Der Wandel vom Print- zum digitalen Medienkonzern aufgezeigt an der Axel Springer AG / SE


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2014
14 Seiten, Note: Pass

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Thema, Fragestellung und Zielsetzung der

2. Axel Springer AG / SE
2.1. Die Historie des Springer

3. Strukturwandel der Medien und die Auswirkung auf Springer
3.1. Ursachen für den Strukturwandel der Medien
3.2. Herausforderungen und Konzernumbau von Springer
3.3. Springers digitales Geschäft - eine

4. Zukunftsausblick, Fazit und

1. Einleitung

1.1 Thema, Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit

Gedruckte Zeitungen befinden sich in der bisher schwersten Krise ihrer Geschichte. Wie man der Abbildung 1 entnehmen kann, gehen die Verkaufszahlen von deutschen Tageszeitungen immer mehr zurück. Die Welt digitalisiert sich zunehmend und Verlage verschieben massig Investitionen ins Online-Geschäft. Es bleibt der Eindruck, dass die Verlage selbst ihren eigenen Untergang erwarten, ihren eigenen Printmedien nicht mehr vertrauen und sich deshalb der rentableren Zukunft, also den Online-Medien zuwenden. Es tut sich somit die Frage auf weswegen sich die Printbranche so rapide bergab bewegt hat und das nicht erst, seit sich nach der Jahrtausendwende die Internetnutzung verbreitete. Weiterhin gilt es in dieser Arbeit herauszufinden, wie es einer der größten Verlage Axel Springer geschafft hat, sein Geschäft an die heutige Mediensituation anzupassen und sich vom einem klassischen, sehr erfolgreichen Printunternehmen, in eines der führenden digitalen Unternehmen zu verwandeln.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1:“ Auflage deutscher Tageszeitungen“/p>Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Axel Springer AG / SE

2.1 Die Historie des Springer Verlages

"Ottilie, der Junge ist verrückt geworden!", mit diesen Worten soll sich Heinrich Springer an seine Frau gewandt haben, als er erfuhr, dass sein Sohn Axel einen Verlag gründen wollte. Dass dies der Beginn des Unternehmens Axel Springer begann, konnte er damals wohl noch nicht ahnen. Mit 34 Jahren und einem Startkapital von 200.000 Reichsmark gründete er dann, 1946 die Firma in Hamburg. Als erste Publikationen aus dem Hause Springer erschienen im Gründungsjahr diverse Nordwestdeutsche Auflagen, sowie kurze Zeit später auch die Hörzu. Die Hörzu, als Programmzeitschrift für Rundfunk wurde schnell zum ersten Erfolgsprodukt[1]. Das wichtigste Presseprodukt des Verlages, sowie das erfolgreichste Presseprodukt Deutschlands erschien 1952,[2] die BILD. Das Unternehmen expandierte immer weiter, es folgten ständig neue Zeitschriften und Zeitungen. Springer übernahm zum Beispiel den traditionsreichen Berliner Ullsteinverlag, sowie den „Die Welt“ Verlag. Bereits im ersten Jahrzehnt hatte sich Springer zu einem Konzern entwickelt. Durch die hohe Macht des Verlages, bezüglich der Meinungsbildung und ihrer politisch konservativen Haltung, geriet der Verlag und Axel Springer als Person, Ende der 60er, vermehrt in die Kritik. Daraufhin wurden mehrere Titel verkauft oder eingestellt. 1970 wurden die zur Unternehmensgruppe gehörenden Gesellschaften zusammengefasst und in die Axel Springer AG umgewandelt. Im Jahr 1985, als der Verlagsgründer Axel Springer starb, ging der Verlag an die Börse. Darauf begann die AG mehr und mehr Beteiligungen an Radio- und Fernsehunternehmen zu erwerben und schon früh neue Wege im Mediengeschäft zu gehen. Mit Beginn der 90er versuchte das Unternehmen vermehrt seine Aktivitäten außerhalb Deutschlands zu erweitern und sich somit mehr zu internationalisieren. Am Anfang des neuen Jahrtausends geriet der Verlag in die bis dahin größte Krise seiner Geschichte. Als Problem des Unternehmens galten unter anderem zu hohe Beschäftigtenzahlen im Zeitungsgeschäft, zu wenig Einfluss im Fernsehgeschäft und zu schlechte Umsätze im Ausland[3].

2003 verlagert Springer seine Zentrale und seine Konzernsteuerung nach Berlin. Mittlerweile wurden die Probleme behoben oder Gegenmaßnahmen eingeleitet. Seit 2006 entwickelt sich Europas größter Zeitungsverlag weg vom klassischen Printverlag hin zum Motto „Online First“. 2013 wird die Rechtsform der Axel Springer AG umgewandelt in eine Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea/SE).[4]

Diese neue Rechtsform SE soll für die europäische und internationale Marktausrichtung des Unternehmens stehen und diese erweitern und erleichtern. Eins ist für Springer heutzutage glasklar, mit Online-Journalismus wollen Sie Geld verdienen und zum führenden digitalen Verlag [5]werden.

3. Strukturwandel der Medien und die Auswirkung auf Springer

3.1 Ursachen für den Wandel der Medien- und Zeitungsbranche allgemein

Mittlerweile ist es wohl schon einige Jahre her, dass die Mehrheit der Menschen eine gedruckte Tageszeitung als tägliche Informationsquelle nutzt. Der Drang nach täglichen Neuigkeiten ist zwar nach wie vor vorhanden, jedoch neigen die Meisten heute doch eher dazu, in der passenden App oder im Internet den Durst nach Informationen zu stillen. Es steht mittlerweile fest, dass sich die Zeitungen in der größten Krise seit Beginn ihrer Geschichte befinden. Laut der ARD/ZDF- Langzeitstudie „Massenkommunikation 2011“[6] widmen die 14- bis 29-Jährigen heute nur noch maximal zehn Minuten am Tag der Zeitungslektüre. Menschen suchen gerne Verantwortliche für die zunehmende Veränderungen einer Branche, daher sollte man sich die Frage stellen ob das Internet allein Schuld für den Umbruch in der Medienwelt ist oder ob es noch weitere Ursachen gibt?“. Bei genauerer Betrachtung sieht man den Beginn der Veränderung bereits vor Erfindung des Internets im Jahr 1983 (siehe Abb.1). Damals hatte die deutsche Zeitungsbranche ihren Höhepunkt mit circa 30 Millionen Exemplaren. 2013, also 30 Jahre später werden nur noch 57 % des damaligen Zenits, nämlich 17 Millionen[7] Auflagen an potentielle Leser verkauft. Am Internet alleine kann der Niedergang also nicht liegen.

Technologische Entwicklungen, Deregulierungen und veränderte Nutzerpräferenzen haben in den letzten Jahren die Etablierung des Mediums Online also des Internets begünstigt. Die jetzige Elterngeneration (30-50 Jahre) war es von den Kinderschuhen auf gewöhnt, das man morgens bei dem Frühstück in eine Zeitung schaut um sich über das Vorgehen in der Welt zu informieren. Dadurch haben Sie das für ihr eigenes späteres Leben meist übernommen. Gleichzeitig kamen die neuen Medien hinzu und sind miteinander beinah verschmolzen, sodass die jüngere Genration zwar anfangs noch Zeitungen gesehen hat, aber die digitalen Medien offensichtlich überzeugender waren. Denn eins steht für Printmedien fest: Man muss die Kundschaft im jungen Alter anfixen, um sie zu Gewohnheitskonsumenten zu machen.

[...]


[1] Jacobi, Claus(1996): 50 Jahre Axel Springer Verlag.S. 209 ff.

[2] Jürgs, Michael(1995):Der Fall Springer.S.135.

[3] Boldt,Klais(2001):Kurz vorm Desaster,in:Manager Magazin, Nr. 9/01. S. 31 ff.

[4] Pressemitteilung(2013):„Axel Springer vollzieht Umwandlung in eine Europäische Aktiengesellschaft“

[5] Reitsam,Reiner(2014):„Die Daily Soap am Arbeitsplatz“.

[6] „Massenkommunikation 2011“ Verfügbar unter:http://www.media- perspektiven.de/6162.html.(Abgerufen am 19.07.2014).

[7]Patrick Bernau, Rainer Hank, Winand von Petersdorff(2014):„In eigener Sache“,FAZ,10.08.2014(online) (Abgerufen am: 12.08.2014).

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Der Wandel vom Print- zum digitalen Medienkonzern aufgezeigt an der Axel Springer AG / SE
Hochschule
SAE Berlin
Note
Pass
Autor
Jahr
2014
Seiten
14
Katalognummer
V414617
ISBN (eBook)
9783668656154
ISBN (Buch)
9783668656161
Dateigröße
861 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Digitaler Wandel, Axel Springer, Print zu Digital
Arbeit zitieren
Bianca Farchmin (Autor), 2014, Der Wandel vom Print- zum digitalen Medienkonzern aufgezeigt an der Axel Springer AG / SE, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414617

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