1 Einleitung
Diese Hausarbeit hat das Grundwasser zum Thema und soll dessen Vorkommen, Verhalten und Dynamik aufzeigen. Das Grundwasser schließt sich der ungesättigten Zone im Erdreich an und ist ein bedeutender Bestandteil des Wasserkreislaufes. Ich versuche die wichtigen Einflussfaktoren auf den Grundwasserhaushalt heraus zu stellen und am Ende der Arbeit einige Modellkonzepte vorzustellen und einen Vergleich der Grundwasser-modellierung mit dem oberirdischen Einzuggebiet zu ziehen.
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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Bedeutung
3 Grundwasser
3.1 Grundwasserleiter bzw. Grundwasserstauer
3.2 ungespanntes und gespanntes Grundwasser
4 Grundwasserneubildung
4.1 Faktoren der Grundwasserneubildung
4.2 Unterirdisches Einzugsgebiet
5 Grundwasserbewegung
5.1 Dynamik des Grundwassers
5.2 Darcy-Gesetz
5.3. jährliche Schwankungen des Grundwassers
5.4 Retention-Rückhaltevermögen
5.5 Grundwasserzehrung
6 Grundwassermodellierung
6.1 Grundwasserhaushalt
6.2 Modell der Verweildauer
6.3 Piston-Flow-Modell
6.4 Dispersiona-Modell
6.5 Exponentialmodell
7 Vergleich Grundwassermodellierung mit Einzugsgebietmodellen
8 Fazit
9 Literatur
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit verfolgt das Ziel, die grundlegenden Mechanismen des Vorkommens, Verhaltens und der Dynamik von Grundwasser zu erläutern, zentrale Einflussfaktoren auf den Grundwasserhaushalt zu analysieren und verschiedene Modellkonzepte zur Grundwasserströmung sowie deren Einzugsgebiete vergleichend darzustellen.
- Definition und Klassifizierung von Grundwasserleitern und -stauern.
- Analyse der Faktoren und Prozesse der Grundwasserneubildung.
- Untersuchung der Grundwasserbewegung unter Anwendung des Darcy-Gesetzes.
- Darstellung unterschiedlicher Modellansätze (z.B. Piston-Flow, Dispersion, Exponentialmodell).
- Gegenüberstellung von Grundwassermodellierung und oberirdischen Einzugsgebietmodellen.
Auszug aus dem Buch
3.1 Grundwasserleiter bzw. Grundwasserstauer
Die Eigenschaften von Böden sind Wasser zu speichern und Wasser zu leiten. Daher werden Gesteine mit einem großen Porenvolumen und Porosität als Grundwasserleiter bezeichnet, da diese Böden (Sand & Kies) eine hohe Leitfähigkeit und ein gutes Speichervermögen von Wasser besitzen (DYCK, S. & G. PESCHKE 1995:320). Grundwasserleiter oder Aquifere werden nach ihrer Festigkeit und Hohlräumen unterteil. Der Lockergestein-Aquifer besitzt keine Klüfte oder Trennfugen und das Wasser zirkuliert in den Poren, daher wird dieser auch Porengrundwasserleiter genannt. Dieser Grundwasserleiter kann viel Wasser speichern und gibt dieses nur langsam an den Vorfluter ab. Die zweite Form ist der Festgestein-Aquifer, der durch Klüfte und Trennfugen charakterisiert ist und wenig Wasser speichern kann und das Wasser schnell dem Vorfluter zuführt. Es findet eine Unterteilung des Festgesteins-Aquifer in nichtverkarstungsfähige und verkarstungsfähige Gesteine (Karstgrundwasserleiter) wie Sulfatgestein oder Karbonatgestein statt. In diesem Aquifer zirkuliert das Wasser in Klüften, Trennfugen und an Trennflächen (BAUMGARTNER, A.& H.-J. LIEBSCHER 1990:409 ff.).
Gesteine die als Grundwasserstauer bezeichnet werden, lassen Wasser nur sehr geringfügig durchsickern, wenn ihre Mächtigkeit und Lagerungsbeständigkeit gering ausfällt. Die weitaus weniger vorhanden vollständigen Grundwasserstauer wie Rupelton, stauen das Wasser auf Grund ihrer großen Mächtigkeit zu 100%. Wenn im Boden Grundwasserleiter durch Grundwasserstauer getrennt sind und diese übereinander liegen und Grundwasser enthalten, wird auch von Grundwasserstockwerken gesprochen. Befindet sich ein höheres, isoliertes Grundwasserstockwerk über der durchgängigen Grundwasseroberfläche, spricht man von schwebenden Grundwasser (MARCINEK, J. & E. ROSENKRANZ 1996:249 f.).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung steckt den Themenbereich der Arbeit ab und definiert das Ziel, die Dynamik und Modellierung von Grundwasser sowie den Vergleich zu oberirdischen Einzugsgebieten zu untersuchen.
2 Bedeutung: Dieses Kapitel verdeutlicht die ökologische und ökonomische Relevanz des Grundwassers als primäre Trinkwasserressource und dessen Rolle im Wasserkreislauf.
3 Grundwasser: Hier werden die begrifflichen Grundlagen definiert und eine Differenzierung zwischen verschiedenen Aquifer-Typen sowie dem Spannungszustand des Grundwassers vorgenommen.
4 Grundwasserneubildung: Das Kapitel behandelt die hydrologischen Einflussfaktoren der Neubildung und erläutert das Konzept des unterirdischen Einzugsgebiets.
5 Grundwasserbewegung: Dieses Kapitel erläutert die Dynamik, das Darcy-Gesetz zur Berechnung von Strömungen, saisonale Schwankungen sowie das Retentionsvermögen und die Grundwasserzehrung.
6 Grundwassermodellierung: Hier werden verschiedene mathematische Modellansätze wie das Piston-Flow-Modell oder das Exponentialmodell zur Beschreibung von Grundwasserfließprozessen vorgestellt.
7 Vergleich Grundwassermodellierung mit Einzugsgebietsmodellen: Dieses Kapitel stellt die methodischen Unterschiede und zeitlichen Skalen zwischen unterirdischen und oberirdischen Modellansätzen gegenüber.
8 Fazit: Das Fazit resümiert die Komplexität der Modellierung und unterstreicht die Notwendigkeit des Schutzes dieser essentiellen Ressource.
Schlüsselwörter
Grundwasser, Aquifer, Grundwasserneubildung, Darcy-Gesetz, Grundwasserbewegung, Evapotranspiration, Infiltration, Grundwassermodellierung, Piston-Flow-Modell, Dispersions-Modell, Exponentialmodell, Einzugsgebiet, Retentionsvermögen, Grundwasserzehrung, Hydrologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Systemanalyse von Grundwasser, insbesondere dessen Vorkommen, physikalischem Verhalten und Dynamik im Untergrund.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die Hydrogeologie, die Prozesse der Grundwasserneubildung, die Strömungsmechanik sowie verschiedene Modellierungskonzepte zur quantitativen Erfassung.
Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?
Das Ziel ist es, die einflussnehmenden Faktoren auf den Grundwasserhaushalt aufzuzeigen und einen Vergleich zwischen der Grundwassermodellierung und oberirdischen Einzugsgebietmodellen zu ziehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Arbeit stützt sich primär auf eine systemanalytische Literaturrecherche, die Einbeziehung physikalischer Grundgleichungen (z.B. Darcy-Gesetz) und die Gegenüberstellung hydrologischer Modellkonzepte.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung von Grundwasserleitern, die Analyse der Neubildungsfaktoren, die physikalische Beschreibung der Grundwasserbewegung und die Vorstellung mathematischer Modelle zur Verweilzeitberechnung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt?
Wesentliche Begriffe sind Grundwasser, Aquifer, Neubildungsrate, Darcy-Gesetz, Modellierung, Evapotranspiration und Einzugsgebietsdynamik.
Warum ist die Grundwassermodellierung laut Autor als schwierig einzustufen?
Die Schwierigkeit liegt in der mangelnden Zugänglichkeit der gesättigten Zone sowie darin, dass Fließgeschwindigkeiten und Abflussanteile nicht direkt messbar sind und die Prozesse sehr langsam ablaufen.
Welche Rolle spielen Tracer bei der Untersuchung der Grundwasserströmung?
Tracer dienen dazu, die Fließrichtung und Geschwindigkeit des Wassers zu markieren, da die wahre Bahnliniengeschwindigkeit aufgrund der komplexen Struktur in Poren und Klüften direkt kaum messbar ist.
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- Andreas Kochanowski (Author), 2002, Grundwasser - Zu Grundwasserneubildung, Grundwasserbewegung und Grundwassermodellierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41646