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Handout zum Thema Monster im "Herzog Ernst". Mythische Geschöpfe im Mittelalter

Title: Handout zum Thema Monster im "Herzog Ernst". Mythische Geschöpfe im Mittelalter

Elaboration , 2009 , 6 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anna Kuhlmann (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Handout in Stichpunkten zum Thema Monster im Herzog Ernst.
Monster: Wie sind sie entstanden? Wie werden sie gedeutet? Transdisziplinäre Diskurse über das Andere.
Vorstellung und Interpretationen einiger Monster aus „Herzog Ernst“. Mythische Geschöpfe im Mittelalter sowie Entstehung und Verbreitung von natürlichen Monstern...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. „Monster“ - Begriff und Bedeutung

2. Vorstellung und Interpretationen einiger Monster aus „Herzog Ernst“

2.1 Platthufe (V. 4670 – 4755)

2.2 Riesen (V. 5013 – 5265)

2.3 Zwerge / Pygmäen (V. 4897-5012 )

2.4 Kraniche (V. 4904-4981 )

2.5 Die Arimaspi: Zyklopen/ Kyklopen (V. 4480 – 4625)

3. Mythische Geschöpfe im Mittelalter

4. Entstehung und Verbreitung von natürlichen Monstern

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung, Darstellung und Herleitung monströser Wesen im mittelalterlichen literarischen Kontext, insbesondere anhand des Werkes „Herzog Ernst“, um die Funktion dieser Figuren zwischen Mythos, göttlichem Heilsplan und zeitgenössischen Naturdeutungen zu ergründen.

  • Begriffliche Herleitung des Monsters vom lateinischen „monstrum“
  • Analyse spezifischer Fabelwesen (Platthufe, Riesen, Zwerge, Kraniche, Kyklopen)
  • Die Rolle der Monster als Spiegel von Tugenden und Lastern
  • Mittelalterliches Naturverständnis und der Glaube an das Wunderbare
  • Medizinische und magische Theorien zur Entstehung von Fehlbildungen

Auszug aus dem Buch

2.5 Die Arimaspi: Zyklopen/ Kyklopen (V. 4480 – 4625)

aus dem Griechischen = „Kreisauge“

bereits aus griechischer Mythologie bekannt

äußeres Erscheinungsbild dem Menschen ähnlich, jedoch nur ein Auge mitten auf der Stirn vgl. Verse 4514-4521: die Liute wâren wunderlich die daz lant heten besezzen. sie wâren vil vermezzen: des mugen wir niht gelougen. sie heten niht wan ein ouge vorne an dem hirne. sie hiezen einsterne, ze latîne hiezens Cyclôpes.

bekanntester Kyklop: Polyphem, dem Odysseus auf seiner Irrfahrt begegnete

in späteren Sagen schmiedeten sie im Innern des Ätna den Göttern Waffen

gelten als große Baumeister, die unbehauene Steine zu gewaltigen Bauwerken auftürmten → daher der Begriff „Zyklopische Mauern“

Zusammenfassung der Kapitel

1. „Monster“ - Begriff und Bedeutung: Dieses Kapitel erläutert die etymologische Herkunft des Monster-Begriffs und die negative Konnotation als fremdartiges, bedrohliches Wesen.

2. Vorstellung und Interpretationen einiger Monster aus „Herzog Ernst“: Hier werden verschiedene in dem Werk auftretende Fabelwesen detailliert charakterisiert und ihre jeweilige symbolische oder erzählerische Funktion analysiert.

3. Mythische Geschöpfe im Mittelalter: Das Kapitel beleuchtet das mittelalterliche Weltbild, in dem Monster als Teil der göttlichen Schöpfung und als didaktische Werkzeuge zur Veranschaulichung moralischer Kategorien verstanden wurden.

4. Entstehung und Verbreitung von natürlichen Monstern: Dieser Abschnitt behandelt antike und mittelalterliche Erklärungsmodelle für Fehlbildungen, die von medizinischen Beobachtungen bis hin zu magischen und abergläubischen Ursachen reichen.

Schlüsselwörter

Monster, Herzog Ernst, Fabelwesen, Mittelalter, Mythologie, Kyklopen, Pygmäen, Kraniche, Naturverständnis, Symbolik, Fehlbildungen, Schöpfung, Literaturgeschichte, Antike, Wunderbares

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle, Deutung und Genese von monströsen Wesen im Mittelalter, wobei das Werk „Herzog Ernst“ als primäre Quelle dient.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die mittelalterliche Monster-Definition, literarische Analyse von Fabelwesen, das Verständnis der Natur im Kontext des göttlichen Heilsplans sowie historische Entstehungstheorien für Anomalien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Monster als Bindeglied zwischen literarischer Fiktion, existenziellen Ängsten und dem damaligen Weltbild fungierten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine transdisziplinäre Analyse, die literaturwissenschaftliche Textinterpretation mit ethnologischen und medienhistorischen Perspektiven verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden konkrete Monster aus dem „Herzog Ernst“ porträtiert und die theoretischen Hintergründe des mittelalterlichen Monsterverständnisses sowie deren Entstehungstheorien erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Monster, Fabelwesen, Herzog Ernst, Schöpfung und Symbolik geprägt.

Wie werden die Zwerge/Pygmäen im Vergleich zur Tradition dargestellt?

Im Gegensatz zur oft kritischen traditionellen Sichtweise werden die Zwerge im „Herzog Ernst“ als freundliche, hilfsbereite und tugendhafte Wesen gezeichnet.

Warum galten Monster im Mittelalter nicht als bloße Fiktion?

Da das Weltbild stark von der biblischen Schöpfung geprägt war und man in der Natur nichts für unmöglich hielt, wurden Monster als existenter Teil des göttlichen Heilplans akzeptiert.

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Details

Title
Handout zum Thema Monster im "Herzog Ernst". Mythische Geschöpfe im Mittelalter
College
University of Osnabrück
Grade
1,0
Author
Anna Kuhlmann (Author)
Publication Year
2009
Pages
6
Catalog Number
V416271
ISBN (eBook)
9783668662902
Language
German
Tags
handout thema monster herzog ernst mythische geschöpfe mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Kuhlmann (Author), 2009, Handout zum Thema Monster im "Herzog Ernst". Mythische Geschöpfe im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416271
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