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Die Bedeutung der Kirche in der DDR. Ein historischer Umriss

Titel: Die Bedeutung der Kirche in der DDR. Ein historischer Umriss

Facharbeit (Schule) , 2017 , 12 Seiten

Autor:in: Jessica Saroufim (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg
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„Religion ist das Opium des Volkes“. Schon durch dieses Zitat von Karl Marx wird eine gewisse Feindlichkeit zwischen den Kirchen und der Grundlage eines kommunistischen bzw. realsozialistischen Regimes ausgedrückt. Doch welch großen Effekt solch eine Gemeinde auf ein ganzes System haben? Kann es vielleicht das Schicksal eines ganzen Landes verändern?

Im Rahmen dieser Arbeit wird die These vertreten, dass die Opposition der evangelischen Kirche im Laufe der Jahre mithilfe ihrer Anhänger zum Verfall der Diktatur in der DDR führte. Zuerst wird zur Erläuterung der Anfang der DDR im Jahre 1949 bis 1969 im Bezug auf der Kirche beschrieben, die entstehende Konflikte zwischen Staat und Kirche und die daraus folgende Reaktion der Kirche hervorgehoben. Es folgt eine Ausarbeitung der Zeit der bedingten „Ruhe“ bzw. der Zeit, in der der Staat und die Kirche einen Kompromiss gesucht haben. Zum Schluss wird Zeit der Wende ab den 80er Jahren behandelt, die die friedliche Revolution und das Ende der DDR umfasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung zum Thema

2. Der Anfang (1945-1969)

3. Kirche im Sozialismus (70er)

4. Jahre der Wende (80er)

5. Bestätigung der These und Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle der evangelischen Kirche als Opposition zur SED-Diktatur in der DDR und analysiert, inwieweit diese durch ihre Unterstützung der Friedensbewegung zum Fall des Regimes beigetragen hat.

  • Historische Entwicklung des Konflikts zwischen Kirche und Staat (1945-1969)
  • Die Phase der Koexistenz und der "Kirche im Sozialismus" in den 1970er Jahren
  • Die Kirche als Schutzraum für Oppositionelle und Friedensaktivisten in den 1980er Jahren
  • Die Rolle der Friedensgebete und der Kirche während der friedlichen Revolution 1989
  • Reflexion über die transformative Kraft religiöser Institutionen in autoritären Systemen

Auszug aus dem Buch

4. Jahre der Wende (80er)

Alles ging gut, bevor sich der Staat entschied, dass der Wehrunterricht weiter geführt werden muss und die Selbstverbrennung von Oskar Brüsenetz am 22. August 1976 als Rebellion gegen das System. Hinzu kam noch die Debatte über die atomare Aufrüstung in Ost und West 1979. Neben dem Konflikt mit der Kirche ging es dem Staat sowohl innenpolitisch als auch außenpolitisch schlecht.“ Außenpolitisch war die DDR-Führung isoliert, die Staatsfinanzen waren weitgehend ruiniert, die systemstabilisierende Sozialpolitik kaum mehr fortführbar und die Wirtschaftsentwicklung unter den mehr und mehr ausschlaggebenden Weltmarktbedingungen sehr zweifelhaft.“16 Das Volk war unzufrieden und die Korruption überfüllte das Land. Somit markierten diese Ereignisse den Beginn der Friedensbewegung.

Es begannen sich Oppositionsgruppen zu bilden und junge Leute schlossen sich diese Gruppen an und „Man darf nicht vergessen, dass diese Akzeptanz der Kirche als selbsständige Organisation ihr dann ja die Möglichkeit gab in ihren Räumen zu entscheiden, was dort geschieht (...)“17. Sie öffnete ihre Räume für die Oppositionellen, denn die Kirche war der einzige Ort, wo freie Meinungsäußerung, selbsständiges Denken und offene Auseinandersetzungen akzeptiert wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung zum Thema: Die Autorin legt die Motivation für das Thema dar, zieht Vergleiche zur Rolle religiöser Institutionen in Ägypten und formuliert die These, dass die Kirche zum Verfall der DDR beigetragen hat.

2. Der Anfang (1945-1969): Dieses Kapitel beschreibt die Eskalation der Konflikte zwischen Staat und Kirche durch restriktive Maßnahmen der SED und die Unterdrückung christlicher Akteure.

3. Kirche im Sozialismus (70er): Hier wird die Phase der vorsichtigen Entspannung und die Entwicklung der Formel „Kirche im Sozialismus“ als Versuch der Koexistenz analysiert.

4. Jahre der Wende (80er): Das Kapitel beleuchtet, wie die Kirche zur zentralen Anlaufstelle für die wachsende Opposition wurde und die friedliche Revolution aktiv begleitete.

5. Bestätigung der These und Schlussfolgerung: Die Autorin bestätigt ihre Ausgangsthese und reflektiert über die universelle Bedeutung des kirchlichen Widerstands im Vergleich zu anderen Systemen.

Schlüsselwörter

DDR, SED, Evangelische Kirche, Opposition, Friedliche Revolution, Sozialismus, Otto Dibelius, Friedensbewegung, Wende, Widerstand, Unterdrückung, Diktatur, Glaubensfreiheit, Kirchenleitung, Staat-Kirche-Verhältnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das ambivalente Verhältnis zwischen der evangelischen Kirche und der SED-Herrschaft in der DDR von 1949 bis zum Mauerfall 1989.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind staatliche Repression gegen Christen, der Begriff „Kirche im Sozialismus“ und die Rolle kirchlicher Räume als geschützter Ort für politische Opposition.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu belegen, dass die evangelische Kirche durch ihre Oppositionsarbeit maßgeblich zum Verfall der DDR-Diktatur beigetragen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Primärquellen, Zeitzeugenaussagen und historischer Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch drei Phasen: die frühe Repression, die Entspannungsphase der 70er Jahre und die Rolle der Kirche bei der friedlichen Revolution in den 80er Jahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

DDR, evangelische Kirche, Opposition, Widerstand, Friedliche Revolution und SED-Herrschaft.

Welche besondere Bedeutung hatte die Nikolaikirche in Leipzig?

Die Nikolaikirche diente als Ausgangspunkt der montäglichen Friedensgebete, die sich zum zentralen Treffpunkt der Protestbewegung entwickelten.

Welchen Vergleich zieht die Autorin zur ägyptischen Revolution 2011?

Die Autorin vergleicht die Rolle von religiösen Institutionen (Moschee vs. Kirche) als Zentren des zivilgesellschaftlichen Widerstands gegen korrupte und diktatorische Regime.

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Details

Titel
Die Bedeutung der Kirche in der DDR. Ein historischer Umriss
Autor
Jessica Saroufim (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
12
Katalognummer
V414665
ISBN (eBook)
9783668653986
ISBN (Buch)
9783668653993
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bedeutung kirche umriss sozialismus diktatur DDR BRD evangelische katholische otto dibelius Sowjetunion revolution friedliche friedensgebete leipzig verfall pfingstenbrief
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jessica Saroufim (Autor:in), 2017, Die Bedeutung der Kirche in der DDR. Ein historischer Umriss, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414665
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Leseprobe aus  12  Seiten
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