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Geplante Neuerungen bei der Eigenmittelunterlegung operationeller Risiken

Titel: Geplante Neuerungen bei der Eigenmittelunterlegung operationeller Risiken

Hausarbeit , 2017 , 27 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Maximilian Kraus (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird der Standardmessansatz für die Ermittlung der Eigenmittel von operationellen Risiken behandelt. Dieser von der Basler Bankenaufsicht geschaffene Ansatz soll die momentane Vielfalt an Methoden ablösen und zu einer Vereinheitlichung und damit auch zur Vergleichbarkeit unter allen Instituten führen. Zudem sollen die vor allem von großen Banken angewandten komplexen Messansätze damit ersetzt werden. Die Frage wird sein, wie sich die Änderung der Berechnungsvorgabe auf die Eigenmittelunterlegung der Banken auswirkt und ob diese Methode die passende Lösung darstellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen operationeller Risiken

2.1 Definition und Abgrenzung zu anderen Risikoarten

2.2 Bedeutung in der Risikotragfähigkeit von Banken

2.3 Bisherige aufsichtsrechtliche Erfassung und Ziele

3 Standardmessansatz

3.1 Überblick

3.2 Ermittlung BI-Komponente

3.3 Ermittlung Verlustfaktor

3.4 Anwendungsfall

4 Potenzielle Auswirkungen auf Kreditinstitute

4.1 Würdigung des neuen Ansatzes

4.2 Auswirkungen auf Kreditinstitute

4.3 Sparkasse Coburg-Lichtenfels

5 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern der von der Basler Bankenaufsicht entworfene Standardmessansatz (SMA) als Ersatz für bisherige Verfahren zur Ermittlung der Eigenmittelunterlegung für operationelle Risiken geeignet ist und welche konkreten Auswirkungen sich daraus für Kreditinstitute ergeben.

  • Grundlagen operationeller Risiken im Bankensektor
  • Methodik und Berechnungskomponenten des neuen Standardmessansatzes
  • Vergleichende Analyse zwischen dem SMA und bestehenden Methoden
  • Quantitative Auswirkungen der Umstellung auf Kreditinstitute
  • Praxisbeispiel einer kleineren Bank (Sparkasse Coburg-Lichtenfels)

Auszug aus dem Buch

3.3 Ermittlung Verlustfaktor

Der Verlustfaktor (VF) ist der zweite wesentliche Teil des SMA. Zur Anwendung kommt dieser erst ab einem Geschäftsindikator von über einer Mrd. Euro. Kleinere Banken benötigen zur Berechnung der Eigenmittelunterlegung demzufolge nur den BI. Dieses Vorgehen bedeutet für die größeren Banken dennoch keine sehr große Umstellung, da diese meistens schon jetzt Verluste über operationelle Risiken dokumentieren müssen. Um den Verlustfaktor bestimmen zu können, muss die Formel angewandt werden. Dieser Wert, der auch Internal Loss Multiplier genannt wird, benötigt also die BIC, die bereits in Kapitel 3.2 vorgestellt wurde. Der Verlustfaktor ist somit abhängig von der Verlustkomponente (VK), alias Loss Component, und der Geschäftsindikatorkomponente, mit der die VK in Relation gebracht wird.

Beim Analysieren der Formel ist festzustellen, dass es sich um eine logarithmische Funktion handelt, was bedeutet, dass mit steigender Verlustkomponente, also Verlustfällen in der eigenen Bank, die Eigenmittelanforderungen steigen. Allerdings sinkt die Steigung mit größer werdender VK, wie das im Anhang 10 ersichtlich ist. Bei branchenüblichen Verlusten ergibt sich für den Quotienten und auch für den gesamten VF ein Wert von 1 und ändert damit nichts an der errechneten BI-Komponente, welche dann die erforderlichen Eigenmittel darstellt. Diese visuelle Aufbereitung zeigt darüber hinaus anschaulich, dass bei einer Historie ohne Verluste dennoch ein Faktor von ungefähr 0,54 angewendet werden muss.

Ein Blick auf die Zusammensetzung der Verlustkomponente im Anhang 11 spiegelt die Bedeutung großer Verlustfälle im Bereich der operationellen Risiken wider. Große Verlustereignisse fließen somit deutlich stärker in die Verlustkomponente ein. So werden Verluste bis 10 Millionen Euro (Vü10) 14-fach gewichtet, wohingegen ein Schaden von über 100 Mio. Euro (Vü100) 19-fach in die Kennziffer eingeht. Der durchschnittliche gesamte Verlust (V) wird siebenfach gewichtet. Eine Unterscheidung von Banken mit ähnlichem Geschäftsindikator und Geschäftsvolumen und unterschiedlicher Verlustverteilung wird so sichergestellt. Die Vorgabe an die Banken lautet, dass jeweils der 10-Jahres-Durchschnitt heranzuziehen ist. Damit wurde bereits eine wesentliche Anforderung angesprochen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Konsultationspapiers BCBS Nr. 355 ein und legt das Ziel fest, die Eignung des neuen Standardmessansatzes (SMA) zur Ermittlung der Eigenmittelunterlegung zu evaluieren.

2 Grundlagen operationeller Risiken: Dieses Kapitel definiert den Begriff des operationellen Risikos, ordnet ihn in den Kontext der Risikotragfähigkeit von Banken ein und erläutert die bisherigen aufsichtsrechtlichen Messansätze.

3 Standardmessansatz: Das Kapitel erläutert detailliert die Komponenten und die Berechnungslogik des neuen SMA, inklusive der Ermittlung der BI-Komponente, des Verlustfaktors sowie eines fiktiven Anwendungsfalls.

4 Potenzielle Auswirkungen auf Kreditinstitute: Hier erfolgt eine kritische Würdigung des neuen Modells hinsichtlich seiner Auswirkungen auf Banken, ergänzt durch die beispielhafte Simulation an der Sparkasse Coburg-Lichtenfels.

5 Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass der SMA die Ziele der Bankenaufsicht grundsätzlich erfüllen kann und insbesondere für kleinere Banken zu einer Entlastung der Eigenmittelunterlegung führen könnte.

Schlüsselwörter

Operationelle Risiken, Standardmessansatz, SMA, Eigenmittelunterlegung, Bankenaufsicht, Basler Ausschuss, Geschäftsindikator, Verlustfaktor, Risikotragfähigkeit, Kapitalanforderungen, Kreditinstitute, Banksteuerung, Risikomanagement, Finanzkomponente, Verlustkomponente

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem von der Basler Bankenaufsicht (BCBS) konzipierten Standardmessansatz (SMA) für die Ermittlung der Eigenmittelunterlegung bei operationellen Risiken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Schwerpunkte sind die Definition operationeller Risiken, der Aufbau und die Berechnung des SMA sowie die Beurteilung der Auswirkungen dieser neuen regulatorischen Vorgabe auf Kreditinstitute.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das primäre Ziel ist es zu untersuchen, ob der SMA eine geeignete und praktikable Methode darstellt, um die bisherigen, vielfältigen Ansätze zu vereinheitlichen und die Eigenmittelunterlegung transparent und vergleichbar zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung genutzt?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse der aufsichtsrechtlichen Dokumente sowie eine Fallstudie (Simulation) an der Sparkasse Coburg-Lichtenfels, um die quantitativen Auswirkungen des neuen Ansatzes aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil widmet sich zunächst den theoretischen Grundlagen der operationellen Risiken und stellt im Anschluss die spezifischen Formeln und Komponenten des SMA (BI-Komponente, Verlustfaktor) ausführlich dar.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind operationelle Risiken, Standardmessansatz (SMA), Eigenmittelunterlegung, Geschäftsindikator und Risikotragfähigkeit.

Wie unterscheidet sich der Verlustfaktor für große und kleine Banken?

Der Verlustfaktor findet nur Anwendung bei Instituten mit einem Geschäftsindikator von über einer Milliarde Euro; für kleinere Banken ist er für die Berechnung der Eigenmittelunterlegung nicht relevant.

Welches Ergebnis liefert die Simulation für die Sparkasse Coburg-Lichtenfels?

Die Simulation zeigt für die betrachtete Sparkasse als Beispiel einer kleineren Bank eine tendenzielle Reduzierung der erforderlichen Eigenmittelunterlegung im Vergleich zum bisher angewandten Basisindikatoransatz.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geplante Neuerungen bei der Eigenmittelunterlegung operationeller Risiken
Hochschule
Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe Bonn
Note
1,7
Autor
Maximilian Kraus (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
27
Katalognummer
V415924
ISBN (eBook)
9783668656659
ISBN (Buch)
9783668656666
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eigenmittelunterlegung Operationelle Risiken Aufsichtsrecht Solvabilität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maximilian Kraus (Autor:in), 2017, Geplante Neuerungen bei der Eigenmittelunterlegung operationeller Risiken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/415924
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Leseprobe aus  27  Seiten
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