Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Economic and Social History

Der transatlantische Sklavenhandel als Antriebsmotor der Globalisierung

Title: Der transatlantische Sklavenhandel als Antriebsmotor der Globalisierung

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 24 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Miriam Fonfe (Author)

Business economics - Economic and Social History
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit liegt der Schwerpunkt auf der Sklaverei in den USA. Das erste Kapitel bietet einen Überblick über die Entwicklung des transatlantischen Sklavenhandels im Allgemeinen. Er betrachtet die Geschichte der Sklaverei von der Antike und liefert Zahlen die den Anteil der einzelnen Kolonialstaaten am transatlantischen Sklavenhandel belegen. Anschliessend wird im zweiten Teil der Fokus ausschließlich auf die USA gelegt. Es wird zunächst die Hauptthese erörtert, die besagt, daß die verstärkte europäische Nachfrage nach Baumwolle die Verbreitung der Sklaverei in den US -Staaten bedingte. Bei der Analyse des Aufstiegs der englischen Textilwirtschaft wird auch herausgearbeitet , wie sich die Ausweitung des Handels über mehrere Kontinente mit der merkantilistischen Wirtschaftspolitik vereinbaren lies.

Im Anschluss daran werden die entscheidenden Kennzeichen der Sklaverei der USA bestimmt, die soziale Stellung der Sklaven beleuchtet und die Abolitionsgeschichte des Landes genauer betrachtet. Ziel der Arbeit ist es die Besonderheiten der Sklaverei in den USA heraus zuarbeiten, die sowohl den Aufstieg als auch ihren langsamen Fall bedingten. Um diesen Anspruch gerecht zu werden, ist nötig entsprechende Vergleiche zu anderen Ländern heranzuziehen, denn erst hierdurch können manche Sachverhalte klar dargelegt werden. So wird der gedankliche bzw. der argumentative Bogen im einzelnen etwas weiter gespannt. Die Verfasserin hält dieses Vorgehen bei einigen Teilaspekten für unabdingbar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Darstellung der Arbeit

1.2 Einleitung

2 Die Sklaverei in der „Neuen Welt"

2.1 Vergleich mit der Sklaverei in der Antike

2.2 Grundzüge der Entwicklung des transatlantischen Sklavenhandels

3 Sklaverei in den USA

3.1 Europäische Industrialisierung als Antrieb der Sklaverei in den USA

3.2 Die USA – Vom Tabak zur Baumwolle

3.3 The Cotton Kingdom – Auswirkungen der Sklaverei auf die Gesellschaft der Südstaaten

3.4 Abolition, innerer Sklavenmarkt und Rassismus– der lange Weg zur Abschaffung der Sklaverei

4 Schlußbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die spezifischen Besonderheiten der Sklaverei in den USA sowie deren maßgeblichen Einfluss auf den wirtschaftlichen Aufstieg und den späteren gesellschaftlichen Wandel des Landes zu analysieren und kritisch zu hinterfragen.

  • Transatlantischer Sklavenhandel als globaler Wirtschaftsfaktor
  • Wechsel der US-Agrarwirtschaft von Tabak hin zur Baumwollproduktion
  • Die Rolle der europäischen Industrialisierung als Antrieb für Sklavenarbeit
  • Soziale Auswirkungen der Sklaverei und die Ausbildung einer Rassenideologie
  • Kulturelle Identitätsbildung unter versklavten Menschen in den USA

Auszug aus dem Buch

3.2 Die USA – Vom Tabak zur Baumwolle

Die ersten Sklaven kamen bereit 1606 zusammen mit den ersten Siedlern und noch vor der „Mayflower“ nach Virginia. Der Anteil der Sklaven von Virginia, Maryland und Carolinas stieg, gemessen der Gesamtzahl der Neuimigranten, in der Zeit von 1661 bis 1710 von Null auf rund ein Drittel. Zunächst fand man Plantagen auf denen schwarze Sklaven arbeiteten in den sogenannten „Chesapeake Bay colonies“ Maryland und Virginia, in denen Tabak schnell das am stärksten exportierte Gut geworden war.

„American tabacco importet by england rose from 2,500 pounds in 1606 to a peak of 105 million pounds in 1771“

Allein in den Chesapeake-Kolonien stieg der Export von Tabak in der zweiten Hälfte des 17 Jahrhunderts um das Doppelte. Wegen der guten Gewinne breitete sich die Sklaverei mit den Siedlern weiter nach Süden in die Staaten North Carolina, Georgia und South Carolina aus. Dort wurde zunächst vor allem Reis angebaut.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Diese Einleitung skizziert den Forschungsgegenstand, die methodische Vorgehensweise und den aktuellen Forschungsstand zum transatlantischen Sklavenhandel.

2 Die Sklaverei in der „Neuen Welt": Das Kapitel vergleicht die antike Sklaverei mit der neuzeitlichen Plantagensklaverei und beschreibt die Entstehung des globalen Dreieckshandels.

3 Sklaverei in den USA: Hier wird der Fokus auf die US-amerikanische Geschichte gelegt, wobei die Abhängigkeit von der Baumwollproduktion und die Entwicklung rassistischer Ideologien im Mittelpunkt stehen.

4 Schlußbemerkungen: Die Autorin zieht ein Fazit über die historische Bedeutung der Sklaverei für die Weltwirtschaft und diskutiert die späte Aufarbeitung und die Debatte um mögliche Reparationsforderungen.

Schlüsselwörter

Transatlantischer Sklavenhandel, Sklaverei, USA, Globalisierung, Baumwollanbau, Plantagenwirtschaft, Rassismus, Abolition, Dreieckshandel, Industrielle Revolution, Tabakanbau, Sklavengesellschaft, Wirtschaftsgeschichte, Menschenrechte, Reparationen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Geschichte und die sozioökonomischen Auswirkungen des transatlantischen Sklavenhandels mit einem speziellen Fokus auf die Entwicklung der Sklaverei in den USA.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Kernpunkten gehören die wirtschaftliche Abhängigkeit der europäischen Industrialisierung von Sklavenarbeit, der Übergang vom Tabak- zum Baumwollanbau in den USA und die gesellschaftliche Etablierung rassistischer Ideologien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die besonderen Bedingungen der Sklaverei in den USA aufzuzeigen, die sowohl den massiven wirtschaftlichen Aufstieg ermöglichten als auch die Basis für langanhaltende soziale Spannungen bildeten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf der Auswertung bestehender Fachliteratur und historischer Studien, um die wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhänge des Sklavenhandels methodisch zu erschließen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine historische Herleitung der Sklaverei, gefolgt von einer detaillierten Analyse der US-amerikanischen Situation, insbesondere hinsichtlich der Plantagenwirtschaft und der Sklavenkultur.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Globalisierung durch Handel, der Einfluss merkantilistischer Wirtschaftspolitik auf Sklavenhaltung und der strukturelle Rassismus.

Warum spielt die Baumwolle für die US-Sklaverei eine so zentrale Rolle?

Die Arbeit erklärt, dass der technologische Fortschritt in der englischen Textilindustrie eine explodierende Nachfrage nach Baumwolle erzeugte, was die Sklaverei im Süden der USA für die Plantagenbesitzer wirtschaftlich unverzichtbar machte.

Wie unterscheidet sich die Sklavenhaltung in den USA von anderen Regionen?

Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal ist laut Arbeit die hohe natürliche Wachstumsrate der Sklavenbevölkerung in den USA im Vergleich zur Karibik, was die Sklavenhalter dort unabhängiger von Importen machte.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Sklavenhandel und heutigen Reparationsforderungen?

Ja, die Arbeit thematisiert im Fazit, dass die historische Debatte um Schuld und Unrecht zunehmend in juristische Sammelklagen mündet, da die transatlantische Sklaverei als ein Gemeinschaftsprojekt der damaligen Staaten angesehen wird.

Excerpt out of 24 pages  - scroll top

Details

Title
Der transatlantische Sklavenhandel als Antriebsmotor der Globalisierung
College
LMU Munich  (Wirtschafts- und Sozialgeschichte)
Course
Globalisierung
Grade
2,3
Author
Miriam Fonfe (Author)
Publication Year
2002
Pages
24
Catalog Number
V41479
ISBN (eBook)
9783638397278
ISBN (Book)
9783638762458
Language
German
Tags
Sklavenhandel Antriebsmotor Globalisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Miriam Fonfe (Author), 2002, Der transatlantische Sklavenhandel als Antriebsmotor der Globalisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41479
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  24  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint