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Zusammenhang zwischen frühkindlichem Bindungsstil und partnerschaftlichen Beziehungen im Erwachsenenalter

Titel: Zusammenhang zwischen frühkindlichem Bindungsstil und partnerschaftlichen Beziehungen im Erwachsenenalter

Hausarbeit , 2017 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Madeleine Tran (Autor:in)

Psychologie - Entwicklungspsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie weit spielen die ersten Bindungen, die wir in der frühkindlichen Phase zu unseren ersten Bezugspersonen aufbauen noch in Partnerschaften im Erwachsenenalter eine Rolle? Diesen Zusammenhang soll die Arbeit näher anhand eines Fallbeispiels beleuchten und die Analyse auf die entwicklungspsychologische Perspektive ausrichten.

Dafür wird zunächst das Fallbeispiel von Sabine vorgestellt, während sich die Darstellung vor allem auf ihre aktuelle Beziehung konzentriert. Auf ihre vorangegangenen Beziehungen wird nur kurz Bezug genommen. Um einen Zusammenhang zwischen ihrem Verhaltensmuster in ihren Beziehungen im Erwachsenenalter herstellen zu können, werden zudem auch ihre Erzählungen aus der frühkindlichen Phase zusammengefasst, die zum Teil von ihren Eltern an Sabine überliefert wurden.

Anschließend wird die Falldarstellung mit Hilfe von wissenschaftlicher Literatur analysiert. Dazu werden Theorien aus der Entwicklungspsychologie zum Thema Bindung, Bindungsstile und Liebesstile genutzt, die zuvor dargestellt werden. Abschließend sollen die in der Einleitung vorangestellten Fragen beantwortet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Falldarstellung Sabine H.

3. Literaturdurchsicht

4. Vergleich Theorie vs. Praxis

5. Fazit und Aussicht

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen frühkindlichen Bindungserfahrungen und der Gestaltung partnerschaftlicher Beziehungen im Erwachsenenalter, mit dem Ziel, wiederkehrende negative Verhaltensmuster am Beispiel eines Falles wissenschaftlich zu erklären.

  • Entwicklungspsychologische Analyse frühkindlicher Bindungsmuster
  • Einfluss von Bindungsstilen auf die Partnerwahl und Beziehungsdynamik
  • Theorie der Liebesstile nach Lee im Kontext von Bindungsängsten
  • Vergleich zwischen theoretischen Modellen und biografischer Realität
  • Reflektion über Stabilität und Veränderbarkeit von Bindungsmustern

Auszug aus dem Buch

Bindungstheorie

Um mich der Frage zu nähern, worin diese wiederkehrenden Beziehungsmuster ihren Ursprung haben, möchte ich mir die Zeit genauer anschauen in der Menschen ihre ersten Beziehungen eingehen. In der frühkindlichen Phase, von 0 bis 3 Jahren, sind das Entwickeln von Bindungen und das Lernen von Bindungsverhalten der wichtigste soziale Erwerb in unserem Leben. Die erste Beziehung entwickelt ein Säugling in der Regel zur Mutter oder einer anderen Hauptbezugsperson. Sie bietet dem Kind Schutz, Trost und Fürsorge (David Meyers 2014).

Diese erste Bindung definiert Bowlby (2011, zitiert nach Lengning/Lüpschen 2012) demnach als „eine enge, länger andauernde Beziehung zu bestimmten Menschen, die nach Möglichkeit sowohl Schutz bieten als auch unterstützend wirken, wenn das Kind verunsichert oder traurig ist und dem Kind helfen, seine Emotionen zu regulieren“.

Nach Crowell und Waters (1994, zitiert von Meyers 2014) gibt eine Bindung Stärke. Worte oder Taten geben uns Zuversicht und Kraft: „Ich bin da. Mein Interesse gilt dir. Komme, was da kommen mag, ich unterstütze dich“.

Nach Bowlby (2011, zitiert nach Lengning/Lüpschen 2012) dient Bindung dazu, physische und psychische Kontakt herzustellen und aufrecht zu erhalten. Aus diesem Grund sieht er Bindung also nicht als Schwäche, sondern als eine Fähigkeit.

In dem Buch wird weiter beschrieben, wenn sich das Kind durch die Anwesenheit der Bezugsperson sicher fühlt und sich gewiss sein kann, mit ihr in Kontakt zu stehen, ist es ihm möglich zu spielen und seine Umwelt zu erkunden (Sroufe/Waters 1977, zitiert nach Lengning/Lüpschen 2012). Spielen und mit Neugier die Welt zu erkunden setzt zunächst Vertrauen in die Eltern voraus. Bindung zu den Eltern schafft somit Sicherheit, damit Neues erkundet werden kann und bietet gleichzeitig das Fundament dafür Wissen aufzunehmen (vgl. Bretherton 2011, zitiert nach Lengning/Lüpschen 2012).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob und wie frühkindliche Bindungserfahrungen das Beziehungsverhalten im Erwachsenenalter beeinflussen, und stellt das methodische Vorgehen anhand eines Fallbeispiels vor.

2. Falldarstellung Sabine H.: Dieses Kapitel beschreibt detailliert den biografischen Hintergrund und die aktuellen Beziehungsprobleme der Probandin, wobei insbesondere ihre Verlustängste und ihr ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis beleuchtet werden.

3. Literaturdurchsicht: Es werden zentrale wissenschaftliche Theorien wie die Bindungstheorie nach Bowlby und Ainsworth sowie die Liebesstile nach Lee erläutert, um den theoretischen Rahmen für die Analyse zu schaffen.

4. Vergleich Theorie vs. Praxis: In diesem Teil wird die Lebenswirklichkeit der Probandin mit den theoretischen Modellen verknüpft, um ihr Verhalten als unsicher-ambivalentes Bindungsmuster zu identifizieren.

5. Fazit und Aussicht: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Stabilität von Bindungsmustern sowie die Möglichkeit, durch Reflexion neue Wege in der Beziehungsgestaltung zu finden.

Schlüsselwörter

Bindungstheorie, Frühkindliche Bindung, Bindungsstil, Partnerschaft, Liebesstile, Entwicklungspsychologie, Verlustangst, Selbstwertgefühl, Urvertrauen, Beziehungsdynamik, Ambivalent-ängstliche Bindung, Bindungsangst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den kausalen Zusammenhang zwischen frühkindlichen Erfahrungen mit Bezugspersonen und der Art und Weise, wie ein Individuum Partnerschaften im Erwachsenenalter führt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Bindungstheorie, die verschiedenen Bindungsstile (sicher, vermeidend, ambivalent-ängstlich) sowie das Konzept der Liebesstile.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das scheiternde Beziehungsmuster einer exemplarischen Person anhand entwicklungspsychologischer Theorien zu analysieren und zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die qualitative Methode der Falldarstellung, die durch eine fundierte Literaturanalyse ergänzt wird, um psychologische Zusammenhänge herzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Probandin, die theoretische Fundierung durch Fachliteratur und die Anwendung dieser Theorien auf den konkreten Fall.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Bindungstheorie, Bindungsstil, Verlustangst, Liebesstil Mania und Urvertrauen.

Wie lässt sich Sabines Bindungstyp einordnen?

Sabine wird als unsicher-ambivalent-ängstlich gebunden eingeordnet, da ihr Verhalten durch starke Verlustängste und ein extremes Bedürfnis nach Kontrolle und Bestätigung geprägt ist.

Welche Rolle spielt die Kindheit für die aktuelle Situation der Probandin?

Ihre Kindheit, geprägt von einer hohen Fixierung auf die Mutter und unvorhersehbarem familiärem Verhalten, legte den Grundstein für ihr heutiges Bedürfnis nach ständiger Nähe bei gleichzeitigem Misstrauen.

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Details

Titel
Zusammenhang zwischen frühkindlichem Bindungsstil und partnerschaftlichen Beziehungen im Erwachsenenalter
Note
1,3
Autor
Madeleine Tran (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
13
Katalognummer
V414653
ISBN (eBook)
9783668661653
ISBN (Buch)
9783668661660
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frühkindliche Bindung Bindungsstil Bindung Partnerschaft Unsichere Bindung Prägung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Madeleine Tran (Autor:in), 2017, Zusammenhang zwischen frühkindlichem Bindungsstil und partnerschaftlichen Beziehungen im Erwachsenenalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414653
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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