Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Ciencias Culturales - Ciencias culturales empíricas

"Aktenzeichen XY...ungelöst" - Eine Fahndungssendung als Ausdruck der Kontrollgesellschaft

Título: "Aktenzeichen XY...ungelöst" - Eine Fahndungssendung als Ausdruck der Kontrollgesellschaft

Trabajo de Seminario , 2004 , 16 Páginas , Calificación: sehr gut

Autor:in: Mag.phil. Verena Brunner (Autor)

Ciencias Culturales - Ciencias culturales empíricas
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Fahndungssendung Aktenzeichen XY...ungelöst erhebt den Anspruch, zur Verbrechensaufklärung und -bekämpfung beizutragen. In den über 30 Jahren erfreut sich diese Sendung mehr oder weniger starkem Zuschauerzuspruch, und in einer stark entwickelten Informations- und Kommunikationsgesellschaft ist Fernsehfahndung zu einer Selbstverständlichkeit geworden, die scheinbar kaum noch die Gemüter erhitzt. Vor allem in Verbindung mit dem Boom von Reality-TV hat der Voyeurismus Einzug in die Flimmerwelt gehalten. Inwieweit diese Entwicklung mit dem Topos der "Kontrollgesellschaft" zusammenhängt, zeigt die vorliegende Arbeit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Übergang von der Disziplinar- zur Kontrollgesellschaft

3. „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ im Zeichen der Kontrollgesellschaft

4. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Fernsehformat „Aktenzeichen XY...ungelöst“ als Ausdruck und Instrument der modernen Kontrollgesellschaft. Dabei wird analysiert, wie sich das Verständnis von Fernsehfahndung und die gesellschaftliche Wahrnehmung dieses Formats seit seiner Gründung im Jahr 1968 bis heute verändert haben und inwieweit die Sendung zur Internalisierung von Kontrollmechanismen beim Individuum beiträgt.

  • Transformation von der Disziplinargesellschaft zur Kontrollgesellschaft
  • Die Rolle der Medien als Disziplinierungs- und Normierungsinstrumente
  • Diskursanalyse zur öffentlichen Wahrnehmung von „Aktenzeichen XY“
  • Vergleich der medialen Fahndungspraxis zwischen 1968 und der Gegenwart
  • Kritik an der Dramaturgie und die Problematik des Spitzeltums

Auszug aus dem Buch

„Aktenzeichen XY ... ungelöst“ im Zeichen der Kontrollgesellschaft

Um die Positionierung des Sendeformats „Aktenzeichen XY...ungelöst“ innerhalb des Thema der Kontrollgesellschaft zu erläutern, wähle ich den öffentlichen Diskurs als Untersuchungsthema. Ich habe Zeitschriften- und Zeitungsartikel aus der „Gründerzeit“ dieses Sendeformats gewählt (deutscher Sprachraum), ebenso wie Zeitungsartikel und Internetseiten aus jüngster Zeit. Die Auswahl der Quellen erfolgte keineswegs nach Maßstäben der Vollständigkeit, da die zeit- und arbeitstechnischen Möglichkeiten der Recherche begrenzt waren. Es sollen lediglich durch vereinzelte Beispiele Gedankengänge zum Thema aufgezeigt werden.

Schon bevor das neue Sendeformat „Aktenzeichen XY“ im Oktober 1967 im ZDF zum ersten Mal ausgestrahlt wurde, gab es in der BRD eine große Vorankündigung in den Printmedien. In positiven wie auch kritischen Artikeln wurde von der Verbrecherjagd auf dem Bildschirm gesprochen, und die Bevölkerung eingestimmt auf ein „aufregendes Räuber-und-Gendarm-Spektakel.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle des Fernsehens als gesellschaftlichen Faktor und stellt die Hypothese auf, dass das Format „Aktenzeichen XY...ungelöst“ Aspekte der Kontrollgesellschaft widerspiegelt.

2. Der Übergang von der Disziplinar- zur Kontrollgesellschaft: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Wandel von klassischen Einschließungsinstitutionen hin zu einer internen Selbstkontrolle und Überwachung im postmodernen Zeitalter.

3. „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ im Zeichen der Kontrollgesellschaft: Hier wird anhand des historischen und aktuellen öffentlichen Diskurses untersucht, wie sich die Wahrnehmung der Fernsehfahndung und der Vorwurf der „Menschenjagd“ im Laufe der Jahrzehnte gewandelt haben.

4. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass die Sendung ein fester Bestandteil der Kontrollgesellschaft geworden ist, wobei die anfängliche Skepsis einer allgemeinen Akzeptanz der medialen Fahndung gewichen ist.

Schlüsselwörter

Aktenzeichen XY, Kontrollgesellschaft, Disziplinargesellschaft, Fernsehfahndung, Medienanalyse, Überwachung, Selbstkontrolle, Menschenjagd, Verbrechensaufklärung, Diskursanalyse, Eduard Zimmermann, Panopticon, Informationsgesellschaft, Mediale Großfahndung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die gesellschaftliche Funktion des Fernsehformats „Aktenzeichen XY...ungelöst“ im Kontext der Theorie der Kontrollgesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf den Übergang von Disziplinierungsmechanismen zu Formen der Überwachung, den Einfluss von Massenmedien auf das Sicherheitsverständnis und den öffentlichen Diskurs über Fernsehfahndung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Sendeformat als Ausdruck einer sich verändernden Gesellschaft fungiert, in der das Individuum zunehmend Teil eines digitalen Informationsflusses und eines Überwachungssystems wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der Diskursanalyse, indem sie Printmedien und Internetbeiträge aus der Gründungsphase und der Gegenwart vergleichend gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung der Kontrollgesellschaft nach Foucault sowie der konkreten Analyse der medialen Berichterstattung über „Aktenzeichen XY“ seit 1968.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kontrollgesellschaft, Disziplinierung, mediale Fahndung, Internaliserung von Kontrolle und der gesellschaftliche Wandel zur Informationsgesellschaft.

Inwiefern hat sich die Kritik an der Sendung über die Jahre verändert?

Während die Sendung anfangs wegen der Befürchtung eines entstehenden „Spitzeltums“ und „Menschenjagd-Charakters“ scharf kritisiert wurde, wird sie heute eher als veraltetes, aber gesellschaftlich akzeptiertes Format wahrgenommen.

Welche Rolle spielt Eduard Zimmermann in der Untersuchung?

Zimmermann wird als prägende Figur analysiert, deren Sendungskonzept sowohl als bürgerschaftliches Engagement als auch als Instrument einer medialen Überwachungskultur interpretiert wird.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
"Aktenzeichen XY...ungelöst" - Eine Fahndungssendung als Ausdruck der Kontrollgesellschaft
Universidad
University of Vienna  (Institut für Zeitgeschichte)
Calificación
sehr gut
Autor
Mag.phil. Verena Brunner (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
16
No. de catálogo
V41570
ISBN (Ebook)
9783638398091
ISBN (Libro)
9783638749916
Idioma
Alemán
Etiqueta
Aktenzeichen Eine Fahndungssendung Ausdruck Kontrollgesellschaft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mag.phil. Verena Brunner (Autor), 2004, "Aktenzeichen XY...ungelöst" - Eine Fahndungssendung als Ausdruck der Kontrollgesellschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41570
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  16  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint