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Kastensärge des Mittleren Reiches

Titre: Kastensärge des Mittleren Reiches

Dossier / Travail de Séminaire , 2000 , 14 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Magister Artium Christian E. Schulz (Auteur)

Egyptologie
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Ziel der vorliegenden Arbeit soll es sein, Methoden zur Datierung und Typologie von Kastensärgen des Mittleren Reiches vorzustellen. Zu diesem Thema liegen zwei um-fangreiche Publikationen vor: zu einen „Chests of Life“ von H. Willems und zum zweiten G. Lapps „Typologie der Särge und Sargkammern von der 6. bis 13. Dynastie“ .

Im folgenden wird ausschließlich auf die Methode von Willems eingegangen, da die Publikation von Lapp ist in vielen Punkten recht problematisch ist: Lapp untersucht hier Särge auf regionaler Ebene, was auch Willems macht, läßt aber nach eigenem Gutdünken verschiedene Nekropolen aus, obwohl mehr als 10 Exemplare vorhanden sind. Gleichzeitig aber nimmt er Särge als eigenständige Typen auf, die durch nur ein Exemplar belegt sind. Auch sind angesetzten Kriterien für Typen sind eher als verwirrend zu bezeichnen: Lapp unterscheidet zunächst zwei große überregionale Gruppen, einen Ober- und einen Unterägyptischen Typ aufgrund des Vorhandenseins oder der Abwesenheit von Menschen- und Tierdarstellungen. Weiter erstellt er für jeden einzelnen Fundort eine gesonderte Typologie, die jedoch jetzt die Einordnung in eine bestimmte Epoche suggeriert (Typ der 11. Dynastie etc.). Diese Särge werden anhand der Schreibweisen von Götternamen (bes. Osiris und Anubis und deren Beinamen, z. B. Herr von N) unterteilt, die nicht nur auf Särgen, sondern auch auf anderen Monumenten (Stelen etc.) auftreten. Formale Kriterien (Dekorationselemente) spielen eine nur untergeordnete Rolle, dennoch benutzt Lapp Bezeichnungen wie z. B. Vertikalzeilentyp > ein Sarg kann also gleichzeitig mehreren Typen angehören.

Willems behandelt in seinem Buch lediglich den von Lapp als „Unterägyptischen Typ“ bezeichneten Komplex von Särgen, da dieser nicht, wie die Bezeichnung vermuten läßt, nur im Norden zu finden ist, sondern in ganz Ägypten vorkommt. Der sogenannte „Oberägyptische Typ“ hingegen wird von ihm außer Acht gelassen, da er annimmt, es handele sich eher um Lokaltraditionen, denen kein einheitliches Dekorationsmuster zu Grunde liegt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • I. Einleitung
  • II. Prosopographie und Paläographie anhand der Nekropolen von Beni Hasan und Bersheh
  • III. Die typologische Methode nach Maßgabe von Willems
  • IV. Typologie der Außendekoration
  • V. Die Typen der Außendekoration
  • VI. Typologie der Innendekoration
  • VII. Die Typen der Innendekoration
  • VIII. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, Methoden zur Datierung und Typologie von Kastensärgen des Mittleren Reiches vorzustellen. Dabei fokussiert sie sich insbesondere auf die Methode von H. Willems, die im Vergleich zu anderen Ansätzen eine präzisere und fundiertere Einordnung ermöglicht.

  • Methoden der Datierung von Kastensärgen des Mittleren Reiches
  • Analyse der Typologie von Särgen anhand von Dekorationselementen
  • Prosopographie und Paläographie als Werkzeuge zur Datierung
  • Untersuchung der Nekropolen von Beni Hasan und Bersheh
  • Vergleich der typologischen Ansätze von Willems und Lapp

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel I bietet eine Einführung in das Thema und stellt die beiden maßgeblichen Publikationen von Willems und Lapp vor. Dabei wird die Methodik von Willems als präziser und wissenschaftlich fundierter dargestellt. Kapitel II analysiert die Prosopographie und Paläographie anhand der Nekropolen von Beni Hasan und Bersheh, zwei der ergiebigsten Fundplätze. Im Fokus stehen die Untersuchungsergebnisse von Willems, die anhand von Sargbesitzern und Inschriften zeitliche Einordnungen erlauben.

Schlüsselwörter

Kastensärge, Mittleres Reich, Ägypten, Datierung, Typologie, Prosopographie, Paläographie, Nekropolen, Beni Hasan, Bersheh, Willems, Lapp, Dekorationselemente, Inschriften, Sargbesitzer, Götternamen, Schreibweisen.

Häufig gestellte Fragen

Was sind Kastensärge des Mittleren Reiches?

Es handelt sich um eine spezifische Form altägyptischer Särge aus dem Mittleren Reich, die durch ihre rechteckige Kastenform und charakteristische Dekorationen sowie Inschriften gekennzeichnet sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Datierung dieser Särge genutzt?

Zur Datierung werden vor allem die Typologie der Dekorationselemente, die Prosopographie (Untersuchung der Personen) und die Paläographie (Schriftentwicklung) herangezogen.

Worin unterscheidet sich die Methode von H. Willems von der G. Lapps?

Willems fokussiert sich auf den sogenannten "Unterägyptischen Typ", der in ganz Ägypten vorkommt, während Lapp regionale Typologien erstellt, die jedoch methodisch oft als problematisch und verwirrend gelten.

Welche Rolle spielen Götternamen bei der Typologie?

Die Schreibweisen von Götternamen wie Osiris und Anubis sowie deren Beinamen dienen als wichtige Indikatoren für die zeitliche und regionale Einordnung der Särge.

Warum sind die Nekropolen von Beni Hasan und Bersheh so wichtig?

Diese Fundorte bieten eine hohe Dichte an gut erhaltenen Kastensärgen, die als Referenz für die Analyse von Inschriften und Dekorationstypen dienen.

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Résumé des informations

Titre
Kastensärge des Mittleren Reiches
Université
University of Münster  (Institut für Ägyptologie und Koptologie)
Cours
Ägyptische Särge und Sarkophage
Note
1,7
Auteur
Magister Artium Christian E. Schulz (Auteur)
Année de publication
2000
Pages
14
N° de catalogue
V41435
ISBN (ebook)
9783638396981
Langue
allemand
mots-clé
Kastensärge Mittleren Reiches Särge Sarkophage
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Magister Artium Christian E. Schulz (Auteur), 2000, Kastensärge des Mittleren Reiches, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41435
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