"Heiliger Antoni mein patron...". Der Bildstock am Paderborner Heierstor

Eine wissenschaftliche Untersuchung über die frühneuzeitliche Inschrift samt barockem Träger


Forschungsarbeit, 2017

39 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Definitionsproblematik von Inschriften und ihren Trägern

3 Der Bildstock am Heierstor als Quelle: Ein imperatives „Denk mal!“ der frühneuzeitlichen Volksfrömmigkeit oder barockes Schmuckwerk der städtischen Kommunikation?
3.1 Überlieferungsgeschichte und heutige Wahrnehmung
3.2 „O Mensch ehe du gehest fortan, Ruff Antoni fürbitt an“ - Die Quelleninterpretation
3.2.1 Der Bildstock als Inschriftenträger: Die Quellensyntax
3.2.2 Aufbau, Inhalt und Darstellung zur Verehrung des Hl. Antonius von Padua: Die Quellensemantik
3.2.3 Die Wirkung von Schrift und Bild durch die Positionierung im Raum: Die Quellenpragmatik
3.2.4 Ansprüche zwischen Früher Neuzeit und der Gegenwart. Untersuchung über die Bedeutung des Bildstocks als Quelleninterpretation

4 Schlussbetrachtung

5 Literaturverzeichnis

6 Paderborner Erklärung

7 Anhang
7.1 Transliteration der Inschrift
7.2 Erfassungsmaske der Paderborner Inschriften
7.3 Eigene Bildaufnahmen

1 Einleitung

Sie begegnen uns beinahe jeden Tag, zählen zum festen Bestandteil des städtischen wie auch ländlichen Erscheinungsbildes und sind uns, trotz der räumlichen Nähe, doch so fern und fremd, dass wir den eigentlichen Sinn ihrer Existenz in den meisten Fällen nicht auf Anhieb verstehen.1 Die Rede ist von Inschriften und ihren Trägern. Relikte aus ver- gangenen Zeiten, die an diese - durch das Leitmotiv der memoria - erinnern wollen. Durch das zunehmende Desinteresse der Bevölkerung scheitern sie jedoch an ihrer Hauptaufgabe. Sie wirken in unserer Gegenwart oftmals lediglich als Möbelstück einer Dekorationskultur, in der sie nicht nur unter ihrer Unscheinbarkeit, sondern auch unter ganz pragmatischen Problemen, wie Umwelteinflüsse oder fehlende Instandhaltung, zu leiden haben.2

Diese Arbeit möchte nicht nur dem Denkmal an sich, sondern auch der Bedeutung von Inschrift und Inschriftenträger als bedeutenden Quellentypus, einen Teil seiner eingebüßten Überzeugungskraft zurückgeben, indem exemplarisch der Bildstock zu Ehren des Hl. Antonius, zwischen Gierswall und Heierstor in der Paderborner Kernstadt, einer wissenschaftlichen Untersuchung unterzogen wird.3 Dank dem Leitfaden von Sabine Wehking und Christine Wulf ist es auch Laien auf dem Gebiet der Epigraphik möglich, eine Inschriftensammlung anzulegen und entsprechend den eigenen Interessen auszuwerten.4 Dieser erste Ansatzpunkt hat sich auch für die vorliegende Arbeit als enorm wertvoll erwiesen, da bereits zu Beginn der Blick für das untrennbare Zusammenspiel von Inschrift und Träger geschärft wurde. Es konkretisierte sich zunehmend die Fragestellung, die eben nicht nur die Geschichte der Inschrift analysieren wollte, sondern auch den Bildstock als Teil der Überlieferung betrachtet und somit die ganze Bedeutung der Inschrift erst erfahrbar macht. Mit den Werken von Paul Michels5

und Gerhard Liedtke6 konnte der Autor bei seiner Recherche bereits auf einen großen Fundus an Arbeitsergebnissen für den Paderborner Raum zurückgreifen, die auch in der heutigen Zeit wenig von ihrer Aktualität verloren haben. Hintergrund ist der Forschungs- stand, der zwischen den 50er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts seinen Höhepunkt erlebte und erst langsam den Quellenwert von Inschriften wieder für sich entdeckt.

Die wissenschaftliche Disziplin der Epigraphik kann seit 1942 auf die Bände der Reihe „Die Deutschen Inschriften“ verweisen.7 Dieses Fundament war mit 90 bisher erschienen Bänden der Wegbereiter für eine lebhafte Diskussions- und Editionskultur. Besonders erfreulich ist für den aktuellen Forschungsstand aber das interakademische Projekt der „Deutschen Inschriften Online“, das mit den technischen Möglichkeiten der Gegenwart die nötigen Anreize setzt, um einen neuen Hochpunkt für die Arbeit mit Inschriften erreichen zu können.8 Das Projekt, unter der Leitung der wissenschaftlichen Akademien Mainz und Göttingen, hat nicht nur einen Großteil der bisher erschienenen Bände digitalisiert, sondern sechs eigene Bände bereits online veröffentlichen können.9 Eine Entwicklung, die der gegenwärtigen Erforschung von Inschriften weiteren Auftrieb geben sollte.

Für die Betrachtung des Bildstocks als Kunstobjekt im öffentlichen Raum, erwies sich die Edition von Anna Bálint von großem Wert.10 Ihre Untersuchung zu den vergessenen Denkmälern in Raum Höxter enthält nicht nur geographisch wichtige Informationen, sondern auch einen aktuellen Bezug zum Verhältnis zwischen Bevölkerung und den Zeitzeugen aus Stein und Bronze. Besonders erfreulich war die Editierung einer Statue des Hl. Antonius, die sowohl zahlreiche Hinweise auf den Heiligen selbst, als auch seiner Überlieferungsgeschichte, in Verbindung mit der inter- pretierten, ostwestfälischen Volksfrömmigkeit bietet.

Durch das Denkmalamt und Stadtarchiv Paderborn war es dem Autor nicht nur möglich, Einblick in die Liste der Baudenkmäler zu erhalten,11 sondern auch im privaten Nachlass zu den Bildstöcken und Wegkreuzen Paderborns von Gerhard Liedtke in bereits recherchierten Hintergrundinformationen fündig zu werden.12 Besonders die Sammlung Liedtkes erwies sich als informativer Segen, da sie neben Hinweisen zur Restaurationsgeschichte auch eine Abbildung des Bildstocks an seinem ursprünglichen Standort bot. Ferner waren einige Zeitungsartikel aus dem Jahr 1961 enthalten, die über die Umsetzung des Bildstocks berichteten.13 Diese wertvollen Sekundärquellen sind im Anhang hinterlegt. Sowohl dem Denkmalamt als auch dem Stadtarchiv gilt für ihre Hilfsbereitschaft großer Dank.

2 Die Definitionsproblematik von Inschriften und ihren Trägern

„Inschriften sind Beschriftungen verschiedener Materialien - in Stein, Holz, Metall, Leder, Stoff, Email, Glas, Mosaik usw. -, die von Kräften und mit Methoden hergestellt sind, die nicht dem Schreibschul- und Kanzleibetrieb angehören.“14

Diese erste, augenscheinlich einfache Definition von Kloos, die lediglich die äußere Erscheinungsform der Inschrift im Rahmen ihrer Entstehung einordnet, hat sich über die Jahrzehnte hinweg als Fundament für die wissenschaftliche Arbeit mit Inschriften - besonders für die Hilfswissenschaft der Epigraphik - erwiesen.15 Auf dieser Grundlage haben auch die Bände der Reihe „Die Deutschen Inschriften“ ihre Arbeit aufgenommen. Das Ziel war die Festsetzung von Aufnahmekriterien, um den Inschriftenbegriff sinnvoll einzugrenzen. Das Ergebnis „Deutsche Inschriften Online“ ist für die Öffentlichkeit im

Internet frei zugänglich und stellt seine Bearbeitungsgrundsätze transparent zur Verfü-

gung. Die zuletzt im Juni 2005 aktualisierten Richtlinien geben nicht nur Aufschluss über die Aufnahmekriterien von Inschriften (I.), sondern auch wie das Projekt, im Folgenden mit DIO abgekürzt, die Quellen im eigenen Katalog einreiht (II.). Unter Punkt III. wird erläutert, wie die Katalognummern durch die Erarbeitung einer Kopfzeile, der Beschreibung des Inschriftenträgers samt Textteils und einem abschließenden Kommentar zustande kommen (III. 1-4). Die Grundsätze, für die eigene Handhabung beim Editieren von Inschriften, enden unter IV. mit einem textkritischen und einem allgemeinen, durch Ziffern gekennzeichneten Anmerkungsapparat.16

Wie bereits angedeutet, ist die Eingrenzung in erster Linie eine sinnvoll durchdachte Grundlage, um den riesigen Quellenfundus an Inschriften gerecht werden zu können. Bei genauerer Betrachtung zeigen sich jedoch Schwierigkeiten, die ganze Inschriftentraditionen durch die Kriterien ausschließen. Es fehlt nicht nur eine einheitliche Definition von Inschriften, sondern auch eine genaue Zielvorgabe, die Aufschluss über Sinn und Zweck des Projekts gibt. Die erkennbaren Prinzipien arbeiten sich eher am Ideal der Editionswissenschaften ab, zumal es keine Auseinandersetzung im Rahmen aktueller Diskussionen zu geben scheint. Dass es jedoch weitere Kritikpunkte zu den Richtlinien gibt, zeigt die Formulierung unter I.c., die besagt:

„Die Aufnahme in den Katalog ist nicht auf deutsche und lateinische Inschriften begrenzt; aufzunehmen sind also nach Maßgabe von I.e. auch andere fremdsprachige Inschriften, sofern sie in einen christlichen Kontext integriert worden sind.“17

Aus diesem Kriterium geht hervor, dass Inschriften anderer Religionstraditionen keine Aufnahme in die Editionen der DIO finden. Ein Umstand, der besonders das jüdische Erbe in Deutschland vernachlässigt und damit den letzten noch vorhandenen Quellenwert ungenutzt lässt. Aber auch die wenigen vorchristlichen Inschriften, die ab 500 n. Chr. datiert sind und damit in den Erfassungszeitraum passen würden, fallen aufgrund ihres nicht vorhandenen christlichen Kontextes aus dem Bearbeitungsrahmen. Eine Begründung für diese Ausgrenzung wird, im Gegensatz zum Ausschluss serieller Inschriften, nicht ersichtlich.18 Diese Problematiken führen dazu, dass die Richtlinien nicht nur kritisch hinterfragt, sondern auch in der aktuellen Diskussion thematisiert werden müssen. Die getroffenen Vorentscheidungen, in Verbindung mit der Standortge- bundenheit des Quellenfundus, muss aufgrund seiner Inflexibilität mit Alternativen konfrontiert werden, indem die nötigen Diskussionen, beispielsweise über jüdische Inschriften, selbst geführt werden.

Des Weiteren darf die Definition des Inschriftenbegriffs nicht als unrealisierbar aufgegeben werden. Ferner braucht es die Schaffung diskussionsfähiger Angebote, die auf breite Zustimmung treffen könnten. Dieser Versuch soll an dieser Stelle anhand von drei Kriterien geleistet werden, die bereits in die folgende Arbeit zum Bildstock und seiner Inschriften eingeflossen sind. Eines der wichtigsten Kriterien für Inschriften ist die konstitutive Positionierung als Schrift im Raum. Sie unterscheidet sich von gedruckten Quellen sowie von Handschriften, da sie nicht mobil, sondern auf eine konkrete Raumsituation bezogen sind. Dietl vertritt dabei die These, dass erst durch die Inschriften der urbane Raum als Ort der sozialen und politischen Kommunikation im Mittelalter wiederentdeckt worden wäre. Er belegt diese Annahme dadurch, dass sakrale Inschriften sich nicht mehr auf den kirchlichen Raum beschränkt, sondern sich zu den Bürgern, also in den öffentlichen Freiraum bewegt hätten, um dort sowohl die eigene Wahrnehmung zu prägen, als auch machtpolitische Aussagen zu tätigen.19

Zusätzlich muss festgehalten werden, dass Inschriften zum einen auf Dauer angelegt sind, zum anderen sich immer an die gesamte Öffentlichkeit richten und somit keine geschichtlichen Überreste darstellen. Für die hier behandelte zeitliche Epoche der Frühen Neuzeit gilt, dass Inschriften aus jener Zeit als Unikate betrachtet werden müssen, von denen heute nur noch ein verschwindend geringer Prozentsatz erhalten geblieben ist.20 Für die Gegenwart muss jedoch, aufgrund zahlreicher Graffiti und einer exzessiv umgreifenden Werbekultur, das Unikatkriterium aufgegeben werden.21

3 Der Bildstock am Heierstor als Quelle: Ein imperatives „Denk

mal!“ der frühneuzeitlichen Volksfrömmigkeit oder barockes Schmuckwerk der städtischen Kommunikation?

3.1 Überlieferungsgeschichte und heutige Wahrnehmung

Bei architektonischen Bauten und künstlerischen Plastiken ist man oft, aber nicht immer, in der glücklichen Lage, dass sich die Quelle selbst als Überlieferung zur Verfügung stellt. Bei dem Bildstock zu Ehren des Hl. Antonius von Padua hatte der Autor nicht nur das Glück, das Denkmal aus direkter Perspektive in seiner Gänze betrachten, sondern auch Messungen und Gesteinsproben über den Zustand nehmen zu können. Ein weiterer Vorteil der Untersuchung vor Ort liegt im Bildstock und seiner Präsentation selbst be- gründet. Aufgrund der Mehrdimensionalität und der Positionierung im Raum, ist es möglich, das Heiligendenkmal von allen Seiten zu betrachten.22 Die Trennung der architektonischen Bindung zu vorherigen Standorten, wie Erben formuliert, sei für Denkmäler die bestmögliche Platzierung. Der Betrachter kann umherschreiten, während das Potential der „Mehransichtigkeit“ voll ausgeschöpft wird.23 Eine glückliche Fügung, die nicht nur bei der Ausmessung, sondern auch bei der genaueren Betrachtung der äußeren Fassung zahlreiche Hinweise auf Umwelteinflüsse oder anderweitige Bearbeitungen gab.

Die so wichtige Frage nach der äußeren (Ver)fassung, leitet in der Folge zum Wert des Bildstocks über, der, aufgrund des Status als Primärquelle, die bestmögliche Bearbeitungsform darstellt. An dieser Stelle sei angemerkt, dass der Bildstock als Heiligendenkmal ebenfalls eine Primärquelle zur frühneuzeitlichen Volksfrömmigkeit darstellt.24 Lediglich als Sekundärquelle eignet sich der Bildstock bei den Fragen nach seinem Erschaffer und Auftraggeber, da diese Informationen nicht direkt aus der Quelle hervorgehen. Mit diesem Befund wird bereits an dieser Stelle deutlich, dass der Bildstock für die Fragestellung zur wissenschaftlichen Untersuchung viele Antworten und Hin- weise geben konnte, jedoch auch Geheimnisse in sich birgt, die nicht gelüftet werden konnten.

Trotz der üblichen Recherche im Stadtarchiv Paderborn oder der Erzbischöflichen Bibliothek, bleibt der Bildstock dem Autor die Antworten schuldig, wer ihn aus welcher Intention heraus schuf und wer für seine Existenz maßgeblich verantwortlich ist. Diese Beschränkungen im Bereich der eigenen Geschichte führen zu Interpretationsproblemen, die diese Arbeit bedauerlicherweise unvollendet lassen. Eine Eigenart des Bildstocks, die auch Gerhard Liedtke oder Paul Michels erfahren mussten.25

Michels beschreibt in seinem Werk zu den Paderborner Inschriften, Wappen und Hausmarken, dass die Sammlung aller Quellen zur identitätsstiftenden Stadtgeschichte von großer Bedeutung sei.26 Im Angesicht der Gefahr von weiteren Verlusten, wie durch die großflächige Zerstörung Paderborns am 27. März 1945, sei eine aktuelle Auseinandersetzung mit Inschriften durch deren Sicherung, eine bedeutende Bereicherung für die Nachwelt. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges sei die Stadt in wenigen Minuten nahezu vernichtet worden27 - eine Mahnung, dass Kulturwerte nicht unsterblich und deswegen als besonders schützenswert anzusehen sind.

Die folgende Beschreibung zur heutigen Wahrnehmung beschränkt sich, als erster Zugang, auf das Empfinden des Bildstocks und seinen materiellen Zustand, während bei der abschließenden Quelleninterpretation auch auf die öffentliche Wahrnehmung des Bildstocks aufgrund seiner Positionierung eingegangen wird. Zuerst ist jedoch wichtig anzumerken, dass es sich um ein dreiteiliges, aus Sandstein gefertigtes Denkmal zur Erinnerung und Verehrung des heiligen Antonius von Padua handelt. Wie bereits argumentativ belegt, ist der Bildstock eine Primärquelle, die zum einen auf Dauer angelegt, zum anderen an die Öffentlichkeit gerichtet ist. Diese Einordnungen sind für die spätere Betrachtung der drei vorhandenen Inschriften von großer Bedeutung, wie aus dem Definitionskapitel bereits ersichtlich geworden sein sollte. Mit dem Fachterminus des Bildstocks erhält der kundige Betrachter bereits Zugang zur Intention des Denkmals, ohne dieses genauer in Augenschein nehmen zu müssen.28 Es zeigt, wie der Begriff ver- rät, eine visuelle Botschaft, die sich einer religiösen, vornehmlich christlichen, Thematik zuwendet.29 Sie sind damit sowohl symbolischer Ausdruck, als auch Zeugnis des Glaubens und dienen neben der Verehrung des jeweiligen Heiligen, selbstredend der Kirche und der ihr zugehörigen Volksgemeinschaft.30 Dieser Punkt ist besonders für den hier zu untersuchenden Bildstock interessant, da er den Betrachter auf mehreren Ebenen zur Interaktion einlädt. Gewollt ist nicht nur die Betrachtung des Reliefs mit einer Szene aus der Legende zum Heiligen Antonius, sondern das andächtige Herabsenken des Kopfes, um die Hauptinschrift in betender Haltung zu lesen.31 Der Bildstock impliziert damit eine charakteristische Absicht der Bilderverehrung. Die Verbeugung als Teil der Proskynese - ein eigentlich orientalisches Element der Verehrung - ist eine frühneuzeitliche, zeittypische Adorantenhaltung. Dabei darf diese Form der Bilderverehrung nicht als unkritisches Element der zeittypischen Volksfrömmigkeit angesehen werden. Die Kirchengeschichte zeigt deutlich, dass es auch auf katholischer Seite große Vorbehalte gegen den augenscheinlichen Götzendienst an bloßen Abbildern gab. Das Konzil von Trient im Jahr 1563 sicherte jedoch die Heiligkeit von Bildern, „da die Ehre, die man ihnen erweise, auf die Urbilder zurückgehe“ und damit auf die Heiligen selbst.32

Es sei bereits verraten, dass es sich bei dem Zusammenspiel von Reliefverehrung und Inschriften, um ein Gebet mit insgesamt drei Strophen handelt, die sich sowohl direkt an den Betrachter, als auch den Heiligen wenden. Damit erfüllt der Bildstock eine für ihn typische Hauptcharaktereigenschaft. Die Heiligenverehrung zum Erbitten von Schutz.

Um die anderen Inschriften lesen zu können, wird der Betrachter zur erneuten Bewegung aufgefordert, indem er um das Denkmal schreitet und somit die Mehrdimensionalität bewusst wahrnimmt. Damit erfüllt der Bildstock nicht nur die Aufgabe als Denkmal zum Verweilen und Nachdenken, sondern geht einen Schritt weiter, indem der Imperativ vom „Denk mal“ zum „Bet mal“ weiterentwickelt wird.33

Seit der Mitte des 14. Jahrhunderts ist die Schaffung dieser religiösen Kunstform bekannt, nachdem lediglich einfache Kreuze oder Heiligenhäuschen an öffentlichen Orten für die kurzweilige Erinnerung an religiöse Inhalte sorgten.34 Die Positionierung war bereits in den Jahrhunderten der Verbreitung nicht ohne Bedacht gewählt. An manchen Stellen erinnern sie noch heute an Todesfälle, an ihre Stifter oder sie dienen pragmatisch als Aushängeschild des Künstlers. Der Typus des Bildstocks entfernt sich dabei vom einfachen Stein- oder Holzkreuz, indem es als architektonisches Element die Umgebung aufzuwerten versucht. Prunkvolle Ornamentik soll nicht nur die Erhabenheit zur Schau stellen, sondern auch den Anblick erfreuen und somit die Absicht, das Auffordern zum Gebet, für den Betrachter interessanter gestalten. Trotz eines heute beklagenswerten Zustands lässt sich leicht erahnen, welchen Eindruck dieser Bildstock auf die Bevölkerung im Jahr 1704 hinterlassen haben muss. Durch Umwelteinflüsse, tierische Exkremente, Vandalismus und fehlende Instandhaltung, strahlt der gegenwärtige Bildstock jedoch selbst eine eher andächtige Überzeugungskraft aus.

Dieser Umstand ist möglicherweise auf die ungeklärten Eigentumsrechte zurückzuführen. Aus einer Erklärung des Erzbischöflichen Generalvikariats vom 22. Juni 1932 geht hervor, dass zum einen der Bildstock auf städtischem Boden stehe und zum anderen, solange der Eigentümer nicht ermittelt werden könne, der Rechtsgrundsatz „ superficies credit solo “ 35 gelte. Damit sei die Stadt als Eigentümer anzusehen. Im weiteren Verlauf muss das Eigentumsrecht geklärt worden sein, da aus dem Artikel der Freien Presse vom 14.3.1961 hervorgeht, dass das Dompfarramt als Eigentümer der heute noch aktuellen Versetzung zugestimmt habe.36 Dennoch bleibt offen, wann der Bildstock letztmalig restauriert wurde. Der Zustand ist laut Akte Nr. 333 g zur „Errichtung von Denkmälern“ des Stadtarchivs Paderborn, bereits vor über einem

Jahrhundert als restaurierungsbedürftig eingestuft worden. Der damaliger Stadtverord- nete Heinrich Eikel forderte am 18.7.1913 eine Instandsetzung des Bildstocks. Über die Hintergründe dieser Forderung kann keine verlässliche Aussage getroffen werden. Aus den Akten geht jedoch zweifelsfrei hervor, dass ein Bildhauer namens Drolshagen anschließend, nach erteilter Genehmigung in der Magistratssitzung vom 5.5.1914, für 70 Mark die Reparatur am 26.5.1914 vorgenommen hatte.37 Aus dem Auszug vom 27.9.1951 kann des Weiteren abgeleitet werden, dass der Bildstock zu diesem Zeitpunkt sowohl an seinem ursprünglichen Platz am Heierskirchhof stand, als auch keinen Schaden während des Zweiten Weltkrieges erfahren hatte. Es stellt sich die Frage nach den Gründen für den materiellen Niedergang des Bildstocks, die im folgenden Kapitel zur Quellesyntax beantwortet werden sollen.

3.2 „O Mensch ehe du gehest fortan, Ruff Antoni fürbitt an“ - Die Quelleninterpretation

3.2.1 Der Bildstock als Inschriftenträger: Die Quellensyntax

Seit dem 20. Juni 1984 ist der, aus Sandstein gefertigte, Bildstock aus dem Jahr 1704 in der Liste der Baudenkmäler unter der Laufnummer 24 aufgeführt.38 Er steht in einer kleinen Parkanlage zwischen Gierswall und Heierstor am Rande der Paderborner Kernstadt.39 Diesen Standort ziert das Denkmal erst seit 1961, nachdem es von seinem vorherigen Standort, dem früheren Heierskirchhof, umgesetzt wurde.40 Es handelt sich bei dem Bildstock, aufgrund der Erinnerung an den Hl. Antonius von Padua, um ein sowohl ideell, als auch formal überhöhtes Denkmal.41 Sein Aufbau lässt sich in drei Teile unterteilen, die mit dem Postament, einer visualisierten Reliefszene aus der Legende des Heiligen und dem Giebeldach, mit Hinweis auf das Entstehungsjahr 1704, das Gesamtwerk bilden. Mit einer Größe von gemessenen 245 cm plus die noch erhaltene

Kugelbekrönung, ist der Bildstock ein imposanter Anblick. Nicht zuletzt aufgrund der Deckplinthe, die mit 90 cm das breiteste Element darstellt, interagiert das Denkmal sou- verän mit dem ihm zur Verfügung gestellten Raum. Allein die wuchtige Präsenz führt zur einer garantierten Wahrnehmung, die vom Sockel nochmal erhoben und betont wird. Dieses architektonische Element verleiht dem Bildstock nicht nur eine Struktur indem es das Relief auf Augenhöhe hebt, sondern verleiht den Inschriften zusätzlich eine „räumlich-ästhetische Exponierung“42. Dadurch wird ermöglicht den neu gewonnen Raum für mehrere Inschriften zu nutzen - die an den zwei Seiten des Postaments. Sie richten sich, als vorformuliertes Gebet an der Vorder- sowie rechten Seite, an den Heiligen, und zusätzlich auf der linken Seite, als Aufforderung auch an den Betrachter.

Auf den ersten oberflächlichen Blick fällt, neben den einzelnen Elementen, vor allem die barocke Ornamentik auf. Es gibt eine profilierte Deckplinthe, die mit einer gemessenen Höhe von 45 cm selbst ein beachtliches Element zwischen Postament und Relief darstellt. Des Weiteren ist die seitliche Rahmung mit hängenden Festons auf dem halbrunden Dachgiebel zu nennen, die den Anblick des Denkmals nochmals breiter wirken lassen. Die andere Form der vegetabilen Verzierung findet sich zusätzlich in symmetrischer Anordnung, durch zwei gleich gestaltete Ausmeißelungen an den Seitenflächen des Reliefs, wieder.

Der Hl. Antonius ist in der reliefartigen Darstellungsweise nur auf der Hauptansichtsseite erkennbar. Gekennzeichnet wird er durch die Attribute mit Kapuze und Kordel als Franziskanermönch.43 Hinzukommen Buch, Engel und die Erscheinung des Jesuskindes, das von Maria festgehalten wird.44 Die Szenerie, in der dem Hl. Antonius beim Gebet der Messias erscheint, weist sich durch starke Bewegungselemente aus. Alle zu sehenden Protagonisten sind in Aktion, wie z.B. der in die Knie gehende und gleichzeitig die Arme ausstreckende Antonius, der fliegende Engel oder auch das ebenfalls die Arme entgegenstreckende Jesuskind. Dadurch ergibt sich eine, dem Kontrapost ähnliche, diagonale Handlungslinie, die unten rechts beginnt und dem Blick

[...]


1 „Denkmale haben außer der Eigenschaft, daß man nicht weiß, ob man Denkmale oder Denkmäler sagen soll, noch allerhand Eigenschaften. Die wichtigste davon ist ein wenig widerspruchsvoll; das auffallendste ist nämlich, daß man sie nicht bemerkt. Es gibt nichts auf der Welt, das so unscheinbar wäre wie Denkmäler.“ Robert Musil: Nachlaß zu Lebzeiten, Zürich 1936, S. 87 zit. nach Anna Bálint: Höxter in Bronze und Stein. Vergessene Denkmäler und moderne Kunst im öffentlichen Raum. Holzminden 1999,

S. 11.

2 Bálint: Denkmäler, S. 10.

3 Antoniusbildstock, Gierswall/Heierstor, Liste der Baudenkmäler in Paderborn-Kernstadt. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkm%C3%A4ler_in_Paderborn-Kernstadt (2.9.16).

4 Sabine Wehking und Christine Wulf: Leitfaden für die Arbeit mit historischen Inschriften (= Schriften zur Heimatpflege. 10). Melle 1997.

5 Paul Michels (Bearb.): Paderborner Inschriften, Wappen und Hausmarken. Gesammelt und ausgewertet für die Familienforschung, 2 Bd.e (= Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte. 1). Paderborn 1957.

6 Gerhard Liedtke: Bildstöcke und Wegekreuze in Paderborn. Herausgegeben vom Heimatverein Paderborn e.V. Paderborn 1993.

7 Der erste Band der DI trägt den Titel „Die Inschriften des badischen Main- und Taubergrundes“ und wurde 1969 nachgedruckt. Seitdem sind bis 2013 die besagten 90 publizierten Bände erschienen.

8 Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Hg.): Deutsche Inschriften Online. URL: http://www.inschriften.net (7.9.16). Für das Bundesland Nordrhein-Westfalen ist seit 1978 die Forschungsstelle „Akademie der Wissenschaften“ in Bonn zuständig.

9 Eine Auflistung aller bisher erschienen Bände findet sich im sog. Kurzverzeichnis des Internetauftritts. URL: http://www.inschriften.net/projekt/publikationen/editionsreihe/kurzverzeichnis.html (7.9.16.)

10 Bálint: Denkmäler. Vgl. den vollen Titel bei der Erstnennung unter Fußnote Nr. 1. 4

11 Die Liste der Baudenkmäler in Paderborn-Kernstadt ist unter folgender URL zu finden. URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkm%C3%A4ler_in_Paderborn-Kernstadt (2.9.16). Bei der dem Bildstock zugehörigen Akte handelt es sich lediglich um eine Seite. Diese gab leider keine neuen Hinweise, da sie von Gerhard Liekte selbst angefertigt wurde auch dessen wortgenaue Beschreibung aus seinem Buch enthielt. Siehe die Kopie im Anhang.

12 Liedtke: Bildstöcke, S. 9-12, S. 30f.

13 Die Artikel aus der Freien Presse vom 14. März 1961 und vom Westfälischen Volksblatt vom 14. und 27. März 1961 sind im Anhang unter 7.4 zu finden.

14 Rudolf M. Kloos: Einführung in die Epigraphik des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Darmstadt 1980, S. 2.

15 Eine Übersicht über die Entwicklung dieser Disziplin findet sich bei Walter Koch: Die mittelalterliche und frühneuzeitliche Epigraphik. In: Archiv für Diplomatik 50 (2004), S. 547-577.

16 Die Richtlinien sind an folgender Stelle zu finden.

URL: http://www.inschriften.net/projekt/richtlinien/edition.html (7.9.16).

17 Ebd., I.c.

18 Der Ausschluss serieller Inschriften, wie z.B. auf Münzen ist unter I.i aufgeführt und lässt sich dadurch begründen, dass es mit der Numismatik bereits eine wissenschaftliche Disziplin gibt.

19 Albrecht Dietl: Der öffentliche Raum als Bühne inschriftlicher Selbstinszenierung von Künstlern in italienischen Kommunen des Mittelalters. In: Jörg Oberste (Hg).: Repräsentationen der mittelalterlichen Stadt (= Forum Mittelalter Studien. 4.) Regensburg 2008, S. 145-164, hier S. 154.

20 Gründe sind zum einen die Kriegswirren des Dreijährigen Kriegs, aber auch des Zweiten Weltkrieges wie noch aufzuzeigen sein wird.

21 Eine einheitliche Definierung fällt folgerichtig aufgrund verschiedener zeitlicher Perspektiven schwer. Eine Inschrift wurde in der Antike anders definiert als in der Frühen Neuzeit, und diese wiederum anders als in der Gegenwart.

22 Die im Anhang zu findenden Fotographien sollen das „Umherschreiten“ auch beim Lesen dieser Arbeit ermöglichen. Vgl. S. 35ff.

23 Dietrich Erben: [Art.] „Denkmal“. In: Enzyklopädie der Neuzeit. Bd. 2. Hrsg. v. Friedrich Jaeger. Stuttgart 2005, Sp. 915.

24 Wenn man die Bereiche „Inschriften“ und „Volksfrömmigkeit“ auf sich gegenseitig bedingende Gemeinsamkeiten untersuchen möchte, erhält man in der aktuellen Forschungssituation kaum brauchbare Untersuchungen. Das liegt vor allem daran, dass Inschriften entweder vernachlässigt oder in anderen Zusammenhängen, wie bspw. bei den Sühnekreuzen untersucht wurden. Diese Kreuze haben, obwohl thematisch der Totschlagsühne zugehörig, erstaunlich viele Berührungspunkte zu Bildstöcken. Sie wurden zum einen ebenfalls zur Erinnerung (an ermordete Menschen) aufgestellt, zum anderen sollten sie „…Vorübergehende zum Gebet für den Verstorbenen ermuntern…“. Vgl. Hartmut Kühne, Enno Bünz und Thomas T. Müller: Alltag und Frömmigkeit am Vorabend der Reformation in Mitteldeutschland. Katalog zur Ausstellung „Umsonst ist der Tod“. Petersberg 2013, S. 21 und S. 196.

25 Letzterer war jedoch in der glücklichen Lage, das einzig bekannte Foto vom Bildstock in seiner ursprünglichen Umgebung anzufertigen. Vgl. Paul Michels: Neuhaus, Paderborn, Bad Lippspringe. In: Deutschlands Städebau. 3. Bearb. Aufl., Paderborn 1928, S. 81.

26 Ders. (Bearb.): Paderborner Inschriften, Wappen und Hausmarken. Gesammelt und ausgewertet für die Familienforschung, 2 Bd.e (= Studien und Quellen zur westfälischen Geschichte. 1). Paderborn 1957, S. 7f.

27 Ebd.

28 Friedrich Zoepfl, Bildstock, in: Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte, Bd. II (1940), Sp. 695- 707; in: RDK Labor. URL: http://www.rdklabor.de/w/?oldid=92362 (07.09.2016).

29 Allein in Paderborn und Umgebung sind es 333 noch erhaltene sakrale Denkmäler (Bildstöcke, Wegkreuze und Heilgenhäuschen). Davon sind allein sieben dem Hl. Antonius von Padua gewidmet. Darunter die Nr. 27, 29, 32, 175, 176, 183 und 327 der Paderborner Denkmalliste. Siehe Liedtke, Bildstöcke, S. 9.

30 Der heutige Begriff des Volkes wird nicht zuletzt aufgrund seiner missbräuchlichen Verwendung während des Dritten Reiches anders verwendet, als es dem Wortsinn entspricht. Wie die hier gewählte Formulierung mit Volksgemeinschaft zu verstehen ist, erklärt im weiteren Verlauf der Begriff der Volksfr ö mmigkeit, die sich zu eigen gemacht hat, sakrale Gemeinschaft als Volksgruppen zu bezeichnen.

31 Die Hauptinschrift ist durch ihre plastische Darstellung um 7 cm nach außen gewölbt. Möchte der Betrachter also auch die letzte Zeile entziffern, wird er sich entweder tiefer verbeugen oder zu Boden legen müssen. Siehe Foto im Anhang.

32 Lat. „ quoniam honos, qui eis exhibetur, refertur ad prototypa, quae illae repraesentant “ zitiert nach Luise Leinweber: [Art.] „Bilderverehrung“. In: Enzyklopädie der Neuzeit. Bd. 2. Hrsg. v. Friedrich Jaeger. Stuttgart 2005, Sp. 203-207, hier Sp. 204.

33 „Der dt. Begriff D[enkmal] verdankt sich der Bibelübersetzung Martin Luthers, der mit Denckmal im Sinne eines allgemeinen Erinnerungszeichens im Kontext der Passah-Gebote die ungesäuerten Brote bezeichnet (2. Mos. 13,9; 5. Mos. 6,8 und 11,18).“ Erben, [Art.] Denkmal, Sp. 914.

34 Liedtke: Bildstöcke, S. 7.

35 Eigentlich muss es „ superficies solo cedit “ heißen, da der Satz sonst grammatikalisch keinen Sinn ergibt. Siehe die kopierte Abschrift von Liedtke unter der Angabe „Tbg. Nr. 4808“ im Anhang unter 7.4

36 Freie Presse, Artikel vom 14.3.1961.

37 Die Akte gibt an dieser Stelle keine Auskünfte über die vorgenommenen Reparaturen.

38 Vgl. Liste der Baudenkmäler in Paderborn-Kernstadt.

URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkm%C3%A4ler_in_Paderborn-Kernstadt (2.9.16).

39 Der genaue Standort laut Koordinaten: 51° 43′ 20,42″ N, 8° 45′ 29,62″ E.

40 Liedtke: Bildstöcke, S.30. Siehe zusätzlich die Artikel der Freien Presse vom 14.3.1961, des Westfälischen Volksblattes vom 14.3.1961 und vom 27.3.1961, die im Anhang dieser Arbeit zu finden sind. Daraus geht hervor, dass „der Bildstock wegen der Errichtung einer Transformatorenstation der PESAG“ umgesetzt werden musste.

41 Bálint: Denkmäler, S. 9.

42 Erben, [Art.] Denkmal, S. 916.

43 Eine genauere Beleuchtung zur Legendes des Hl. Antonius vom Padua wird im Kapitel der Quellensemantik geleistet.

44 „Wenn es sich um Heilige und ihre Attribute handelt, ist der Sachverhalt relativ klar. Die Attribute beziehen sich in der Regel auf verschiedene Episoden aus dem Leben des Heiligen oder auf seinem Namen.“ Gaston Duchet-Suchaux und Michel Pastoureau: Lexikon der Bibel und der Heiligen. Aus dem Franz. übers. Paris 2005, S. 7. Die Darstellung von Maria als Gottesmutter ist ebenfalls ein Leitmotiv der Volksfrömmigkeit, die bis heute in der Marienverehrung erkennbar ist.

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Details

Titel
"Heiliger Antoni mein patron...". Der Bildstock am Paderborner Heierstor
Untertitel
Eine wissenschaftliche Untersuchung über die frühneuzeitliche Inschrift samt barockem Träger
Hochschule
Universität Paderborn  (Historisches Institut)
Note
2,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
39
Katalognummer
V416901
ISBN (eBook)
9783668667068
ISBN (Buch)
9783668667075
Dateigröße
2200 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildstock, Hl. Antonius, Paderborn, Heierstor, Denkmal, Epigraphie, Inschriften, Frühe Neuzeit
Arbeit zitieren
David Koch (Autor), 2017, "Heiliger Antoni mein patron...". Der Bildstock am Paderborner Heierstor, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416901

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