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Der Wandel der Familie und die Folgen für den Sozialisationsprozess

Title: Der Wandel der Familie und die Folgen für den Sozialisationsprozess

Term Paper , 2005 , 20 Pages , Grade: 2

Autor:in: Charisma Capuno (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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„Die Familie ist ein Sozialgebilde, dessen Struktur innerhalb der Gesellschaftsordnung durch Stabilität und Kontinuität gekennzeichnet ist.“ Dieser Tatbestand macht eine Familie zu einer Institution. Doch wie stabil und kontinuierlich ist diese Institution heutzutage wirklich, wenn Ehescheidungen weltweit zunehmen und dadurch Elternteile wegfallen, oder durch die Wiederheirat eines Elternteils neue Personen in den Lebensraum der Kinder eindringen? Immerhin gilt die Familie als die wichtigste Sozialisationsinstanz, „... die auch maßgeblich die Weichen für die spätere soziale Platzierung des Individuums stellt“. Wird der Sozialisationsprozess nicht dadurch gestört?
In Zusammenhang mit der Veranstaltung „Einführung in die Bildungssoziologie I – Individuum und Gesellschaft“ möchte ich mich mit dem Thema Der Wandel der Familie und die sich daraus ergebenden Folgen für die Sozialisation auseinandersetzen. Dazu dient mir das Buch „Familie heute - Wandel der Familienstrukturen und Folgen für die Erziehung“ von R. NAVE-HERZ als Grundlage. Allerdings ist dieses Thema sehr weitläufig. Deswegen kann diese Arbeit nur einen Überblick darstellen, da sie sonst den mir erlaubten Umfang sprengen würde.

Der Titel dieser Arbeit beinhaltet also die Entwicklung der „Familie“ im historischen Kontext. Aus verschiedenen Formen der Großfamilie, hat sich heute die klassische Vater-Mutter-Kind-Familie entwickelt. Oder gilt diese auch schon für überholt? Tatsache ist doch, dass sich seitdem auch neue Lebens- und Familienformen, wie nichteheliche Lebensgemeinschaften, Ein-Personen-Haushalte, Alleinerziehende und allein herumirrende Elternteile, gleichgeschlechtliche Eltern usw. hervorgehoben haben. Diese Entwicklung hat nicht nur einen veränderten Familienbegriff, sondern auch eine veränderte Familienstruktur zur Folge.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Zum Begriff „Familie“

2. Der Wandel der Familie als Ausdruck von gesellschaftlichen Veränderungsprozessen

2.1. Nichteheliche Lebensgemeinschaften

3. Die Bedeutung der Familie im Sozialisationsprozess

3.1. „Neue“ Familienformen und die Folgen für die Sozialisation

3.1.1. Alleinerziehende

3.1.2. Stieffamilien

3.1.3. Gleichgeschlechtliche Eltern: Eine neue Lebensform?

3.2. Erwerbstätige Mütter und die Auswirkungen auf die Kinder

4. Der Wandel elterlicher Erziehungsziele und Erziehungsverhalten: Von der Prügelstrafe zur Verhandlungsstrategie

5. Schluss

6. Quellenangabe

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen und soziologischen Wandel der Familienstrukturen und analysiert, inwieweit veränderte Familienformen den Sozialisationsprozess von Kindern beeinflussen. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob der Verlust traditioneller Familienkonzepte zwangsläufig zu Störungen in der kindlichen Entwicklung führt oder ob alternative Lebensformen ebenso stabile Grundlagen für das Heranwachsen bieten.

  • Historische Entwicklung des Familienbegriffs und der Kernfamilie.
  • Analyse neuer Lebensformen wie Alleinerziehende und Stieffamilien.
  • Einfluss der elterlichen Erwerbstätigkeit auf die kindliche Entwicklung.
  • Wandel von autoritären Erziehungsmethoden hin zu Verhandlungsstrategien.
  • Soziologische Einordnung von Sozialisationsprozessen in modernen Familienstrukturen.

Auszug aus dem Buch

3.1.2. Stieffamilien

Auch Stieffamilien gab es schon immer und waren früher sogar verbreiteter als heute. Aufgrund von Geburtskomplikationen, Kindbettfiber u. a. m. hatten Frauen in den vorigen Jahrhunderten nur eine geringe Lebenserwartung, so dass es damals mehr Stiefmutterfamilien gab als Familien mit einem Stiefvater. Aus dem gleichen Grund, warum es heute mehr Mutter- als Vater-Familien gibt, ist die Verteilung heute genau umgekehrt (s. Kap. 3.1.1.).

Eine Stieffamilie ist eine eigenständige Familienform, in die zumindest einer der Partner mindestens ein Kind in die neue Partnerschaft mitbringt. Dabei ist es nicht wichtig, ob die Partnerschaft eine eheliche Basis hat oder nicht. Da diese Familienform also aus zwei Erwachsenen und einem oder mehreren Kindern besteht, wirkt sie nach außen hin wie eine ganz normale und vollständige Kernfamilie. Doch es sind große Unterschiede vorhanden.

Den größten Unterschied stellen wohl die offenen Systemgrenzen dar. Während in „Normal“-Familien grundsätzlich Klarheit darüber herrscht wer zur Familie gehört und wer nicht, herrscht diesbezüglich bei den Mitgliedern einer Stieffamilie oft kein Konsens; „… die einen mögen den außenstehenden Elternteil oder die in seinem Haushalt lebenden Geschwister zur eigenen Familie rechnen, die anderen nicht.“ Außerdem gibt es immer einen abwesenden Elternteil, der allein deswegen immer Einfluss auf die neue Familie hat, weil eine Verschiebung der Paar- und Elternebene stattfindet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Strukturwandels der Familie ein und definiert die Familie als zentrale Sozialisationsinstanz, deren Stabilität durch gesellschaftliche Veränderungen in Frage gestellt wird.

2. Der Wandel der Familie als Ausdruck von gesellschaftlichen Veränderungsprozessen: Das Kapitel erläutert die soziologischen Hintergründe der De-Institutionalisierung und Individualisierung, die zur Entstehung vielfältiger Lebensformen beigetragen haben.

3. Die Bedeutung der Familie im Sozialisationsprozess: Hier werden unterschiedliche Familienformen wie Alleinerziehende, Stieffamilien und gleichgeschlechtliche Eltern sowie die Auswirkungen der mütterlichen Erwerbstätigkeit auf die Entwicklung von Kindern detailliert untersucht.

4. Der Wandel elterlicher Erziehungsziele und Erziehungsverhalten: Von der Prügelstrafe zur Verhandlungsstrategie: Dieses Kapitel beschreibt den historischen Übergang von autoritärer Erziehung hin zu kooperativen Verhandlungsstrategien zwischen Eltern und Kindern.

5. Schluss: Das Fazit stellt fest, dass die Familienform an sich nicht ausschlaggebend für die gesunde Entwicklung eines Kindes ist, sondern vielmehr die Qualität der häuslichen Atmosphäre und Zuwendung.

6. Quellenangabe: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Online-Quellen.

Schlüsselwörter

Familie, Sozialisation, Strukturwandel, Alleinerziehende, Stieffamilien, Erziehung, Kindheitsentwicklung, Individualisierung, De-Institutionalisierung, Familienformen, Rollenverteilung, Verhandlungsstrategie, Mutter-Kind-Bindung, Gesellschaftlicher Wandel, Sozialisationsinstanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Wandel von Familienstrukturen und dessen Einfluss auf die Sozialisation von Kindern im soziologischen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Familie, moderne Familienformen, Erziehungsziele sowie die Auswirkungen von Scheidung und mütterlicher Erwerbstätigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen alternativen Familienstrukturen und der kindlichen Entwicklung zu prüfen und zu hinterfragen, ob traditionelle Familienformen zwingend notwendig für eine gesunde Sozialisation sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die auf soziologischen Fachpublikationen und empirischen Studien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Familienkonstellationen wie Alleinerziehende und Stieffamilien sowie den Wandel von Erziehungsmethoden hin zu mehr Partizipation und Verhandlung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialisation, Familienwandel, Erziehungsziele, Stieffamilien und die Bedeutung der häuslichen Atmosphäre.

Warum haben Stieffamilien oft größere Probleme bei der Identitätsfindung?

Stieffamilien leiden häufig unter offenen Systemgrenzen und dem Fehlen einer gemeinsamen Vergangenheit, was zu Konflikten bei der Rollenverteilung zwischen Stiefeltern und Kindern führen kann.

Welche Rolle spielen Scheidungskinder bei der Betrachtung des Wandels?

Die Autorin stellt fest, dass Scheidungskinder durch die vorangegangene Konfliktphase stärker belastet sein können als Kinder, die von Beginn an in alternativen Familienformen aufwachsen.

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Details

Title
Der Wandel der Familie und die Folgen für den Sozialisationsprozess
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Course
Bildungssoziologie
Grade
2
Author
Charisma Capuno (Author)
Publication Year
2005
Pages
20
Catalog Number
V41467
ISBN (eBook)
9783638397193
Language
German
Tags
Wandel Familie Folgen Sozialisationsprozess Bildungssoziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Charisma Capuno (Author), 2005, Der Wandel der Familie und die Folgen für den Sozialisationsprozess, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41467
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