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Konstantinopel.Gründung einer rein christlichen Hauptstadt?

Titel: Konstantinopel.Gründung einer rein christlichen Hauptstadt?

Seminararbeit , 2014 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Pascal Böß (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine der weltgeschichtlich nachhaltigsten Entscheidungen Konstantins war die Gründung Konstantinopels auf dem Boden des ehemaligen Byzantion und die damit verbundene Verlagerung der politischen Haupt- und Residenzstadt des Kaiserreichs vom römischen Westreich in den Ostteil des Reiches . Schon bald wurde diese Stadt als "Neues Rom" bezeichnet.
Die Gründe, wieso sich Konstantin für eine Gründung eines neuen Machtzentrums entschied, variieren stark. Die christlichen Kirchenhistoriker begründen die Wahl Konstantins damit, dass es unter anderem seine Absicht war, das politische Machtzentrum des Reiches zu verlegen, um eine rein christliche Hauptstadt zu formen. Die vorliegende Arbeit setzt sich ausschließlich mit der Intention der Gründung einer rein christlichen Hauptstadt auseinander.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Gründung Konstantinopels

3. Bauwerke in Konstantinopel

3.1. Profane Bauten

3.1.1. Konstantinsforum und –säule

3.1.2. Der Hippodrom

3.2. Sakrale Bauten

4. Fazit

5. Literatur- und Quellenverzeichnis

5.1. Quellen

5.2. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Baupolitik Kaiser Konstantins bei der Gründung von Konstantinopel, um zu analysieren, ob dabei tatsächlich die Absicht verfolgt wurde, eine rein christliche Hauptstadt zu errichten, oder ob eine bewusste Synthese aus christlichen und heidnischen Elementen stattfand.

  • Historische Einordnung der Stadtgründung
  • Analyse der Baupolitik Konstantins
  • Vergleich heidnischer und christlicher Interpretationen von Bauwerken
  • Untersuchung der Bedeutung des Konstantinsforums
  • Bedeutung des Hippodroms in der konstantinischen Religionspolitik

Auszug aus dem Buch

3.1.2. Der Hippodrom

Der Hippodrom ist eines der ältesten Bauwerke in Konstantinopel, wurde aber nicht durch Konstantin errichtet, sondern bestand schon in unvollendeter Form zur byzantinischen Zeit. Konstantin jedoch vollendete diesen nach dem Vorbild des Circus Maximus in Rom und errichtete eine Kaiserloge auf einer der Tribünen. Die zentrale Funktion des Hippodroms liegt darin, die Kommunikation zwischen Kaiser und hauptstädtischem Volk zu ermöglichen. In die Mitte der langgezogenen Rennbahn, die sogenannte „Spina“ (Dorn), ließ er verschiedene monumentale Elemente postieren, die alle Charakteristika der paganen Kultur aufweisen. Unter diesen waren Siegessymbole, die unter anderem von Konstantin aus Rom und anderen Gebieten herbeigeführt oder sogar gestohlen wurden, wie zum Bespiel eine Statue des Zeus, die einer Sphinx oder auch ein Bildnis Romulus´ und Remus´, das an die Gründung Roms erinnern und diese mit der Gründung Konstantinopels gleichstellen sollte. Diese Symbole sollten zu Repräsentationszwecken des Kaisers an das Volk, als Glücksbringer für die Athleten und als Symbole für bedeutende Siege dienen. Die ausschließlich heidnische Symbolik im Hippodrom wird ebenfalls in Zosimos‘ „Neuer Geschichte“ beschrieben. Darin erwähnt er die aufgestellten heidnischen Heiligtümer, wie beispielsweise das der Dioskuren und den Dreifuß des Apollon aus Delphi mit der Schlangensäule, der ebenfalls vom christlichen Autor Sokrates Scholastikos aufgezählt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung der Gründung Konstantinopels ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem christlichen Charakter der neuen Hauptstadt.

2. Die Gründung Konstantinopels: Dieses Kapitel untersucht die unterschiedlichen Gründungsmythologien und beleuchtet die rationalen strategischen sowie wirtschaftlichen Gründe für die Standortwahl.

3. Bauwerke in Konstantinopel: Hier wird anhand konkreter Bauwerke analysiert, wie Konstantin die religiöse Doppelorientierung seiner Politik in der Architektur umsetzte.

3.1. Profane Bauten: Dieser Abschnitt widmet sich weltlichen Bauwerken, wie dem Forum und dem Hippodrom, und deren Bedeutung für die Repräsentation des Kaisers.

3.1.1. Konstantinsforum und –säule: Das Kapitel analysiert die Symbolik der Porphyrsäule und deren doppeldeutige christlich-heidnische Ausstattung.

3.1.2. Der Hippodrom: Es wird dargelegt, warum der Hippodrom als rein heidnisches Bauwerk mit entsprechenden Symbolen fungierte.

3.2. Sakrale Bauten: Dieser Teil betrachtet die Stiftungen christlicher Kirchen, insbesondere der Apostelkirche, und vergleicht diese mit heidnischen Interpretationsmustern.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Konstantin eine gezielte Synthese beider Glaubensrichtungen betrieb, um politische Stabilität zu wahren.

5. Literatur- und Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur zur Arbeit.

5.1. Quellen: Auflistung der antiken Quellen und deren Übersetzungen.

5.2. Literatur: Auflistung der modernen wissenschaftlichen Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Konstantin der Große, Konstantinopel, Stadtgründung, Baupolitik, Christentum, Heidentum, Neues Rom, Hippodrom, Konstantinsforum, Religionspolitik, Spätantike, Zosimos, Sakralbauten, Profane Bauten, consecratio.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Religions- und Baupolitik Kaiser Konstantins im Kontext der Gründung von Konstantinopel.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Spannungsfeld zwischen heidnischen Traditionen und dem aufstrebenden Christentum sowie deren Ausdruck in der architektonischen Gestaltung der neuen Hauptstadt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob Konstantin tatsächlich die Absicht verfolgte, Konstantinopel als rein christliche Hauptstadt zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung erfolgt durch eine Analyse antiker literarischer Quellen sowie archäologischer Überreste in Kombination mit moderner Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert profane und sakrale Bauwerke, insbesondere das Konstantinsforum, den Hippodrom und die Apostelkirche, auf ihre religiöse Symbolik hin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Konstantin der Große, Baupolitik, religiöse Synthese, Heidentum, Christentum, Konstantinopel und Spätantike.

Welche Rolle spielt die „consecratio“ in der Arbeit?

Die „consecratio“ dient als Beleg dafür, dass Konstantin bei der Stadtweihe an traditionelle heidnische Riten anknüpfte und keinen radikalen Bruch mit der Vergangenheit vollzog.

Wie interpretierte Konstantin seine eigene Darstellung auf der Konstantinssäule?

Die Arbeit legt dar, dass die Strahlenkrone auf der Statue des Kaisers von Heiden als Sonnengott und von Christen als Heiligenschein gedeutet werden konnte, was Konstantins strategische Ambivalenz unterstreicht.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Konstantinopel.Gründung einer rein christlichen Hauptstadt?
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
2,0
Autor
Pascal Böß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
14
Katalognummer
V415650
ISBN (eBook)
9783668653641
ISBN (Buch)
9783668653658
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konstantin Konstantinopel Konstantin der Große Rom Byzanz Byzantium Römisches Reich Istanbul
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Pascal Böß (Autor:in), 2014, Konstantinopel.Gründung einer rein christlichen Hauptstadt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/415650
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Leseprobe aus  14  Seiten
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