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Ist ein autoritärer Erziehungsstil der Ausweg aus der Bildungskatastrophe in Deutschland?

Eine Analyse elterlicher Erziehungsstile und deren Auswirkungen auf die Schulleistungen von Schülern der Sekundarstufe I

Title: Ist ein autoritärer Erziehungsstil der Ausweg aus der Bildungskatastrophe in Deutschland?

Term Paper , 2017 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Maximilian Rode (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Ziel dieser Arbeit soll es sein, vor dem Hintergrund der "Zweiten Bildungskatastrophe", welche im Jahre 2000 von der PISA-Studie konstatiert wurde, die Frage zu klären, ob ein autoritärer elterlicher Erziehungsstil sich positiv auf die Schulleistungen von Jugendlichen in der Sekundarstufe I auswirkt und somit das deutsche Bildungsergebnis im internationalen Vergleich verbessern würde. Dabei wird eine Gegenüberstellung der beiden wesentlichen Erziehungsstile "autoritativ" und "autoritär" vorgenommen.

Zuvor soll ein kurzer Überblick hinsichtlich der Positionierung Deutschlands im internationalen Bildungswettbewerb gegeben werden um die drastische Bezeichnung einer Katastrophe zu begründen. Anschließend werden Ansätze zur Erziehungsstilforschung in Deutschland geliefert, welche Aufschluss darüber geben sollen, welches Erziehungsverhalten in den hiesigen Regionen vorherrscht und für eine Analyse geeignet wäre.

Nach der Differenzierung der Erziehungsstile werden anhand von empirischen Studien Hypothesen aufgestellt und systematisch auf ihre Gültigkeit überprüft. Zur Beurteilung der Schulleistung werden die drei Indikatoren Lernmotivation, Schulabsentismus und Schulnoten berücksichtigt. Dies soll schlussendlich zu einer Beantwortung der eingehend gestellten Frage führen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die „Zweite Bildungskatastrophe“

3. Ansätze der Erziehungsstilforschung in Deutschland

4. Erziehungsstile

4.1 Autoritäre Erziehung

4.2 Autoritative Erziehung

5. Empirische Befunde

5.1 Erziehung und Lernmotivation

5.2 Erziehung und Schulabsentismus

6. Erziehung und Schulnoten

7. Diskussion und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss elterlicher Erziehungsstile auf die schulischen Leistungen von Jugendlichen in der Sekundarstufe I. Ziel ist es zu klären, ob ein autoritärer Erziehungsstil tatsächlich eine positive Wirkung auf die Schulleistungen entfaltet oder ob ein autoritativer Ansatz im Kontext des deutschen Bildungssystems überlegen ist.

  • Gegenüberstellung von autoritären und autoritativen Erziehungsstilen nach Baumrind
  • Analyse der Auswirkungen auf die Lernmotivation
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Erziehung und Schulabsentismus
  • Evaluation des Einflusses elterlicher Erziehung auf die Schulnoten
  • Einordnung der Ergebnisse vor dem Hintergrund der „Zweiten Bildungskatastrophe“

Auszug aus dem Buch

4.1 Autoritäre Erziehung

Das Konstrukt der autoritären elterlichen Erziehung (authoritarian parenting) baut laut Baumrind (1991) auf einer für die Kinder streng strukturierten Umgebung auf, die durch klare Regeln manifestiert wird. Das grenzt das Kind in seiner Entwicklung eines selbstbestimmten Ichs ein und führt dazu, dass die Bedürfnisse der Eltern nach Kontrolle und Macht über die eigenen Bedürfnisse gestellt werden. Gängige Machtmittel, die zur Durchsetzung des Willens der Eltern genutzt werden, sind Zwang, Drohungen und Bestrafungen (Papastefanou & Hofer, 2002, S. 185). Diese Form der Erziehung bewirkt einen Angstzustand im Kind, der weniger durch die Angst der Bestrafung, sondern mehr durch den „Verlust sozialer und emotionaler Bindung“ (Fuß, 2006, S. 103) verursacht wird. Denn obwohl die Beziehung zwischen Vater und Kind oder Mutter und Kind nicht auf elterlicher Wärme aufbaut, kann eine autoritäre Erziehung nach Fuß nur auf Grundlage einer zuvor erfolgten emotionalen Bindung funktionieren.

Eltern, die diesen Erziehungsstil verfolgen, haben wie zuvor erklärt, selbst restriktive Erziehungsverfahren erfahren und wenden diese zum Teil unbewusst an ihren eigenen Kindern an. Damit einher gehen Statusorientierung und die Betonung konventioneller Werte, die durch eine fanatische Kontrolle gesichert werden sollen (Liebenwein, 2008, S. 34). Diese Beschreibung der Erziehung bezieht sich auf ein generelles autoritäres Verhalten von Eltern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz der elterlichen Erziehung für den Schulerfolg dar und definiert das Ziel, den Einfluss des autoritären Erziehungsstils auf Jugendliche zu erforschen.

2. Die „Zweite Bildungskatastrophe“: Das Kapitel erläutert den Begriff der „zweiten Bildungskatastrophe“ basierend auf der PISA-Studie und betont die Bedeutung familiärer Bildungseinflüsse.

3. Ansätze der Erziehungsstilforschung in Deutschland: Hier wird der Wandel des Eltern-Kind-Gefüges in Deutschland beleuchtet und die Relevanz der Unterscheidung zwischen autoritären und autoritativen Stilen begründet.

4. Erziehungsstile: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Definition von Erziehungsstilen und erläutert detailliert die Merkmale und Auswirkungen autoritärer sowie autoritativer Erziehungsmethoden.

5. Empirische Befunde: Dieser Abschnitt untersucht anhand ausgewählter Studien die Auswirkungen von Erziehungsstilen auf die Lernmotivation sowie den Schulabsentismus von Schülern.

6. Erziehung und Schulnoten: Hier wird analysiert, inwieweit autoritäre Erziehung als Prädiktor für Schulnoten fungiert und welche indirekten Effekte auf die Leistungsfähigkeit bestehen.

7. Diskussion und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Limitationen der Studie und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Erziehungsverhalten.

Schlüsselwörter

Erziehungsstil, Autoritäre Erziehung, Autoritative Erziehung, Schulleistung, Lernmotivation, Schulabsentismus, Schulnoten, Bildungsforschung, Sozialisation, Eltern-Kind-Beziehung, PISA-Studie, Bildungserfolg, Leistungskontrolle, Familienklima.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den statistischen und pädagogischen Zusammenhang zwischen dem Erziehungsstil der Eltern und den akademischen Schulleistungen ihrer Kinder in der deutschen Sekundarstufe I.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretische Abgrenzung von autoritären und autoritativen Erziehungsstilen sowie deren empirische Auswirkungen auf Lernmotivation, Schulfehlzeiten und Noten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob autoritäre Erziehungsmethoden angesichts von Leistungsdruck tatsächlich zu besseren schulischen Ergebnissen führen oder ob sie eher negative psychosoziale Folgen haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse bestehender empirischer Studien, wie z.B. der Untersuchung von Wild & Wild (1997) und der Analyse von Dunkake (2009).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Einordnung der Erziehungsstile drei zentrale Hypothesen empirisch geprüft, die den Zusammenhang von Erziehung mit Lernmotivation, Absentismus und Noten untersuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Erziehungsstil, Schulleistung, Lernmotivation, Autoritarismus und Bildungserfolg.

Wie wirkt sich autoritäre Erziehung auf die Lernmotivation aus?

Die Analyse zeigt eine negative Korrelation: Da autoritäre Erziehung oft auf extrinsischem Druck basiert und das Kind in der Autonomie einschränkt, sinkt tendenziell die intrinsische Lernmotivation.

Ist der autoritäre Erziehungsstil ein wirksamer Prädiktor für Schulnoten?

Ja, die Längsschnittanalyse zeigt, dass autoritäre Erziehung als Prädiktor für die Leistungsentwicklung fungiert, wobei jedoch gleichzeitig eine erhöhte Fachangst und ein niedrigeres Wohlbefinden festgestellt wurden.

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Details

Title
Ist ein autoritärer Erziehungsstil der Ausweg aus der Bildungskatastrophe in Deutschland?
Subtitle
Eine Analyse elterlicher Erziehungsstile und deren Auswirkungen auf die Schulleistungen von Schülern der Sekundarstufe I
College
LMU Munich
Grade
1,3
Author
Maximilian Rode (Author)
Publication Year
2017
Pages
14
Catalog Number
V416917
ISBN (eBook)
9783668662810
ISBN (Book)
9783668662827
Language
German
Tags
erziehungsstil ausweg bildungskatastrophe deutschland eine analyse erziehungsstile auswirkungen schulleistungen schülern sekundarstufe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximilian Rode (Author), 2017, Ist ein autoritärer Erziehungsstil der Ausweg aus der Bildungskatastrophe in Deutschland?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416917
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