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'Ich kann fühlen' - Unterrichtsentwurf zur Unterrichtseinheit 'Was ich schon kann: Meine Sinne'

Title: 'Ich kann fühlen' - Unterrichtsentwurf zur Unterrichtseinheit 'Was ich schon kann: Meine Sinne'

Lesson Plan , 2005 , 61 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Petra Stichert geb. Nitsch (Author)

Didactics - Regional History and Geography
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Unsere Sinne sind ein wunderbares Thema für die Eingangsstufe gerade im Förderschulbereich, bieten diese doch eine Vielzahl von Erlebnis- und Erfahrungsmöglichkeiten, die neugierig machen, Selbstverständliches infrage stellen, erforschen und entdecken lassen.
Das Erleben der eigenen Sinne ermöglicht zudem ein ganzheitliches Lernen, welches Lernen einfacher, intensiver, einprägsamer macht, weil es aktiv geschieht und sinnlich erfahrbar wird. Sinneserfahrungen lassen autodidaktisches Lernen zu, wecken Neugier, erregen die Aufmerksamkeit. Sie entsprechen dem menschlichen Bedürfnis – insbesondere dem von Kindern – und helfen durch ihre Unmittelbarkeit und Erfahrbarkeit beim Lernen.

So selbstverständlich sinnliches Wahrnehmen aber auch geschieht, so wichtig ist es dennoch, sich darin zu üben, sich sinnliche Erlebnisse und deren Wirkung auf Gefühle und Vorstellungen bewusst zu machen. Gerade SchülerInnen der Förderschule entstammen häufig einem reizarmen Umfeld, in dem ihre Sinne wenig gefördert und gefordert, ihre Neugier und Lernbereitschaft wenig geweckt wird. Häufiges Fernsehen oder Computerspielen, seltene Ortswechsel und wenig Bewegung sind Aspekte, die Passivität fördern, das Erkennen von Zusammenhängen erschweren und einzelne Sinne einseitig ansprechen oder sie gar überfordern und somit sinnliche Wahrnehmungsfähigkeit verkümmern lassen.
Eine Thematisierung der Sinne zu Beginn der Schullaufbahn ist also sinnvoll und notwendig, wenn sie zum einen Erlebnissen und Erfahrungen mit den eigenen Sinnen ermöglicht und zum anderen hilft, aufmerksam und sensibel für Sinneswahrnehmungen zu werden und sich darin zu üben.

Der Lehrprobenentwurf umfasst neben den didaktisch-pädagogischen Analysen vielfältiges Unterrichtsmaterial, welches eingebettet in eine interaktive Geschichte SchülerInnen auf spannende Weise ihre Sinne bewusst erleben lässt. Da die Kinder im Ausprobieren ihrer Sinne selbst Teil der Geschichte werden, ist ihr Lernen spielerisch und hochgradig motiviert: Ein Kind verliert seinen heißgeliebten Teddybären an den König der Sinne, der ihn nur zurückzugeben bereit ist, wenn das Kind beweist, dass es dessen Sinnlichkeit zu schätzen weiß. Hierfür muss es verschiedene Aufgaben im Schloss der Sinne erfüllen, für die es die Hilfe der SchülerInnen benötigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Didaktische Analyse

1.1 Bezug zum Bildungsplan

1.2. Pädagogisch-didaktische Begründung für die Unterrichtseinheit

2. Bedingungsanalyse

2.1. Die aktuelle Klassensituation

2.2. Vorerfahrungen mit der Themengruppe „Wer ich bin“

2.3. Individuelle Schülervoraussetzungen

3. Analyse der Unterrichtsstunde

3.1 Sachanalyse

3.1.1 Die Sinne

3.1.2 Der Tastsinn

3.2 Lernziele

3.3 Methodisch-didaktische Überlegungen

3.3.1 Einbettung der Stunde in die UE

3.3.2 Überblick über die einzelnen Unterrichtsphasen der UE

3.3.3 Begründung und Zielsetzung bezüglich der einzelnen Unterrichtsbausteine

3.3.4 Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit beschreibt einen Unterrichtsentwurf für die Unterstufe an einer Schule für Lernbehinderte, dessen zentrales Ziel das ganzheitliche Erleben der eigenen Sinne innerhalb einer motivierenden Rahmengeschichte ist. Dabei steht die Förderung der Selbstwahrnehmung und des Selbstbewusstseins durch handlungsorientierte Sinneserfahrungen im Vordergrund.

  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und Selbstfindung
  • Ganzheitliches Lernen durch Einbindung der fünf Sinne
  • Umsetzung von Lerninhalten durch motivierende Rahmengeschichten
  • Stärkung der Wahrnehmungsfähigkeit und Konzentration
  • Methodische Vielfalt durch Stationenarbeit und spielerische Elemente

Auszug aus dem Buch

Moli, Brummel und der König der Sinne

Es war einmal ein Kind, das wurde von allen Moli genannt. Moli hatte keine Geschwister. Trotzdem gab es da jemanden, der auch in Molis Zimmer wohnt und in Molis Bett schlief. Jeder Nacht schlief dieser jemand dort. Dieser jemand war Brummel. Brummel war ein Teddybär. Seinen Namen hatte er nicht etwa, weil er brummelig war. Im Gegenteil: Brummel war ein sehr freundlicher und fröhlicher Teddybär. Brummel hieß Brummel, weil er brummte, wenn man ihn auf den Kopf stellte und dann wieder zurück drehte. Brummel machte das nichts aus. Er war daran gwöhnt. Brummel und Moli waren Freunde.

Jede Nacht vor dem Einschlafen spielten sie ein Spiel zusammen. „Bist du das, Brummel?“ fragte Moli dann. Und dann wurde Brummel von oben bis unten begutachtet. Moli sah genau hin, ob alles da war, was da sein sollte, ob vielleicht etwas dreckig geworden war oder sonst irgendwie anders aussah. Moli wollte sich ganz sicher sein, dass der kleine Teddybär wirklich genau so aussah wie Brummel. Bisher hatte Brummel wirklich immer ausgesehen wie Brummel. „Du siehst aus wie mein Brummel!“ sagte Moli dann zufrieden zu Brummel. „Das ist gut!“

Dann wurde Brummel befühlt. Von Kopf bis Fuß wanderten Molis Finger und tasteten und fühlten. „Du fühlst dich sooo weich an!“ seufzte Moli dann zufrieden. „Und dein Bauch ist dick und rund, genau wie bei meinem Brummel. Das ist gut!“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Didaktische Analyse: Dieses Kapitel verortet das Thema im Bildungsplan für Sonderschulen und begründet die Relevanz der Themengruppe „Wer ich bin“ für die Persönlichkeitsentwicklung und Sozialerziehung der Schüler.

2. Bedingungsanalyse: Hier wird die aktuelle Klassensituation analysiert, wobei auf die heterogene Zusammensetzung der Klasse sowie auf die individuellen Lernvoraussetzungen und Entwicklungsstände der einzelnen Schüler eingegangen wird.

3. Analyse der Unterrichtsstunde: Dieses Kapitel erläutert die fachwissenschaftlichen Hintergründe zu den Sinnen und zum Tastsinn, definiert Lernziele und legt die methodisch-didaktische Konzeption der Unterrichtseinheit inklusive der Einbettung in die Rahmengeschichte dar.

Schlüsselwörter

Sonderpädagogik, Unterrichtsentwurf, Lernbehinderung, Sinneswahrnehmung, Ganzheitliches Lernen, Selbstfindung, Persönlichkeitsentwicklung, Tastsinn, Unterrichtseinheit, Handlungsorientierung, Grundschule, Sozialerziehung, Lehrprobe, Differenzierung, Förderbedarf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Es handelt sich um einen Unterrichtsentwurf für eine Lehrprobe an einer Schule für Lernbehinderte, bei dem die Sinne im Zentrum stehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf Selbstfindung, Persönlichkeitsentwicklung und das Erleben der eigenen Sinne.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?

Das Hauptziel ist das sinnliche Erleben und die Erkenntnis der Kinder, was sie bereits können und wie ihre Sinne sie im Alltag unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein ganzheitlicher, handlungsorientierter Ansatz verfolgt, der durch eine Rahmengeschichte und Stationenlernen strukturiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Klassensituation, die fachwissenschaftlichen Aspekte der Sinneswahrnehmung sowie die methodischen Überlegungen zur Umsetzung der Unterrichtseinheit.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Ganzheitliches Lernen, Sinneserfahrung, Selbstbewusstsein und handlungsorientierter Unterricht.

Warum wird eine Rahmengeschichte eingesetzt?

Die Geschichte dient als Motivationsrahmen, der den Kindern Sicherheit gibt und die verschiedenen Unterrichtsphasen in einen logischen Zusammenhang stellt.

Welche Bedeutung hat der Tastsinn im Entwurf?

Der Tastsinn wird als immer aktiver Sinn betont, der durch spezielle Übungen wie einen Fühlparcours ganzheitlich erfahrbar gemacht werden soll.

Wie geht die Autorin mit der Heterogenität der Klasse um?

Durch die Wahl verschiedener Sozialformen, Unterstützungsangebote und eine prozessorientierte Unterrichtsgestaltung versucht sie, sowohl leistungsstärkere als auch schwächere Schüler individuell zu fördern.

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Details

Title
'Ich kann fühlen' - Unterrichtsentwurf zur Unterrichtseinheit 'Was ich schon kann: Meine Sinne'
College
University of Education Heidelberg
Grade
1.0
Author
Petra Stichert geb. Nitsch (Author)
Publication Year
2005
Pages
61
Catalog Number
V41579
ISBN (eBook)
9783638398176
Language
German
Tags
Unterrichtsentwurf Unterrichtseinheit Meine Sinne
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Petra Stichert geb. Nitsch (Author), 2005, 'Ich kann fühlen' - Unterrichtsentwurf zur Unterrichtseinheit 'Was ich schon kann: Meine Sinne', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41579
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