Leistungsbeurteilung im Heimat- und Sachunterricht


Seminararbeit, 2004

14 Seiten, Note: 1,25


Leseprobe

Gliederung:

I Einleitung
1 Was ist Leistung?
2 Leistungsbeurteilung – wozu?

II Leistungsbeurteilung allgemein
1 Um welche Leistungen geht es?
2 Möglichkeiten zur Leistungsbeurteilung
3 Schwierigkeiten bei der Leistungsbeurteilung

III Leistungsbeurteilung im Heimat- und Sachunterricht
1 Ziele des Unterrichts und Unterrichtsverknüpfung
2 Leistungsmotivation
3 Wie Leistungen im Sachunterricht beurteilt werden können
4 Möglichkeiten zur Benotung im Sachunterricht
5 Ein konkretes Beispiel

IV Schlussgedanken

I Einleitung

1 Was ist Leistung?

„Leistung“ bedeutet dem (historischen) Wortsinn nach (etymologisch) in etwa: einer Spur folgen, ein Maß erfüllen.

Der Begriff Leistung begegnet uns in den verschiedensten Bereichen und Zusammenhängen. Angefangen bei der „Leistungsgesellschaft“ über „Leistung“ in der Technik, Leistungssport, usw. bis hin zur Schule, wo uns Begriffe wie Leistungskurs, Leistungsprinzip oder Leistungsnachweis sehr geläufig sind.

Die Leistung, von der wir hier sprechen ist abhängig von dem Anspruch, der an uns gestellt wird, sei es nun von der Gesellschaft allgemein oder in der Schule vom Lehrer. Diese Leistung entscheidet über den schulischen Erfolg, über weiterführende Schulen und später über die Möglichkeiten für den beruflichen Werdegang. Der Schüler wird also an seiner Leistung gemessen. Die Messung erfolgt über genormte Maßstäbe, die für alle gleichermaßen gelten. Es werden hierbei also alle Schüler „über einen Kamm geschert“.

Es gibt aber noch eine andere Deutung des Leistungsbegriffs im pädagogischen Sinne. Definition nach Klafki:

,,Versteht man Leistung als Ergebnis und Vollzug einer zielgerichteten Tätigkeit, die mit Anstrengung und ggf. Selbstüberwindung verbunden ist und für die Gütemaßstäbe anerkannt werden, die also beurteilt wird, so erfordern die genannten Zielsetzungen ein hohes Maß an Anstrengung und an spezifischem Können.“[1]

Gemeint ist hier, dass mit genormten Maßstäben in keiner Weise eine angemessene Beurteilung vorgenommen werden kann, sondern dass man in seine Beurteilung immer die individuellen Voraussetzungen des Schülers (die vom Lehrer durch Beobachtung erkannt und festgestellt werden sollen) mit einbeziehen muss. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit den Erziehungszielen. Die Leistung wird hier sowohl in den Lernergebnissen und –produkten sowie in den Lernprozessen sichtbar.

2 Leistungsbeurteilung – wozu?

Die Aufgabe der Schule und des Lehrers ist es, jedem Schüler zu ermöglichen, sich eine solide Bildungs- und Wissensgrundlage zu schaffen, die er für sein späteres (Berufs-)Leben braucht. Die Leistungsbeurteilung soll hierbei zur Kontrolle dienen und dem Schüler und auch dem Lehrer Aufschluss darüber geben, auf welchem Wissensstand sich der Schüler befindet und welche Fähigkeiten erworben wurden. Sie soll in keiner Weise dazu dienen, den Schüler zu demotivieren.

II Leistungsbeurteilung allgemein

Definition von Leistungsbeurteilung nach Astrid Kaiser[2]:

Leistungsbeurteilung im Schulunterricht darf sich nicht auf die Menge reproduzierbaren Wissens beschränken. Sie muss dem Anspruch einer pädagogisch geeigneten Rückmeldung an das Kind genügen und sollte deshalb nicht der Auslese dienen. Grundlage der Leistungsbeurteilung ist die kontinuierliche Beobachtung von Lehren und Lernen. Die Entwicklung des Kind-Welt-Bezugs setzt nämlich die Möglichkeit zu aktiver, ernsthafter Auseinandersetzung des Kindes mit der Welt und mit sich selbst voraus und damit auch Umwege, Fehler und gelegentliches Scheitern. Denn erst wenn sich Konzepte des Kindes als zu umständlich oder gar unbrauchbar erweisen, wird es seine Vorstellungen und sein Handeln verändern. Ziffernnoten geben dieses komplexe Gefüge kindlicher Leistungen bei der fortschreitenden Erschließung der Welt nicht wieder. Sinnvoller wären differenzierte Lernentwicklungsberichte, die mit dem Kind zusammen formuliert werden und so zu mehr Transparenz und einer realistischeren Selbsteinschätzung der Leistungen von Lehrenden und Lernenden beitragen können.

1 Um welche Leistungen geht es?

Die Leistungen, die jeder Schüler in der Schule zu erbringen hat werden in gesetzlichen Lehrplänen und Richtlinien verbindlich vorgeschrieben. Der Lehrer trägt hierbei die pädagogische Verantwortung und es steht ihm frei, wie er die konkreten Ziele und Anforderungen an die Schüler festlegt. Dies ist deshalb sinnvoll, da nur er die Schüler kennt und am besten beurteilen kann, welche Leistungen jeder Schüler erbracht hat, um das ihm gesteckte Ziel zu erreichen. Hierbei müssen sowohl die Ergebnisse als auch die Anstrengungen auf dem Weg zu diesen Ergebnissen berücksichtigt werden.

Beurteilt werden sollen folgende drei Leistungskategorien:

- kognitive Leistung
- das heißt, welchen Wissensstand der Schüler erreicht hat.
- emotionale Leistung
- das heißt, soziale Fähigkeiten, wie z. B. der Umgang mit anderen Schülern
- motorisch – physische Leistung
- das heißt, welche Fertigkeit im handwerklichen oder sportlichen Bereich der Schüler erworben hat

2 Möglichkeiten zur Leistungsbeurteilung

Die Schule hat den Auftrag, allen Schülern Chancengleichheit anzubieten und Unterschiede im Könnens- und Wissensstand auszugleichen. Das bedeutet gezielte und individuelle Förderung jedes Schülers. Dies muss auch in der Leistungsbeurteilung berücksichtigt werden.

[...]


[1] Klafki, Wolfgang: Probleme der Leistung in ihrer Bedeutung für die Reform der Grundschule. In: Die Grundschule 10/1975, S. 527-532. Aus: Preuss, Eckhardt: Leistungserziehung, Leistungsbeurteilung und innere Differenzierung in der Grundschule, S. 53.

[2] Kaiser, Astrid, 1997: Lexikon Sachunterricht. Hohengehren: Schneider-Verlag

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Leistungsbeurteilung im Heimat- und Sachunterricht
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Veranstaltung
Planung und Analyse im HuS
Note
1,25
Autor
Jahr
2004
Seiten
14
Katalognummer
V41633
ISBN (eBook)
9783638398602
ISBN (Buch)
9783640857180
Dateigröße
478 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Vollständige Zitierung über Fußnoten, daher kein extra ausgewiesenes Literaturverzeichnis
Schlagworte
Leistungsbeurteilung, Heimat-, Sachunterricht, Planung, Analyse
Arbeit zitieren
Alexandra Pick (Autor), 2004, Leistungsbeurteilung im Heimat- und Sachunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41633

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