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Von Nikopolis nach Zhengzhou. Betrachtung der Gemeinsamkeiten griechischer und fernöstlicher Philosophie am Beispiel der Stoa und des Daoismus

Titel: Von Nikopolis nach Zhengzhou. Betrachtung der Gemeinsamkeiten griechischer und fernöstlicher Philosophie am Beispiel der Stoa und des Daoismus

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 32 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Verena Lemnitzer (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Da beide Philosophien, Stoizismus und Daoismus, in derselben Zeit, um ca. 400 – 300 v. Chr. entstanden, ist eine Auseinandersetzung mit beiden umso interessanter. Gerade in der heutigen Zeit, wo die Welt in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Bildung globalisiert agiert und sich zum anderen immer wieder einzelne Staaten auf ihre Nationalität besinnen und sich abgrenzen wollen, ist es wichtig zu schauen, was verbindend wirkt. Hier kann die Philosophie einen Beitrag leisten, indem sie aufzeigt, wo die geistigen Gemeinsamkeiten liegen und schon lange lagen.

Die Arbeit wurde in sechs Kapitel aufgeteilt. Kapitel 2 bis 3 zeichnen ein Bild der antiken chinesischen Gesellschaft und geben Aufschluss darüber, wie sich das Denken in dem Zeitraum durch gesellschaftliche und politische Veränderungen gewandelt hat. Des Weiteren wird die Philosophie des Daoismus erläutert und die Person Lao-tse vorgestellt. Kapitel 4 führt in die Philosophie der Stoa ein und stellt den Denker Epiktet vor. Im Anschluss daran werden Gemeinsamkeiten der beiden Philosophien durch Passagen aus den Büchern „Handbüchlein der Moral“ und dem „Dao-de-jing“ herausgearbeitet und in einem fiktiven Gespräch der beiden Denker dargestellt. Abschließend werden im letzten Kapitel die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst. Es wird davon ausgegangen, dass dem interessierten Leser die gesellschaftlichen Verhältnisse des antiken Griechenland bekannt sind, da sie in dieser Arbeit nicht thematisiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gesellschaft im alten China

2.1. Geistiges Denken im alten China

3. Lao-tse (Lao-tzu, Laozi)

3.1. Der Daoismus

4. Die stoische Philosophie im antiken Griechenland

4.1. Epiktet und die stoische Philosophie

5. Lao-tse trifft Epiktet – Darstellung der Gemeinsamkeiten in Form eines Gesprächs

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die philosophischen Lehren des Daoismus, insbesondere die des Lao-tse, mit der stoischen Philosophie des Epiktet zu vergleichen, um grundlegende Gemeinsamkeiten trotz unterschiedlicher kultureller Herkunft herauszuarbeiten.

  • Analyse der gesellschaftlichen und historischen Entstehungsbedingungen von Daoismus und Stoizismus.
  • Untersuchung der Kernbegriffe „Dao“ (Daoismus) und „Logos“ bzw. Tugendlehre (Stoa).
  • Gegenüberstellung der Ansätze zur inneren Freiheit und dem Umgang mit äußeren Lebensumständen.
  • Erarbeitung der Parallelen in der Lebensführung, wie der Bedeutung von Genügsamkeit und Selbstbeobachtung.
  • Synthese der Erkenntnisse in einem fiktiven Dialog zwischen Lao-tse und Epiktet.

Auszug aus dem Buch

5. Lao-tse trifft Epiktet – Darstellung der Gemeinsamkeiten in Form eines Gesprächs

Das wirklich Interessante bei der Betrachtung der Gemeinsamkeiten zwischen den Philosophien des Daoismus und des Stoizismus, ist die Tatsache, dass beide auf das Gleiche abzielen. Nämlich dass der Mensch, um glücklich oder glückselig zu werden, sich auf sein Selbst besinnen muss und dies nur in der Rückbesinnung auf den Lauf der Natur findet. Mit Sicherheit ist die Philosophie der Stoa die ausgereiftere und an modernen, aber auch schon an antiken Maßstäben der Wissenschaft gemessen, umfänglicher in ihrer Rezeption (eigene Interpretation). Doch gehalten an dem, dass Philosophie die Wissenschaft ist, die das Seiende als Seiendes untersucht, gehört Lao-tse’s „Dao de jing“ ebenso zur Philosophie.

Denn sein Denken und seine Schrift enthalten die Liebe zur Weisheit und verfügen über verschiedene Ebenen der Reflexion, die durchaus im eigentlichen Sinne philosophisch sind (vgl. Eberfeld in Schneider, 2000, S. 141). Bereits Friedrich Wilhelm Schelling bezeichnete die Lehre des Daoismus in seiner „Philosophie der Mytologie“ (1856-57) als eine rein philosophische Erscheinung (vgl. Schelling in Eberfeld in Schneider, 2000, S. 147f).

„Die Tao-Lehre ist nicht ein ausgeführtes System, das z.B. ausführlich Aufschluß über die Entstehung der Dinge zu geben sucht; sie ist mehr Auseinandersetzung eines Prinzips, aber in mannigfaltigen Formen, und der auf dieses Prinzip gebauten praktischen Lehre.“ (ebd., S. 148)

Bei der Beschäftigung mit den Lehren des Stoizismus, insbesondere denen des Epiktet, fallen dem in taoistischer Philosophie unterrichteten Leser viele Gemeinsamkeiten auf. Wenn auch jeweils in den Texten eine andere Sprache gesprochen wird, so sind die Grundgedanken, Annahmen und praktische Lebensweisen durchaus deckungsgleich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet das Vorhaben, die Gemeinsamkeiten der fernöstlichen Philosophie des Daoismus mit der abendländischen Stoa zu untersuchen, motiviert durch die Ähnlichkeit der historischen Entstehungsphasen.

2. Gesellschaft im alten China: Dieses Kapitel skizziert die antiken chinesischen Gesellschaftsstrukturen und deren Einfluss auf die geistige Entwicklung, insbesondere die Entstehung totemistischer und animistischer Glaubensformen.

2.1. Geistiges Denken im alten China: Hier wird die Entwicklung der Weltanschauung sowie die Bedeutung der Dualität von Ying und Yang als Grundlage für das philosophische Denken erläutert.

3. Lao-tse (Lao-tzu, Laozi): Das Kapitel befasst sich mit der legendären Figur Lao-tse und der historischen sowie philosophischen Bedeutung des „Dao de jing“.

3.1. Der Daoismus: Es erfolgt eine Erläuterung der zentralen daoistischen Lehren, wie dem Verständnis von „Dao“ als Weg oder Vernunft sowie dem Prinzip des „Wu-Wei“ (Nicht-Handeln).

4. Die stoische Philosophie im antiken Griechenland: Dieser Abschnitt ordnet die Stoa historisch ein und beleuchtet ihre wichtigsten Vertreter von der alten bis zur Kaiserzeit.

4.1. Epiktet und die stoische Philosophie: Der Fokus liegt hier auf dem Denken Epiktets, insbesondere seinem Leitthema der Freiheit und der Unterscheidung zwischen beeinflussbaren und nicht beeinflussbaren Dingen.

5. Lao-tse trifft Epiktet – Darstellung der Gemeinsamkeiten in Form eines Gesprächs: In einem fiktiven Dialog zwischen den beiden Philosophen werden ihre Kernkonzepte gegenübergestellt und die deckungsgleichen Lebenshaltungen erörtert.

6. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass beide Philosophien in Krisenzeiten entstanden sind und dem Individuum einen Weg zu tugendhaftem, selbstbestimmtem Leben durch Besinnung auf die Natur und Verweigerung des Begehrens bieten.

Schlüsselwörter

Daoismus, Stoa, Lao-tse, Epiktet, Wu-Wei, Stoizismus, Tugend, innere Freiheit, Natur, Philosophie, Ethik, Weltbild, Selbstbeobachtung, Gelassenheit, Harmonie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die Philosophie des chinesischen Daoismus mit der antiken griechischen Stoa, um aufzuzeigen, wie beide Systeme unabhängig voneinander ähnliche Antworten auf existenzielle menschliche Fragen entwickelten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Natur des „Dao“ im Vergleich zur stoischen Vernunftlehre, die Frage nach der inneren Freiheit, der Umgang mit Begehren und das Streben nach einem tugendhaften, naturgemäßen Leben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, Gemeinsamkeiten in den Lebenshaltungen der beiden Denker Lao-tse und Epiktet herauszuarbeiten und die zeitlose Gültigkeit ihrer Ansätze zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Literaturanalyse und eine narrative, fiktive Gesprächsführung, um die theoretischen Konzepte in einen praktischen Dialog zu übersetzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine historische Einordnung der jeweiligen Gesellschaftsformen, eine tiefgehende Analyse der Philosophien des Daoismus und der Stoa sowie die direkte Gegenüberstellung der Lehren durch den fiktiven Dialog.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Schlüsselwörtern zählen insbesondere Daoismus, Stoa, Wu-Wei, Tugend, innere Freiheit, Selbstbeobachtung und Harmonie.

Warum wird gerade ein Dialog zwischen Lao-tse und Epiktet gewählt?

Das fiktive Gespräch dient dazu, die teilweise abstrakten oder mystischen Lehren beider Denker in einen verständlichen, modernen Kontext zu setzen und ihre philosophische Nähe trotz unterschiedlicher Terminologie greifbar zu machen.

Welche Bedeutung hat das Prinzip „Wu-Wei“ im Kontext der Arbeit?

„Wu-Wei“ oder „Nicht-Handeln“ wird als eine Form des entspannten, tugendhaften Agierens interpretiert, das der stoischen Forderung nach Gleichmut gegenüber äußeren Umständen entspricht.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Von Nikopolis nach Zhengzhou. Betrachtung der Gemeinsamkeiten griechischer und fernöstlicher Philosophie am Beispiel der Stoa und des Daoismus
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg  (Philosophie)
Veranstaltung
Philosophie als Lebenskunst
Note
1,0
Autor
Verena Lemnitzer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
32
Katalognummer
V415746
ISBN (eBook)
9783668657458
ISBN (Buch)
9783668657465
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Betrachtung von Gemeinsamkeiten der Philosophien des Daoismus und der Stoa
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Verena Lemnitzer (Autor:in), 2018, Von Nikopolis nach Zhengzhou. Betrachtung der Gemeinsamkeiten griechischer und fernöstlicher Philosophie am Beispiel der Stoa und des Daoismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/415746
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Leseprobe aus  32  Seiten
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