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Führt Globalisierung zu mehr weltweiter Ungleichheit?

Eine Darstellung mit Bezug zu aktuellen historischen Studien (Stand 2005)

Titre: Führt Globalisierung zu mehr weltweiter Ungleichheit?

Dossier / Travail de Séminaire , 2005 , 22 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Jan Stoye (Auteur)

Sociologie - Système social et Structure sociale
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Die Literatur zu diesem Thema ist sehr umfangreich, hat aber meist einen ziemlich begrenzten Focus. Zahlreiche Arbeiten beschäftigen sich mit den Auswirkungen der Globalisierung auf die reichen Industrieländer oder vorübergehenden Ereignissen wie der Asienkrise. Um die komplexen Vorgänge der Globalisierung zu untersuchen ist jedoch meiner Meinung nach eine globale, lange Zeiträume umfassende Sichtweise notwendig. Deshalb stützt sich diese Arbeit vor allem auf aktue lle historische Studien. Besonders nützlich waren in dieser Hinsicht ) UDQoois Bourguignon und Christian Morrisson (1999), Kevin H. O´Rourke ( 2001) und Peter H.Lindert /Jeffrey G Williamson (2001) mit ihren Arbeiten zur Globalisierung seit 1820. Um die Effekte der Globalisierung besser abzugrenzen von denen der Industrialisierung und des spezifischen institutionellen Rahmens wird in dieser Arbeit auch die Ungleichheit in protektionistischen Phasen untersucht. Der Abschnitt zu Lateinamerika bezieht sich vor allem auf die Arbeiten von Adrian Wood (1997), Jörg Baten (2002) und Raymond Robertson (2004). Ungleichheit in den wirtschaftlich am engsten verflochtenen Staaten stehen im Mittelpunkt der OECD-Studie von Jean Marc Burniaux (1998). Roland Vaubel (2005) leitet die daraus folgenden sozialpolitischen Konsequenzen ab. Mit der weltweiten Entwicklung der Ungleichheit seit 1980 beschäftigt sich die aktuellen Weltbank-Untersuchung von David Dollar (2004). Die umfangreichsten empirischen Befunde liefert hierzu Xavier Sala- i-Martin (2002).

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Maßstäbe für globale Ungleichheit

2.1. Ungleichheit innerhalb von Staaten

2.2. Ungleichheit zwischen Staaten

2.3. Ungleichheit zwischen Individuen

3. Entwicklung der Ungleichheit 1820-1913

3.1. Ungleichheit in Europa

3.2. Ungleichheit in der Neuen Welt

3.3. Ungleichheit in der Peripherie

3.4. Ungleichheit zwischen Staaten und Individuen

4. Protektionismus und Ungleichheit

4.1. 1914-1950

4.2. Lateinamerika

5. Öffnung und Ungleichheit: Die zweite Globalisierung

5.1. Die neuen Rahmenbedingungen

5.2. OECD- Staaten 1970-2000

5.3. Entwicklungsländer

5.4. Weltweite Ungleichheit zwischen Individuen und zwischen Staaten

6. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexen Auswirkungen der Globalisierung auf die weltweite Ungleichheit seit dem Jahr 1820. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob die Globalisierung zu einer Zunahme der weltweiten Ungleichheit führt, wobei insbesondere die historischen Zusammenhänge zwischen Handelsöffnung, Faktormobilität und institutionellen Rahmenbedingungen analysiert werden.

  • Historische Entwicklung der Einkommensungleichheit seit 1820
  • Einfluss von Protektionismus auf die nationale und internationale Ungleichheit
  • Rolle der Faktorausstattung und institutioneller Faktoren bei der Einkommensverteilung
  • Analyse der zweiten Globalisierungswelle (ab 1950) und ihre Auswirkungen auf OECD-Staaten sowie Entwicklungsländer
  • Überprüfung der weltweiten "Kuznetskurve" im Kontext der zunehmenden Marktintegration

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Die Globalisierung ist eines der meist diskutierten Themen der Gegenwart. Kaum eine Diskussion wird in der Wissenschaft und der Öffentlichkeit teilweise so emotional geführt, kaum eine polarisiert so stark. Vor allem ihre ökonomischen Effekte auf den Lebensstandard der Menschen werden kontrovers debattiert. Es scheint manchmal, als ob es sich dabei um zwei verschiedene Globalisierungen handeln würde. Eine welche die Menschen ungleicher macht und eine welche die Menschen gleicher macht. Die Kritiker weisen meist darauf hin, das die Reichen immer reicher werden und die Einkommensschere deshalb immer weiter auseinander gehe. Diese Einkommenszuwächse der oberen 5 Prozent seien das Ergebnis der Umverteilung von unten nach oben.

Nun ist der Einkommensanteil der reichsten 5 % der Menschheit seit 1820 tatsächlich von 32,2 auf 36 % gestiegen. Von einer gigantischen Umverteilung kann also kaum die Rede sein. Aber es ist richtig, das der Gini-Index für weltweite Ungleichheit in historischer Perspektive seit 1820 von 0,504 (dem Beginn der Öffnung wichtiger Staaten nach dem Wiener Kongress) bis 1980 auf 0.663 gestiegen ist. Und weil das so war, werde es immer so weiter gehen, so Noam Chomsky.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der kontroversen Debatte über die Auswirkungen der Globalisierung auf die weltweite Einkommensverteilung und Formulierung der zentralen Forschungsfrage.

2. Maßstäbe für globale Ungleichheit: Analyse der methodischen Herausforderungen bei der Messung von Ungleichheit, insbesondere bei der Abgrenzung zwischen Individuen und Staaten sowie der Bedeutung von Kaufkraftparitäten.

3. Entwicklung der Ungleichheit 1820-1913: Untersuchung der ersten Globalisierungswelle und der unterschiedlichen Effekte auf europäische Industrieländer sowie die Länder der Neuen Welt durch den Faktorausgleich.

4. Protektionismus und Ungleichheit: Betrachtung der Phase zwischen 1914 und 1950, in der protektionistische Maßnahmen und die De-Globalisierung zu einer Veränderung der Ungleichheitsmuster führten.

5. Öffnung und Ungleichheit: Die zweite Globalisierung: Analyse der Rahmenbedingungen ab 1950, der spezifischen Situation in OECD-Staaten, der Entwicklungsländer sowie der weltweiten Ungleichheitsentwicklung bis 2000.

6. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Synthese der Ergebnisse zur weltweiten Kuznetskurve und Bedeutung der Institutionen für die Teilhabe am globalen Wohlstand.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Einkommensungleichheit, Weltwirtschaft, Handelsliberalisierung, Faktorausgleich, Gini-Index, Kuznetskurve, Institutionen, Protektionismus, OECD, Entwicklungsländer, Kaufkraftparität, Wirtschaftswachstum, Armutsbekämpfung, Industrialisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung und die ökonomischen Treiber der weltweiten Einkommensungleichheit im Kontext der Globalisierung von 1820 bis ins Jahr 2000.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Einfluss von Handelsoffenheit, Migration, Kapitalverkehr sowie der Qualität nationaler Institutionen auf die Verteilung von Einkommen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob die Globalisierung zu einer Zunahme der weltweiten Ungleichheit führt oder ob sie langfristig durch Markteinbindung zu einem Abbau von Disparitäten beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturanalyse und der Auswertung aktueller historischer empirischer Studien internationaler Ökonomen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in historische Phasen der Globalisierung (1820-1913, 1914-1950, sowie ab 1950) und untersucht jeweils spezifisch die Ungleichheitsentwicklungen in Industrie- und Entwicklungsländern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Globalisierung, Gini-Index, Faktorausgleich, Kuznetskurve und institutionelle Rahmenbedingungen geprägt.

Warum unterscheidet der Autor zwischen der ersten und zweiten Globalisierungswelle?

Da sich die Mechanismen des Faktorausgleichs verschoben haben: von Massenmigration in der ersten Welle hin zu Handel und Direktinvestitionen in der zweiten Welle.

Welche Rolle spielt China bei der globalen Ungleichheitsentwicklung?

China wird als zentraler Treiber für die Verringerung der weltweiten Ungleichheit identifiziert, da sein rasantes Wachstum seit den 1980er Jahren Millionen Menschen aus der Armut befreite.

Warum konnte Lateinamerika laut Autor bisher weniger profitieren?

Der Autor führt dies auf unzureichende Institutionen, eine privilegierte Oberschicht und eine ineffektive, teilweise nur partielle Öffnung des Handels zurück.

Welche Rolle spielen Institutionen für den Erfolg der Globalisierung?

Sie sind entscheidend, da sie den Zugang zu Bildung und den Rechtsrahmen bestimmen, welche notwendig sind, damit die ärmsten Schichten vom Wirtschaftswachstum profitieren können.

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Résumé des informations

Titre
Führt Globalisierung zu mehr weltweiter Ungleichheit?
Sous-titre
Eine Darstellung mit Bezug zu aktuellen historischen Studien (Stand 2005)
Université
Dresden Technical University  (Institut für Soziologie)
Cours
Hauptseminar: Sozialstruktur im europäischen Vergleich
Note
1,3
Auteur
Jan Stoye (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
22
N° de catalogue
V41510
ISBN (ebook)
9783638397537
ISBN (Livre)
9783638656078
Langue
allemand
mots-clé
Führt Globalisierung Ungleichheit Hauptseminar Sozialstruktur Vergleich
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jan Stoye (Auteur), 2005, Führt Globalisierung zu mehr weltweiter Ungleichheit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41510
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