us28 (letzter Zugriff: 29.09.2017)

8 https://www.bibleserver.com/text/LUT84/Lukas24 (letzter Zugriff: 29.09.2017)

9 Piepke, Joachim G. SVD, Auferstehungsglaube im Christentum, in: Gächter, Othmar, Reinkarnation oder Auferstehung. Konsequenzen für das Leben. Hg. v. Hermann Kochanek. Freiburg im Breisgau, Wien u.a.: Herder, 1992, 90

10 Strauß, David Friederich, Das Leben Jesu kritisch bearbeitet, 1835-1836

11 vgl. Piepke, Auferstehung im Christentum, 92.

12 vgl. Piepke, 93.

13 ebd.93.

14 vgl. Ritter, Werner H, Religiöse Elemente in der Popularkultur und ihre Bedeutung für die Jugendarbeit (https://mthz.ub.uni-muenchen.de/index.php/MThZ/article/viewFile/4255/3471)

15 Peter Jackson, Der Herr der Ringe. Die Gefährten, 2001

16 Böhm, Uwe, Religion im Alltag wahrnehmen und deuten. Popkulturelle und symboldidaktische Bausteine für Schule, Jugendarbeit und Gemeinde. Münster, New York, München, Berlin: Waxmann, 2011, 126

17 Ein Dämon aus der Unterwelt, der in unserem Beispiel den Tod darstellt

18 vgl. Böhm, Religion im Alltag wahrnehmen und deuten, 126.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Christliche Auferstehungstheorien mit Bezug zur Popularkultur
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta
Veranstaltung
Unsterblichkeit der Seele - Auferstehung der Toten
Note
2,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
11
Katalognummer
V414022
ISBN (eBook)
9783668649965
ISBN (Buch)
9783668649972
Dateigröße
525 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
christliche, auferstehungstheorien, bezug, popularkultur
Arbeit zitieren
Joscha Kriegel (Autor), 2017, Christliche Auferstehungstheorien mit Bezug zur Popularkultur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414022

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