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Das Religionsbuch - Verlierer im medialen Konkurrenzkampf?!

Title: Das Religionsbuch - Verlierer im medialen Konkurrenzkampf?!

Seminar Paper , 2004 , 21 Pages , Grade: 1

Autor:in: Tobias Kollmann (Author)

Didactics - Theology, Religion Pedagogy
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- „Unser Religionsbuch haben wir am Anfang des Jahres ausgeteilt bekommen, ja…, aber reingeschaut haben wir eigentlich nie!“
- „Religionsbücher?! – Da sind doch nur alte Geschichten drin, da gibt es gar nichts Aktuelles…“
- „Manchmal haben wir mal einen Text gelesen, aber insgesamt haben wir das Buch kaum benutzt.“
- „Wir hatten zwar ein Religionsbuch, aber die Themen und die Aufmachung waren so was von langweilig, da waren nicht mal Bilder drin!“

So oder so ähnlich können Erfahrungen von SchülerInnen unterschiedlicher Jahrgangsstufen und Schulformen klingen, wenn man sie nach der Nutzung ihrer Religionsbücher im schulischen Unterricht fragt. Fehlende Aktualität, ‚blasse’ Methodik, absente Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen und religiösen Erfahrungen von Jugendlichen lassen scheinbar eine direkte Nutzung im Religionsunterricht nur noch bedingt oder sogar überhaupt nicht mehr zu.
Vor diesem Hintergrund geht die vorliegende Arbeit vor allem auf folgende Fragestellungen ein: Sieht es um die Nutzbarkeit des Printmediums auf dem medialen Konkurrenzmarkt wirklich so bescheiden aus, wenn es doch immer noch das am weitesten verbreitete Unterrichtsmedium ist? Woher stammen diese negativen Bilder vom Religionsbuch? Welche Chancen und Möglichkeiten ergeben sich trotz allem?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Hinführung zur Thematik: Eigene Erfahrungen mit Religionsbüchern

II. Untersuchung von Religionsbüchern: Das Religionsbuch – Verlierer im medialen Konkurrenzkampf!?

1. Historische Aspekte

2. Grundformen von Buchtypen

3. Funktionen von Religionsbüchern

4. Pragmatische Schulbuchanalyse: Kriterien einer Untersuchung

III. Beschreibung, Erläuterung und Lernziele der Gruppenarbeit

IV. Gesamtreflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Religionsbuch als Unterrichtsmedium im Kontext medialer Konkurrenz und setzt sich kritisch mit dessen Funktionen, historischer Entwicklung sowie Anforderungen an eine moderne Gestaltung auseinander. Zentrale Forschungsfrage ist hierbei, ob und wie das Printmedium Religionsbuch trotz medialer Alternativen einen zeitgemäßen Beitrag zum Religionsunterricht leisten kann.

  • Historische Entwicklung des Religionsbuches und des Katechismus
  • Klassifizierung verschiedener Buchtypen
  • Analyse der Funktionen für SchülerInnen und LehrerInnen
  • Kriterien für eine pragmatische Schulbuchanalyse
  • Praktische Anwendung von Analysekriterien im Seminar

Auszug aus dem Buch

1. Historische Aspekte

Das Religionsbuch findet sich als ältestes Unterrichtsmedium neben der Heiligen Schrift schon in der Zeit Martin Luthers. Mit seinem „Kleinen Katechismus" wurden Schüler schon in der damaligen Zeit unterrichtet. In den folgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten waren diese Formen der Katechismen, die allgemein die Funktion des Wegweisers zum Glauben übernahmen, dominantes Medium in der religiösen Erziehung bzw. Unterweisung. Bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts existierten vor allem in den Volksschulen unterschiedliche Formen des Schulkatechismus für bestimmte Altersklassen, die meist mit dem Pfarrer bzw. Pastor der Gemeinde (Lehr- und Autoritätsperson) behandelt wurden. Der Unterricht bestand hier im Wesentlichen aus einem Vortragen und Auswendiglernen von Geschichten und Versen, wodurch individuelle persönliche Bezüge und praktische Lebensrelevanzen beinahe ausgeschlossen wurden. Der Katechismus- und Bibelunterricht bildete somit eine reine Glaubensunterweisung, die den Religionsunterricht uniform machte.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Hinführung zur Thematik: Eigene Erfahrungen mit Religionsbüchern: Die Einleitung beleuchtet die oft negative Wahrnehmung von Religionsbüchern durch SchülerInnen und stellt die zentrale These zur Nutzbarkeit des Printmediums auf dem heutigen Medienmarkt auf.

II. Untersuchung von Religionsbüchern: Das Religionsbuch – Verlierer im medialen Konkurrenzkampf!?: Dieses Hauptkapitel analysiert die historischen Wurzeln, klassifiziert verschiedene Formen von Religionsbüchern, definiert deren Funktionen für die Unterrichtspraxis und stellt Kriterien zur Schulbuchanalyse vor.

III. Beschreibung, Erläuterung und Lernziele der Gruppenarbeit: Dieser Abschnitt dokumentiert die praktische Durchführung einer Schulbuchanalyse im Seminarkontext, bei der Studierende exemplarisch Unterrichtseinheiten untersuchten.

IV. Gesamtreflexion: Im abschließenden Teil reflektiert der Autor den Verlauf des Referates, die methodische Aufbereitung des Themas und zieht ein Resümee über die erreichte Zielsetzung der Seminarveranstaltung.

Schlüsselwörter

Religionsbuch, Religionsunterricht, Schulbuchanalyse, Korrelationsdidaktik, Katechismus, Unterrichtsmedium, Medienkonkurrenz, Schülerorientierung, Erfahrungsorientierung, Fachdidaktik, Lehrplan, Religionspädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht das Religionsbuch als Medium im katholischen Religionsunterricht und hinterfragt dessen Rolle und Aktualität in einem zunehmend von anderen Medien geprägten Umfeld.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung, der Typisierung von Lehrwerken, den spezifischen Funktionen für Unterrichtsbeteiligte sowie der Entwicklung von Analysekriterien.

Welches primäre Ziel verfolgt die Ausarbeitung?

Das Ziel ist es, Chancen und Grenzen des Religionsbuches kritisch zu erörtern und ein Instrumentarium für eine pragmatische Analyse von Lehrwerken an die Hand zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine schulpädagogische bzw. religionsdidaktische Perspektive eingenommen, die durch eine Literaturanalyse und eine exemplarische Gruppenarbeit (praktische Schulbuchanalyse) ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, eine Differenzierung von Buchtypen, eine Zusammenfassung der Funktionen für Lehrende und Lernende sowie die Herleitung von sieben Analysekriterien.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Charakteristika sind die Prozess- und Schülerorientierung, das Korrelationsprinzip, die Sachorientierung sowie die kritische Reflexion des Unterrichtsmediums.

Wie bewertet der Autor den Wandel des Religionsbuches?

Der Autor zeichnet die Entwicklung von einem uniformen, auf Memorierung ausgelegten Katechismus-Unterricht hin zu einer modernen, korrelationsdidaktisch geprägten Materialvielfalt nach.

Warum spielt das Korrelationsprinzip bei der Analyse eine Rolle?

Das Korrelationsprinzip ist zentral, da es sicherstellt, dass Lebens- und Glaubenserfahrungen nicht beziehungslos nebeneinanderstehen, sondern im Religionsbuch sinnvoll verknüpft werden.

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Details

Title
Das Religionsbuch - Verlierer im medialen Konkurrenzkampf?!
College
University of Kassel  (Institut für Katholische Theologie)
Course
Text- und bilderschließende Methoden im Religionsunterricht der Sekundarstufen
Grade
1
Author
Tobias Kollmann (Author)
Publication Year
2004
Pages
21
Catalog Number
V41659
ISBN (eBook)
9783638398787
ISBN (Book)
9783640401819
Language
German
Tags
Religionsbuch Verlierer Konkurrenzkampf Text- Methoden Religionsunterricht Sekundarstufen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Kollmann (Author), 2004, Das Religionsbuch - Verlierer im medialen Konkurrenzkampf?!, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41659
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