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Die Kriegsschuldfrage des zweiten punischen Krieges anhand des Ebrovertrags

Título: Die Kriegsschuldfrage des zweiten punischen Krieges anhand des Ebrovertrags

Trabajo Escrito , 2015 , 13 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Maximilian Tresp (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Die Bedeutung und die Tragweite des zweiten punischen Krieges zwischen Rom und Karthago sind nicht von der Hand zu weisen. Das Ende des Krieges, Roms Sieg, bedeutete das Ende des Dualismus im Mittelmeerraum und den Aufstieg Roms zur Hegemonialmacht. Karthago, nach nun zwei teuren, aufreibenden und nicht zuletzt verlorenen Kriegen, stellte für Rom keine Konkurrenz mehr dar, wodurch Rom seine eigene Machtposition nicht nur festigen, sondern auch ausbauen konnte. Obwohl die Quellenlage sehr dürftig und alles andere, als unumstritten betrachtet werden muss, sind sich die Geschichtsschreiber in der Bedeutung des Konflikts doch einig. Polybios, der allgemein als verlässlichste Quelle gilt, da er leidlich kurz nach den Ereignissen lebte, bezeichnet die Auswirkungen des Krieges und den damit verbundenen Aufstieg Roms als von so großer Wichtigkeit, „wie sie kein früherer Zeitraum von gleicher Dauer in sich umfaßt (sic!)“ . Als weitere wichtige Quellen zählen Appianus und Livius. Letzterer erklärt, der zweite punische Krieg sei der „denkwürdigste aller Kriege […] die je geführt wurden“. Die Problematik der Quellenlage wurde bereits angeführt und wird im weiteren Verlauf der Arbeit auch noch genauer bearbeitet, doch eines muss von Beginn an klar sein, nämlich die Tatsache, dass es keine karthagischen Aufzeichnungen über den Ebrovertrag und den Krieg an sich gibt. Somit muss nicht geklärt werden ob, sondern inwieweit die römische Geschichtsschreibung subjektiv geprägt ist. Sicher ist auch, dass dieser Krieg nicht nur für Karthago zerstörerisch verlief, sondern auch Rom selbst zermürbte, was nicht nur die Schlacht bei Cannae zeigt. Genau aus diesem Grund spielt die Kriegsschuldfrage eine wichtige Rolle, denn heute wie damals sind Kriege und ihre Folgen etwas schreckliches, wofür niemand gerne die Rolle als Aggressor innehaben möchte, allein schon aus Kriegslegitimationsgründen. Schließlich hat es sich für Regierungen stets bewährt, die passive Rolle einzunehmen und somit einen Krieg als Selbstschutzmaßnahme zu begründen und zu beginnen.
Aufgrund dieser Tatsache beschäftigt sich diese Arbeit mit der Frage nach der Kriegsschuld des zweiten punischen Krieges anhand des Ebrovertrags.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Der Ebrovertrag und die Kriegsschuldfrage

II. Die Kriegsschuldfrage des zweiten punischen Krieges anhand des Ebrovertrags

1.) Darstellung der Quellenlage und Überlieferung

1.1) Polybios

1.2) Livius

2.) Der Ebrovertrag – Ein Hüter des Friedens?

3.) Die Problematik des Ebrovertrags und die Unklarheiten der Kriegsschuldfrage

III. Die Auswertung der Kriegsschuldfrage

IV. Bibliographie

1.) Quellen

2.) Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexen Hintergründe der Kriegsschuld am Zweiten Punischen Krieg mit einem spezifischen Fokus auf die Rolle und Interpretation des sogenannten Ebrovertrags. Das Ziel besteht darin, die römische und karthagische Perspektive sowie die Glaubwürdigkeit antiker Quellen wie Polybios und Livius kritisch zu hinterfragen, um zu bewerten, inwieweit der Vertragsbruch als tatsächliche Ursache oder lediglich als Vorwand für den Krieg diente.

  • Analyse der Quellenlage zu Polybios und Livius
  • Untersuchung der diplomatischen Funktion des Ebrovertrags
  • Diskussion der Kriegsschuldfrage zwischen Rom und Karthago
  • Kritische Würdigung der römischen und karthagischen Interessenslagen
  • Reflexion über die historische Subjektivität in der antiken Geschichtsschreibung

Auszug aus dem Buch

Die Problematik des Ebrovertrags und die Unklarheiten der Kriegsschuldfrage

Als sich 222/221 v. Chr. die Ereignisse auf der iberischen Halbinsel überschlugen, nutzten die Römer die Möglichkeit, einen Standpunkt tiefer in Spanien zu errichten. Während Hasdrubal von einem keltischen Sklaven ermordet wurde, Hannibal seine Nachfolge antrat und sofort Feldzüge gegen die Olkaden und Vakäer ins Landesinnere startete, rief Sagunt Rom zu Hilfe. Dieses war bisher nicht Teil des römischen Einflussgebietes, war jedoch von inneren Konflikten zerrüttet, weshalb Rom diese Chance ergriff, um die romfreundlichen Kräfte die Alleinherrschaft in Sagunt zu sichern. Dies wurde durch die Vertreibung, oder gar Hinrichtung der karthagischen Sympathisanten gewährleistet. Durch den römischen Beistand beflügelt, griffen die Saguntiner einige ihrer – inzwischen unter karthagischer Herrschaft stehenden – Nachbarn an. Dieses provokative Verhalten Sagunts konnte Hannibal nicht dulden und rückte, trotz einer Warnung Roms, auf Sagunt vor und belagerte die Stadt. Obwohl Sagunt mehrmals mit Hilfegesuchen an Rom herantrat, entsandte dies keine Truppen, wodurch die Stadt schließlich nach achtmonatiger Belagerung eingenommen und völlig zerstört wurde.

Erst 218 v. Chr. reagierte Rom auf den Fall Sagunts und schicke eine Gesandtschaft nach Karthago, welche die Auslieferung Hannibals an Rom forderte und bei Zuwiderhandlung mit Krieg drohte. Da sich Karthago jedoch im Recht glaubte, verweigerte es die Auslieferung seines Feldherren und Rom erklärte Karthago den Krieg. Hannibal sammelte seine Truppen, verstärkte sein Heer mit keltischen Einheiten und überquerte mit einer Streitmacht von ungefähr 100 000 Mann den Ebro.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Der Ebrovertrag und die Kriegsschuldfrage: Einführung in die historische Bedeutung des Zweiten Punischen Krieges und die Problematik der Quellenlage hinsichtlich der Kriegsschuld.

II. Die Kriegsschuldfrage des zweiten punischen Krieges anhand des Ebrovertrags: Analyse der antiken Geschichtsschreiber Polybios und Livius sowie der diplomatischen Hintergründe und Eskalation um Sagunt.

III. Die Auswertung der Kriegsschuldfrage: Kritische Reflexion und Interpretation der historischen Ereignisse, wobei der Ebrovertrag als Vorwand für Roms Expansionsbestrebungen bewertet wird.

IV. Bibliographie: Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten antiken Quellen und der modernen wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Zweiter Punischer Krieg, Ebrovertrag, Kriegsschuldfrage, Polybios, Livius, Rom, Karthago, Sagunt, Hannibal, Hasdrubal, Antike Geschichtsschreibung, Quellenkritik, Diplomatie, Machtpolitik, Expansion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Ursachen des Zweiten Punischen Krieges mit einem Fokus auf die Rolle des Ebrovertrags und die Frage der Kriegsschuld.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die diplomatischen Verträge zwischen Rom und Karthago, die Glaubwürdigkeit antiker Historiker sowie die politischen Motive der Konfliktparteien.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob der Bruch des Ebrovertrags die tatsächliche Ursache für den Krieg war oder ob er als Vorwand für römische Machtinteressen diente.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es erfolgt eine quellenkritische Analyse der Schriften von Polybios und Livius, kombiniert mit einer historischen Interpretation der politischen Kontexte.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Quellen, die Analyse des Vertragsverhältnisses und die Untersuchung der Ereignisse um die Belagerung von Sagunt.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Ebrovertrag, Kriegsschuld, Polybios, Livius und Hannibal charakterisiert.

Inwiefern beeinflusste die Quellenlage die Bewertung der Kriegsschuld?

Da fast ausschließlich römische Überlieferungen erhalten sind, ist eine völlig objektive Beurteilung kaum möglich, weshalb der Autor die Texte kritisch dekonstruiert.

Warum bewertet der Autor den Ebrovertrag primär als Vorwand?

Der Autor argumentiert, dass Rom den Vertrag nutzte, um das aufstrebende Karthago politisch in die Schranken zu weisen, da ein Konflikt angesichts der Rivalität ohnehin als unvermeidlich galt.

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Detalles

Título
Die Kriegsschuldfrage des zweiten punischen Krieges anhand des Ebrovertrags
Universidad
University of Passau
Calificación
1,0
Autor
Maximilian Tresp (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
13
No. de catálogo
V414553
ISBN (Ebook)
9783668657694
ISBN (Libro)
9783668657700
Idioma
Alemán
Etiqueta
kriegsschuldfrage krieges ebrovertrags
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Maximilian Tresp (Autor), 2015, Die Kriegsschuldfrage des zweiten punischen Krieges anhand des Ebrovertrags, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414553
Leer eBook
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