Serielle Elemente und inhaltliche Zusammenfassung von "How I met your mother"


Seminararbeit, 2018

17 Seiten, Note: 3,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung
Beschreibung

Serienstart
Serielle Elemente
voice-over
Analepse
Prolepse
Running gag
Der Witz
Laugh Track
Zopfdramaturgie
Cliffhanger
Binnencliff
Fade to black
Closure
Cutaway Scene
Schnitt
Harter Schnitt
Abblende
Überblendung
Hintergrundmusik
Doppelfolge
Zeitraffer

Weitere Besonderheiten

Wendungen

Das Ende

Résumé

Literaturverzeichnis

Quellenverzeichnis:

Einleitung

How I Met Your Mother (kurz: HIMYM), entwickelt von Carter Bays und Craig Thomas[1], war mehrere Jahre ein typisches Beispiel für eine von Erfolg gekrönte TV-Serie, an der sich hunderttausende Menschen erfreuten. Sie war Bestandteil meines Fernsehprogrammes, weshalb ich mich schnell dazu animieren konnte, gerade diese Serie zu analysieren. In den nächsten Seiten beschreibe ich folgende Gesichtspunkte: Wie sind der Anfang / das Ende gestaltet? Welche seriellen Elemente sind enthalten und welche Beispiele sind dazu zu nennen? Ebenso zeige ich die Wendepunkte, insbesondere der Beziehungen der Protagonisten auf.

Beschreibung

Es handelt sich um eine US-amerikanische Situation Comedy (kurz „Sitcom“)[2], die für den Fernsehsender CBS produziert wurde. Sie ist in neun Staffeln eingeteilt, welche 208 Folgen umfassen. Die Serie wurde in den USA von 2005 bis 2014 ausgestrahlt, die erste deutschsprachige Erstausstrahlung erfolgte jedoch erst 2008. Im deutschen Sprachraum konnte man sie auf den TV-Sendern ProSieben, ORF eins und auf 3+ sehen, wobei die Einschaltquoten stets auf etwa zehn bis fünfzehn Prozent Marktanteil lagen.[3]

Die Hintergrundhandlung ist bereits aus dem Namen der Serie erkennbar. Diese besteht darin, dass die Hauptfigur „Ted Mosby“, seinen Kindern Penny und Luke in aller Genauigkeit erzählt, wie er ihre Mutter kennenlernte. Die Szenen, in denen Ted seinen Kindern davon erzählt, spielen im Jahr 2030 und beziehen sich immer wieder auf die vergangenen Ereignisse.

Ein großes Merkmal der Serie ist, dass sie aufgrund des humoristischen Verhaltens der Charaktere immer wieder für Lacher sorgt und sie allgemein mit viel Ironie und Witz aufgebaut ist.

Im Allgemeinen kommen in der Sitcom fünf Haupt- und mehrere Nebencharaktere vor, welche im nächsten Kapitel näher beschrieben werden.

Serienstart

In der ersten Folge der ersten Staffel wird sofort erklärt, um was es in dieser Serie geht. Die beiden Kinder des Erzählers sitzen auf einer Couch und er selbst beginnt die Serie mit folgenden Worten: „Kinder, ich erzähle euch jetzt eine unglaubliche Geschichte. Sie handelt davon, wie ich eure Mutter kennengelernt habe. […] Vor 25 Jahren, als ich noch nicht Vater war, habe ich ein völlig anderes Leben geführt.“

Als erstes werden einige Bilder aus dem Leben der jungen Darsteller gezeigt und die Intro-Musik der Serie ertönt. Dann stellt sich der Hauptprotagonist und Erzähler selbst und seinen besten Kumpel Marshall Eriksen vor, den er seit dem College kennt. Mit der Vorstellung seines Kumpels wird ersichtlich, dass dieser liiert ist und plant, seiner Freundin einen Heiratsantrag zu machen. Als nächstes wird der Fokus auf einen weiteren Protagonisten gesetzt: Barney Stinson. Er wird mittels eines Auszugs eines Telefonats mit Ted vorgestellt, woraus sich herauskristallisiert, dass es sich hier um einen Frauenhelden handelt, der sehr viel Wert auf das Auftreten im Anzug legt. Dies sind zwei grundlegende Merkmale Barneys. Während der ersten Folge betont Barney immer wieder, dass er auch von Ted erwarten würde, einen Anzug zu tragen.

Nach drei Minuten wird Lily Aldrin, die Freundin Marshalls, in das Geschehen eingeführt. Man weiß anhand der ersten Sätze, dass sie in einem Beruf arbeitet, der mit kleinen Kindern zu tun hat.

In der sechsten Minute kommt die letzte der fünf Hauptpersonen ins Spiel: Robin Sherbartsky. Bereits in der selben Folge gesteht Ted Robin seine Liebe zu ihr.[4]

Diese Variation des Serienstarts wird „figuren- und handlungsbezogenes Intro“ genannt.

Bei „HIMYM“ liegt eine Mischung aus einem „Ästhetischen“, aus einem „Epischen“, und einem „Short-Intro“ vor.

„Das ‚Ästhetische Intro‘ […]. In aller Regel werden keine, oder wenn, dann nicht direkt agierende Figuren der Handlung präsentiert; stattdessen wird der Betrachter metaphorisch mit Hauptmotiven der jeweiligen Serie konfrontiert, die er mit zunehmender Rezeption treffender zu deuten lernt. […] Beim ‚Epischen Intro‘ wird das Intro durch eine Erzählinstanz übersprochen. […] Das ‚Short Intro‘ ist eine auf das Wesentlichste reduzierte Form und besteht häufig nur aus einer mit kurzer Musik und dem Serienemblem unterlegten Titelsequenz […].“[5]

In dieser Serie kommt es einerseits vor, dass das „Short-Intro“ gleich zu Beginn eingespielt und dann mit einer einführenden Szene fortgesetzt und andererseits, dass die einführende Szene vor dem „Short-Intro“ gesehen wird. Das „Short-Intro“ von „HIMYM“ zeigt einerseits Lily mit einer Polaroid-Camera, ein Gruppenfoto der „Gang“, sowie weitere private Bilder aus dem Leben der fünf. Überspielt werden diese Fotos von der, sich durch die gesamte Serie ziehende, unverkennbaren Titelmusik. Danach oder davor werden vom Erzähler die bereits geschehenen Ereignisse rekapituliert.

„Das Intro […] findet sich zumeist als einleitendes Element zu Beginn einer Fernsehserie, stellt vor allem den ‚Identitätsmarker‘ des Formats dar.“[6]

Als „Identitätsmarker“ wird bereits im Intro die Ironie eingesetzt, als der Sohn des Erzählers fragt: „Sollen wir für irgendetwas bestraft werden?“. Im Hintergrund ist dann schon der erste „laugh track“ - das Konservenlachen in Comedy-Formaten[7] zu hören, der ebenso immer wieder in die Serie eingefügt werden. Somit ist schnell klar, dass es sich hierbei um eine Sitcom handelt.

Serielle Elemente

voice-over

„Erzählstimme aus dem Off, entweder einer Figur der Textwelt […] oder einer Instanz, die quasi über den Ereignissen steht.“[8]

Da die Serie darauf basiert, dass Ted seinen Kindern eine Geschichte erzählt, wirft er immer wieder narrative Ergänzungen ein, wie zum Beispiel in Folge 1 der Serie 1 in Minute 03:25: „Marshall studierte im zweiten Jahr Jura und war deshalb ziemlich gut in sich rausreden.“

Somit hat der Erzähler die Aufgabe, dass er den Zusehern einige Hintergrundinformationen einer Szene gibt und diese genaueres über die Protagonisten erfahren. Ted fungiert also einerseits als direkte Handlungsfigur in der Serie und andererseits als Erzähler, der sich außerhalb der Geschehnisse befindet.[9]

Analepse

Dieses Segment wird auch als „previously on…“ bezeichnet und ist eines der wichtigsten Segmente der Serie. Es ist eine Rückblende auf bereits geschehene Ereignisse, die in der gerade ablaufenden Szene rekapituliert werden.

Schleich/Nesselhauf erklären dieses serielle Element folgendermaßen: „Dabei ist dieses ‚recap‘ allerdings keineswegs nur die bloße Zusammenfassung bisheriger Handlungsstränge, sondern eine kalkulierte Lenkung des Zuschauers: Die gezielte Auswahl der präsentierten Sequenzen ist nicht zufällig, sondern folgt dem Plan, vorherige Szenen ins Gedächtnis zu rufen, die in der jeweiligen Episode dann wieder aufgegriffen werden.“

Zum ersten Mal kommt diese Form der seriellen Narration bereits nach zwei Minuten und zehn Sekunden in der ersten Folge der ersten Staffel vor, als gezeigt wird, wie sich Barney und Ted kennengelernt haben. Ebenso wird von diesem Element gebrauch genommen, als beispielsweise in Folge 12 derselben Staffel Ted seinen Freunden erklärt, warum er Robin mit auf die Hochzeit eines befreundeten Paares nehmen sollte (Min. 1:55)

Prolepse

„ein im Vorhinein erzählter Blick auf zukünftige Ereignisse“[10]

Dieses serielle Element kommt ebenso in der Serie vor, jedoch nicht so oft, als die Analepse. In Staffel 5 in der Folge 1 wird im „ästhetischen Intro“ Ted an seinem ersten Tag als Professor gezeigt. Diese Szene wird wenig später wiederaufgenommen.

Running gag

„Regelmäßig wiederkehrendes und vor allem wieder erkennbares (zumeist humoristisches) Element, das vor allem in Sitcoms zu finden ist und deren Serialität unterstreicht.“[11]

Ein „running gag“, der immer wieder in der Serie zu beobachten ist, ist wenn Barney gewisse Wörter mit den Worten „warte kurz“, bzw. „warte, es kommt gleich“ dehnt, um diese besonder zu betonen. Zum Beispiel „ ver – warte kurz – saagt !“, oder „ legen – warte, es kommt gleich – däär !“

Weiters taucht das Wort „ meins “ in den späteren Folgen auf. Dieses Wort benutzt Barney, um zu signalisieren, dass er beispielsweise eine bestimmte Frau als erstes gesehen hat und das Recht hat, sie zuerst anzusprechen.

Der Witz

Der Witz ist essentiell für die Serie und macht diese zu dem, was sie ist: eine Sitcom mit Lachgarantie. So wurden etwa 14 Witz-Strategien gefunden, die für deren großen Erfolg beigetragen haben: Mehrdeutigkeit, Grammatik, Silben, Idiomatik, Fragen, Antonyme, Stil, Negativismus, Lexikographie, Rechtschreibung, Interpunktion, Reim, Aufzählung und Teil der Rede.[12]

[...]


[1] Die Namen der Produzenten erscheinen in jedem Intro der Serie

[2] Form einer Sketch-Show, siehe: Markus Schleich/Jonas Nesselhauf (Hgg.): Fernsehserien. Geschichte, Theorie, Narration, S. 250

[3] siehe: http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=43232, zuletzt aufgerufen am: 16.02.2018

[4] Folge 1, Staffel 1, gesehen in: https://www.youtube.com/watch?v=IQlY5b6ra5o&list=PLNd53x0IUjPvbTtYQN1zvXisTiMNnAaIt, zuletzt aufgerufen am: 16.02.2018

[5] Solange Landau: „How I met your Barney“, Das Intro als metatiktionales Spiel, in: Jonas Nesselhauf, Markus Schleich: Quality-Television: Die narrative Spielwiese des 21. Jahrhunderts?, S. 93, 94

[6] Markus Schleich/Jonas Nesselhauf (Hgg.): Fernsehserien. Geschichte, Theorie, Narration, S. 188, 191

[7] ebd. S. 104

[8] ebd. S. 252

[9] ebd. S. 106, 194

[10] Markus Schleich/Jonas Nesselhauf (Hgg.): Fernsehserien. Geschichte, Theorie, Narration, S. 249

[11] ebd.

[12] Awliya Rahmi: Joke Strategies in american situational comedy „How I Met Your Mother“, in: Jurnal Arbitrer, Vol. 4, No. 1, 2017 (online version: http://arbitrer.fib.unand.ac.id), S. 38

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Serielle Elemente und inhaltliche Zusammenfassung von "How I met your mother"
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck  (Germanistik)
Note
3,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
17
Katalognummer
V415419
ISBN (eBook)
9783668653764
ISBN (Buch)
9783668653771
Dateigröße
527 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
How I met your mother, serie, serielle elemente
Arbeit zitieren
Carmen Hassler (Autor), 2018, Serielle Elemente und inhaltliche Zusammenfassung von "How I met your mother", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/415419

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