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Attraktivität und Postmaterialismus

Title: Attraktivität und Postmaterialismus

Seminar Paper , 2005 , 14 Pages , Grade: Gut

Autor:in: Marian Berginz (Author)

Sociology - Media, Art, Music
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Was macht das Leben lebenswert? „Etwa wenn man von Party zu Party rauscht? Ist es das Single-Leben?" fragt die österreichische Bildungsministerin.
Ob die Jugend es sich gut gehen lässt oder nicht, ihre Einstellungen, ihre Sicht der Welt sind grundlegend anders, als die der vorangegangenen Generationen. Die heutige Jugend zeichnet etwas aus, das man ihr nicht vorwerfen kann, das aber viel zur Erklärung ihrer Einstellungen beiträgt: Wohlstand. Nicht nur auf der Altersachse, sondern auch auf der vertikalen Achse der sozialen Schichtung ist dies von Bedeutung. Je höher man auf der sozialen Leiter steht, desto weniger beeinflussen materielle Ängste die Werte der Menschen.
Zum ersten Mal in systematischer Form hat diesen Prozess Ronald Inglehart in „The silent Revolution“ im Jahre 1977 beschrieben. Er wurde für seine These harsch kritisiert, ihm wurde aber auch die Funktion als „eye-opener“ zuerkannt. In Deutschland hat Helmut Klages in den Achtzigern Ingleharts Theorie modifiziert und auf die Bundesrepublik angewandt.
Die Zeitschrift Mare kann man als Nutznießer dieses Wertewandels sehen. Ihr Gegenstand ist das Meer, jedoch in intellektueller und der Alltäglichkeit des materiellen Daseins enthobener Form. Diese Herangehensweise kennzeichnet prinzipiell alle Zeitschriften dieses Typs, seien sie nun zum Beispiel Geo oder auch National Geographic.
Der Zweck dieser Magisterarbeit soll sein, die Leserschaft auf ihre postmaterielle Orientierung zu untersuchen. Die Grundthese ist: Es gibt einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Attraktivität der Zeitschrift und der postmateriellen Orientierung ihrer Leserschaft.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1 Die Postmaterialismustheorie

1.1 Diagnose

1.2 Empirie

1.3 Zusammenfassung

2 Mare als Zeitschrift von einer Elite für eine Elite

2.1 Einordnung

2.2 Leserschaft

2.3 Zusammenfassung

3 Untersuchung

3.1 Thesen

3.2 Empirie

3.2 Zusammenfassung

4 Verwendete Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die postmaterielle Orientierung der Leserschaft der Zeitschrift Mare und analysiert, ob ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Attraktivität der Zeitschrift und der postmateriellen Einstellung ihrer Leser besteht. Dabei wird hinterfragt, inwieweit klassische sozioökonomische Leserschaftsanalysen durch die Einbeziehung der Postmaterialismustheorie ergänzt werden müssen.

  • Anwendung der Postmaterialismustheorie nach Ronald Inglehart auf ein spezifisches Printmedium.
  • Erstellung eines soziologischen Profils der Mare-Leserschaft.
  • Betriebswirtschaftliche Analyse der Werteniveaus und deren Einfluss auf die Themenwahl.
  • Untersuchung der Sinnfrage in einer durch Rationalität geprägten Gesellschaft.
  • Überprüfung der Bedeutung von Preisgestaltung und Vebleneffekten für die Zielgruppe.

Auszug aus dem Buch

1.1 Diagnose

Eine zentrale Stärke postmoderner Gesellschaften ist ihr historisch beispielloser Wohlstand, der auf das Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg und den Wohlfahrtsstaat zurückgeht. Menschen in postmodernen Gesellschaften leben vorwiegend ohne Existenzängste und müssen sich nicht um das tägliche Überleben sorgen. Deshalb können sie sich auf ganz andere Aspekte des Lebens konzentrieren und neue Bedürfnisse und Ziele entwickeln.

Zweifellos lebt der typische Bewohner des Westens in akzeptablen ökonomischen Verhältnissen. Doch zurück zur Theorie: Sie baut auf der Maslowschen Bedürfnisspyramide auf. Diese beschreibt den Übergang von physiologischen Bedürfnissen bis hin zu Bedürfnissen nach Selbstverwirklichung. Diese höchsten Bedürfnisse weisen allerdings keinen Sättigungspunkt auf und somit auch keinen abnehmenden Grenznutzen im Sinne der Neoklassischen Theorie. Zwischen Basis und Gipfel der Pyramide liegen die Bedürfnisse nach Sicherheit, Zugehörigkeit und Liebe, sowie Achtung. Diese Generaltheorie des Menschen wurde in den Siebzigern und Achtzigern oft rezipiert; kaum ein Lehrbuch über Arbeitsmotivation und Personalmanagement kommt ohne die Bedürfnisspyramide aus. Maslow beschreibt die Vorgänge im Gesamtsystem Mensch, Inglehart zeichnet die Veränderungen nach, die sich dadurch im Wertesystem ergeben.

Werte kann man als Maßstab für den Erfolg einer Handlung sehen: Ist man in der Lage den Ausgang einer Situation mit einer Handlung zu beeinflussen, kann man den Erfolg einer Handlung bewerten. Diese Bewertungen können objektiv sein, wenn man nach Kriterien urteilt, auf die man sich schon vorher festgelegt hat. Aus dem Verhältnis von Tatsache und Anspruch kommt eine Bewertung des Erfolges zustande. Nimmt man nun an, dass Werte nur durch Menschen entstehen können, die Ziele verfolgen, so sind Werte Maßstäbe, mit denen sie die Erfolge ihrer Handlungen messen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Das Kapitel führt in die Postmaterialismustheorie ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die Leserschaft der Zeitschrift Mare anhand dieser Theorie zu untersuchen.

1 Die Postmaterialismustheorie: Es werden die theoretischen Grundlagen des Wertewandels, die Maslowsche Bedürfnisspyramide sowie Ingleharts Hypothesen zur sozialen Prägung von Werten erläutert.

2 Mare als Zeitschrift von einer Elite für eine Elite: Die Zeitschrift wird als postmoderner Gegenentwurf zur materiellen Alltagswelt analysiert und die sozioökonomische Struktur ihrer Leserschaft skizziert.

3 Untersuchung: Dieses Kapitel legt das Erkenntnisinteresse dar, welches sowohl soziologische als auch betriebswirtschaftliche Aspekte umfasst, und beschreibt die geplante methodische Vorgehensweise.

4 Verwendete Literatur: Dieses Kapitel listet alle für die Arbeit herangezogenen Quellen und Literaturverweise auf.

Schlüsselwörter

Postmaterialismus, Inglehart-Index, Mare, Leserschaftsanalyse, Wertewandel, Maslowsche Bedürfnisspyramide, Moderne, Postmoderne, Soziologie, Medienanalyse, Wohlstand, Sozialisationshypothese, Mangelhypothese, Sinnfrage, Zielgruppenanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Magisterarbeit untersucht die Leserschaft der Zeitschrift Mare soziologisch auf ihre postmaterielle Ausrichtung, basierend auf der Theorie von Ronald Inglehart.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen die Postmaterialismustheorie, den Wertewandel in westlichen Gesellschaften, die Medienanalyse sowie die psychologischen und ökonomischen Hintergründe von Leseverhalten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Attraktivität der Zeitschrift Mare und einer postmateriellen Orientierung ihrer Leser empirisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Untersuchung nutzt eine Korrespondenzanalyse zur Datenauswertung sowie Regressionsanalysen, um den Einfluss verschiedener Variablen auf die Attraktivitätsbewertung der Zeitschrift zu messen.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Postmaterialismustheorie, eine Einordnung der Zeitschrift Mare als postmoderner Medientyp und das Untersuchungsdesign.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Postmaterialismus, Wertewandel, Mare-Zeitschrift, soziologische Leserschaftsanalyse und Inglehart-Theorie geprägt.

Warum eignet sich gerade die Zeitschrift Mare als Studienobjekt?

Die Arbeit argumentiert, dass Mare ein „postmodernes Medium“ ist, das sich vom materiellen Alltagsnutzen distanziert und somit ideal den Werten postmaterieller Bevölkerungsschichten entspricht.

Welche Rolle spielt der Wohlstand bei der postmateriellen Orientierung der Leser?

Wohlstand bildet laut Arbeit die Voraussetzung, da laut Sozialisationshypothese erst durch ein Aufwachsen in gesicherten Verhältnissen postmaterielle Werte ohne existenzielle Ängste entwickelt werden können.

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Details

Title
Attraktivität und Postmaterialismus
College
University of Graz  (Institut für Soziologie)
Course
Diplomandenseminar
Grade
Gut
Author
Marian Berginz (Author)
Publication Year
2005
Pages
14
Catalog Number
V41560
ISBN (eBook)
9783638398008
Language
German
Tags
Attraktivität Postmaterialismus Diplomandenseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marian Berginz (Author), 2005, Attraktivität und Postmaterialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41560
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