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Die Problematik des Schulabsentismus ausgehend von Schulangst, Schulphobie und Schulschwänzen

Diagnose, Ursachen und Therapieansatz

Title: Die Problematik des Schulabsentismus ausgehend von Schulangst, Schulphobie und Schulschwänzen

Term Paper , 2018 , 31 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Corinna Huthmacher (Author)

Psychology - Consulting and Therapy
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In Deutschland gibt es ca. 12 Millionen Schüler und ca. 600.000 bis 1,2 Millionen, die unter Schulabsentismus leiden. Dennoch befasste sich die Wissenschaft erst Ende der Neunziger des 20. Jahrhunderts mit dieser Problematik. Mit Ricking fand die Thematik 1997 Einzug in die deutschsprachige Literatur. Seit 1919 gibt es in Deutschland die Schulpflicht, wird sie verletzt, kann dies als Ordnungswidrigkeit registriert werden. Gerade die Schule hat verschiedene Rollen, sie ist Lehr- und Lerninstitution, Sozialisierungsinstrument und Basis für den
späteren Beruf. Was muss also passieren, damit Schüler die Schule nicht mehr besuchen?

Welche Formen des Schulabsentismus gibt es und was steht Forschern bereit, um Schulabsentismus zu erkennen? Während des Praktikums der Autorin fielen ihr die Häufungen des Schulabsentismus auf, da sehr viele Patienten, mit unterschiedlichen Arbeitsdiagnosen (nach der ICD-10), keine Schule mehr besuchten. Die Meisten mieden diese seit 2 Jahren. Die Autorin ahnte, welche Konsequenzen der Schulabsentismus für die jungen Patienten haben müsste, da die Praxis Kinder und Jugendliche bis 21 Jahren behandelt, in dessen Zeitraum gewöhnlich die Fundamente für die Berufslaufbahn gelegt werden.

Ziel dieser Arbeit ist die Komplexität des Schulabsentismus zu demonstrieren und deswegen die Schwierigkeit der Diagnosestellung zu skizzieren. Der Schulabsentismus ist Sammelbegriff der Schulangst, der Schulphobie und des Schulschwänzens und ist ein Unterpunkt der Angst, sodass zunächst alterstypische Kinderängste aufgezeigt werden. Es folgen Epidemiologie und Prävalenz von Schulabsentismus. Im Anschluss daran, wird das definitorische Störungsbild und seine Diagnosen erläutert, wobei zwischen angstverknüpften und angstfreien Ursachen unterschieden wird.

Es folgt die Ätiologie der Substörungen: Schulangst, Schulphobie und Schulschwänzen, wobei auf mehrere Einflusskomponenten geachtet wird. Anregungen von Diskussionsteilnehmern werden zusätzlich ausgewiesen. Ferner wird die Diagnostik von Schulabsentismus aufgeführt und weiter auf die Folgen des Schulabsentismus eingegangen. Den Abschluss bildet die Therapie des Schulabsentismus, ambulant und stationär, wie das Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Angst

3 Epidemiologie

4 Schulabsentismus

4.1 Klinische Definition/ Diagnosen

4.2 Schulverweigerung (Schulphobie und Schulangst)

4.3 Schulphobie

4.4 Schulangst

4.5 Zusammenfassung: Schulverweigerung

4.6 Schulschwänzen

4.7 Andere Störungstypen

4.7.1 Fernhalten

4.7.2 Psychische Abwesenheit

4.7.3 Risikofaktoren/ Risikogruppen

4.7.4 Schutzfaktoren

5 Ätiologie

5.1 Schulphobie

5.2 Schulangst

5.3 Schulmeidung

5.4 Schule

5.5 Peerbeziehung

5.6 Familie/ sozioökonomische Schicht

5.7 Individuell

5.8 Stimmen von Diskussionsteilnehmern

6 Diagnostik

6.1 Beschreibung des Praktikumsbetriebes

6.2 Verfahren

7 Folgen

8 Therapie Schulabsentismus

8.1 Erstmaßnahmen

8.2 Ambulanz

8.3 Station

9 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die komplexe Problematik des Schulabsentismus zu durchleuchten, die Schwierigkeiten der Diagnosestellung aufzuzeigen und dabei zwischen angstbedingten und angstfreien Ursachen zu unterscheiden, um therapeutische Ansätze zu validieren.

  • Differenzierung zwischen Schulangst, Schulphobie und Schulschwänzen
  • Analyse ätiologischer Einflussfaktoren (Schule, Familie, Peers)
  • Darstellung diagnostischer Verfahren in der kinder- und jugendpsychiatrischen Praxis
  • Evaluation von Therapiemöglichkeiten bei Schulabstinenz

Auszug aus dem Buch

4.4 Schulangst

Sco=Schule, Gelehrter Didaskalia=Lehre phobos=Angst (Heidkamp, 2015).

Das Schulangst auslösende Objekt ist primär die Institution Schule und aller in ihrem Kontext vorkommenden Situationen bspw. die Größe, Reichweite und Unübersichtlichkeit der Schulgebäude (Stangl, 2018). Die Symptome von Schulangst können bei jedem Kind sehr unterschiedlich aussehen. Viele Kinder und Jugendliche mit Schulangst leiden unter Bauch- und Kopfschmerzen, ihnen wird schwindelig und sie spüren Übelkeit (Hebebrand & Reissner, 2018a). Auch andauernde Müdigkeit, Schlaf- und Konzentrationsstörungen dienen als Stressanzeiger (Gipper, 2018).

Die meisten Kinder und Jugendliche reagieren auf Schulangst mit „Flucht“, indem sie die Schule vermeiden. Andere reagieren durch Kampf, sie neigen zu aggressiven Verhaltensweisen (Gipper, 2018). Da die Aggression nach innen und/ oder außen gerichtet ist, sind häufige „Prügeleien“ Anzeichen, wie auch Formen der Autoaggression (Ausreißen der eigenen Haare oder Abkauen der Fingernägel bis hin zum Aufritzen der Haut) Gipper, 2018, Abs. 7)).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz des Schulabsentismus ein und skizziert das Ziel, die Komplexität dieser Störungsbilder sowie die damit verbundenen diagnostischen Schwierigkeiten aufzuzeigen.

2 Angst: Dieses Kapitel erläutert die evolutionären und physiologischen Grundlagen von Angst als Schutzreflex und führt in die alterstypischen Ängste von Kindern ein.

3 Epidemiologie: Der Abschnitt gibt einen Überblick über die Prävalenz von Schulabsentismus bei Schülern und benennt die klinische Schwelle, ab der ein schulvermeidendes Verhalten therapeutisch relevant wird.

4 Schulabsentismus: Das zentrale Kapitel definiert Schulabsentismus als Sammelbegriff und differenziert zwischen Schulphobie, Schulangst und Schulschwänzen anhand ihrer spezifischen Symptomatiken.

5 Ätiologie: Hier werden die verschiedenen Ursachenbereiche analysiert, die zur Entwicklung von Schulabsentismus beitragen, darunter schulische, familiäre und individuelle Faktoren.

6 Diagnostik: Dieser Teil beschreibt die methodische Vorgehensweise zur Diagnose von Schulabsentismus in einer fachärztlichen Praxis unter Nutzung verschiedener standardisierter Testverfahren.

7 Folgen: Es werden die weitreichenden negativen Konsequenzen von Schulabsentismus für die psychische Gesundheit und die berufliche Laufbahn der Betroffenen dargelegt.

8 Therapie Schulabsentismus: Dieses Kapitel stellt verschiedene therapeutische Maßnahmen vor, angefangen bei Erstmaßnahmen über ambulante Ansätze bis hin zur stationären Behandlung.

9 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse zur Relevanz der Aufklärung und der Bedeutung individuell angepasster Therapiestrategien für betroffene Kinder.

Schlüsselwörter

Schulabsentismus, Schulangst, Schulphobie, Schulschwänzen, Schulverweigerung, Ätiologie, Diagnostik, Therapie, Verhaltenstherapie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Schulpflicht, Prävention, Komorbidität, psychosomatische Symptome, Schüler.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Phänomen des Schulabsentismus, bestehend aus den Unterformen Schulangst, Schulphobie und Schulschwänzen, und beleuchtet deren Diagnose, Ursachen und Therapiemöglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die klinische Definition der verschiedenen Störungstypen, die ätiologischen Faktoren wie das familiäre Umfeld oder schulische Belastungen sowie die therapeutische Intervention.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Komplexität des Schulabsentismus zu demonstrieren, die diagnostischen Schwierigkeiten zu skizzieren und einen fundierten Überblick über Entstehung und Behandlungsmethoden zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Übersichtsarbeit, die auf der Analyse von Fachliteratur und klinischen Erfahrungen der Autorin während ihres Praktikums in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Epidemiologie, ätiologische Faktoren, spezifische Diagnostik mittels Fragebögen und Testverfahren sowie unterschiedliche therapeutische Settings (ambulant/stationär).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselwörter sind Schulabsentismus, Schulangst, Schulphobie, Schulschwänzen, Diagnostik, Therapie, Verhaltenstherapie und Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Warum ist eine Unterscheidung zwischen den Typen (Angst vs. Schwänzen) wichtig?

Die Unterscheidung ist für die Diagnose und die Wahl der Therapie entscheidend, da Schulschwänzer keine Angstsymptomatik aufweisen und ihre Motive oft in Störungen des Sozialverhaltens liegen, während bei Schulphobikern die Trennungsangst im Vordergrund steht.

Welchen Stellenwert nimmt die Rolle der Eltern ein?

Die Eltern sind sowohl als Teil des Umfelds (Risiko- oder Schutzfaktor bei der Bindung) als auch als notwendige Integrationspartner im therapeutischen Prozess von zentraler Bedeutung für den Therapieerfolg.

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Details

Title
Die Problematik des Schulabsentismus ausgehend von Schulangst, Schulphobie und Schulschwänzen
Subtitle
Diagnose, Ursachen und Therapieansatz
Grade
2,7
Author
Corinna Huthmacher (Author)
Publication Year
2018
Pages
31
Catalog Number
V416306
ISBN (eBook)
9783668661868
ISBN (Book)
9783668661875
Language
German
Tags
problematik schulabsentismus schulangst schulphobie schulschwänzen diagnose ursachen therapieansatz psyche Schule Phobie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Corinna Huthmacher (Author), 2018, Die Problematik des Schulabsentismus ausgehend von Schulangst, Schulphobie und Schulschwänzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416306
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