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Zur Shop-Startseite › Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung

Die Geomorphologie der Nord - und Ostseeküste im Kontext des Klimawandels

Eine Betrachtung der Genese, Anpassungsprozesse und Bedrohungsängste eines Naturraumes

Titel: Die Geomorphologie der Nord - und Ostseeküste im Kontext des Klimawandels

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 41 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Erik Schittko (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Nord- und Ostseeküste Europas stellt ein besonderes marin-terrestrisches Geoökosystems dar. Dieses ist nicht nur berühmt, aufgrund seiner hohen geomorphologischen Formenvielfalt, sondern auch bedingt durch die anthropogene Nutzbarkeit, welche die Erschließung der Küsten als Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum ermöglichte. Doch durch zunehmende anthropogene Annexionen natürlicher Habitate und dem fortwährend steigenden Massentourismus an der Nord- und Ostsee unterliegen die Küsten auch einem hohen Stressfaktor. Es stellt sich innerhalb dieser Arbeit die Frage, ob der allseits diskutierte Klimawandel nur eine vage-, unhaptische, hypothetisch - wissenschaftliche Vorstellung ist, oder dieser tatsächlich signifikante Folgeerscheinungen und Störfaktoren in sensiblen Geoökosystem, wie etwa den Küsten, nach sich zieht. In diese Betrachtung wird insbesondere die Risikoanalyse eines Meeresspiegelanstieges einbezogen.

Inhaltlich behandelt diese Arbeit die Entstehung der Nord- und Ostseeküsten und die menschliche Einflussnahme auf dieses Übergangsgebiet. Aufgrund der Vielfalt an Küstenformen entlang der Nord- und Ostsee liegt der Fokus zum Zwecke der Anschaulichkeit auf dem südwestlichen, vorrangig deutschen, Küstenraum. Während sich beide Meere aufgrund ihrer Entstehung und ihrer morphologischen Besonderheiten maßgeblich voneinander unterscheiden, verbindet sie die gemeinsame Risiko eines möglichen Meeresspiegelanstieges und den damit verbundenen Auswirkungen auf den besiedelten Küstenraum. Dies wirft die Frage der erforderlich Adaptationsmaßnahmen in Betrachtung historischer-, gegenwärtiger sowie zukünftiger Küstenschutzmaßnahmen bei Hochwasserereignissen auf.

Außerdem wird der fachliche Dissens des allseits diskutierten Klimawandels beleuchtet und im Zuge dessen fachliche Unzugänglichkeiten und defizitäre Faktenlagen aufgezeigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zusammenfassung

3 Die Küstengeomorphologie der Nordsee

3.1 Die Entstehung der Nordsee

3.2 Geomorphologische Besonderheiten der Nordseeküste

3.2.1 Die Gezeiten

3.2.2 Die Barriereinseln

3.2.3 Das Wattenmeer

3.2.4 Ästuare, Fluss- und Seemarschen

4 Die Küstengeomorphologie der Ostsee

4.1 Die Entstehung der Ostsee

4.2 Geomorphologische Besonderheiten der Ostseeküste

4.2.1 Küstentypen der deutschen Ostseeküste

4.2.2 Küstenformen der deutschen Ostseeküste

5 Anthropogener Einfluss zwischen Mitigation und Adaptation

5.1 Der Meeresspiegelanstieg und dessen Auswirkungen

5.2 Die Küstenschutzmaßnahmen

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die geomorphologische Genese und die Anpassungsprozesse der Nord- und Ostseeküsten unter dem Einfluss des Klimawandels und eines möglichen Meeresspiegelanstiegs, wobei ein transdisziplinärer Ansatz zwischen Physischer Geographie und Humangeographie gewählt wird.

  • Geomorphologische Entwicklung und Entstehung der Nord- und Ostsee
  • Analyse der Küstentypen und morphologischen Charakteristika
  • Bewertung des Risikos durch einen Meeresspiegelanstieg
  • Historische und moderne Küstenschutzstrategien
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Klimawandeldebatte

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Die Gezeiten

Den Motor für die vielfältige Gestaltung des Küstenraums bilden die Gezeiten, oft als Tiden bezeichnet werden (HAVERSATH 1997:14). Die Gezeiten beruhen auf den Anziehungskräften des Mondes und der Sonne. Die Höhe der Gezeiten ist abhängig von deren Stellung und Rhythmus zueinander bzw. zur Erde (AHNERT 2009:327). Befinden sich bei Vollmond und Neumond Sonne, Mond und Erde in einer Linie, so wird die Gravitationswirkung verstärkt und es bilden sich sogenannte Springtiden aus. Stehen Sonne und Mond rechtwinklig zueinander, sinkt die Anziehungskraft und es vollzieht sich lediglich eine schwache Nipptide (ELSNER 2001:13). Die Tidenströmung der Nordsee verläuft vom Atlantik kommend an der westlichen Nordsee von Nord nach Süd, ändert die Richtung gegen Osten und abschließend gen Norden (BEHRE 2002:330). In Mitten der Nordsee befinden sich drei Amphidrome, die westlich der Niederlande, südlich Norwegens und nordwestlich der Insel Helgoland lokalisiert sind. An diesen Stellen ist der Tidenhub annäherungsweise Null (AHNERT 2009:329). Wie in der Abbildung 2 auffällt, nimmt der Tidenhub von der offenen See bis zur Küste stark zu. Dies ist auf eine Stauung des von der Tide bewegten Wassers sowie entstandener Resonanzschwingungen, die die Wasserschwankungen verstärken, zurückzuführen. (AHNERT 2009:330).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Themas als Schnittpunkt zwischen geomorphologischer Genese und anthropogenem Umgang mit Naturgefahren in Küstenräumen.

2 Zusammenfassung: Überblick über die thematische Struktur der Arbeit, von den natürlichen Formungsprozessen bis hin zu Küstenschutzmaßnahmen.

3 Die Küstengeomorphologie der Nordsee: Untersuchung der erdgeschichtlichen Entwicklung sowie der küstenmorphologischen Besonderheiten, wie Gezeiten, Barriereinseln und Wattenmeer.

4 Die Küstengeomorphologie der Ostsee: Analyse der Entstehungsphasen und spezifischen Küstentypen sowie Küstenformen im deutschen Ostseeraum.

5 Anthropogener Einfluss zwischen Mitigation und Adaptation: Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs und der kritischen Betrachtung von Klimaszenarien sowie der Historie des Küstenschutzes.

6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritische Reflexion des wissenschaftlichen Diskurses um den anthropogenen Klimawandel und dessen Einfluss auf die Küstenplanung.

Schlüsselwörter

Nordsee, Ostsee, Geomorphologie, Klimawandel, Meeresspiegelanstieg, Küstenschutz, Gezeiten, Barriereinseln, Wattenmeer, Bodden, Transgression, Hazardforschung, Anthropogener Einfluss, Küstendynamik, Sedimentation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der geomorphologischen Entwicklung der Nord- und Ostseeküsten sowie den Auswirkungen, die ein durch den Klimawandel bedingter Meeresspiegelanstieg auf diese Naturräume haben könnte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die erdgeschichtliche Genese der Küsten, die physikalischen Besonderheiten von Nord- und Ostsee, die Risiken durch einen Anstieg des Meeresspiegels sowie die historische und moderne Entwicklung von Küstenschutzmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Einfluss menschlicher Aktivitäten und klimatischer Veränderungen auf die Küstengeomorphologie zu untersuchen und dabei sowohl naturwissenschaftliche als auch humangeographische Aspekte zu berücksichtigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen transdisziplinären Ansatz, der physisch-geographische Grundlagen der Küstenformung mit humangeographischen Perspektiven zur Hazardforschung und sozio-ökonomischen Bewertung verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Entstehung und morphologischen Merkmale der Nord- und Ostseeküste, diskutiert kontrovers die wissenschaftliche Debatte um anthropogene Klimawandelhypothesen und erörtert die technischen Maßnahmen des Küstenschutzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Nordsee, Ostsee, Geomorphologie, Küstenschutz, Meeresspiegelanstieg, Wattenmeer, Bodden, Anthropogener Einfluss und Klimawandeldebatte.

Warum unterscheidet der Autor zwischen der Entstehung von Nord- und Ostsee?

Der Autor differenziert diese, da sie unterschiedliche Ursprünge aufweisen – die Nordsee als Schelfmeer mit starkem Gezeiteneinfluss und die Ostsee als junges, humides Nebenmeer, das durch isostatische und eustatische Prozesse geprägt wurde.

Wie bewertet der Autor die Prognosen zum Meeresspiegelanstieg?

Der Autor äußert sich kritisch und plädiert für wissenschaftliche Demut, da Computermodelle und Datenmaterialien nach seiner Ansicht mit Unsicherheiten behaftet sind und Klimavorhersagen aufgrund der Komplexität des Systems schwer abzusichern sind.

Welche Bedeutung kommt dem Küstenschutz zu?

Küstenschutz wird als notwendige Anpassungsmaßnahme beschrieben, wobei zwischen traditionellen Methoden wie dem Deichbau und modernen, innovativen technischen Lösungen (z.B. Sperrwerke, Sandvorspülungen) unterschieden wird.

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Details

Titel
Die Geomorphologie der Nord - und Ostseeküste im Kontext des Klimawandels
Untertitel
Eine Betrachtung der Genese, Anpassungsprozesse und Bedrohungsängste eines Naturraumes
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Geographie)
Veranstaltung
GEO 437 – Physische Geographie II
Note
1,3
Autor
Erik Schittko (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
41
Katalognummer
V416696
ISBN (eBook)
9783668662445
ISBN (Buch)
9783668662452
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Küsten Klimawandel Meeresspiegel Nordsee Ostsee
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Erik Schittko (Autor:in), 2016, Die Geomorphologie der Nord - und Ostseeküste im Kontext des Klimawandels, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416696
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Leseprobe aus  41  Seiten
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