Juden unter der Herrschaft der Seleukiden. Die Machtpolitik des Antiochos IV. Epiphanes in Judäa


Seminararbeit, 2017

20 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Hellenisierungseinflusse in Koilesyrien vor den Seleukiden

3. Koilesyrien unter den Seleukiden
3.1. Machtausubung in Judaa unter Antiochos III
3.2. Innerjudischer Machtkampf.
3.2.1. Ausgangssituation fur Antiochos IV. Epiphanes
3.2.2. Jason als Hohenpriester
3.3. Verscharfung des innerjudischen Konfliktes unter Menelaos
3.4. Religionsedikt

4. Missverstandnis oder skrupellose Machtpolitik?

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Quellen

Sekundarliteratur

1. Einleitung

„Der einzige jemals untemommene Versuch, den Glauben des Judentums abzuschaffen, [muss] fur alle Zeiten denkwurdig bleiben. Denn der Erfolg der Maflnahmen des Epiphanes hatte das Ende des Judentums bedeutet und damit auch die Entstehung von Christentum und Islam unmoglich gemacht.“[1]

Die hier von Bickermann aufgefuhrte These stellt den historischen Sachverhalt des judischen Re- ligionsverbots dar, erlassen durch den Seleukidenkonig Antiochos IV. Epiphanes[2] 168 v. Chr. Die Konsequenzen, die dadurch entstanden waren, sind nur allzu gut nachvollziehbar. Vielmehr drangt sich die Intention des Religionsverbotes in den Vordergrund, das der hier ausdrucklich genannte „Epiphanes“ erlieB, entgegen der ublichen Herrschaftspraxis der Seleukiden, die auf Fortfuhrung der gegebenen Strukturen, Akzeptanz der lokalen Traditionen zur Zufriedenheit der Bevolkerung und somit zur Stabilitat in den Provinzen ausgelegt war.[3] Sein Vater Antiochos III. starkte nach der Ubernahme Judaas[4] noch die judische Religion.[5] Jedoch trug dieser maBgeblich zu der Ver- scharfung zu innerjudischen Machtkampfen bei, indem er im romisch-syrischen Krieg geschlagen wurde und im Friedensschluss 188 v. Chr. immense Reparationszahlungen auferlegt bekam, die ihn in den finanziellen Ruin trieben und sich durch die folgenden Generation zogen.[6] Die standige Geldnot der Seleukiden wirkte sich geradewegs auf Judaa aus, indem die seit dem 3. Jahrhundert intensivierte Rivalitat zwischen dem Priestergeschlecht der Oniaden und des Tobiadengeschlechts, dadurch genahrt wurde. Wahrend der Herrschaft Antiochos IV. erfolgte ein wahres finanzielles Wettbieten um die Wurde des Hohenpriesters, des hochsten Amtes im theokratischen Tempel- staat.[7] Sowohl Jason aus dem Oniadengeschlecht als auch der ihn ablosende Menelaos erkauften sich das Amt des Hohenpriesters durch das Versprechen einer Tributerhohung, zu Lasten der ju­dischen Bevolkerung. Als der steuerliche Druck unter Menelaos zu immens wurde - ca. 30x so hoch wie vor der seleukidischen Herrschaft - und VerstoBe gegen die judische Ordnung erfolgten, brachen infolgedessen Aufstande aus, die schlieBlich im Religionsverbot durch Antiochos IV. mundeten.[8] In der Forschung ist eindeutig widerlegt, dass es sich beim Religionsedikt um eine vom Seleukidenherrscher ausgehende Hellenisierungspolitik handelte.[9] In der vorliegenden Arbeit wird der komplexen Problemstellung nachgegangen, inwiefern das Religionsedikt aus der Per- spektive des Seleukidenherrschers ein Missverstandnis durch ungluckliche Entscheidungen und Ratschlage oder eine kalkulierte, skrupellose Machtpolitik aus rein finanziellem Ansinnen war. Um auf den Untersuchungsgegenstand genauer eingehen zu konnen, wird zunachst ein kurzer Ab- riss zu den hellenischen Einflussen in Koilesyrien, einschlieBlich Judaas, und zur Machtuber- nahme sowie zur Machtausubung in der Provinz gegeben. Im Anschluss wird daran anknupfend detailliert auf die spezifische innerjudische Machtproblematik und das Verbot der judischen Reli­gion eingegangen. Diese Analyse zur Zuspitzung der innerjudischen Verhaltnisse dient der an- schlieBenden Diskussion zur Intention des Religionsediktes durch Antiochos IV. Epiphanes hin- sichtlich einer speziellen auf fiskalische Interessen ausgelegte Perspektive.

Die vorliegende Arbeit stutzt sich uberwiegend auf literarische Quellen und auf sekundarliterari- sche Werke. Als grundlegende Quellen sind die Makkabaerbucher[10] sowie die beiden Geschichts- werke „Judischer Krieg“ und „Judische Altertumer“ von Josephus[11] zu nennen. Als Begleitwerke zum historischen Sachverhalt wurden vor allem die fundamentalen Forschungspublikationen von Bringmann, Bickermann, Mittag, Blasius, Clauss und Hengel herangezogen.

2. Hellenisierungseinflusse in Koilesyrien vor den Seleukiden

Um gezielt auf hellenistische Einflusse zur Zeit[12] der seleukidischen Oberherrschaft eingehen zu konnen, ist es notwendig, vorangegangene Beruhrungspunkte zwischen den Juden in Koilesyrien und der griechischen Kultur auszumachen. In der gesamten Provinz Koilesyrien sind schon unmit- telbar nach dem Alexanderzug starke hellenistische Einflusse nachweisbar, speziell in der unmit- telbaren Nachbarschaft von Judaa.[13] Bereits vor dem Alexanderzug ist ein reger Austausch zwi- schen den unterschiedlichen Kulturen der Griechen und der Levantekuste festzustellen, der sprunghaft nach diesem anstieg.[14] Beispielsweise fuhrte Alexander der GroBe hochstpersonlich in der phonikischen Stadt Tyros Wettkampfe zu Ehren Herakles ein. Im darauffolgenden 3. Jahrhun- dert v. Chr. intensivierten sich die hellenischen Einflusse merklich, so dass in der unmittelbaren Umgebung zu Judaa, vor allem in den sudsyrischen und phonikischen Stadten, griechische Mili- tarkolonien entstanden, in denen Gymnasien und eine Polisverfassung langst ublich waren. In die- sen Belangen war das judische Volk im 3. Jh. v. Chr. eher ruckstandig.[15]

In Judaa selbst sind trotz der politischen Ruckstandigkeit vermehrt hellenistische Zuge wiederzu- finden. Die judische Bevolkerung stand dem Hellenismus aufgeschlossen gegenuber, dennoch wirkte der Hellenisierungsprozess direkter und intensiver auf die Schicht des Priesteradels und der wohlhabenden Stadtbevolkerung ein. In erster Linie war der Zugang zur griechischen Sprache und Bildung durch entstandene griechisch literarisch-philosophische Bildungszentren schon langst wirksam. Im 3. Jh. v. Chr. kann demnach vor allem in der judischen Aristokratie eine Etablierung der griechischen Sprache nachgewiesen werden, insbesondere durch die Ubernahme von griechi­schen Namen in Judaa belegbar und nicht bloB in den Diasporagemeinden.[16] Als Konsequenz sind eine Verdrangung der hebraischen Eigennamen sowie ein mutter sprachlicher Umgang mit der griechischen Sprache in der judischen Elite auszumachen.[17] Weitere Indizien fur eine Intensivie- rung des Austausches drucken die aufkommende Theaterkultur in Judaa und die Ubersetzung des Alten Testaments ins Griechische aus - ein bedeutender Schritt zum Verstandnis der judischen Geschichte.[18] Grundsatzlich kann ein guter Kenntnisstand der Griechen uber das Judentum fest- gehalten werden, wie Diodoros in seiner universalen Weltgeschichte beschreibt.[19] Trotz aller hellenischen Einflusse dominierten in Judaa die judischen Traditionen unter der Herr- schaft der Ptolemaer weiterhin.[20] Wahrend die in der nahen Umgebung von Judaa liegenden Stadte Polisverfassungen innehatten, blieb die politische Ordnung im judischen Tempelstaat unverandert bestehen. In eine Kontinuitatslinie eingereiht, bestarkte die ptolemaische Fremdmacht, wie schon die fruheren Oberherren die traditionelle Ordnung, also das Gesetz Gottes, das sowohl die Grund- lage des religiosen Lebens als auch der gesellschaftlich und politischen Ordnung implizierte. Dies bedeutet, dass es keine gewahlten Fuhrer gab, sondern einen Hohepriester aus dem Oniadenge- schlecht, der an der Spitze des judischen Ethnos stand. Unterstutzt wurde dieser von einem aristo- kratischen Altestenrat, in dem Angehorige des Priesterstandes die Fuhrung innehatten. Generell war die gesellschaftliche Struktur des judischen Volkes zweigeteilt: Der GroBteil des Volkes be- stand aus der arbeitenden, uberwiegenden bauerlichen Bevolkerung, der kleinere Teil aus der pri- vilegierten Schicht, die ebenfalls in die beiden Stande der Priester und des ubrigen Kultpersonals, der Leviten, aufgeteilt war.[21]

3. Koilesyrien unter den Seleukiden

Nach Alexanders Tod 323 v. Chr. war Koilesyrien ein dauerhaftes Streitgebiet zwischen Ptolema- ern und Seleukiden.[22] Koilesyrien stellte zum einen den Zugang zu Agypten dar und war dement- sprechend fur beide Parteien von strategischer Bedeutung. Zum anderen war die Provinz von ho- hem wirtschaftlichem Interesse, denn alte, fur den Handel bedeutsame KarawanenstraBen von Ara- bien nach Petra und von dort ans Mittelmeer fuhrten durch die Provinz hindurch.[23] Nach dem Diadochenfrieden kontrollierte zunachst das Ptolemaerreich die Provinz. Aufgrund des Stellen- wertes unternahmen die Seleukiden vermehrt Okkupationsversuche gegen Koilesyrien, die sich ab der Mitte des 3. Jahrhunderts intensivierten.[24]

Fur die Juden eroffnete sich durch die Rivalitat eine ganzlich neue Lage, denn seit mehr als zwei Jahrhunderten lebten sie lediglich unter der persischen Fremdherrschaft, nun aber fanden sie sich in einer Situation mit zwei rivalisierenden GroBmachten wieder, die konsequenterweise Unsicher- heit und Instabilitat fur die Provinz bedeutete.[25] Das rivalisierende Machtgebilde in Koilesyrien bedingte in gewissem MaBe auch das konkurrierende Verhaltnis in der innerjudischen Aristokra- tie, vor allem zwischen dem Priestergeschlecht der Oniaden und dem Tobiadengeschlecht. Unter der Herrschaft der Ptolemaer verloren die Oniaden, die seit Generationen das Amt des Hohen- priester besetzten, zu Gunsten der Tobiaden an Bedeutung, welche ihren Einfluss zu dieser Zeit deutlich steigerten und die Vormachtstellung erlangten.[26] Die Unzufriedenheit gegenuber der pto- lemaischen Herrschaft wuchs sowohl aufseiten der Oniaden, aufgrund der BedeutungseinbuBen, als auch vonseiten des judischen Volkes durch einer von den Ptolemaern aufgezwungenen enor- men Steuerbelastung, was sich in der Unterstutzung zugunsten der Seleukiden niederschlug.[27]

3.1. Machtausubung inJudaa unter Antiochos III.

Mittels der judischen Unterstutzung eroberte Antiochos III. 202/1 v. Chr. Jerusalem im funften syrischen Krieg. Die Mithilfe wurde in der Folge durch zugestandene Privilegien belohnt.[28] Im Grunde bestarkte Antiochos III., der uber Koilesyrien von 198 bis zu seinem Tod 187 v. Chr. herrschte, die traditionelle Ordnung des judischen Tempelstaates, einschlieBlich der Hohenpries- terwurde fur das Oniadengeschlecht, sodass sich der Herrscherwechsel als einen Triumph der The- okratie und der Oniaden bewerten lasst.[29] Zusatzlich fuhrt Josephus[30] in seinem Werk „Judische Altertumer“ weitere Zugestandnisse fur die Juden auf: Neben der im Kern beinhalteten Intention der Starkung der Theokratie, beinhalten die zugestandenen Privilegien vor allem materielle Unter- stutzung fur den Wiederaufbau des in Trummern liegenden Jerusalems und des stark beschadigten Tempels sowie Steuerfreiheit fur das Kultpersonal, Subventionen fur den Opferkult und einen Steuernachlass fur Neusiedler der Stadt Jerusalem.[31] Dementsprechend traten die Hohenpriester noch starker als Fuhrer des judischen Tempelstaates in Erscheinung. Sinnbildlich war Simon II., der Trager des Hohenpriesteramtes, der NutznieBer des Machtwechsels, da dieser den Wiederauf- bau der Stadt und des Tempels leitete und gleichzeitig Reprasentant des theokratischen Volkes war.[32]

Zusammengefasst bedeutete die Machtubernahme durch Antiochos III. eine Weiterfuhrung der gegebenen lokalen Strukturen[33], die jedoch grundlegend vom Konig gestarkt wurden. Aus der Per- spektive der judischen Bevolkerung gesehen, hatten die Regimeveranderungen kurzfristig positive und tiefergreifende Folgen - ausgenommen sind hier die Tobiaden. Aus der Sicht des Seleukiden- herrschers sind die erteilten Privilegien dagegen in erster Linie aus einer pragmatischen Hand- lungsweise zu beurteilen. Denn im riesigen Reich der Seleukiden stellt Judaa nur ein kleiner Be- standteil dar, in dem wie in jedem anderen Reichsteil die Ziele, Wahrung von Ruhe und Stabilitat sowie flieBende Steuereinnahmen, verfolgt wurden.[34]

3.2. Innerjudischer Machtkampf

Wahrend der Herrschaft Seleukos IV. (187-175 v. Chr.) entwickelte sich die innerjudischen Riva- litaten zu einem wahren Machtkampf unterschiedlicher aristokratischer Parteien, der vor allem unter Antiochos IV. (175-164 v. Chr.) noch weiter anschwoll und im besonderen MaBe an den finanziellen Engpass der Seleukidenherrscher geknupft war. Das Zusammenspiel dieser beiden Faktoren sowie einer kulturellen Feindseligkeit aufgrund der immer starker werdenden helleni- schen Einflusse in das Judentum endeten schlieBlich im Verbot der judischen Religion.[35] Zunachst mussen die historischen Ereignisse ersichtlich werden, sodass im Anschluss auf die Ursachen der Zuspitzung des Machtkampfes, mit dem Religionsedikt als Folge, eingegangen werden kann.

Der innerjudische Machtkampf bestand in erster Linie aus dem Wetteifer um das Amt des Hohen- priester, der sich ganz zu Beginn der Herrschaft Antiochos IV. hauptsachlich zwischen Simon und Onias III. abspielte und sich schlieBlich in der Folge zwischen dem anfangs eingesetzten Jason und dessen Nachfolger Meneleaos dramatisierte. Dieses Machtstreben der einzelnen Personen, die stellvertretend ebenso fur ihr Geschlecht standen, wird umso verstandlicher, wenn die Bedeutung des Hohenpriesteramtes betrachtet wird: Dadurch, dass der judische Tempelstaat durch Antiochos III. die Privilegien zur Starkung der Religion und ergo der Theokratie erhalten hatte, nahm der Hohepriester als hochstes religioses Amt die Rolle der wichtigsten Person des judischen Volkes ein. Er ubte die zentrale Funktion in allen Fragen der Religion, der Priesterschafft sowie des Got- tesdienstes aus und er war der Einzige der das Allerheiligste des Tempels einmal im Jahr betreten durfte, um fur sein Volk die Vergebung Gottes zu empfangen.[36]

3.2.1. Ausgangssituation fur Antiochos IV. Epiphanes

Als der in Athen lebende Antiochos IV., der jungere Bruder von Seleukos IV., 175 v. Chr. mit Hilfe der Athener und des pergamenischen Herrschers Eumenes II. sich den seleukidischen Thron sicherte, barg die innerjudische Situation noch ausreichend Konfliktpotenzial, das es einzudam- men galt. Vor allem in den Streit um das Hohepriesteramt zwischen Simon und des bis dato ein­gesetzten Onias III. musste der neue Seleukidenkonig entscheidend eingreifen.[37] Die schlieBlich getroffene Wahl muss im groBpolitischen Kontext gesehen werden: Antiochos IV. war lediglich

[...]


[1] Bickermann, Elias J.: Der Gott der Makkabaer, Untersuchungen uber Sinn und Ursprung der makkabaischen Erhe- bung, Berlin 1937, S.92.

[2] In der Folge wird zur Einfachheit der Seleukidenherrscher verkurzt Antiochos IV. oder Epiphanes betitelt.

[3] Bringmann, Klaus: Hellenistische Reform und Religionsverfolgung in Judaa: eine Untersuchung zur judisch-helle- nistischen Geschichte (175 - 163 v. Chr.), Gottingen 1983, S. 11; Plischke, Sonja: Die Seleukiden und Iran: Die seleukidische Herrschaft in den ostlichen Satrapien, Wiesbaden 2014 (Classica et Orientalia Band 9), S. 315.

[4] Judaa bezeichnet eine administrative Region in der Provinz Koilesyrien, in der das GroB der Juden nach dem Ko- nigreich Israels konzentriert siedelten. In der vorliegenden Arbeit wird ebenfalls die Bezeichnung judischer Tempel- staat gleichbedeutend verwendet. Koilesyrien bezeichnet die Provinz, die die Regionen Palastina und Phonizien ver- einigt und zuerst von den Ptolemaern verwendet und anschlieBend von den Seleukiden nach der Eroberung ubernom- men wurde; siehe hierzu Blasius, Andreas: Judische Unabhangigkeitsbestrebungen von Judas Makkabaus bis Bar Kochba, in: Pontzen, Alexandra (Hrsg.): Das Gelobte Land: Erez Israel von der Antike bis zur Gegenwart - Quellen und Darstellungen, Reinbek bei Hamburg 2003, S. 61-88, hier S.62 sowie Clauss, Manfred: Das alte Israel, Munchen (Beck'sche Reihe Band 2073) 32008, S. 8.

[5] Dan 11, 13-16; siehe auch Bringmann, Klaus: Geschichte der Juden im Altertum, Stuttgart 2005, S. 98.

[6] Diodor 29, 10; siehe Blasius, S. 63; Fur genauere Informationen zu den Auflagen der Reparationszahlungen siehe Bringmann, Hellenistische Reform und Religionsverfolgung in Judaa, S. 112f.

[7] Bringmann, Geschichte der Juden im Altertum, S. 107.

[8] Bringmann, Geschichte der Juden im Altertum, S. 102; Blasius, S. 63.

[9] Bringmann, Geschichte der Juden im Altertum, S. 13; Mittag, Peter Franz: Antiochos IV: Epiphanes, eine politische Biographiee Berlin 2006 (Klio Beitrage zur Alten Geschichte, Beihefte Band 11), S.230.

[10] Beide Makkabaerbucher beinhalten parallele Darstellungen zur makkabaischen Erhebung gegen die Seleukiden- herrschaft, im speziellen gegen Antiochos IV. Epiphanes. Sie sind Teil des Alten Testamentes und wohl das alteste Zeugnis zu den Aufstanden, allerdings aus judischer Perspektive. Dennoch bieten beide Makkabaerbucher aufgrund der ausfuhrlichen und substantiellen Darstellung eine sehr gute Quellengrundlage; Bickermann, Elias: Makkabaerbu­cher, in: Paulys RE 14 (A) 1, 1928, Sp. 779-797; Bringmann, Hellenistische Reform und Religionsverfolgung in Judaa, S. 12.

[11] Flavius Josephus lebte im 1. Jh. n. Chr. und gehorte der Jerusalemer Priesterschaft an. Sein grofles Werk „Judischer Krieg“ handelt von den Makkabaeraufstanden und den Kriegen gegen die Romer. In Bezug zu den Makkabaerauf­standen flieBt auch der historische Kontext zur Seleukidenherrschaft ein, aber nicht als Zeitzeuge, sondern knapp drei Jahrhunderte spater auf Berufung alterer Quellen, wie z. B. die Makkabaerbucher. Die Intention des Werkes ist vor allem die Schuldfrage zum Untergang der judischen Nation, die er bei den Verratern, den Neuerungssuchtigen des eigenen Volkes ausmacht. Sein kleineres Werk uber die „Judische Geschichte“ nimmt die Gesamtheit der Historie des Judentums in Augenschein; Holscher, Gustav: Josephus 2) Der Schriftsteller, in Paulys RE 9 (A) 2, 1916, Sp. 1934­2000.

[12] Zwar druckt der Begriff „Hellenisierung“- pragnant auf den Punkt gebracht - in seinem Ursprung einen Austausch zwischen „westlicher“, griechischer und „ostlicher“, orientalischer Kultur aus, aber dennoch findet in der vorliegenden Arbeit die Begriffsnutzung „Hellenisierung“ vor allem im Kontext eines eher unidirektionalen Verhaltnisses - west- liche Einflusse - statt; Clauss, S. 92.

[13] Bringmann, Klaus: Hellenistische Reform und Religionsverfolgung in Judaa, S. 69f.

[14] Clauss, S. 92; Kuhne, Hans-Peter: Palastina in griechisch-romischer Zeit, Munchen 1990 (Handbuch der Archaolo- gie, Vorderasien Band 2), S. 32.

[15] Bringmann, Hellenistische Reform und Religionsverfolgung in Judaa, S. 69-72; fur eine detailreichere Ausfuhrung zu einer politisch voranschreitenden Hellenisierung des Vorderen Orients siehe Cohen, Getzel M.: The Seleucid Co­lonies, Studies in Founding, Administration and Organization, Wiesbaden 1978 (Historia, Einzelschriften Band 30).

[16] Hengel, Martin: Judentum und Hellenismus, Studien zu ihrer Begegnung unter besonderer Berucksichtigung Palas- tinas bis zur Mitte des 2. Jh. v. Chr, Tubingen 1969 (Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament Band 10), S 191f. und S. 565 und Bringmann, Hellenistische Reform und Religionsverfolgung in Judaa, S. 70.

[17] Bringmann,: Geschichte der Juden im Altertum, S. 104; Hengel, S. 193.

[18] Jaros, Karl: Kanaan, Israel, Palastina, ein Gang durch die Geschichte des Heiligen Landes, Mainz 1992, S. 134.

[19] Diod. XL.3; siehe hierzu auch Austin, Michel: The Hellenistic world form Alexander to the Roman conquest: a selection of ancient sources in translation, Cambridge 2006, S. 378.

[20] Jaros, S. 134.

[21] Bringmann, Hellenistische Reform und Religionsverfolgung in Judaa, S. 70.

[22] Fohrer, Georg: Geschichte Israels, von den Anfangen bis zur Gegenwart, Wiesbaden 61995, S. 219. Jaros, S. 134.

[23] Klose, Peter: Die volkerrechtliche Ordnung der hellenistischen Staatenwelt in der Zeit von 280-168 v. Chr., ein Beitrag zur Geschichte des Volkerrechts, Munchen 1972 (Munchner Beitrage zur Papyrusforschung und antiken Rechtsgeschichte Heft 64), S. 52f.; Bringmann, Geschichte der Juden im Altertum, S. 85.

[24] Clauss, S. 93.

[25] Bringmann, Geschichte der Juden im Altertum, S. 85.

[26] Mittag, S.232.

[27] Clauss, S. 93; Mittag, S. 232f.

[28] Dan 11, 13-16; Zu den Vorgangen der Ubernahme siehe Bringmann, Geschichte der Juden im Altertum, S. 98.

[29] Applebaum, Shimon: Judaea in Hellenistic and Roman Times, historical and archaeological essays, Leiden 1989 (Studies in Judaism in late antiquity, Band 40), S10; Mittag, S. 232f.

[30] Jos., ant. Iud. 13, 138-146.

[31] Blasius, S.62f.; Bringmann, Geschichte der Juden im Altertum, S. 98f.; Clauss, S. 96; Mittag, S. 230.

[32] Bringmann, Geschichte der Juden im Altertum, S. 100.

[33] Selbst die Provinzbezeichnung „Koilesyrien und Phonizien“ behielt Antiochos III. von den Ptolemaern bei; siehe Bickermann, Elias J.: The Jews in the Greek Age. Cambridge 21988, S. 123.

[34] Bringmann, Geschichte der Juden im Altertum, S. 98; Clauss, S. 96.

[35] Bringmann, Geschichte der Juden im Altertum, S. 101.

[36] Blasius, S. 63; Clauss, S. 89.

[37] Bringmann, Geschichte der Juden im Altertum, S. 103f.; Bringmann, Hellenistische Reform und Religionsverfol- gung in Judaa, S. 66; Fohrer, S. 224.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Juden unter der Herrschaft der Seleukiden. Die Machtpolitik des Antiochos IV. Epiphanes in Judäa
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,7
Autor
Jahr
2017
Seiten
20
Katalognummer
V415660
ISBN (eBook)
9783668653603
ISBN (Buch)
9783668653610
Dateigröße
470 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Antiochos, Judäa, Seleukiden, Antiochos IV., Antiochos IV. Epiphanes, Antiochos Epiphanes, Jason, Hohepriester, innerjüdischer Machtkampf, Menelaos, Antiochos III, Tobiaden, Oniaden, Josephus, Koilesyrien, Alexander der Große, Diodor, Simon, Onias, Jerusalem, Tyros, Religionsedikt, Edikt
Arbeit zitieren
Pascal Böß (Autor), 2017, Juden unter der Herrschaft der Seleukiden. Die Machtpolitik des Antiochos IV. Epiphanes in Judäa, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/415660

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