In den letzten Jahrzehnten haben verschiedene kulturelle und technologische Entwicklungen die Art und Weise, wie Konsumenten ihre Informationen erhalten, verändert und Kaufentscheidungsprozesse beeinflusst. Das Internet und die damit einhergehende Digitalisierung hat alle Branchen und auch das Marketing revolutioniert. Technologische Entwicklungen und ein verändertes Kommunikationsverhalten haben neue digitale Möglichkeiten kreiert. Die Anzahl der durch Konsumenten parallel genutzten Medien in Form von mobilen internetfähigen Endgeräten hat zugenommen und unzählige Werbebotschaften führen zu einer Reizüberflutung. Kunden sind multioptional, „always-on“, stärker vernetzt denn je zuvor und die Nutzung von sozialen Netzwerken steigt proportional. Gleichzeitig sind Konsumenten heute jedoch immer schwieriger über klassische Medien zu erreichen. Trotz der vielfältigen und parallelen Mediennutzung vieler Zielgruppen müssen Unternehmen ihre Kommunikationsziele erreichen. Dies gelingt am besten mit starken und im Idealfall viral verbreiteten Botschaften.
Die Herausforderung für crossmediale Marketingstrategien steigt. Soziale Netzwerke setzen neue Kaufimpulse, Freunden gefallen und teilen bestimmte Marken oder wollen Tipps und Erfahrungen zu bestimmten Produkten oder Dienstleistungen. Dies wird als „virale Kommunikation“ bezeichnet. Insbesondere das junge Publikum ist über die sozialen Netzwerke erreichbar. Rund um soziale Plattformen wie Instagram, YouTube und Snapchat wächst gerade ein neues Ökosystem mit eigenen Idolen und Meinungsmachern heran, den sogenannten Influencern. Die Zusammenarbeit mit Influencern wird im Online-Marketing als Influencer-Marketing bezeichnet. Es identifiziert die Personen, die Einfluss auf potenzielle Käufer haben, und richtet Marketingaktivitäten rund um diese Influencer aus. Die Werbung wird entweder über Influencer, die selber die Rolle eines potenziellen Käufers einnehmen verbreitet, oder dies geschieht über Drittpersonen. Diese Drittpersonen existieren entweder in der Lieferkette (Einzelhändler, Hersteller usw.) oder können sogenannte Value-Added-Influencer (wie Journalisten, Akademiker, Branchenanalysten, professionelle Berater usw.) sein.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3 Methode und Vorgehensweise
2 Konzeptionelle Grundlagen
2.1 Online-Marketing
2.1.1 Begriffserklärung
2.1.2 Entstehung des Online-Marketings
2.1.3 Strukturfakten
2.1.4 Online-Marketing Instrumente
2.1.5 Budget-Verteilung
2.2 Influencer-Marketing
2.2.1 Begriffserklärung
2.2.2 Strukturdaten
2.2.3 Merkmale von Influencern
2.2.4 Influencer-Online- und Offline-Marketing
2.2.5 Werbeformen und Vorteile des Influencer-Marketings
2.2.6 Rechtliche Aspekte der Werbekennzeichnung
2.2.7 Influencer-Marketing Agenturen
3 Kosmetikbranche
3.1 Definition Kosmetik
3.2 Produkttypen
3.3 Marktanalyse
3.3.1 Größe des Marktes
3.3.2 Markenwert Kosmetikmarken
3.3.3 Konsumenten
3.3.4 Saisonalität
3.3.5 Trends und Entwicklungen
3.4 Schlussfolgerung
4 Influencer-Marketing am Beispiel der Kosmetikbranche
4.1 Situationsanalyse
4.1.1 Branche
4.1.2 Wettbewerb
4.1.3 Kunden
4.1.4 Influencer
4.2 Trends und Entwicklungsperspektiven
4.3 Influencer-Marketing-Ziele
4.4 Influencer-Marketing-Strategien
4.5 Influencer-Marketing-Maßnahmen im Marketing-Mix
4.5.1 Produktpolitik
4.5.2 Distributionspolitik
4.5.3 Preispolitik
4.5.4 Kommunikationspolitik
4.6 Kontrolle der Ziele
4.7 Schlussfolgerung
5 Praxisbeispiele des Influencer-Marketings in der Kosmetikbranche
5.1 Auswahl der Praxisbeispiele
5.1.1 Praxisbeispiel MAC
5.1.2 Praxisbeispiel L'Oréal
5.1.3 Praxisbeispiel Benefits Cosmetics
5.1.4 Praxisbeispiel Babor
5.1.5 Sonstige Praxisbeispiele
6 Empirische Untersuchung
6.1 Untersuchungsziel
6.2 Untersuchungsmethodik
6.3 Durchführungsverfahren
6.4 Selektion der Experten
6.5 Auswertung der Untersuchung
6.6 Untersuchungsergebnisse
7 Fazit und Ausblick
7.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
7.2 Kritische Würdigung und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Master Thesis ist es, die Bedeutung von Influencern innerhalb der Marketingstrategie von Kosmetikunternehmen zu identifizieren und die aktuelle Definition des Influencer-Marketings im Kontext der Unternehmenspolitik zu klären, um zu beurteilen, ob es sich um einen dauerhaften Bestandteil handelt.
- Grundlagen des Online-Marketings und Influencer-Marketings
- Strukturanalyse der Kosmetikbranche
- Einsatzmöglichkeiten und Strategien von Influencer-Marketing
- Analyse durch Experteninterviews und Praxisbeispiele
- Kontrolle von Erfolgskennzahlen (KPIs)
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
Influencer-Marketing ist eine relativ neue Form des Marketings, bei der einflussreiche Personen in den Fokus gerückt werden. Technische Neuerungen sowie kulturelle und gesellschaftliche Veränderungen haben hierzu geführt.
Diese wissenschaftliche Arbeit bietet einen systematischen Überblick über den Anwendungsstand des Influencer-Marketings am Beispiel der Kosmetikbranche und zeigt die vielfältigen Entwicklungsperspektiven für das Influencer-Marketing auf. Es wird ausschließlich auf Influencer als Privatpersonen, beziehungsweise als Konsumenten und private Markenbotschafter, eingegangen. Die Kosmetikbranche wird hierbei in den Mittelpunkt der Arbeit gestellt, weil hierdurch ein Grad an Praxisbezogenheit garantiert wird. Die ausgewählte Branche eignet sich gut als Untersuchungsgegenstand für das Thema Influencer-Marketing, da sie seit vielen Jahren eine wirtschaftlich bedeutsame und stark werbetreibende Branche darstellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung sowie der wissenschaftlichen Vorgehensweise und Methodik der Untersuchung.
2 Konzeptionelle Grundlagen: Theoretische Einordnung von Online-Marketing und detaillierte Herleitung der Begrifflichkeiten und Mechanismen des Influencer-Marketings.
3 Kosmetikbranche: Analyse des Kosmetikmarktes, dessen Definition, wichtige Produktsegmente und aktuelle Marktentwicklungen.
4 Influencer-Marketing am Beispiel der Kosmetikbranche: Anwendung der theoretischen Grundlagen auf die spezifische Situation und Strategiebildung in der Kosmetikindustrie.
5 Praxisbeispiele des Influencer-Marketings in der Kosmetikbranche: Detaillierte Darstellung von Fallstudien namhafter Unternehmen wie MAC, L'Oréal und Babor.
6 Empirische Untersuchung: Methodische Beschreibung der Experteninterviews und Analyse der gesammelten Erkenntnisse zur Validierung der aufgestellten Hypothesen.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage sowie kritische Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Marktentwicklungen.
Schlüsselwörter
Influencer-Marketing, Kosmetikbranche, Social Media, Online-Marketing, Markenbotschafter, Kundenzufriedenheit, Digitalisierung, Werbekennzeichnung, Content Marketing, Multi-Channel-Vertrieb, Unternehmenskultur, Influencer-Agenturen, KPIs, Beauty-Influencer, Konsumentenverhalten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, welche Rolle Influencer-Marketing in der Unternehmenspolitik von Kosmetikunternehmen einnimmt und ob es sich um ein nachhaltiges Marketinginstrument handelt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen des Influencer-Marketings, der Marktstruktur der Kosmetikindustrie, Strategien zur Influencer-Auswahl sowie der Erfolgsmessung durch Kennzahlen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Gründe für die steigende Relevanz von Influencer-Marketing zu erfassen und zu klären, wie Kosmetikmarken dieses effektiv in ihre Marketingstrategie integrieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Kombination aus Desk-Research (Literaturanalyse) und Field-Research (qualitative Experteninterviews mit Branchenfachleuten und Influencern) angewendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst eine konzeptionelle Fundierung, eine Marktanalyse der Kosmetikbranche, die operative Umsetzung von Influencer-Kampagnen und die Auswertung empirischer Daten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Kernbegriffe sind Influencer-Marketing, Kosmetikbranche, Social Media, Online-Strategien und Kundenzentrierung.
Welche Bedeutung haben "Micro-Influencer" im Vergleich zu "Mega-Influencern"?
Die Arbeit stellt fest, dass Micro-Influencer oft eine höhere Glaubwürdigkeit und eine engere Bindung zu ihrer Community besitzen, was zu einer effektiveren Interaktion und höheren Konversionsraten führen kann.
Wie gehen Kosmetikunternehmen mit rechtlichen Aspekten der Werbekennzeichnung um?
Das Dokument erläutert, dass eine klare Kennzeichnung (z.B. mit "Werbung" oder dem "P"-Hinweis) essentiell ist, um Vertrauen zu wahren und rechtliche Abmahnungen zu vermeiden.
- Quote paper
- Jana Schmitz (Author), 2018, Influencer Marketing in der Unternehmenspolitik am Beispiel von Kosmetikunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416694